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    2 Oktober 2017
    #1

    TV Kippt die deutsche Rundfunksteuer doch?

    Kippt der Rundfunkbeitrag?: Zahlen nur bei Empfang!

    Das Bundesverwaltungsgericht hat ein sensationelles Urteil zum Rundfunkbeitrag gefällt: Eine Hostel-Betreiberin muss nur zahlen, wenn sie Empfangsgeräte hat. Das Bundesverfassungsgericht prüft den Rundfunkbeitrag auch.

    Ich bin ja nun - bei aller Kritik - ein Freund des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Man muß ja nur 'ne Viertelstunde RTL 2 versuchen zu schauen, um die Krätze zu kriegen.

    Trotzdem fand und finde ich die Art und Weise, wie sich unsere Öffis - unterstützt durch die Ministerpräsidenten der Länder, die auf Hofberichte hofften und hoffen - per Zwangsabgabe bedienen, dreist und unverschämt. Und mindestens ebenso weltfremd und hasenhirnig ist, wie deutsche Richter bislang jede, aber auch jede Klage gegen die Rundfunksteuer abbürsteten. Erstens sollte es doch jedem selbst überlassen sein, über welche Medien er sich informieren und für welche er bezahlen will, zweitens kann man durchaus fragen, ob Fußball, ESC und fünf bis sechs Radiokanäle pro ARD-Anstalt wirklich "Grundversorgung" sind, drittens könnte man fragen, ob Abgaben für Betriebe, Arbeitsstätten etc. gerechtfertigt sind, wenn jede/r als Privatperson schon zahlt.

    Hielt bisher kein Richter für nötig.

    Bin ja mal gespannt, ob jetzt ein bißchen Bewegung in die Abzocke kommt...
     
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    2 Oktober 2017
    #2
    Die Rundfunkgängelungssteuer abschaffen?

    "das wird nie passieren!" <machtMerkelsYediRaute>

    irgendwo müssen ja all die exParlamentarier landen, die zu offensichtlich unfähig für die Wirtschaft sind.
     
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    2 Oktober 2017
    #3
    Das wird wirklich mal Zeit, dass diese vermoderten Strukturen gründlich unter die Lupe genommen werden.
    Ich bin mal gespannt, ob sich da jetzt wirklich was tut und wenn ja, wie lange es dauert, bis da ernsthaft was reformiert ist.
     
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    2 Oktober 2017
    #4
    Durch das europäische Beihilferecht werden gebührenfinanzierte Rundfunksysteme ohnehin alsbald grundlegend in Frage gestellt. Ich verstehe immer weniger, warum ein Medium aufgrund seiner Existenz einen Vorteil haben soll. Dazu kommt,. dass das Privileg eigentlich mit einer Einhausung auf den Kernbereich einhergehen müsste. Aber durch Onlineauftritte, Apps und andere zusätzlichen Formate fischen ARD und ZDF längst im Wasser der privaten Medien.
    Der WDR ist mit seinen gefühlten 15 Lokalzeiten inzwischen eine ernsthafte Bedrohung für die Lokalzeitungen geworden. Hier wird in fremden Revieren gejagt.
    Das Sache mit der Qualität läuft ins Leere, weil Rote Rosen ; Leute Heute oder Die Küchenschlacht unter anderen Label auch in einen Privatsender laufen könnten.

    Ich gehe davon aus, dass dieses Mediensystem sich bald selber erledigt. Die nachkommenden Generationen Intendanten und Programmdirektoren sind in einen anderen System sozialisiert worden.
     
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    2 Oktober 2017
    #5
    Dafür gibt es auch keine logische Begründung.

    Ich schrieb es ja schon: Es war ein schmutziges Geschäft. Die Damen und Herren Ministerpräsidenten der Länder sicherten den Öffis mit den Zwangssteuern vermeintlich die Existenz - im Gegenzug bekommen sie dank der vielen Hofschranzen in den Redaktionen freundliche Berichte und keine zu kritischen Fragen.

    Das Grundprinzip des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist natürlich richtig - aber es sollte jedem selbst überlassen sein, ob er das Angebot wahrnehmen will.
     
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    2 Oktober 2017
    #6
    Da ich weder Fernsehen noch Radio privat nutze, ärgert mich die Gebühr jedes Mal! Mein Radio im KFZ ist schon lange kaputt. Online schaue ich selten mal einen Film von ARD, ZDF,.. Darauf würde ich auch verzichten, wenn ich dafür das Geld sparen könnte. Es ärgert mich. Ich habe kaum Geld, aber soll zwangsweise noch was davon abgeben für etwas das ich nicht/kaum nutze.
     
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    2 Oktober 2017
    #7
    Die Frage war eher als Stilmittel gemeint. Die Politik ist hier für mich nicht der Punkt, weil ich die Frage gerne nicht so sehr verengen würde. Die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien, in der jeder drin sitzt, das redaktionelle Personal hingegen nicht, wäre ein Thema für sich.

