• Dom Leander
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    31 Mai 2020
    #1

    Vorbereitung für Kletterkurs ?

    Hallo Leute

    Habe vor nächstes Jahr einen Alpin und Gletscher Kurs zu absolvieren.
    Es ist ein Einsteigerkurs an dessen Ende die Besteigung der Wildspitze ( 3.770 Meter ) steht.

    Habe vor die nächsten Wochen mit leichtem Kraft und Ausdauertraining zu beginnen. Und zu bouldern sobald das wieder möglich ist.

    Aber ob das ausreicht ?

    Eventuell sind hier ja Leute mit Bergerfahrung unterwegs . Wäre für Tipps und Tricks sehr dankbar.
     
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  • User 18168
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    31 Mai 2020
    #2
    ausdauer ist wichtig weil es die höhenmeter sind, die irgendwann in den beinen weh tun..
    auf den zweithöchsten berg österreichs kommt man relativ einfach. klettern ist allerhöchstens bis zum 3. schwierigkeitsgrad dabei, aber besonders der gletscher hat dann bis zu 45° (100%) steigung. bouldern brauchst du als vorbereitung nicht unbedingt, aber vllt hast du in der nähe einen einfach klettersteig, den du gehen könntest als vorbereitung
     
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  • Dom Leander
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    31 Mai 2020
    #3
    Dami

    Vielen Dank für deinen nützlichen Beitrag.

    Einen Klettersteig für Anfänger hätte ich auch in der Nähe.
    Vielleicht mache ich auch einfach ein bisschen zu sehr verrückt was den Kurs angeht.
    Habe irgendwie Angst das meine Vorbereitungen nicht ausreichen werden und das ich Höhenkrank werden könnte.

    Wenn ich allerdings an den Kurs denke bin ich hochmotiviert und der Moment beziehungsweise die Aussicht auf dem Gipfel ist bestimmt unbeschreiblich.

    Kletterst du schon lange ?
     
  • User 44981
    User 44981 (33)
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    31 Mai 2020
    #4
    Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass Ausdauertraining als Vorbereitung deutlich wichtiger und sinnvoller ist, als Bouldern.

    In dieser Höhe wird die Luft schon ziemlich dünn, so dass jede Aktivität deutlich anstrengender wird.
    (Beim Wandern war ich bisher maximal auf 2800m. Da spüre ich noch wenig von der Höhe. Aber beim Skifahren auf bis zu 3600m wurde es dann schon deutlich anstrengender)
     
  • User 22419
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    31 Mai 2020
    #5
    Dom Leander hast du denn überhaupt irgendeine Form von Bergerfahrung und was ist das Ziel des Kurses? Ich meine, man macht ja nicht einfach so einen Alpin- und Gletscherkurs, nur damit man ihn hat. Was steht danach an?
    Daran würde ich meine Vorbereitung orientieren.

    Ausdauertraining ist grundlegend, wenn man am Berg „erfolgreich“ sein will und es nicht um technische Finessen wie beim Sportklettern gehen soll.

    Ich bezweifle allerdings, dass ein einfacher KS dir viel bringt. Schön ist das allemal und so ein bisschen Fels in der Hand ist immer nett. Aber in den unteren Schwierigkeitsgraden ist das kaum anspruchsvoller als eine normale Wanderung und wenn dann nicht mal viel Höhe dabei ist, kann man die Zeit effektiver nutzen.
     
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  • Dom Leander
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    31 Mai 2020
    #6
    banane0815

    Danke für deinen nützlichen Beitrag.
    Also wird es in einer Höhe von ca. 3.700 Metern wahrscheinlich nicht so extrem werden.

    Was die Ausdauer angeht werde ich demnächst mit dem joggen und beginnen . Eventuell auch noch mit dem Radfahren. Kleine Wandertouren wären wahrscheinlich auch nicht schlecht oder ?

    Miss_Marple

    Wandern in Bergen so um den 1.000 bis 2.000 Meter Bereich.
    Und in Kletterhallen war ich einige Male unterwegs.
    Das ist meine bisherige Bergerfahrung.

