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    2 August 2018
    #1

    UNI Probleme - Was tun?

    Hi ihr lieben :winkwink:,

    seit ein paar Monaten zerbreche ich mir immer wieder den Kopf über dieses Thema. Vielleicht könnt ihr mir mit euren Tips, Meinungen und Erfahrungen ja dabei weiterhelfen.

    In letzter Zeit ist mir mehr und mehr ein Problem bewusst geworden, welches ich schon länger mit mir herumtrage. Ich weiß nicht so recht, wie ich es nennen soll. Mir fallen etliche Dinge dazu ein, die es aber doch alle für sich nicht so wirklich auf den Punkt bringen. Hier mal eine Auswahl:
    Ich fühle mich mit dem Uni(/Bildungs)-System unkompatibel, habe keine Lust mehr, Wissen unsinnig in mich hineinzustopfen, nur für Prüfungen zu lernen, zu lernen ohne Anwendung, ohne Ziel, Dinge zu lernen, die ich nie wieder brauchen werde, auch werden meine Interessen nur zum Teil im Studium angesprochen. Mir erscheint vieles an der Uni willkürlich, unsinnig, ineffizient.

    Ich versuche mal, ein paar der Punkte genauer auf den Punkt zu bringen.
    Erstens: Die Inkompatibilität. Ich bin ein Mensch, der gerne neues lernt. Ich habe mir vor kurzem mal die Frage gestellt, was ich am liebsten tun würde - die erste Antwort war "lernen". Da kann das Problem also nicht liegen. Das liegt mehr darin, wie gelernt wird.
    An der Uni sitze ich in der Vorlesung, höre mir anderthalb Stunden in einem düsteren, stickigen Raum das an, was der Dozent erzählt. Manche machen das gut und interessant, stellen auch Fragen, beziehen die Studenten mit ein, zeigen eine ansteckende Begeisterung auf. Andere wiederholen sich, reden nur monoton vor sich hin, teils so schlimm, dass kaum noch jemand in die Vorlesung geht.
    Zu den Vorlesungen kommen die Übungen. Die werden dann besprochen. Außerdem die Laborpraktika, welche recht unterschiedlich ausfallen. Manchmal ist sogar recht selbstständige Arbeit dabei - aber doch eher selten.
    Und dnatürlich die Klausuren. Ein bis dreimal pro Semester muss man sich hinsetzen und das Wissen in sich reinstopfen, um es dann wieder "auszukotzen". Wenn man sich viel Mühe beim Reinstopfen gibt, hat man am Ende gute Noten, wenn man sich keine Mühe dabei gibt, schlechte. Das ist das Einzige was an der Uni am Ende zu zählen scheint. Wie auch zuvor schon viele Jahre in der Schule - nur in der Uni irgendwie noch mehr.
    Wenn ich hingegen für mich selbst lerne, dann habe ich ein für mich sinnvolles Ziel. Ich lerne das, was ich dazu brauche - und das ist dann auch praktisch relevant. Ich lerne, was ich benötige, nicht irgendwas, wo ich zum teil sogar schon jetzt weiß, dass ich es nie brauchen werde.
    Ein weiterer Teil des Problem ist, dass ich auch mit der Schule schon immer nicht wirklich kompatibel war, dabei war die Schule noch viel interaktiver, individueller als die Uni. Daher rührt auch der nächste Punkt.
    Zweitens: Ich habe keine Lust mehr. Keine Lust, mich auf der einen Seite einschränken zu lassen, ausgebremst zu werden, auf der anderen aber Dinge tun und lernen zu müssen, in denen ich keinen Sinn erkennen kann. Das hatte ich schon 11 Jahre lang in der Schule, ich dachte, das wäre irgendwann mal vorbei - aber im Gegenteil, es ist jetzt sogar in mancher Hinsicht noch schlimmer.
    Drittens: Meine Interessen werden in meinem derzeitigen Studiengang nur teilweise abgebildet. Nun ist mir natürlich klar, dass man nicht alles, was einen interessiert, im Studium wiederfinden kann. Aber mir ist kein Studiengang bekannt, der für sich alleine tatsächlich einen Großteil des Wissens vermittelt, welches ich für meine gewünschte berufliche Laufbahn benötige. Naja, es gibt einen Studiengang, der vielleicht noch ein wenig besser passen würde. Aber ich habe irgendwie die Befürchtung, dass das alleine auch nicht die Lösung des Problems wäre. Mein aktueller Studiengang passt eigentlich auch gut zu mir, die Themen interessieren mich.
    Viertens: Vorwissen und bereits gemachte Erfahrungen. Ich habe bereits eine Berufsausbildung in meinem Fachbereich, ein dreiviertel Jahr Berufserfahrung, hatte das Fach 6-Stündig in der Schule, habe mich auch privat schon sehr intensiv damit beschäftigt. Jetzt bin ich im 2. Semester und noch immer bin ich mit Dingen konfrontiert, die nichts neues für mich sind. Und das dann auch noch gepaart teils mit ständigen Wiederholungen.
    Mir fehlt definitiv eine Herausforderung im Studium, die über reines Auswendiglernen hinausgeht.

