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    15 Dezember 2018
    #1

    Kinderpornographie - Umgang mit Tätern

    Würdet ihr (weiterhin) mit jemandem (geschäftlich) zusammenarbeiten der für Beschaffung, Besitz und Verbreitung kinderpornografischen Materials rechtskräftig verurteilt wurde und die ihm zur Last gelegten Taten auch nicht bestreitet?

    Wäre Art und Umfang des Materials für eure Entscheidung von Bedeutung, d.h. würde es z.B. einen Unterschied machen wenn dieses in (etlichen) anderen Ländern nicht strafbar wäre?
     
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    15 Dezember 2018
    #2
    Der Titel ist etwas irreführend, denn unter dem Titel "Umgang mit Sex" würdest du ja auch nicht die Frage erwarten, ob du mit einem Vergewaltiger zusammenarbeiten würdest.

    Meine Antwort wäre übrigens: Das kommt drauf an und es würde für mich einen gewichtigen Unterschied machen, ob es sich um Fiktivpornographie handelt oder nicht.
     
  • Mr. Poldi
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    15 Dezember 2018
    #3
    Ja, der Threadtitel ist vmtl. nicht optimal, aber mir ist auch nach längerem Überlegen leider kein passenderer eingefallen.
    Wenn Du da einen bessern Vorschlag hast, nur her damit.
     
  • User 136306
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    15 Dezember 2018
    #4
    "Kinderpornographie - Umgang mit Tätern?"
     
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    15 Dezember 2018
    #5
    Thread-Titel geändert
     
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    #6
    Schwierige Frage. Aber unser Rechtssystem ist eigentlich auf dem Grundsatz aufgebaut, dass ein rechtskräftig verurteilter Straftäter, der seine Strafe abbezahlt bzw. verbüsst hat, damit seine Schuldigkeit gegenüber der Gesellschaft abgegolten hat und damit wieder als resozialisert gilt.

    Aber gerade bei Sexualdelikten und besonders wenn Kinder involviert sind, steht bei einer solchen Entscheidung die persönliche Moral im Vordergrund. Und da werden viele Menschen sich von einer solchen Person eher abwenden, da die meisten wohl mit einem Pädophilen nichts zu tun haben wollen. Das ist dann ein extremes soziales Stigma.
     
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    15 Dezember 2018
    #7
    Tja schwer.
    Aber ich könnte mir nicht wirklich vorstellen, dass nach bekannten werden dieses Sachverhaltes ich noch lange Kontakt halten könnte.

    ... Ausser vielleicht , es ist eine mir extrem nahe Person und ich bin von mildernden Umständen überzeugt .
     
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    #8
    Ich verstehe den Hintergrund nicht. Wenn es in Ländern straffrei ist dann kann die Person da ja nicht verurteilt werden?


    Oder geht es hier um die Grauzone bei Hentais?
     
  • Mr. Poldi
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    15 Dezember 2018
    #9
    Hentai ja (laut eigener Aussage des Betroffenen, definitiv wissen tue ich es nicht), Grauzone ... muss jeder selbst beurteilen.
     
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    15 Dezember 2018
    #10
    Ein Punkt der mir gerade noch eingefallen ist und nicht ganz ausser Acht gelassen werden sollte: Wenn sich bei anderen Geschäftspartnern herumspricht, dass man Geschäfte mit einem verurteilten Pädophilen macht, ist es durchaus denkbar, dass sich diese abwenden und dadurch der Firma ein unter Umständen nicht unerheblicher finanzieller Schaden durch Kunden- oder Auftragsverlust entstehen könnte.
     
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    15 Dezember 2018
    #11
    Gut hier ist definitiv kein Kind geschädigt worden. Es sind (hoffentlich) nur Fantasien usw. Die Figuren sind oft auch von der Art her nicht kindlich. Bzw sehr viel deutlicher körperlich ausgereift aber von der Art her doch kindlich. Dies hat aber oft Gründe die in der Kultur und dem Frauenbild bzw der Etnie und ihren Äußeren Merkmalen zu tun hat.

    Deswegen ja auch meine Frage.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 15 Dezember 2018 ---
    Es ist aber Unterschied ob nun verurteilt wegen Phädophilie im eigentlichen Sinn oder Lolli und Shotacon Konsum.
     
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    15 Dezember 2018
    #12
    Ob es sich hier wirklich "nur" um Hentais handelte ist ja erstmal unklar.

    Und verurteilt wird eine Person nicht wegen "Pädophilie". Verurteilt wird eine Person, weil sie sich sexuell an einem Kind vergangen hat oder im Besitz von kinderpornographischen Schriften bzw. Bildern ist oder diese sogar vertrieben hat.