    Mein großer Traum ist es irgendwann einmal auf dem Mont Blanc zu stehen. Aber das ist noch definitiv Zukunftsmusik.

    Ziel dieses Kurses ist es erste Erfahrung unter professioneller Anleitung zu sammeln. Und diese dann an weiteren Bergen in weiteren Kursen noch zu verfeinern.

    An welchen Bergen bist du so unterwegs ?
     
  • User 22419
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    31 Mai 2020
    #7
    Dann würde ich da ansetzen und dieses Jahr darauf verwenden, etwas mehr in der Höhe unterwegs zu sein und mehr alpine Erfahrung ganz allgemein zu sammeln. Trittsicherheit, Orientierung, allgemein auch das Kennenlernen der eigenen Schwächen und Grenzen.
    Wenn dir KS Spaß machen, nur zu. Aber dann auch gerne längere und keine A/B Wanderung mit kurzem Zustieg und ohne viel Höhenmeter.

    Ab wann es in der Höhe blöd wird, ist individuell. Der eine kommt locker auf einen 4000er, dem anderen wird bei 2500 schon schlecht. Das würde ich an deiner Stelle noch austesten, auch unter körperlicher Anstrengung, die ja schon im Tragen der Ausrüstung bestehen kann.
    Für mich ist beispielsweise bei etwa 3000 Meter Schluss, wenn ich mich belasten soll. Gemütlich oder mit längerer Akklimatisierung würde wohl etwas mehr gehen, aber mal eben da hoch und dann noch Leistung bringen - nein, ist bei mir nicht drin.
     
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  • User 176396
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    31 Mai 2020
    #8
    Eine gewisse Grundausdauer ist nie verkehrt, wenn man einen Kurs machen mag. Grundsätzlich orientieren sich Anfängerkurse ohnehin am schwächsten Mitglied und geben in der Regel bekannt welche Vorerfahrungen nötig sind, dass du den Kurs überhaupt machen kannst.

    Machst du bisher Sport? Abgesehen von den kurzen genannten Wandertouren?
    Wenn nein, würde ich definitiv da ansetzen :smile: Es ist völlig egal ob du Joggen oder Radfahren gehst, da geht's rein um Ausdauer und die würde ich schon möglichst weit ausbauen. Beispiel: 3x die Woche 1h Joggen ist zu wenig um wirklich von Ausdauertraining zu sprechen (meiner Meinung nach).

    Ansonsten bleib bei deinen Wanderungen, die du schon machst und versuche auch diese auszuweiten. Hast du schon Tagestouren gemacht? Sowas fände ich als Vorbereitung noch besser als reines Ausdauertraining, gerne auch mit leichten Klettersteigen. Wenn du klettern kannst, würde ich auch den ein oder anderen Ausflug an den Fels machen und outdoor klettern. Kletterhalle ist zwar auch ein Training, aber je gewohnter für dich das alles ist (Wanderung, Klettern) umso einfacher wird dir der Kurs fallen.
     
  • Dom Leander
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    31 Mai 2020
    #9
    Miss_Marple

    Kurze Frage : Mit KS meinst du Klettersteige oder ?

    Längere Klettersteige sind dann bestimmt eine gute Vorbereitung. Müsste ich mich einmal informieren welche bei mir in der Nähe sind.

    Ich hoffe dass ich mit der Höhe ( über 2.500 Meter ) keine Probleme bekommen werde.
    Für den Anfang wären vielleicht Ausflüge auf die Zugspitze Aussichtsplattform nicht ganz verkehrt. Einfach um mal ein Gefühl dafür zu bekommen wie sich knapp 3.000 Höhenmeter so anfühlen .

    Was meinst du ?

    Werde die nächsten Tage auch einen Trainingsplan entwerfen . Ausdauertraining soll ja im Vordergrund stehen.