    Ich bin momentan äußerst unzufrieden mit der Situation, weiß aber auch keinen Ausweg daraus. Ich bin gerade völlig demotiviert, sobald ich daran denke, etwas für die Uni zu tun, frage ich mich, wo der Sinn darin liegt. Es ist wie eine Blockade in meinem Kopf. Sobald ich etwas für die Uni mache, ist die Verknüpfung zum Lernen auf Klausuren da, zu den Noten. Der Gedanke: Ich weiß doch, dass ich es kann, also bringt es mir nichts, außer besseren Noten, die mich nicht interessieren, warum sollte ich also etwas tun? Das ist auch kein neues Problem, das gab es in der Schule schon. Der einzige Unterschied ist, dass ich in der Schule mit diesem Problem und dieser Einstellung einen Abischnitt von 1,9 geschafft habe, jetzt reicht es teils nur noch, um die Klausuren zu bestehen, teils nicht mal mehr das, anderswo allerdings auch noch für etwas mehr.
    Gut, es ist nun auch nicht so, dass ich aufs Abi gar nichts gelernt hätte. Für mein Hauptfach habe ich zumindest den ganzen Stoff zusamengefasst. Das hat mir auch richtig Spaß gemacht - aber da hatte ich auch einen direkten Sinn darin. Das Problem ist für mich nicht, einmal die Zähne zusammenzubeißen und mal richtig zu lernen. Das Problem ist, dass ich das prinzipiell in der Form für total unsinnig halte und das im Studium Jahr für Jahr, Semester für Semester, Kurs für Kurs, Klausur für Klausur wieder und wieder auftritt.

    Also, was soll ich nun tun? Dass sich etwas ändern muss, ist für mich keine Frage, nur weiß ich wirklich nicht, was eine sinnvolle Lösung sein könnte.
    Kann ich etwas verändern, was mir hier das Problem löst oder zumindest erleichtert? Oder sollte ich die Uni wechseln? Vielleicht gar das Studienfach? Oder sind die Probleme da eh überall die selben?
    Auch den Gedanken an eine FH zu gehen hatte ich schon, allerdings ist das vermutlich auch nicht die richtige Lösung, allein schon unter dem Aspekt, dass ich vielleicht mal in die Forschung möchte und ganz sicher keinen klassischen Job in der Industrie.
    Vielleicht sollte ich auch gar in einem anderen Land studieren? Das deutsche Bildungssystem ist ja weithin nich gerade als eines der besten bekannt.
    Das Problem für mich ist, dass mir nichts einfällt, von dem ich glaube, dass es hier wo ich jetzt gerade bin das Problem lösen wird. Alle anderen Ideen hingegen sind viel aufwändiger und auch nicht so einfach mal zu probieren. Und auch bei ihnen bin ich nicht sicher, ob sie mein Problem lösen könnten.