    Ich finde eine Frage interessanter: Wie weit darf ein gebührenfinanziertes System gehen? Braucht es Radio Bremen oder den Saarländischen Rundfunk. Warum ist es in Stuttgart und Berlin zumutbar, dass das Landesprogramm zwei Länder umfasst, in St.Ingbert und Bremen aber nicht?

    Magenschmerzen bereiten mit die Homepages, die eigentlich als Ergänzung zum Programm gedacht waren. Inzwischen sind sie aber den Internetauftritten von Zeitungen und Zeitschriften sehr ähnlich. Auch hier muss die Schere ansetzen.
     
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    2 Oktober 2017
    #8
    Aus Sicht der GEZ ist das Urteil vermutlich völlig unverständlich.

    Denn wenn der Gast ein Gerät zum Empfang bereit hält, muß dafür schließlich gezahlt werden. Daß er dazu sein eigenes Gerät zum Empfang bereit hält, ist irrelevant, denn bei WLAN vom Hostel wäre es ja auch so. Und ob die Sachen nun über WLAN oder Mobilfunk rein kommen, ist dem Gast - oder viel mehr der GEZ sicherlich egal.

    Genauso war es für die GEMA völlig unverständlich, warum man für eine Gemeinschaftsantenne für 343 Parteien keine Gebühren erheben darf. Schließlich hielten sich in den 343 Wohnungen nicht nur die Eigentümer auf, sondern teilweise auch Mieter, ja sogar deren Freunde und Gäste. Damit handele es sich bei Hörern und Zuschauern doch wohl um eine zufällige Ansammlung von Besuchern, wie sie auch in einem städtischen Konzertsaal zu finden sei. Bei einer Zahl von mehr als 75 Wohnungen könne von einer privaten Gruppe nicht mehr die Rede sein, so die Anwälte der Verwertungsgesellschaft.

    Ich glaube aber, daß das aktuelle Urteil keine wirkliche Änderung bringen wird. Ich vergleiche es ganz gerne mit Krebs: Da waren mal Zellen, die ihre Daseinsberechtigung hatten, die aber mit der Zeit zu einem immer größeren, unkontrollierten Haufen wurden und immer mehr Nährstoffe einfordern, und das Immunsystem erkennt das nicht, und schaut tatenlos zu.
     
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    2 Oktober 2017
    #9
    Bei aller (berechtigter) Kritik am Umfang (dass Länder wie das Saarland keinen eigenen Sender brauchen, sollte eigentlich klar sein) und den Formaten (warum bezahlt man viel Geld für Fussballübertragungen und Personal?) des ÖRR, der Grundgedanke ist ein Richtiger.

    Gerade in Zeiten wie heute, in denen "gute" Nachrichten sich nicht mehr dadurch kennzeichnen, stichhaltig recherchiert worden zu sein oder Zusammenhänge sauber darzustellen, sondern für den Endverbraucher möglichst einfach verpackt und zu schlucken sind, sind Medien wichtig, die vllt nicht zwangsläufig auf Quoten und Auflagen schauen müssen.

    Wenn man in die USA schaut, wie ein Präsident Trump von einem einzigen Sender mit "Nachrichten", für die sich sogar die Bild schämen würde, groß gemacht werden konnte, ist ein öffentlich rechtlicher Rundfunk in Deutschland mehr als zu begrüßen.
     
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    2 Oktober 2017
    #10
    Stimmt - er wird aber leider durch die Praxis ad absurdum geführt.
     
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    2 Oktober 2017
    #11
    Es gibt ja nicht nur das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, sondern auch das Verfassungsgericht prüft gerade intensiv die Rundfunkabgabe. Hoffentlich wird dieser Schwachsinn endlich gekippt, oder zumindest zurechtgestützt.
    Auch wenn man eine mediale Grundversorgung mit halbwegs brauchbaren Nachrichten, Politik-Geschwafel, usw. für notwendig halten möge, geht das Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten weit über diese Grundversorgung hinaus: Wahnsinnig teure Sport-Übertragungen (Fußball, Olympia, usw.), Unterhaltungsangebote (Krimis, Seifenopern, Fernsehshows, usw.) und noch viele weitere Dinge, die nicht aus einer Zwangsabgabe bezahlt werden müssten, sondern problemlos von denjenigen bezahlt werden könnten, die es tatsächlich sehen möchten.

    Gäbe es tatsächlich nur eine Grundversorgung mit Nachrichten, Politiksendungen, usw., bräuchten wir allerhöchstens jeweils 1-2 nationale und 3-5 regionale Radio- und Fernsehsender.
    Ich bin wirklich gespannt, ob es mal wieder ein Urteil gibt, das den Schwachsinn zurechtstutzt, den unsere Politiker so dulden und beschließen.
     
