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    7 Februar 2019
    #1

    Was bedeutet erwachsen sein?

    Hallo.
    Vielleicht habe ich mal wieder falsch gesucht, und es gab so etwas schon, aber dann könnte mich jemand ja einfach darauf hinweisen? ^^"

    Jedenfalls stellt sich mir schon sehr lange die Frage, ab wann man eigentlich "erwachsen" ist. Woran macht ihr das fest?
    Fühlt ihr euch erwachsen?

    Ich höre sehr oft, dass selbst Leute, die schon lange volljährig sind, sich nicht erwachsen fühlen. Mein bester Freund ist mehr als 10 Jahre älter und den Erfahrungsunterschied merkt man, und auch er hält sich nicht für sonderlich erwachsen, was ich wiederum natürlich anders sehe.
    Dafür wird mir oft vorgeworfen, einfach nicht erwachsen zu werden, was ich auch oft nicht nachvollziehen kann.
    Für mich bedeutet erwachsen sein, dass man verantwortungsvoll und vernünftig sein kann, sich auf andere Dinge oder Menschen einlassen und selbstständig leben kann. Auch, dass man seine Grenzen kennt und ein gewisses Maß an Selbstdisziplin mitbringt, um bestimmte Grenzen eben nicht zu überschreiten.
     
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    7 Februar 2019
    #2
    Ich würde nicht sagen das ich erwachsen bin. Für mich bedeutet das ein Leben, dass man voll im Griff hat, aber auch irgendwie total Öde ist. Daher müsste ich endlich erwachsen werden, aber zeitgleich weis ich, dass ich das gar nicht möchte. Ich beneide jeden der sein Leben total im Griff hat, aber seine Kindheit/Verrücktheit/Spontanität/etc. bewahrt hat.
     
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    7 Februar 2019
    #3
    Ich wurde am Tag meiner Diagnose erwachsen, weil es ab dann um etwas ging. Erwachsen sein heißt, dass man sein Leben selbst regelt und zumindest bei den wichtigen Dingen vernünftig ist. Natürlich kann ich aus einem Impuls sagen, dass mein Chef ein Trottel ist, wäre aber unreif und somit nicht erwachsen.
    Das heißt aber nicht, dass es keine "unerwachsenen Momente" gibt. Eigentlich wäre dann vieles unerwachsen, ob nun ein Lieblingseis oder ein Lieblingsfilm.
     
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    7 Februar 2019
    #4
    Ich würde sagen, erwachen sein bedeutet Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen zu tragen.
     
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    7 Februar 2019
    #5
    Ich glaube erwachsen sein bedeutet für jeden etwas anderes. Das wird man nicht pauschalieren können.
    Der eine bewahrt das Kind in sich, der andere wird todernst.
    Was aber meiner Meinung nach dazu gehört ist, im Leben zu stehen, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und eigenständig zu sein
     
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    7 Februar 2019
    #6
    Off-Topic:
    Interessant, dass bisher nur Männer geantwortet haben.


    Ich denke auch, erwachsen ist man, wenn man selbstständig und eigenverantwortlich durch das Leben geht.
    Es heißt nicht, immer total vernünftig zu sein, nie Fehler oder Blödsinn zu machen.

    Erwachsen gefühlt habe ich mich aber auch erst lange, nachdem ich es vermutlich schon längst war. Ich glaube, es war der Punkt, an dem ich das erste Mal realisierte, dass ich gedanklich weiter weg bin von dem, was Jugendliche beschäftigt, als ich bis dahin dachte.
     
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    7 Februar 2019
    #7
    Mit erwachsen sein verbinde ich auch in erster Linie Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit.

    Aufgrund schwieriger Familiärer Verhältnisse habe ich mich aber oft als Kind schon "zu alt" gefühlt. "Erwachsen" fühle ich mich dagegen oft heute noch nicht. Vor allem dann nicht, wenn ich Kram, auf den ich keine Lust habe, ewig lange vor mir herschiebe. Das Ablegen jeglicher Albernheiten zählt für mich nicht als "erwachsen" sondern als "tot". Erwachsen ist für mich in dieser Hinsicht, dass man weiß, wo man derlei anbringen kann bzw. lassen sollte.
     
  • Sun-Fun
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    7 Februar 2019
    #8
    Mmmhh, ich denke erwachsen sein heisst, dass man Verantwortung für seine Taten und Worte übernimmt und das man in der Lage ist, seine "Dinge" selber zu regeln.