    Ich bin mal sehr gespannt, was euch dazu so einfällt. Hier gibt es ja viele Leute mit wesentlich mehr Lebenserfahrung als ich, vielleicht habt ihr noch andere Ansätze bzw. Ideen oder könnt mir mehr zu meinen Ideen sagen, habt vielleicht auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 August 2018
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    2 August 2018
    #2
    Tja, nicht alles im Leben macht Spaß und ist sinnvoll. Das ist einfach so. Egal ob im
    Studium oder im Job später. Für manche Dinge braucht es einfach den Studienabschluss. Da muss man durch, muss jeder Student. Es kann nicht alles „die Erfüllung“ sein und mega toll und interessant - das geht einfach nicht. Bisschen Durchhaltevermögen braucht man eben.

    Immerhin scheinst du dich im Fach selbst nicht ganz vergriffen zu haben. Du könntest auch einen weiteren Studiengang parallel dazu nehmen oder dahinter setzen. Dafür müsstest du dich vermutlich vermehrt auf den Hosenboden setzen und Gas geben beim Lernen - aber es wäre eine Herausforderung, das ganze zeitnah zu beenden oder?

    Musst du in alle Vorlesungen und Übungen? Kannst du Klausuren einfach vorziehen, wenn du den Stoff doch eh schon kannst? Ich hab bspw. meine Diplomarbeit im ersten Semester des Hauptstudiums direkt geschrieben, nicht erst am Ende und war so unter Regelstudienzeit fertig. Alles andere wäre Zeitverschwendung gewesen.
     
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    2 August 2018
    #3
    Hast du Zeit, dich freiwillig in Wunsch-Veranstaltungen des Studiengangs zu setzen (in Seminaren vielleicht auch nur als “Mithörer“, um keinen Platz zu nehmen), die vielleicht eher für spätere Semester sind?

    Wie sieht es mit Veranstaltungen außerhalb des Studiengangs aus? Vorlesungen mithören dürfte unabhängig vom Studiengang möglich sein.

    Das klingt nervig.
    Aber vielleicht wird's im dritten Semester anders. Einfach, weil dann alle eine vergleichbare Basis haben dürften

    Hast du dich mal mit einem der Dozenten/Profs zusammen gesetzt diesbezüglich?
    Vielleicht ist ja eine Art Förderung außerhalb der Pflichtveranstaltungen bzw zusätzlich möglich
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Vorhin vergessen:

    Mach dir klar, dass der BA dir die Türen zu sämtlichen MA-Studiengängen öffnet. Dort kann man interessenbezogener studieren, als in der Regel im BA.
     
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    2 August 2018
    #4
    Ich kann Dich ja verstehen - nix ist nerviger, als sich völlig demotiviert zu Uni/Arbeitsplatz zu schleppen.

    Trotzdem: Das Paradies wirst Du nirgendwo finden - ohne eine gewisse Frusttoleranz wirst Du Dich überall schwertun.

    Das heißt natürlich nicht, daß Du an 'nem Studium festhalten sollst, das Dir keinen Spaß macht.

    Mach Dir einfach 'ne Liste mit Optionen und spiel sie für Dich durch.

    1. Wie sinnvoll und mittelfristig zufriedenstellend und finanziell aussichtsreich wäre es, in Deinen gelernten Beruf zurückzukehren?
    2. Umgekehrt: Stünde Dir nach erfolgreichem Studienabschluß die Welt offen? Falls ja: Augen zu und durch!
    3. Du erwähntest es ja schon selbst: Uni-/Studiengangwechsel?
    4. Welche anderen Möglichkeiten gäbe es?
    5. Wechsel ins Ausland?
    Du kannst auch in der Industrie forschen - u.U. besser als an deutschen Hochschulen.
     
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    2 August 2018
    #5
    Naja, dass ich plane, mich nach dem Studium selbstständig zu machen und meinen Abschluss daher hoffentlich nie brauchen werde, trägt hier nicht gerade zur Motivation bei.

    Den Gedanken hatte ich auch schon. Es gäbe hier eigentlich zwei Möglichkeiten:
    1. Ich studiere meinen aktuellen Studiengang fertig und danach den anderen, das war bisher die Idee.
    2. Ich studiere beide gleichzeitig, muss dann aber auf jeden Fall die Uni wechseln, da es den anderen Studiengang hier nicht gibt. Dennoch wäre das vielleicht nicht die schlechteste Idee.

