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    3 Mai 2020
    #1

    Verlieben ohne Gefühlsachterbahn – Schwachsinn oder Chance?

    Hallo zusammen,

    um mich ein wenig vom Corona-Wahnsinn abzulenken, möchte ich hier ein Thema ansprechen, das wirklich zu PL passt und das mich auch schon länger beschäftigt:
    Wenn man so hört und liest, was Menschen über das Verlieben und die Beziehungsanbahnung schreiben und erzählen, dann ist da immer die Rede von Schmetterlingen im Bauch, Gefühlsachterbahnen, usw. Auch ich habe solche überschäumenden Gefühle schon erlebt. Aber nicht als positive Erfahrung, sondern als eine Sache, die mich extrem überfordert und einschüchtert, so dass ich mich an die jeweilige Frau nicht ran traue und sie nur aus der Ferne anhimmeln kann.

    Aber es gibt da auch eine andere Frau in meinem Leben: Wir kennen uns schon lange und haben im Laufe der Zeit ein ziemlich vertrautes, freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Bei vielen Dingen haben wir eine ähnliche Einstellung, wir können uns gut und lange über alles mögliche unterhalten. Weiterhin finde ich sie auch optisch recht ansprechend und wir sind beide Single.
    Immer wieder kommt bei mir der Gedanke auf, ob mit ihr nicht auch mehr möglich wäre.
    Aber das sind einfach nicht die Gefühle, die mich umhauen, sondern es ist eher ein mehr oder weniger rationaler Gedanke und so ein angenehmes, ruhiges Gefühl, dass ich mich mit ihr einfach wohl fühle. - Und das passt einfach nicht zur filmreifen Gefühlsachterbahn, von der man so hört und liest.

    So fange ich dann gleich wieder mit dem Grübeln an: Ist das vielleicht eine Chance für mich? Solche Gedanken und Gefühle passen doch viel besser zu mir, als eine wilde Gefühlsachterbahn. Oder projiziere ich hier nur meinen generellen Wunsch nach einer Beziehung auf diese Frau, obwohl ich überhaupt nicht die nötigen Gefühle für sie habe? Ist das nur eine Schnapsidee, die das Hirn eines verzweifelten Singles zustande bringt, der zu blöd ist, sich richtig zu verlieben und aus dieser Verliebtheit heraus etwas zu machen?

    Deshalb frage ich nach eurer Meinung und eurer Erfahrung:
    Ist es möglich, sich ohne Gefühlsachterbahn zu verlieben? Habt ihr so etwas schon selbst erlebt? Wurde draus sogar eine Beziehung? Oder ist es irgendwann gescheitert?

    Es geht mir hier weniger um diese spezielle Frau, sondern mehr um die generelle Möglichkeit des Verliebens ohne Gefühlsachterbahn.
    Ich freue mich schon auf eure Antworten!
     
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    3 Mai 2020
    #2
    Ja. Ziemlich eindeutig, denke ich.
    Die Frage ist aber: ist das schlimm? Es gibt so viele Formen von Liebe, von Beziehungen, von Gründen, warum man eine Beziehung eingeht und in ihr lebt, dass m.E. nicht die Frage sein sollte, ob das richtig oder falsch ist, sondern ob es sich mit dieser einen speziellen Frau für Dich richtig oder falsch anfühlt.
    Ich schreibe deswegen "spezielle Frau", weil es bei jeder Frau anders sein kann. Zumindest war das bei mir so.

    Und selbst, wenn Du (und sie) nicht verliebt bist: vielleicht möchtet und könnt Ihr trotzdem eine tolle Beziehung führen, in der sich beide wohl fühlen. Im PL-Jargon: eine "Sex-WG führen" :grin:.
     