    ABER für mich heisst erwachsen sein nicht, dass man den kindlichen Geist verliert, keinen Blödsinn mehr macht oder nur noch "anständig" ist....... wenn es darum geht, dann bin ich noch lange nicht erwachsen :whistle:
     
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    7 Februar 2019
    #9
    Irgendjemand sagte mal: Erwachsen ist man, wenn man seine Dummheit begreift.
     
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    7 Februar 2019
    #10
    Erwachsensein wird von der Gesellschaft meistens so definiert, dass man sich entsprechend seines Alters verhält. Man macht keine dummen Aktionen mehr, betrachtet Dinge nüchtern etc. Da wir von unserer Gesellschaft geprägt werden ist da das klassische "Beruf, Heim, Familie", was ich aber anders sehe. Ich gehe da mit dir Konform, dass man unabhängig von anderen ist und selbstständig sein Leben führt/führen kann und dazu gehört auch eine gewisse Sicherheit und ein gewisses Verantwortungsbewusstsein. Das heißt nicht, dass man Spaß haben kann und mal etwas dummes tut, nur sollte es in einem gewissen Rahmen sein. Angetrunken Auto zu fahren ist z.B. alles andere als erwachsen, während das reißen dummer Witze nichts mit dem Erwachsensein zu tun hat.
     
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    7 Februar 2019
    #11
    erwachsen = kein kind mehr.
    kind = wenig verantwortung, abhängig von erwachsenen, mangelnde erfahrung/weitsicht und damit unüberlegtes handeln.

    also: erwachsen ist man, wenn man soweit selbstständig auf eigenen beinen steht, verantwortung trägt, überlegt handelt. ich nenns gerne "erfolgreich ausgewildert" :grin:

    Off-Topic:
    :speaknoevil:
     
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    #12
    Wenn ich mich nicht mehr wie ein Kind fühle. Und das tue ich, ich bin selbständig und kann mein Leben selber gestalten und überleben.

    Es gibt für mich auch den Unterschied, sich wie ein Kind zu fühlen und ein Kind zu sein. Ersteres ist optional, zweiteres ist ein Zustand.

    Ich kann wunderbar als Erwachsener auftreten und respektiert werden, kann aber zudem auch sehr kindlich sein und Dinge tun, die Andere wohl albern finden.
    Das ist für mich kein Widerspruch.
     
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    #13
    Ich trenne das mal in eine gesellschaftliche und eine persönliche Seite.

    Gesellschaftlich bin ich erwachsen an dem Punkt wo ich Verantwortung tragen muss und mich in die Gesamtgesellschaft integriere (zb durch Steuererklärung, Sozialabgaben oder schlicht meine Arbeit). Ich kann nicht mehr uneingeschränkt tun was ich will ohne die Konsequenzen zu tragen. Auch übernehme ich Verantwortung für andere, zb mein Kind. Ich stehe als verlässlicher Partner anderen Menschen zur Seite.

    Auf persönlicher Ebene will ich gar nicht meine kindlichen Züge ablegen. Ich bin verrückt, mache alberne Späße, spiele gern und lasse meine Gedanken treiben. Hier erwachsen zu werden würde für mich bedeuten nüchtern, souverän, rational und selbstsicher zu sein. Ich hoffe das nie zu werden. Klar habe ich auch diese Züge, sie bestimmen aber nicht meine Persönlichkeit.
     
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    7 Februar 2019
    #14
    Erwachsen ist, wenn die Unbeschwertheit endgültig dahin ist :tentakel:

    :ratlos:
     
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    #15
    Für mich bedeutet erwachsen zu sein, in vollem Umfang Verantwortung für sich (und optional die eigene Familie) tragen zu können.

    Erwachsen zu sein, hat dagegen für mich nichts mit Langeweile zu tun - oder gar damit, nicht auch einmal albern oder kindisch sein zu können. :smile:
     
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    7 Februar 2019
    #16
    Vieles von dem, was hier bereits geschrieben wurde, würde ich so oder ähnlich behaupten. Etwa die Selbstbestimmtheit betreffend.

    Ich mochte die Begrifflichkeit 'erwachsen' als charakterisierend noch nie. Die Silbe 'wachsen' schon, leitet den Begriff eher als ein biologisches denn ein psychologisches Phänomen. Etwas, dass sich zwangsläufig ereignet.