    Das ist wie bereits gesagt nicht das Problem, mir fehlt eben gerade die Herausforderung im Moment, die mich motiviert.

    In manche Veranstaltungen muss ich, in andere Nicht. Vorlesungen sind generell nicht verpflichtend. Ich war letztes Semester auch nicht in allen Vorlesungen und habe einen Block aus dem 4. Semester vorgezogen, der ist dann allerdings wieder teilweise mit einer Pflichtübung kollidiert. Dennoch war es bisher die beste Entscheidung meines Studiums.
    Klausuren vorziehen müsste eigentlich auch möglich sein.

    Wie gesagt, ich habe schon etwas vorgezogen. Ist aber mit verschiedensten Pflichtveranstaltungen und dazu den Laborpraktika auch nicht alles so einfach :seenoevil:. Erst recht, da man vorher oft nicht weiß, ob eine Veranstaltung für einen Sinn macht oder nicht.

    Wie gesagt, den anderen Studiengang, der mich interessieren würde, gibt es an meiner Uni leider nicht, ansonsten hatte ich den Gedanken auch schonmal.

    Das werde ich demnächst in Angriff nehmen. Ich hab schon einen Prof im Auge, den ich mal darauf ansprechen werde :smile:.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Katjes
    1. Wie sinnvoll und mittelfristig zufriedenstellend und finanziell aussichtsreich wäre es, in Deinen gelernten Beruf zurückzukehren?
    Finanziell wäre es wohl keine Tragödie, aber zufriedenstellend wäre es keinesfalls. Ich hab damals in einer für die Ausbildung bereits extrem vielseitigen Stelle gearbeitet und hatte dennoch schon innerhalb dieser relativ kurzen Zeit immer mehr mit Unterforderung zu kämpfen. Glücklich werden würde ich damit auf längere Sicht bestimmt nicht.

    2. Umgekehrt: Stünde Dir nach erfolgreichem Studienabschluß die Welt offen? Falls ja: Augen zu und durch!
    Die Welt, die ich mir wünsche, steht mir auch ohne ihn offen. Für die Alternative (sozusagen Plan B) bräuchte ich ihn (außerdem vmtl. noch Master und Promotion).

    3. Du erwähntest es ja schon selbst: Uni-/Studiengangwechsel?
    Ja, wäre eine Möglichkeit, allerdings weiß ich nicht wie vielversprechend das ist. Was meint ihr denn, kann man das irgendwie mal ausprobieren? Oder ist das gleich ein riesiger Act?

    4. Welche anderen Möglichkeiten gäbe es?
    Gute Frage. Theoretisch könnte ich es direkt mit der Selbstständigkeit versuchen. Das finde ich aber nicht sinnvoll. Zum einen sollte man doch einen Abschluss als Backup haben, zum anderen will ich ja auch noch mehr lernen.

    Möglichkeiten wären ansonsten eben die Idee von SchafForPeace, einen Prof nach zusätzlicher Förderung zu fragen, außerdem, mein Wissen aus der Uni wieder in privaten Projekten anzuwenden, als Motivation - das gestaltet sich aber aus unterschiedlichen Gründen recht problematisch. Des weiteren eben ein Zweit-/Parallelstudium.

    Es wäre wohl auch eine gute Idee, mal einen Termin bei der Zentralen Studienberatung zu vereinbaren, zu einem Beratungsgespräch.

    5. Wechsel ins Ausland?
    Darüber habe ich bisher noch nicht so viel nachgedacht. Ich würde es nicht ausschließen, die Frage ist eben, bringt es etwas?
     
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    2 August 2018
    #6
    Ich weiß ja nicht, in welche Richtung es gehen soll, aber ein Hochschulabschluß auf Türschild/Visitenkarte/LinkedIn-Profil soll durchaus förderlich sein - und sei es nur, um ein etwas höheres Honorar durchzudrücken.

    Einmal war auch der verblichene Guido Westerwelle (bzw. sein Babba) klug: "Junge, mach den Doktor. Dann kannste noch so großen Unsinn reden - jeder wird dir glauben."

    Außerdem: Weißt Du, ob Dir in zehn Jahren 'n Angestelltenjob nicht doch lieber ist?
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Dann reiß Dich am Riemen und studier!
    Meine Rede...