    Eiskristall

    Im Moment mache ich leider nicht so viel Sport.
    3x die Woche 1 Stunde joggen ist doch für den Anfang ganz ordentlich oder ?
    Inwieweit würdest du das noch ausbauen ?
    Deinem letzten Absatz stimme ich auch uneingeschränkt zu. Werde die nächsten Tage meinen Trainingsplan auch dahingehend entwerfen.

    Was hältst du von meiner Idee mal einen Ausflug auf die Aussichtsplattform der Zugspitze zu machen ? Sobald das wieder möglich ist. Einfach um mal knapp 3.000 Höhenmeter zu spüren ?
     
  • ProxySurfer
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    31 Mai 2020
    #10
    Ich schaue mir lieber bei einem guten geistigen Getränk einen Bergsteigerfilm an, um mich daran zu erfreuen, dass ich nicht auf so einen Fels kraxeln muss. :zwinker:
     
  • User 44981
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    1 Juni 2020
    #11
    Ich möchte da keine Prognose wagen. Wie gut man die Höhe verträgt, ist eine individuelle Sache. Das muss man einfach ausprobieren.
    Ich habe schon einige Leute erlebt, die beim Skifahren ab ca. 2800m deutliche Probleme mit der Höhe hatten. Ich spüre da noch ziemlich wenig und komme höchstens etwas schneller außer Atem. Aber wirklich deutlich merke ich die dünne Luft dann erst über 3300m. Und auch dann bin ich nur deutlich schneller außer Atem - ohne weitere Probleme in Richtung Höhenkrankheit.

    Und es ist sicherlich auch ein Unterschied, ob man als Skifahrer mit der Seilbahn oder dem Lift viele Höhenmeter in ganz kurzer Zeit zurücklegt (das vertragen viele Leute nicht gut), oder ob man als Bergsteiger den Berg Höhenmeter für Höhenmeter erklimmt.
     
  • Dom Leander
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    1 Juni 2020
    #12
    banane0815

    Vielen Dank für deine Tipps.
    Ich habe gerade gelesen dass man mit der Seilbahn wohl wieder auf die Aussichtsplattform der Zugspitze darf.
    Werde es da einfach mal ausprobieren.
    Ist zwar nicht dasselbe wie beim Klettern später aber vielleicht ein erster kleiner Test.

    Werde mich die nächsten Tage ranhalten und einen Trainingsplan zusammenbasteln.
    Freue mich natürlich weiterhin über weitere nützliche Beiträge.
     
  • User 176396
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    1 Juni 2020
    #13
    3x die Woche 1h Joggen ist für jemand, der bei 0 startet zu viel, für jemand, der etwas für ich-mach-Sport machen mag ausreichend und für jemand, der einen Marathon laufen mag zu wenig. Für mich persönlich ist 3x die Woche zu wenig um von Ausdauertraining zu sprechen:zwinker: Da ist es ein schöner Zusatz zu anderen Einheiten.
    In deinem Fall würde ich wirklich eher zu ordentlichen Wandertouren und auch Klettertouren raten. Du kannst unter der Woche joggen, radfahren, bouldern gehen - irgendetwas an Bewegung, das dir Spaß macht:smile: Am Wochenende oder wenn du genug Zeit hast für eine 4h bis Tagestour würde ich das aber jeglichem anderen Training vorziehen.

    Grundsätzlich ist meine Erfahrung, dass je mehr Gedanken sich jemand um etwas macht umso eher treten alle Eventualitäten ein. Wenn du jetzt schon besorgt wegen der Höhe bist, fahr auf die Aussichtsplatform. Lege deine Wandertouren, wo möglich, höher oder schau drauf, dass du Kletterelemente dabei hast.
    Wenn du dir Sorgen machst, hast du die ganze Zeit Stress und das schlaucht den Körper richtig! Du kannst noch so fit sein, aber ein gestresster Körper wird dir an einem früheren Punkt den Dienst versagen.
     
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  • Dom Leander
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    1 Juni 2020
    #14
    Eiskristall

    Jetzt habe ich dich verstanden.

