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    3 Oktober 2020
    #1

    Mit Geständnis heile Welt zerstören

    Ich wende mich nochmal an dieses Forum, weil ich hier kürzlich bereits sehr freundliche und hilfreiche Unterstützung erhalten habe. Leider befürchte ich dennoch, dass mir bei diesem Problem niemand wird helfen können.

    Ich trage seit ein paar Jahren eine Art Geheimnis mit mir rum, etwas, woran ich dringend etwas ändern muss. Es ist nichts illegales etc.
    Das Problem ist, dass ich Hilfe brauche und es alleine einfach nicht hinbekomme, diese in Anspruch zu nehmen. In letzter Zeit habe ich immer wieder den Gedanken, dass ich mich einfach jemandem anvertrauen möchte. Ich will hier nicht als totales Muttersöhnchen rüberkommen, aber ich würde mich ehrlich gesagt gerne meiner Mutter anvertrauen, weil wir ein wirklich gutes Verhältnis haben.
    Leider wäre es jedoch sehr egoistisch von mir, dies zu tun. Im Grunde würde ich wahrscheinlich ihr ganzes Weltbild zerstören, weil sie durch mein Geständnis merken würde, dass ich sie im Grunde die letzten Jahre über belogen habe.
    Vor ein paar Wochen erst hat sie gesagt, wie sehr sie sich freut, dass es ihren Kindern gut geht, dass wir etwas aus uns gemacht haben und auf eigenen Beinen stehen. Dass wir so "gut geraten" sind und wir als Familie ein gutes Verhältnis haben etc.
    Ich kann das nicht kaputtmachen.
    Ich weiß nicht, ob das jemand kennt: wenn alle so sehr davon überzeugt sind, dass man alles im Griff hat und nie Probleme hat. Dann kann man nicht einfach von einem Tag auf den anderen mit dem Geständnis ankommen, dass das so nicht stimmt und man nur nie was gesagt hat.
    Die ganze Situation belastet mich sehr, aber gerade deshalb würde es mir egoistisch vorkommen, andere damit zu belasten.
     
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    3 Oktober 2020
    #2
    Hallo,

    ich finde es toll, dass du dich öffnen willst und sehr emphatisch von dir, dass du dir vorher so viele Gedanken machst.

    Aus deinen Zeilen würde ich es so einschätzen, dass du mit deiner Mutter sprechen solltest. Niemand muss sich so eine Belastung antun, wie du sie beschreibst. Wenn ihr so ein gutes Verhältnis zueinander habt, wird deine Mutter deine Ehrlichkeit schätzen und dankbar dafür sein, dass du dich ihr anvertraust.
    Es ist am Ende nicht die heile Welt, die zählt, sondern der Zusammenhalt, selbst wenn das, was immer du ihr zu erzählen hast, im ersten Moment schockierend für sie ist. Rede mit ihr.
     
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    3 Oktober 2020
    #3
    Ich glaube, deine Mutter wäre dankbar dass du dich ihr öffnest. Und würde dir gerne zur Seite stehen.

    Und vermutlich auch verstehen dass du es lange für dich behalten hast.

    Also, ich weiß natürlich nicht worum es geht. Aber so allgemein würde ich das antworten.
     
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    3 Oktober 2020
    #4
    Ein Teil meiner Zweifel rührt auch daher, dass ich jetzt schon weiß, dass ich massive Schuldgefühle haben werde, wenn ich es sage. Weil es meine Eltern in jedem Fall verletzen wird und sie es nicht verstehen werden und denken könnten, sie hätten Schuld, auch wenn das definitiv nicht so ist.
    Am Ende würde dabei vielleicht nur herauskommen, dass sich außer mir nur noch mehr Menschen schlecht fühlen und was würde das dann bringen...
     
  • WomanInTheMirror
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    3 Oktober 2020
    #5
    Würde dein Geständnis diese Vorstellung denn komplett über den Haufen werfen?
    Je länger man jemanden kennt, desto weniger beeinflussen zusätzliche Infos das Bild, dass man von einer Person hat. Das muss schon gravierend sein, sodass deine Mutter ihr Bild, das sie 25 Jahre lang von dir aufgebaut hat, komplett revidiert.
     