    Wenn momentan im wesentlichen (so habe ich es verstanden) die Unterforderung Dein Problem ist: Könntest Du nicht versuchen, in einem Betrieb aus Deinem Bereich ein Praktikum/'ne freie Mitarbeit zu kriegen? Schonmal bei anderen schauen, wie der Hase läuft ist für Selbständige fast noch wichtiger als für Angestellte...
     
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    2 August 2018
    #7
    Ja, das ist ein Punkt. Leider ist unsere Gesellschaft mehr auf Titel als auf tatsächliches Können ausgelegt.

    Ich studiere derzeit Chemie, als Alternative stünde Pharmazie zur Wahl. Eine Ausbildung habe ich als chemisch-technischer Assistent. Mein Plan ist, mich mit Naturkosmetik selbstständig zu machen. Später sollen auch noch pflanzliche Arzneimittel dazukommen. Da wäre dann zumindest ein Abschluss als Apotheker wieder nützlich, wenn auch keine unbedingte Voraussetzung.

    Kann ich mir derzeit schwer vorstellen. Aber man weiß es nie sicher, das stimmt.

    Die Firma in der ich das dreiviertel Jahr gearbeitet habe, war schon genau aus dem Bereich, deshalb bin ich da auch hin. Ich hab zwar nur im Labor gearbeitet aber natürlich trotzdem auch aus anderen Gebieten ein wenig etwas mitbekommen. Da hab ich in der Tat sehr viel gelernt, ohne das würde ich mir die Gedanken zur Selbstständigkeit so konkret heute noch nicht machen.
    Interessanter wäre daher vielleicht eher ein Praktikum in einem fachfremden Bereich (z.B. Marketing), wo ich noch wirklich etwas ganz neues lernen kann, das ist in der Tat keine schlechte Idee. Nur hab ich keine Ahnung, wie schwer ist es denn, in einem fachfremden Bereich eine Praktikumsstelle zu bekommen?
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Ich hab eben übrigens mal ein Terminanfrage an die zentrale Studienberatung gestellt.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Gibt es denn hier Leute, die Erfahrungen damit gesammelt haben, mehrere Studiengänge parallel zu studieren? Oder die (ganz) im Ausland studiert haben? Was waren eure Erfahrungen damit?
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Das mache ich ja, und will ich auch.
    Die Frage ist nur, wie? Ich hab ja nichts davon, wenn ich mich da durchquäle und nachher mit einem Abschluss aber schlechten Noten herausgehe, im Wissen, dass ich viel mehr gekonnt hätte. Also muss ich mich irgendwie motivieren. Da hilft ein "reiß dich halt am Riemen" oder "da muss man halt durch" mir auch nicht weiter.
     
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    2 August 2018
    #8
    Wenn du Selbständigkeit anstrebst, wäre wirtschaftliches auch nicht verkehrt :smile:

    Ich würde aber auch empfehlen, dir vorher mindestens den Master zu erarbeiten. Einfach, weil es sein kann, dass das total schief geht mit der Selbstständigkeit oder du es aus einem anderen Grund nicht mehr willst (eigene Kinder o.ä., Dauerstress, superlohnenswertes Verkaufsangebot,....) oder kannst.
     
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    2 August 2018
    #9
    Stimmt. Den Gedanken, mich mal in eine BWL Vorlesung mit rein zu setzen, hatte ich auch schon. Vielleicht sollte ich das mal in die Tat umsetzen :smile:.

    Ja, da geb ich dir völlig recht. Der Bachelor ist Pflicht für mich, aber vmtl. mache ich dann auch noch weiter. Die Frage ist nocht ob, sondern wie und wo am besten.
     
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    2 August 2018
    #10
    Das Studium darf man nicht als Ausbildung sehen.
    Ich weiss, es erzuernt und scheint unsinnig, aber die Universitaet ist was ganz anderes als z.B. eine Fachhochschule.