    Ich stand irgendwie total auf dem Schlauch :grin:

    Aber ja. Das was du geschrieben hast würde ich zu 100% unterschreiben. Hatte auch in etwa vor so vorzugehen.

    Muss nur noch versuchen mich nicht so unter Druck zu setzen :grin:
     
  • User 44981
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    1 Juni 2020
    #15
    Bevor du nur auf die Aussichtsplattform gehst, kannst du zusätzlich noch eine kleine Wanderung auf dem Zugspitzplatt machen. Das ist zwar nur 2.600m hoch. Aber als erster kleiner Höhen-Test ist das ja schon mal ein Anfang.

    Und auch andere Wanderungen in geringerer Höhe sind sicherlich kein Fehler, um ein wenig zu trainieren. Du kanst dir ja Strecken mit ordentlichen Steigungen aussuchen.
     
  • Dom Leander
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    1 Juni 2020
    #16
    banane0815

    Guter Vorschlag. Ich muss mal schauen das ich das die nächsten Wochen möglich machen kann. Also deinen Vorschlag mit der Zugspitze.

    Bin gerade dabei mir einen Trainingsplan zusammenzubasteln.

    Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten.

    Ich freue mich schon auf den Kurs :thumbsup:
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Juni 2020
  • Dom Leander
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    7 Juni 2020
    #17
    Ich habe inzwischen mal einen Trainingsplan erarbeitet . Verbesserungsvorschläge definitiv erwünscht :smile:

    Montag , Mittwoch und Freitag :
    leichtes Krafttraining und vermehrt Ausdauertraining ( Laufband )

    Dienstag und Donnerstag :
    Klettersteige beziehungsweise Bouldern ( wobei Klettersteige wahrscheinlich besser sind da praxisorientierter ? )

    Jeden zweiten Samstag : Wandern Tagestour.

    Sonntag : Ruhetag.

    Zugspitze Plattform ( Wanderung ) wird erst Anfang September stattfinden.

    Bitte um eure Meinung :smile:
    Vielen Dank.

    Kleiner Nachtrag :

    Hat jemand von euch eine Ahnung wo man als Anfänger im Frankenjura am besten klettern kann ?
    Wäre vielleicht nicht schlecht um zusätzlich die Griffkraft zu trainieren beziehungsweise zu verbessern . Was meint ihr ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Juni 2020
  • User 176396
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    nicht angegeben
    7 Juni 2020
    #18
    Ich würde auf jeden Fall draußen laufen statt am Laufband. Wenn du eine gewisse Grundkondition aufgebaut hast, kannst du auch Trails laufen und deine Trittfestigkeit trainiert sich mit.

    Ob es über einen längeren Zeitraum eine solche durchgetaktete Vorbereitung braucht, sei einmal dahingestellt. Ich sehe etwas das Risiko, dass es dir irgendwann zu viel wird oder der Spaß dran verloren geht. Das ist individuell :smile: Es gibt genug Menschen, die täglich ihr Trainingsprogramm machen und das regelrecht zum glücklich sein brauchen - musst du wissen, ob du dich dazuzählst oder ob du denkst, dass du das nicht bist.
     
  • jaandreas
    jaandreas (48)
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    7 Juni 2020
    #19
    Die Berge haben etwas magisches

    Ich war vor einigen Jahren auf dem Kilimandscharo

    Das war einfach nur unvergesslich magisch
     
  • User 44981
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    7 Juni 2020
    #20
    Auch wenn ich mich nun wirklich nicht gut im Frankenjura auskenne und nur ein Mal für wenige Tage da war, fällt mir spontan ein anfängertauglicher Fels ein: Der Kalmusfels.

    Im Gegensatz zu anderen Felsen im Frankenjura sind dort die Hakenabstände eher schon zu klein, als zu groß. Da kommt wirklich nie das Gefühl der Unsicherheit auf. Dafür sollte man dort immer mehr Exen an den Grut hängen, als man eigentlich für nötig hält. :zwinker:
    Leichte Routen gibt es dort auch.
     

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