    Den Begriff der 'Reife' mag ich zwar auch nicht besonders (ist auch so bio, im Englischen gibt es mit 'mature' vielleicht einen besseren Begriff), aber er hat für mich mehr Spielraum und ich finde ihn geeigneter, als Gefäß, um ihn mit den Dingen zu füllen, die man nun für reif halten mag.

    Für mich ist 'reifes' Verhalten eines, das sich der Konsequenz des persönlichen Handelns bewusst ist. Im besseren Falle 'reif' ist man, wenn man mit dieser Konsequenz auch noch umzugehen weiß. Wenn irgend möglich, ohne bleibende Schäden in den Seelen seiner Mitmenschen anzurichten. Das ist für mich die erstrebenswerteste Form der Reife.
     
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    7 Februar 2019
    #17
    Für mich bedeutet erwachsen sein, dass man sein Leben vollkommen im Griff hat, alles alleine erledigen und planen kann und auch alles erreicht hat, das man sich so vorgenommen hat. Zuvor existieren zu viele Variablen und man arbeitet immer noch auf etwas hin, das man eben noch nicht erreicht hat. Wenn man einmal diesen Zustand erreicht hat, dann möchte man diesen lediglich erhalten und höchstens etwas verbessern, jedoch sind alle großen Punkte im Leben abgehakt. Früher hätte ich diesen Zustand wohl bei Mitte 30 festgesetzt. Heute würde ich ihn eher zwischen 40 und 45 ansetzen.
     
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    7 Februar 2019
    #18
    Du willst also sagen sobald man seine Ziele erreicht hat, ist man Erwachsen? Erwachsene streben also nur noch den Status quo aufrecht zu erhalten an? Das hört sich eher an als wäre man dann Tot, denn wo ist der Sinn im Leben ohne Ziele?
     
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    7 Februar 2019
    #19
    Sehe ich auch so. Demnach bin ich seit 2015 erwachsen. :tentakel:
     
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    7 Februar 2019
    #20
    Nein, aber ich denke, dass man sich noch nicht als erwachsen bezeichne kann, wenn man beispielsweise gewisse Grundziele noch nicht erreicht hat. Dazu zählt nicht die geplante Weltreise, oder der Pudel, mit dem man in der Rente eine Hundeausstellung gewinnen möchte. Da geht es mir mehr um essentielle Grundpunkte und -strukturen des Lebens. Die zuvor genannten Beispiele bestehen als Möglichkeiten aber erst, wenn man man die anderen Punkte auf der Liste sozusagen abgehakt hat, denn wenn der fünfzehn Jahre alte Wagen bald den Geist aufgibt und man als Familie zu dritt auf 60m2 lebt, dann ist wohl nicht die Weltreise oder der Pudel das nächste Ziel auf der Liste. Könnte natürlich sein, aber wäre doch eher unwahrscheinlich, wenn man sich den Großteil der Bevöklerung so ansieht. Wenn man all seine grundlegenden Ziele erreicht hat und ein komfortables Leben führt, dann strebt man danach dieses aufrecht zu erhalten und erst dann kann man sich mit anderen Wünschen und Träumen wie eben der Weltreise auseinandersetzen. Erwachsen zu sein bedeutet für mich aber eben mit beiden Beinen vollkommen im Leben zu stehen und diese Grundpunkte, die auf einen Erwachsenen zutreffen abgeschlossen zu haben. In meinen Augen wäre das Abschluss der Ausbildung, welche genau ist unrelevant, anschließend ein Job, den man auch über einige Jahre behält, wenngleich auch Jobwechsel möglich sind, solange keine länger andauernde Arbeitslosigkeit dazwischenkommt und natürlich auch ein Job, bei dem man nicht stagniert und der genügend Geld abwirft, denn wenn man nicht mehr als vor der Ausbildung verdient oder zehn Jahre später finanziell und karrieremäßig noch immer auf dem Stand tritt, dann hat man etwas falsch gemacht. Weiteres folgen zum erwachsen sein Verantwortung, wozu auch die Ehe und Kinder oder im anderen Falle Haustiere zählen. Ergo man gibt Freiheiten auf, ob nun für den Partner, die Kinder oder eben das Tier, weil man nicht mehr spontan von heute auf morgen wegfahren kann. Ebenfalls kommt die finanzielle Stabilität hinzu. Der korrekte Umgang mit Finanzen, auch im Sinne von Kredit, Darlehen, etc. Haus oder Wohnung, natürlich Eigentum und nicht mehr zur Miete. Da gibt es einige Punkte, die für mich ausdrücken, ob man schon erwachsen ist oder noch auf dem Weg dorthin.
     
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