    Ich wuerde es, stark uebertrieben, so beschreiben:
    • auf der Uni zeigt man, dass man bereit und faehig ist, ueber ein abgehobenes Gebiet zu fachsimpeln; es ist wie die urspruengliche, griechische Universitaet - Interessierte treffen sich zum Plaeuschchen. Und sie sehen es nicht als Schulung, sondern als intellektuelle Reifepruefung.
    • an der FH bekommt man auf hohem Niveau angewandtes Wissen eines Fachbereichs vermittelt; es ist eine FachhochSCHULE;
    • an anderen Stellen bekommt man Ausbildungen ("halten Sie den Schraubenzieher so...").
    Auf die Uni geht man, um spaeter hoehere Ansprueche stellen zu koennen. Die Idee ist, dass man sich zur Fuehrungsfigur entwickelt - und wie man wissen sollte, bedeutet "Chef sein" ja nicht, dass man weiss, wie alles funktioniert; sondern dass man weiss, wie man den/ die /das findet, die das anstehende Problem loesen, und man selbst behaelt den Ueberblick.

    Und so einer zu werden, dafuer geht man an die Uni.
     
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    2 August 2018
    #11
    Das Mathe- und danach das Physikstudium hat mir auch teilweise die Freude an der Materie genommen :dizzy:
    Letztlich habe ich mich irgendwie mit halbwegs guten Noten ohne Interesse am meisten Stoff durchgebissen.

    Ich glaube ja, manchmal ist es besser etwas zu studieren, für das man vorher schon nicht so gebrannt hat. Zum einen wird einem nicht langweilig weil man am Anfang schon zuviel weiß, zum anderen muss man dann nicht miterleben, dass sein "Hobby" auch extrem langweilige Seiten hat. Man pickt sich privat ja doch immer nur das raus, was einen interessiert. Und Anfangswissen lässt einen oft auch faul werden, so dass man dann irgendwann schlicht nicht mehr gut ist.

    Chemiezeugs ist halt auch insofern doof, als dass man da eigentlich die Promotion braucht, Bachelor und Master sind begrenzt viel Wert auf dem Arbeitsmarkt.

    Warum nicht ggf. wirklich einfach erstmal (vielleicht sogar parallel) einen Bachelor in BWL oder so machen? Das wirste vermutlich gut und schnell hinbekommen, dass ist auf dem Arbeitsmarkt immer ne Bank und bringt einen auch bei richtiger Fächerwahl im Bezug auf Selbstständigkeit, Rechnungswesen und Marketing weiter. Die meisten Selbstständigkeiten scheitern ja auch nicht an guter Idee oder Produkt.
     
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    2 August 2018
    #12
    Naja, ich finde genau das ist sie eben nicht. Am ehesten ist die Uni in heutiger Form irgendetwas zwischen dem und einer Ausbildungsstätte, finde ich.
    Für mich wäre eine Reifeprüfung eben, sich selbst Wissen anzueignen, es selbstständig zu erarbeiten, zu verstehen. Nicht, vorgegeben zu bekommen, was man für die nächste Prüfung auswendig lernen muss - und wenn die bestanden ist, kann man vieles einfach wieder vergessen.
    So eine Uni, wie du sie da zeichnest, würde ich mir wünschen - aber so ist sie eben nicht.
     
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    2 August 2018
    #13
    Ich will Dich nicht entmutigen - aber auf beiden Gebieten wärst Du nicht der Erste. Sprich: Wenn Du Dich von der Konkurrenz abheben willst, mußt Du Dir was einfallen lassen, was es bisher nicht, nur teuer oder nur schlecht gibt. Und gerade dann schadet ein akademischer Abschluß auch fürs Vermarkten nicht.

    Schau Dir mal die Geschichte von Dr. Best an - die haben eigens einen Zahnmediziner aufgetrieben, der wirklich Dr.Best hieß, um die angestaubte Marke nach vorn zu bringen. Hat gefunzt..

    Es war geplant, mit der neuen Zahnbürste im Sommer 1988 auf den Markt zu kommen. Mit der Entwicklung einer Kampagne beauftragt wurde ein Team der Werbeagentur Grey unter Lindsay Cullen. Cullen wollte der Marke einen persönlichen Touch geben und stieß auf den in Chicago ansässigen Zahnmediziner Dr. Earl James Best.Best (* 3. April 1924 in Chicago, Illinois; † 26. Juni 2002 ebenda) hatte an der Loyola University Chicago Zahnheilkunde studiert und mit einem Bachelor abgeschlossen, von 1957 bis 1969 war er als Leiter der Abteilung für Endodontie tätig. Sein Auftritt brachte der Kampagne „Überzeugungskraft und erhöhte Glaubwürdigkeit“.
     