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    3 Oktober 2020
    #6
    Ich kann dein Bedürfnis, sich jemandem anzuvertrauen gut nachvollziehen. Ich würde das jedoch etwas anders angehen: Es scheint etwas zu sein, das dich betrifft, daher mache das mit dir aus und versuche die Hilfe von einer Beratungsstelle o. Ä. zu holen.
    Dinge, die man einmal ausgesprochen hat, lassen sich nicht zurück nehmen, daher wäre ich da sehr vorsichtig.
     
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    3 Oktober 2020
    #7
    Ich verstehe sehr gut wie du dich fühlst und kann mich 100 % in dich rein versetzen.

    Mir geht es ähnlich.
    Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, allerdings bin ich vor 7 Jahren, wegen meiner Frau, 750 km von meinem Heimatort weg gezogen deshalb besteht der Kontakt überwiegend per Telefon.

    Als ich mich kürzlich von meiner Ehe-Frau getrennt habe bin ich in meine Heimat gefahren und habe meine Eltern besucht u. A. Um Ihnen mitzuteilen das wir uns getrennt haben. Ich habe mir schon die Worte im Gedächtnis parat gelegt.

    Es kam an dem WE wie es kommen musste und meine Mutter hat permanent geschwärmt wie glücklich Sie doch ist das meine Schwester und ich beide verheiratet und in einer glücklichen Beziehung sind und das Sie sich so gefreut hat das meine schwester Ihr eine Enkelin geschenkt hat und das Sie es kaum erwarten kann das meine Frau und ich Ihr ein Enkelkind schenken.

    Und ich war jedes Mal daneben und konnte Ihr in diesem Moment nicht mitteilen das wir nicht mehr zusammen sind, weil ich Ihr "heile Welt denken" einfach nicht zerstören kann...
     
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    3 Oktober 2020
    #8
    Hat das Geheimnis denn etwas mit deinen Eltern zu tun? Oder ihrem Verhalten dir gegenüber?
     
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    3 Oktober 2020
    #9
    Oft ist die Reaktion auf solche Geständnisse ganz anders als man vermutet. Viele Eltern ahnen schon, wenn da etwas ist und verstehen dann Reaktionen, die sie vielleicht vorher nicht einordnen konnten.
    Unpassende Schuldgefühle kann man mit der Zeit ausräumen, wenn man miteinander spricht. Etwas zu wissen, was einen nahestehenden Menschen so lange belastet, kann einen auch näher zueinander bringen. Vielleicht kann man nicht alles immer verstehen, aber wenn man so einen Hintergrund kennt, ist das auch etwas Bedeutsames was man teilt. So wie du deine Mutter beschreibst, würde ich davon ausgehen, dass sie es zu schätzen wüsste.
     
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    3 Oktober 2020
    #10
    Meine persönliche Lebenserfahrung ist: Dunkle Geheimnisse, ob klein oder groß, stauen sich an. Sie wachsen. Sie laden sich durchs Schweigen immer mehr auf. Sie belasten. Sie bedingen weitere Lügen. Sie stehen zwischen Menschen. Immer.

    Das ist ne Dynamik, aus der ich irgendwann ausgebrochen bin. Ich versuche mein Leben mit so reinem Tisch wie möglich zu leben. Und finde es viiieeeeeeeel entspannter.

    Aber es mag natürlich immer auf den Einzelfall ankommen.
     
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    3 Oktober 2020
    #11
    Deswegen denke ich, dass du es ihr anvertrauen darfst.

    Magst du sagen oder andeuten, worum es geht? Vielleicht kann man dir dann einen gezielteren Rat geben.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 3 Oktober 2020 ---
    Vielleicht reagiert deine Mutter auch ganz anders, entspannter als du es befürchtest. Es kommt recht oft vor, dass man selbst ein persönliches Problem als für andere dramatischer einschätzt, als es für sie ist.
     