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    3 Mai 2020
    #3
    Ich denke das ist Typabhängig. Es gibt wahrscheinlich sogar sehr viele Menschen die eher aus rationalen Gründen eine Beziehung eingehen und durchaus kann auch in einer solchen Beziehung eine tiefe, innige Liebe zueinander entstehen.
    Ich selbst hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt mich auf eine derartige Beziehung einzulassen bzw. gezielt danach zu suchen, da mir Stabilität und Zuverlässigkeit in einer Partnerschaft sehr wichtig sind, habe diesen Gedanken aber wieder über Bord geworfen, weil mir persönlich doch etwas fehlen würde, wären da Anfangs nicht die schönen Schmetterlinge im Bauch. Aber das braucht nicht jeder zwingend und ist bestimmt nicht ausschlaggebend für eine funktionierende Partnerschaft, wenn denn beide das ähnlich sehen.
     
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    3 Mai 2020
    #4
    Nein, das denke ich nicht.

    Ja, das ist möglich. So war es nämlich bei mir auch. Ich habe meinen Freund in der Schule kennengelernt. Bei uns ging es ziemlich schnell, als wir uns das erste Mal richtig wahrgenommen haben. Zu schnell, um mich zu verlieben. Aber ich mochte ihn und es passte. Das Verliebtsein kam später, und dann die Liebe. Und seit Anfang dieser Woche sind wir verlobt :love:
     
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    3 Mai 2020
    #5
    Also ich bin da jetzt kein großer Freund von und glaube auch, dass die Liebe da eher selten mit der Zeit wächst. Im Normalfall ist die Entwicklung in vielen Beziehungen ja eher der andere Weg :ninja:

    Braucht ja jetzt nicht das große 9er Beben am Anfang, aber so ein bisschen Hot bis Schmetterlinge sollte da doch am Anfang schon mal da sein.
     
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    3 Mai 2020
    #6
    Wie sieht denn die richtige Liebe aus? Und was ist falsche Liebe, zum Vergleich? Gibt es da eine Jury, die uns sagt was richtig und falsch ist? Vielleicht ist das ja für andere nicht passend, aber für dich schon? Es gibt so viele verschiedene Formen der Liebe. Finde heraus für dich, was passt.

    Mit anderen Worten: Lass das rumrätseln, und mache deine Erfahrungen!
     
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    3 Mai 2020
    #7
    Wobei ich da ja auch sagen würde: Wenn man schon zu Beginn eher zweifelt, sollte man vielleicht auch auf sein Bauchgefühl hören.

    Ich halte Liebe/Verliebtheit jetzt auch nicht für eine SO spezielle Empfindung, dass man sie "verpassen" könnte, wenn welche da wäre
     
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    3 Mai 2020
    #8
    Danke für die interessanten Antworten!
    Das macht mir doch schon ein wenig Hoffnung. :zwinker:

    Hm... Ja. Dieses richtig oder falsch anfühlen ist so eine Sache.
    Auf der einen Seite denke ich, dass diese relativ ruhigen, gesitteten und "unspektakulären" Gefühle viel besser zu mir passen, als diese Verliebtheits-Gefühlsachterbahn. Ich bin ja auch z.B. weniger der Typ, der vor Freude Luftsprünge macht und die ganze Welt umarmen will, sondern eher der Typ, der nach einem schönen Segeltag auf dem Boot sitzt, mit einem Bier den Sonnenuntergang genießt und sich denkt: "So ein schöner Tag. Daran könnte man sich gewöhnen."

    Aber auf der anderen Seite höre ich eben immer wieder andere Dinge über das Verlieben: Wilde Gefühlsachterbahnen, Unsicherheit, usw. - Alles Dinge, die nicht wirklich zu mir passen und die ich als ziemlich unschöne Überforderung erlebt habe. Und ich frage mich trotzdem, ob diese Dinge für das Verlieben und die Beziehungsanbahnung notwendig sind, so dass ich da durch muss, obwohl es nichts schönes für mich ist. - Also eher so als notwendiges Übel.