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    2 August 2018
    #14
    Ja, das stimmt leider. Wir hatten damals in der Firma einen Bewerber mit Chemie-Bachelor auf eine Stelle, die vorher ein CTA gemacht hat.

    Das ist in der Tat ein interessanter Ansatz, auf den ich bisher noch gar nicht gekommen bin :seenoevil:. Da werde ich mir definitiv mal Gedanken darüber machen!
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Ich hab zumindest bei Ersterem meine Nische schon gefunden :smile:.

    Klar, ich meinte ja nur, dass es nicht essenziell dafür ist.
    Dennoch interessante Geschichte mit Dr. Best :smile:.
     
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    2 August 2018
    #15
    Wenn das finanziell drin ist würde ich das für dich schon in Betracht ziehen. Vom "Können" her sollte das für dich eigentlich kein Pronlem darstellen. Selbst wenn man mal nicht alles schafft kann man ja ohne weiteres das Studium etwas ausdehnen und weniger Prüfungen machen.
    Dann hast du eigentlich die optimale Vorraussetzung für die Selbstständigkeit :smile:
     
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    2 August 2018
    #16
    Das Problem bei BWL ist, dass es hier an der Uni nur technisch orientierte BWL gibt, wo ich dann auch noch Mechanik-Module und andere aus dem Bereich Ingenieurswissenschaften dabei hab, was ja dann wieder gar nicht mein Gebiet ist. Außerdem hab ich den Anmeldezeitraum jetzt natürlich gerade verpasst (lief bis 15. Juli :seenoevil:) und muss noch ein Jahr warten :frown:.
    Aber prinzipiell finde ich das in der Tat eine außerordentlich gute Idee :smile:.
     
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    2 August 2018
    #17
    Wenn ein Abschluss und der Unibesuch wirklich unwichtig ist, könntest du nebenbei schon mal an der Selbstständigkeit feilen. So gegen die Langeweile :zwinker:
     
  • Flöchen99
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    2 August 2018
    #18
    Bin ich auch schon längst dabei :smile:.
    Leider ändert das an der Uni nichts. Ich brauch halt schon etwas, was auch mit der Uni zu tun hat, um mich dort zu motivieren. Eine reine Koexistenz bringt nicht viel dagegen, sondern befeuert eher den Gedanken, dass anderes doch mehr Sinn hat :seenoevil:.
    Und unwichtig ist beides für mich keineswegs.
     
  • User 115625
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    2 August 2018
    #19
    Obwohl du immer hingehst? Wenn man halbwegs anwesend ist, muss man doch eig. kaum noch lernen für gute Noten. Ich kenne grundsätzlich das Problem, dass man keine Lust hat, weil es halt irgendwie keinen Spaß macht und nicht so richtig das ist, was man machen will, bei mir hat das aber dazu geführt, dass ich dann halt garnicht mehr in die Uni gegangen bin, und bei manchen Fächern wird es dann halt doch kritisch wenn sich die komplett in 2-3 Tagen geben will.

    BWL würde ich übrigens abraten, das ist wirklich nur auswendig lernen auf niedrigem intellektuellen Niveau.

    Prinzipiell ist das Grundstudium halt nunmal trockene Theorie, das war schon immer so und wird auch immer so sein, die interessanten Sachen kommen danach. Dann kannst du dir auch 'ne interessante SHK-Stelle suchen und schonmal in die Forschung reinschnuppern.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 August 2018 ---
    Was ungemein hilft, ist ein Freundeskreis im eigenen Semester, da hat man dann wenigstens irgendeinen Anlass, etwas zu machen oder sich in die Uni zu schleppen, obwohl man keine Lust hat.
     
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    2 August 2018
    #20
    Guck dich doch mal nach Fernunis um :zwinker:
     
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