  • ghostspaces
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    3 Oktober 2020
    #12
    Ich kann es schlecht einschätzen. Vielleicht würden sie es auch gar nicht so dramatisch finden. Es wäre einfacher, wenn ich das vorab einschätzen könnte.

    Das hatte ich mir auch überlegt. Bisher habe ich es aber immer noch nicht geschafft, mich dazu zu überwinden, mir selbst Hilfe zu holen.

    Nein, nichts von beidem.

    Nicht wirklich. Daran scheitert auch die Inanspruchnahme von Hilfe von außen. Ich kriege es nicht mal hin, es anonym im Internet zu sagen weil ich mich zu sehr schäme und ich Angst vor potenziellen Reaktionen habe. Entweder würde man es so dramatisch nicht finden und ich würde mir blöd vorkommen, deswegen so ein Drama zu veranstalten, oder die Reaktion wäre Verständnislosigkeit und Ekel, und mit beidem könnte ich eher schlecht umgehen.
     
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    3 Oktober 2020
    #13
    eine (gute) mutter will,
    dass es ihrem kind (wirklich) gut geht.
    und dass es (sich) ihr (an) vertraut.
    und dass sie ihm helfen kann, wenn es hilfe braucht.

    das ist ihr viel lieber, als nicht ent-täuscht zu werden.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 3 Oktober 2020 ---
    nun ...
    entweder es ist relativ undramatisch im sinne von "da bist du (bei weitem) nicht der einzige", oder es ist tatsächlich "sehr aussergewöhnlich" - in beiden fällen ist es jedoch vor allem eines:
    EIN TEIL VON DIR.
    so ist es jetzt.
    so bist du jetzt.

    ganz stark drängt sich mir auf, dass diese sache dringend einen realitätskontakt braucht - meine idee dazu:
    such dir aus deinen threads hier ein (oder auch zwei, drei) menschen raus, die dir in ihrer art bisher am stimmigsten waren - und dann frag sie, ob du ihnen per pn kurz "die sache benennen" darfst, und sie dir bitte kurz dazu ihre einschätzung geben würden (möglicherweise auch auf einer von dir vorgegebenen - breiten - skala) ...

    und bedenke ...
    gerade in internetten zeiten sind der halbwegs interessieren gesellschaft die ungewöhnlichsten dinge anderer menschen bekannt geworden, sei es nun was sexuelles oder auch nicht - z.b. siehe dieses hier:
    Ich bin ein Mann und liebe es Damenbinden zu tragen. Ist das ein Problem?

    nun ...
    ich sehe,
    du bist noch sehr jung ...

    und du erzählst nichts darüber, wie diese leidenschaft in dir gewachsen ist - und wie dein ganzes sexualleben (tatsächlich oder gewünscht) aussieht ...
    die einbettung dieser (fetisch- oder suchthaften) leidenschaft in dieses gesamtbild und auch in dein gesamtleben ergäbe erst ein wirklich aussagekräftiges bild ...

    darüberhinaus gehts hier aus meiner sicht um dich ...
    und nicht darum, wer sonst warum und wie mit diesen harmlosen dingern freiwillig oder unfreiwillig zu tun hat - du hast ja hier keinen thread zum thema "wie gehts euch mit dem thema binden?" eröffnet, sondern um rat zu einem teil DEINES sexuallebens gesucht ...
    ich würd mich an deiner stelle hier auch nicht damit auseinandersetzen, wer auf dieser welt aller für welchen "unnötigen scheiß" wieviel geld auch immer "unnötig" ausgibt und wieviel "unnötigen" müll er damit produziert - denn du suchst ja hier nur rat zu einem teil DEINES sexuallebens ...