    Auch wenn es mir jetzt nicht direkt um diese eine Frau geht (dazu wäre noch viel mehr Hintergrundgeschichte nötig), denke ich schon, dass das deutlich mehr, als eine Sex-WG wäre.
    Es ist ja nicht so, dass ich keine Gefühle für diese Frau habe. Es ist eben nur nicht dieses Hollywood-Zeug mit wilden, überschäumenden Gefühlen, Schmetterlingen im Bauch und großer Unsicherheit.
    Das sind einfach eher ruhige, vielleicht auch eher freundschaftliche Gefühle. So ein "Ich fühle mich wohl mit dir", oder auch mal Sorge und Mitgefühl, wenn es ihr nicht so gut geht in Kombination mit einer gewissen sexuellen Anziehung, die aber (zumindest aktuell) nicht im Vordergrund steht.

    Wenn schon, dann wäre das vielleicht eher das Überspringen wilden Anfangszeit und der direkte Übergang zum "alten Ehepaar". Das hört sich für mich auch überhaupt nicht abschreckend an. Ich frage mich nur, ob das überhaupt funktionieren kann.

    Neben den rationalen Gründen sind ja schon gewisse Gefühle im Spiel. Nur eben nicht das Wilde, Aufregende, was vielleicht zum Verlieben dazugehören sollte.

    Ja. Ich kann mir schon vorstellen, dass man diese Schmetterlinge total schön findet. Auch ich sehe schon gewisse schöne Seiten an dieser Sache. Aber trotzdem überwiegen für mich einfach die unschönen Seiten ganz massiv. Und ich frage mich, ob das unbedingt sein muss, oder ob es da nicht eine angenehmere Möglichkeit gibt, die besser zu mir passt.

    Wow! Erstmal herzlichen Glückwunsch!
    Das hört sich ja auch interessant an und zeigt mir vor Allem, dass es hier tatsächlich andere funktionierende Möglichkeiten gibt, als diese Hollywood-Verliebtheits-Gefühlsachterbahnen.
     
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    3 Mai 2020
    #9
    Aber wenn man immerzu zweifelt und zögert, ist das am Ende ein Gefühl ohne jede Aussagekraft.

    Naja, aber wenn man da wirklich gar keine Erfahrungen macht, stochert man immer im Nebel herum. Wenn man es mal erlebt hat, weiß man eben sehr viel konkreter, was es für einen selbst bedeutet.

    Ich kann nur dazu raten, Erfahrungen zu suchen, zu machen, alles andere kostet nur viel Zeit. Und letztendlich ist alles halb so schlimm und es gibt wirklich nichts zu verlieren. Aber viel zu gewinnen.
     
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    3 Mai 2020
    #10
    Ja das banane0815 da insgesamt mal deutlich proaktiver ran muss ist glaube ich nicht erst in diesem Thread die Quintessenz.
     
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    3 Mai 2020
    #11
    Das war gar nicht unbedingt so speziell auf ihn oder auf dieses Thema zugeschnitten, es stimmt z.B. auch für mich selbst und für ganz andere Aspekte des Lebens.
     
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    3 Mai 2020
    #12
    Wie schon mal geschrieben:
    Ja, ich kenne mehrere solcher Beziehungen/Ehen.
    Man muss sich halt auch selbst hinterfragen: Ist man ein Mensch großer Gefühle? Geht man bei anderen Themen voll ab? Explodiert man, weil Schalke im CL-Finale steht? Ist man voller Wut, weil Nazis Flüchtlingsheime anzünden? Hat man 3 Tage Albträume, weil ein Soldat den kleinen Alan Kurdi aus dem Meer gefischt hat? Heult man bei Bambi? Fiebert man dem Start der neuen Serienstaffel entgegen? Tänzelnd man durch die Wohnung, weil die beste Freundin einem erzählt, dass sie bald heiraten will? Heult man Tage lang, weil der Bruder eines Freundes elendig an Krebs verreckt? Oder hat eine Träne im Auge, weil der Bruder für 6 Monate in die USA geht?
    Oder nimmt man all solche Dinge einfach rational hin? Ich glaube, wer all solche Dinge auch nur rational hinnimmt, der kann auch die ganz großen Gefühle irgendwie nicht erwarten, wenn es um Beziehungen geht.