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    3 Oktober 2017
    #12
    Ich habe bis heute noch nie GEZ gezahlt. :tongue:

    Finde die Gebühr an sich eine Frechheit und habe mich entsprechend immer erfolgreich gedrückt. Die GEZ mag ich ähnlich gern wie die Hundesteuer.
     
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    3 Oktober 2017
    #13
    Sobald du eine eigene Wohnung hast musst du , ob du willst oder nicht, zahlen
     
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    3 Oktober 2017
    #14
    Ich wohne seit 10 Jahren in eigenen Wohnungen.
     
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    3 Oktober 2017
    #15
    Dann musst du aber zahlen
     
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    3 Oktober 2017
    #16
    also ein bischen lokalzeit im wdr halte ich für nicht konkurenzfähig gegenüber einer lokalzeitung ... mal abgesehen davon ist mir eine (gedruckte) lokalzeitung auch zu teuer.
    gleichzeitig lese ich täglich online zwei lokalzeitungen. eine kostenlos von meinem nachbarn und eine für die ich monatlich 4,90 € zahle, weil meine mutter die gedruckte version erhält und ich über sie nun die online-variante beziehe.

    bei der kritik der rundfunkgebühr würde mich mal generell interessieren, wie man denn die öffentlich-rechtlichen sender finanzieren sollte oder soll man die öffentlich-rechtlichen gänzlich privatisieren und hat dann nur noch einen weiteren assi-tv-sender mehr mit hochtrabenden themensendungen wie man welchen muffin am besten backt, welche ente die meisten punkte bekommt, welche dusselige blondine das schönste outfit im kik erworben hat oder welches dunkle geheimnis dieter dödel hat und was die polizei zu dem diebstahl der unterwäsche von der nachbarin hält?
    (ich bin mir darüber im klaren, das auch die öffentlichen sender so manche schwachsinnssendung darbieten.)

    glaubt man wirklich, das ein weltweites nachrichtennetz für einen privatsender bezahlbaren sinn macht und falls ja, das dort dann zwischen den "braking-news" dauernd kolawerbung laufen muss?
    ja, ich weiß das cnn ein privatsender ist und ich kann sehr wohl darauf verzichten, das man mir die unfallbilder auf der a1 mittels tv-helikopter präsentiert.

    ich möchte die öffentlich rechtlichen sender jedenfalls nicht missen.
    gerade in der nachmittagszeit ist tagesschau24 und zdf-neo für mich wichtig und da zahle ich auch sehr gern meinen rundfunkbeitrag .... ich spare mir aber auch sky, amazon prime oder sonstiges bezahlfernsehen. ich verzichte sogar tatsächlich auf freenet-tv und mein 4k fernseher gibt mir eine für mich vollkommen ausreichende bildqualität.
     
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    3 Oktober 2017
    #17
    Das kann und wird nicht funktionieren.
    Wenn öffentlich-rechtlicher Rundfunk nur von denjenigen bezahlt wird welche die Angebote auch nutzen, dann müssten diese sehr viel zahlen (wozu IMHO kaum einer bereits wäre) - oder das Angebot müsste so gestaltet sein dass sehr viele bereit wären dafür zu zahlen.
    Letzteres halte ich ebenso für unrealistisch wenn man einmal bedenkt dass generell weniger TV geschaut und Radio gehört wird und dass diejenigen die es tun meist nicht bereit sind dafür zu zahlen.

    Ich finde gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk gut, zahle gerne dafür und würde mir wünschen dass dies auch so bleibt, aber da bin ich wohl eher ein Ausnahme und ich denke mittel- bis langfristig wird es Radio und TV so wie wir es heute noch kennen nicht mehr geben - weder öffentlich-rechtlich noch privat.
     
  • User 11466
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    3 Oktober 2017
    #18
    So hat es Jahrzehnte funktioniert - wer kein Interesse am Angebot hat, hatte kein Radio/Fernseher und gut war's.

    Seit der Umstellung auf Rundfunksteuer ist's dreiste Zwangsbeglückung, oder wie die hasenhirnige Herr Schönenborn log: "Demokratieabgabe"... :kopfwand:
     
  • Mr. Poldi
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    3 Oktober 2017
    #19
    Von meiner Seite aus kann man auch wieder auf das alte Modell zurück, d.h. wer kein Gerät hat mit dem sich öffentlich-rechtlicher Rundfunk empfangen lässt (d.h. kein Handy, Radio, TV, Smartphone, Smartwatch, PC, Notebook, Tablet, etc.) der zahlt nicht.

    Dürfte aber kaum jemand sein der nicht min. eines dieser Geräte hat, insofern sähe ich da keinen Vorteil zum gegenwärtigen Modell - eher im Gegenteil.
     
  • E.T.
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    3 Oktober 2017
    #20
    ...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16 Februar 2018

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