    und ich will dir auch raten: entspann dich! ; - )
    in sexuellen dingen gibt es sooo viele verschiedene mitunter sehr spezielle seitenwege - der eine rennt mit eisern verschlossenem penis herum, die nächste steht drauf ihren mann abzuwatschen oder er versohlt gern seiner frau den hinter rotgrünblau, andere kommen nur gut wenn man ihnen die luft abschnürt, manche begeben sich stunden- und tagelang in die herrschaft eines anderen und erfüllen all dessen forderungen, es gibt welche die sich von unzähligen fremdem durchbangen lassen und wieder andere die im großkreis mit anderen einer frau ins gesicht ejakulieren wollen, manche macht es geil sich bis an ihre existenzgrenzen finanziell unkontrolliert an fremde zu verschenken, manche vögeln nie, andere nur jährlich missionarmäßig unter der decke im dunkeln oder sowieso grundsätzlich nur mit sich selbst und so weiter und so fort ...
    ich wage zu behaupten "es gibt nichts was es nicht gibt", und es gibt die verschiedensten all dem zugehörigen, besser und schlechter begründeten, theoretischen und praktischen ab- und zuneigungen ...
    das ein (sexueller) mensch sein kennt also vielerlei spielarten und farbnuancen, die aus ganz individuellen gründen entstanden und für die jeweiligen menschen ganz verschieden gut handelbar sind (kannsein, musthave, fetisch, sucht, mit oder ohne leidensdruck, offen oder geheim und alle dementsprechenden schattierungen) ...
    und vor allem sind wir immer unterwegs auf unserem ganz eigenen lebensweg und über die jahre kann es in vielen dingen viel veränderung geben ...

    die gute nachricht ist: du bist nicht allein! : - )
    deiner neigung vielleicht ähnlich oder vermutlich zumindest aufgeschlossen sind die menschen, die diesen windel- und babyfetisch haben (es gibt da sogar babykleidung, schnuller usw. für erwachsene zu kaufen) - womit wir zur zweiten guten nachricht kämen: du lebst im internetten zeitalter, und kannst somit zu all dem verschiedenste informationen sowie ähnlich und gleichgesinnte finden ...
    zur spezialität des mitspielenden bezugs deiner leidenschaft zur weiblichen monatsblutung (wenn ich es recht verstanden habe) fiel mir eine männliche figur aus einem erotischen roman ein - der kunde einer prostituierten, der sich immer vorbereitend massive verstopfungen erarbeitete, und die auflösung derselben in heftigen schmerzenskrämpfen erfolgte dann in einem gynäkologischen stuhl unter der dienstleistenden begleitung dieser frau (dieser mann war gynäkologe, und seine leidenschaft war die simulation eines geburtserlebnisses) ...

    wie all dem im weiteren auch sei - hiermit schließt sich nun der kreis meiner wortmeldung:
    du bist noch sehr jung ... wenn du einen zu starken leidungsdruck verspürst oder deine (sexuelle) lebensgeschichte besser verstehen willst oder einfach interessiert an einer fachmeinung bist, dann wende dich an sexualberaterInnen - das kann sehr hilfreich sein, in welcher weise auch immer ...

    ansonsten denk an das topf-und-deckel-prinzip des menschlichen sich findens und leb einfach aufrechter haltung das mitunter auch schwierige leben eines menschen mit einer (relativ) großen "seltsamkeit" (von der ja nicht jeder wissen muß), denn davon gibt es ja auch sehr viele - wie beispielsweise jemand, der mit dreissig schlangen seine wohnung teilt oder pausenlos am putzen ist oder regelmäßige körperpflege ideologisch ablehnt oder seine ganze freizeit dem aufspüren sammeln ordnen seiner briefmarken widmet oder fanatische schnäppchenjägerin ist oder oder oder ...

    ALLES GUTE DIR ...

    und zum "mit den eltern (oder erstmal der mutter) reden": ich schlage vor, einen brief dazu zu schreiben - und mit der bitte um ein gespräch (als auftakt des selben) zum lesen geben ...
    und möglicherweise musst du "die sache" darin gar nicht direkt benennen - manche dinge (im positiven wie im "negativen") sind einfach zu persönlich, um sie (mit der mutter) zu teilen ...
     