    Die Frage ist zusätzlich: Was suche ich in einer Beziehung? Nähe? Eine Seelenverwandte? - Dann muss man sich ähnlich sein. Jemand der mich ergänzt? Dann brauche ich jemanden, an dem ich mich auch mal reiben kann. Ruhe und Frieden? Action und Pfeffer? Eher den Kumpel mit Brüsten, die Mutter der ungeborenen Kinder, das Sexhäschen?

    Das was du beschreibst klingt für mich nach Sex-Freundschaft mit Option auf Ehe/Familie und gemeinsamen Zuhause. Why not?

    Einziges Manko: Diejenigen die ich kenne, die das so durchziehen sind alle sehr religiös. Daher ist "klar", dass die Ehe halten "muss", bzw wird. Es wird nicht jedem reichen, auf Dauer nur in Freundschaft ohne Leidenschaft zu leben. Ich könnte das nicht, aber ich bin nicht dein Maßstab.
    Die "Gefahr" ist eben immer, dass man jemanden zu spät trifft, der das übertrifft was man hat. Aber die Gefahr hat man eben immer. Ich plane lieber mit dem was ich jetzt habe und nicht mit dem was irgendwann mal sein könnte. Damit bin ich immer ganz gut gefahren.
     
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    4 Mai 2020
    #13
    Hm... das hört sich jetzt schon ein wenig desillusioniert an. :unsure:

    So was, wie richtige und falsche Liebe gibt es wohl nicht. Aber ich denke schon, dass es so einen gewissen Mainstream gibt: Dinge, die bei vielen Menschen ziemlich ähnlich sind.
    Abweichungen davon sind bestimmt nicht falsch. Aber gerade wenn man das Gefühl hat, dass dieser Mainstream nicht so richtig zu einem passt und keine positiven eigenen Erfahrungen hat, ist es schon irgendwie beruhigend, wenn man hört, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich geht und die einen für sich passenden Weg zu einer für sie passenden Form von Liebe und Beziehung gefunden haben.

    Bauchgefühl - das ist auch so eine Sache. Das ist bei mir irgendwie ziemlich leise und es fällt mir scher, das so richtig wahrzunehmen und darauf zu achten.
    Wenn ich Zeit mit dieser Frau verbringe, fühlt sich das schon ziemlich gut und schön an. Irgendwie relativ unspektakulär, aber gerade deshalb auch schön und angenehm, während die Gefühle für eine andere Frau intensiver, wilder, aufregender, aber deshalb keinesfalls schöner waren. Und das verwirrt mich einfach.

    Was ist jetzt das "Richtige" für mich? Oder passt das einfach beides noch nicht? Muss ich darauf warten, dass es mal gleichzeitig total intensiv, aufregend und schön ist?

    Beim Großteil dieser Dinge bin ich wohl auch ziemlich "emotionsarm". Insbesondere auch in Bezug auf die gezeigten Emotionen und nicht dass mich das alles total kalt lässt. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, als Erwachsener auch nur ein einziges Mal so richtig geweint zu haben. - Höchstens mal ein paar kleine Tränen verdrückt. (Und das nicht, weil ich irgendwie glaube, ich müsse stark sein und dürfte nicht weinen. Viel eher gab es schon Momente, in denen ich dachte, ich sollte jetzt eigentlich weinen und konnte es trotzdem nicht. - Irgendwie schwer zu beschreiben.)

    Es gibt schon auch einzelne Dinge und Themen, die mich irgendwie triggern und stärkere Gefühle auslösen. Aber auch da koche ich dann nur innerlich vor Wut und zeige das längst nicht so stark nach außen, oder bin innerlich total froh und glücklich, aber vollführe deshalb trotzdem keinen Freudentanz, sondern lehne mich nur entspannt, genüsslich und mit einem Lächeln im Gesicht zurück.
    Wenn ich das bedenke, darf ich wohl wirklich nicht mit diesen gewaltigen Gefühlsachterbahnen beim Verlieben rechnen - und noch weniger damit, dass ich mit diesen Gefühlsachterbahnen dann auch noch gut umgehen kann. Vermutlich ist auch da eher die schaumgebremste Variante etwas für mich.

    Auch das ist eine gute Frage und es fällt mir schwer, da wirklich Erwartungen zu formulieren, weil das einfach meinen Erfahrungshorizont weit übersteigt.