    Menschen die soetwas tun, haben wohl in der Regel auch pädophile Neigungen...
     
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    #13
    naja, soweit ich weiß ist der kauf von cannabis als deutscher auch im ausland nicht erlaubt (konsum ist meines wissens nicht strafbar. also dürfte man im coffeeshop einen angebotenen joint beruhigt rauchen, selbst aber keinen kaufen.). :zwinker:
    will sagen: nur weil etwas im einen land erlaubt ist, ist es nicht unbedingt als deutscher staatsbürger erlaubt.

    ja, allerdings wäre es mir gleichgültig ob das eine oder das andere in fremden ländern erlaubt wäre oder nicht.
    ich könnte beispielsweise eher damit umgehen (lernen), wenn ich wüsste, ob sich besagte person sich einen runterholt wenn da auf fotos "nur" nackte kinder beim baden zu sehen sind oder ob sich jemand daran aufgeilt wie ein kind vergewaltigt wird.

    schwierig wäre der umgang so oder so mit einer solchen person für mich und viele faktoren würden mein verhalten gegenüber dieser person beeinflussen.
     
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    #14
    Ich würde den Kontakt auf jeden Fall meiden und so schnell wie möglich einstellen. Ich finde das einfach zu gruselig.
     
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    #15
    Ja, das tue ich ja jetzt bereits.
     
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    #16
    wie meinst du das?
     
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    #17
    Also für mich würde es einen Unterschied machen, was für Material das ist. Es sind bereits Fälle verfolgt worden, bei denen es um Cybersex mit Kindlichen Avataren bei Second Life ging. In dem Fall wäre mir das gänzlich egal - ich kann auch nur bedingt nachvollziehen, was der Staat für ein Interesse daran hat, aus derartigen Vorfällen einen Straftatbestand zu konstruieren.

    Ansonsten gilt: Je schwerer der Missbrauch von echten Menschen, desto größer ist der Vertrauensmalus.
     
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    #18
    Irgendwie schweift das hier ganz schön ab. Liegt vielleicht daran, dass "Beschaffung, Besitz und Verbreitung kinderpornographischen Materials" so ein weitläufiger Begriff ist. Ich geh einfach mal davon aus, dass es dabei ausschließlich um dokumentierten Kindesmissbrauch geht, so wie das meines Wissens auch der Gesetzgeber sieht.

    Wenn jemand rechtskräftig verurteilt wurde und seine Strafe verbüßt hat, dann sehe ich keinen Grund ihn durch Meidung etc. weiter zu bestrafen. Da vertraue ich auf den Rechtsstaat und maße mir auch nicht an, es besser wissen zu wollen. Kein Mensch sucht sich seine sexuellen Neigungen aus, und ich hab höchste Achtung vor denen, die eine gesellschaftlich geächtete Neigung wie Pädophilie im Griff haben, und Mitgefühl mit denen, die zeitweise die Kontrolle verloren haben und nun mit der Schuld leben müssen.

    Meine Ansichten zu der Strafbarkeit an sich behalt ich zunächst erstmal für mich, ich glaub die sind nicht mehrheitsfähig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Dezember 2018
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    #19
    Ich denke, dass man um eine Meinung zu Bilden den Sachverhalt kennen muss. Generell würde ich aus moralischen Gründen keine Geschäfte mit dem Menschen machen. Hier aber mal ein Denkanstoß wo es sich anders verhalten würde. Angenommen ein Bekannter würde in den USA oder in einem anderen Land als Pädophil verurteilt werden, weil er mit einer 16-18 Jährigen geschlafen hat. In Deutschland wäre das kein Problem weil legal, dann hätte ich auch moralisch weniger ein Problem Geschäfte mit dem Menschen zu machen auch wenn es in dem dortigen Land illegal ist, weil ich von den Gesetzen und Wertvorstellungen hierzulande ausgehe. Es gibt aber auch Länder, da ist es ab 12 Jahren legal. Wenn ich wüsste, dass ein Geschäftspartner es in einem solchen Land mit 12 Jährigen treibt, hätte ich ein Problem mit, obwohl er nichts illegales macht.
    Weitere Denkanstoß: Ich hatte mal ne Freundin die war 16 und ich war 26. Sex mit Ihr war Legal, hätte ich nackt Bilder von Ihr gemacht, wäre das unter Kinderpornographie gefallen. Wäre ich dann Pädophil gewesen, weil ich Nacktbilder von meiner "Legalen" Freundin gemacht hätte?
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Dezember 2018
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    16 Dezember 2018
    #20
    Ich nehme an, es würde viel Energie kosten, die Abscheu zu überwinden und so jemandem eine Chance zu geben. Ob ich die aufbringen würde? Keine Ahnung.
     
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