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    3 Oktober 2020
    #14
    Ich hätte wahrscheinlich erwähnen sollen, dass es nicht um etwas sexuelles geht (das würde ich dann auch eher weniger mit meinen Eltern besprechen wollen ^^). Sorry, dass ich das nicht deutlich gemacht habe...
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 3 Oktober 2020 ---
    Ich hatte es schon mal in einem anderen Forum angesprochen, aber die Bewertungen der Problematik haben mir nicht wirklich geholfen, weil die einen meinten, ich solle dringend mal mit einem Psychologen reden, während andere es überhaupt nicht dramatisch fanden.
    Bei meinen Eltern könnte es genauso sein: entweder sie würden es schlimm finden und ich würde damit ihr Weltbild zerstören oder sie würden nicht verstehen, warum ich mich da so reinsteigere und ich müsste ihnen erstmal erklären, warum ich so einen Leidensdruck habe. Beides wäre sehr unangenehm.
    Ich habe selbst schon überlegt, zu einem Therapeuten zu gehen, aber selbst in diesem professionellen Kontext glaube ich nicht, dass ich es aussprechen könnte.
     
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    3 Oktober 2020
    #15
    Gerade, wenn du es dir nicht vorstellen kannst, mit jemandem Nähen darüber zu reden, würde ich dir raten, dich erst einmal an eine Beratungsstelle zu wenden. Ernst genommen wirst du da auf jeden Fall und du kannst schauen, wie die Reaktion ausfällt.

    Als ersten Schritt würde ich dir empfohlen, die Sache mal aufzuschreiben. (Natürlich so, dass keiner drüber stolpern kann). Das kann auch schon helfen.

    Was genau macht dir am Anvertrauen eigentlich Angst? Ich denke, dass was es auch ist, es wird einfacher bei einer Person, die du danach nicht wieder sehen musst.
     
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    3 Oktober 2020
    #16
    nun gut ...
    dann würd ich dir raten, dir ein paar polster zu kaufen, damit du es auch gemütlich hast in dieser ecke, in der du dich da offenbar einzurichten gedenkst - denn dort wirst du vielleicht jahrzehnte verbringen ...
    *mitundohneeinemaugenzwinkern

    (und ich kann dir übers bereits gesagte hinaus nichts mehr raten, solang völlig unklar bleibt, was da so undramatisches / hoch behandlungsbedürftiges so viel raum in deinem (innen)leben einnimmt bzw. einnehmen darf ...)

    jedenfalls
    alles gute dir ...

    +

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    3 Oktober 2020
    #17
    SAMSARA
    Ich finde das ehrlich gesagt nicht fair von dir. Hier geht es nicht darum, irgendwas zwangsweise ans Licht zu zerren oder den TE zu etwas zu überreden.
     
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    3 Oktober 2020
    #18
    Es ist einfach etwas, was 99% der Menschheit eklig findet und das macht es schwer, darüber zu reden.

    Mich belastet auch, dass ich scheinbar der einzige Mensch mit diesem Problem bin.
    Es gibt eine offiziell anerkannte psychische Erkrankung, von der diese Sache ein Symptom ist. Diese Erkrankung habe ich jedoch nicht (die Diagnose wird bei einer Kombination mehrerer Symptome gestellt und ich habe keins der anderen Symptome). Als eigenständiges Symptom scheint es das offiziell nicht zu geben, was es für mich noch belastender und verwirrender macht weil ich es so erst recht nicht erklären kann und auch nicht weiß, wie mir da jemand bei helfen soll.
    Und wie ich bereits erwähnte, eklige Dinge sind einfach schwer anzusprechen. Das sind Worte, Bilder und Vorstellungen, mit denen man sich eigentlich nicht befassen will.
     
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    #19
     
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    3 Oktober 2020
    #20
    Es ist schon so, dass ich irgendwie das Bedürfnis habe, darüber zu reden, gleichzeitig will und kann ich es aber nicht. Es sollte nicht so schwer sein, einfach zu sagen: "das ist mein Problem, bitte sagt mir, was ich machen soll". Genau das kriege ich aber nicht hin. Nicht mal anonym im Internet und erst recht nicht gegenüber meinen Eltern, Freunden oder einem Therapeuten.
     
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