    Nähe, Seelenverwandtschaft, aber auch eine gewisse Ergänzung, Kumpel mit Brüsten - das alles hört sich ziemlich gut an.
    Definitiv mehr Ruhe und Frieden, als sich aneinander reiben, wobei absolut reibungslos sicherlich nicht möglich ist und vielleicht auch ein wenig langweilig wäre.
    Mutter der ungeborenen Kinder? - Aktuell wohl eher nicht - nicht bei den Zukunftaussichten, die ich meinen hypothetischen Kindern nicht antun will. (Wäre mir das gerade wichtig, müsste ich wohl auch nicht wirklich an diese eine Frau denken...)
    Und Sexhäschen? - Wohl auch eher nicht... Sex sehe ich eher als schöne Nebensache, vielleicht als i-Tüpfelchen. Aber woher soll ich das ohne Sex-Erfahrung schon wissen?

    Hm... ja. Abgesehen vom Thema Familie, das für mich wohl eher ausfällt, hört sich das nicht so schlecht an.

    Auch ganz ohne religiöse Zwänge gehöre ich da wohl auch eher zur "Spatz in der Hand"-, als zur "Taube auf dem Dach"-Fraktion.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 4 Mai 2020 ---
    Da hast du sicherlich Recht. Zweifeln und Zögern bringt mich nicht wirklich weiter.
    Aber bei dieser Frau hätte ich leider schon einiges zu verlieren... so eine Freundschaft hat ja auch so eine enorme Bedeutung für mich.
     
  • User 150857
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    4 Mai 2020
    #14
    Ich denke schon, dass man sich auch erst mit der Zeit in einen Menschen verlieben und das ohne große Gefühlsduselei ablaufen kann. Das plant man aber nicht, sondern es passiert dann halt einfach mit der Zeit, weil man gerne Zeit miteinander verbringt. Deine Überlegungen finde ich daher recht anstrengend und irgendwie wenig zielführend. Du grübelst halt wieder und am Ende stehst du dir selbst im Weg.
    Einen Grund für Zweifel hast du jetzt auch schon angebracht:
    Wenn du gerne Zeit mit ihr verbringst, mach das doch einfach. Aber pass auf, dass du es nicht in alle Richtungen zergrübelst, sonst wird sowohl eure Freundschaft krampfig als auch alles andere, was eventuell mal darüber hinaus gehen könnte.
     
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    4 Mai 2020
    #15
    Ja. Grübeln und mir selbst im Weg stehen. - Das kann ich leider viel zu gut. :ninja:

    Aber wie soll das denn ohne Grübeln funktionieren?
    Ich merke ja schon, dass ich im Laufe der Zeit eine deutlich stärkere emotionale Verbindung zu ihr entwickelt habe. Aber das ist eine extrem langsame, schleichende Entwicklung über viele Jahre hinweg, die für mich extrem schwer greifbar ist und die ich auch nicht wirklich einordnen kann.
    Ist das nur freundschaftlich? Habe ich mich in sie verliebt? Projiziere ich nur meinen Beziehungswunsch auf sie und unsere Freundschaft? - Woher soll ich das wissen? Wie soll ich das herausfinden?
    Dazu bräuchte ich vielleicht auch einfach mehr Erfahrungen, auf die ich zur Bewertung und Einordnung zurückgreifen kann. Aber bei meinem Schneckentempo habe ich die nötigen Erfahrungen vielleicht erst in einigen Jahrzehnten gesammelt. - Wenn überhaupt.

    Ja. Bisher kann ich unsere gemeinsame Zeit wirklich genießen und versuche auch, mehr Zeit mit ihr zu verbringen, wobei ich da auch nicht zu offensiv sein will, wenn meistens die Initiative von mir ausgeht. (Da bin ich schon wieder so unsicher... :seenoevil:)
    Das Grübeln ist in dieser Zeit ziemlich weit weg und kommt erst wieder zurück, wenn ich alleine daheim bin.
     
  • Beastie
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    4 Mai 2020
    #16
    Bei mir wurden es nur immer dann echte, tiefe, richtige Beziehungen, wenn ich nicht dieses Gefühlshoch und -tief hatte.
    Und damit mein ich jetzt wirklich die Unsicherheit, warum schreibt er mir nicht?mag er mich? Wie kann ich ihn für mich gewinnen?

    Ich kann aus meiner heutigen Erfahrung nur sagen: immer wenn es sich von Anfang an richtig anfühlte, wenn ich sofort gemerkt hab, dass er mich auch mag, wenn keiner von uns darum ''kämpfen'' musste, bei dem Anderen zu landen - genau dann wurde es richtig gut.
    Die ganze Beziehung steht auf einer ganz anderen Basis.
    Bei diesen Gefühlsachterbahnen war ich immer unsicher. Permanent.
    Bei den soliden Anfängen hab ich direkt vertraut, es war entspannt usw
    .
    MIR persönlich gefällt das viel besser, weil ich auf Verlässlichkeit, Vertrauen und Harmonie stehe.
    Ich bin nicht so der ''komm ich heut nicht, komm ich morgen'' typ und ich kanns z.B auch gar nicht leiden, wenn ich mich fragen muss, ob er zu unserem Date überhaupt kommt.
     
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    #17
    Ja gibt es. Bei meiner jetzigen Frau herrschte irgendwie von Anfang an eine Vertrautheit und Harmonie die ich vorher nicht kannte. Das bewog eine Userin zu demSpruch: ihr seid wie ein altes vertrautes Ehepaar, ohne rosa Brille aber tief verbunden. Zu dem Zeitpunkt waren wir recht frisch zusammen.
    Naja heute sind wir verheiratet und bald Eltern von 2 Kindern
     
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    #18
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    Zuletzt bearbeitet: 3 Juni 2020 um 10:44
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    4 Mai 2020
    #19
    Ist es möglich, sich ohne Gefühlsachterbahn zu verlieben? definitiv :jaa:
    Habt ihr so etwas schon selbst erlebt? :jaa:
    Wurde draus sogar eine Beziehung? :jaa:
    Oder ist es irgendwann gescheitert? bisher nicht (und muss es auch nicht)

    banane0815: Täusch ich mich da in dir oder bist du ein "totaler" Kopfmensch?
     
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    4 Mai 2020
    #20
    Wenn ich du wäre, hätte ich schon etwas "Angst", aus fehlender Erfahrung Chancen zu übersehen, weil man nicht geübt darin ist, sie zu erkennen.

    Ich kenne diese Gefühlsexplosionen beim Verliebtsein und sie waren für mich immer ein sicherer Indikator für: "Da ist mehr im Spiel als Sympathie".
    Andererseits bin ich jetzt schon so lange in einer Beziehung und bin natürlich auch gereift. Keine Ahnung, ob ich solche krassen Gefühle nochmal einem anderen Mann gegenüber empfinden könnte :hmm:.
    Wäre ich heute nicht mehr vergeben, würde ich jedenfalls nach anderen Dingen suchen, nach Sympathie, nach Anziehung, Gemeinsamkeiten, aber nicht zwangsläufig mehr nach diesen Gefühlsexplosionen. Vielleicht gäbe es sie, vielleicht nicht. Mein Gefühl dem Anderen gegenüber wäre da für mich ausschlaggebender: Passen wir zueinander, stimmt die Chemie? Kann ich mir vorstellen, morgen früh neben ihm aufzuwachen? Nächste Woche, nächsten Monat? Blicken wir in die gleiche Richtung? So was eben.

    Mir sind Freundschaften wichtig, aber mir ist (m)eine Partnerschaft wichtiger, denn sie ermöglicht mir eine Form von Erfüllung, die mir eine reine Freundschaft niemals bieten kann. Deshalb würde ich mir die aktuelle Freundschaft nicht um jeden Preis als "Freundschaft allein" bewahren, wenn ich das Gefühl hätte, ich könnte mehr daraus gewinnen. Auch auf die Gefahr hin, diese Freundschaft am Ende zu verlieren.
     
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