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    1 März 2020
    #1

    Was habt ihr von euren Eltern gelernt?

    Inspiriert von einem anderen Thread;
    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid?
    Was haben euch eure Eltern indirekt, wie auch direkt ("Jetzt komm mal her, ich zeige dir, wie man die Bohrmaschine hält!") mitgegeben, bevor man euch aus dem Haus entlassen habt?

    Welche Sachen im Haushalt?

    Was im Handwerk?

    Was im Sozialen?

    Was für den Alltag?

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
     
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    1 März 2020
    #2
    Dass das nicht bedeutet, dass ich zuhause keine Aufgaben mehr hätte.

    Im Grunde habe ich da ziemlich alles "gelernt": Bad putzen, generell saubermachen, Grundlagen im Kochen (wobe ich mich da immer gewehrt habe), Vorratshaltung, Pflanzenpflege, Baby- und Kindespflege etc.

    Wie man einen Reifen wechselt, ansonsten eher wenig. Braucht man ja "als Frau" nicht.

    Traue niemandem. Niemand will dir einfach so etwas Gutes tun, es steckt immer eine Absicht dahinter. Man muss eine Person immer grüßen, und zwar so laut, dass es jeder merkt. Habe in diese Richtung auch ein Trauma. Man muss geil aussehen, um es zu etwas bringen zu können und beliebt zu sein.

    Männer haben Vorrechte, nehmen sich zuerst vom Mittagstisch, müssen nicht aufräumen, ist der Boss im Haus.

    Ich würde gerne besser nähen können. Dieses aufdringliche "du musst gut kochen können" hing mir lange nach. Ich konnte lange in der Küche niemand zweiten ertragen, selbst, wenn dieser etwas anderes gemacht hat.

    Ich versuche, ihnen nicht zu viel Raum zu geben. Mein Vater wechselt mir heute noch die Reifen im Frühling und im Herbst. Wir haben nach wie vor dieselbe Frisörin. Das finde ich allerdings nicht weiter schlimm.

    Männe hat mir viel im Handwerk beigebracht (Möbelaufbau/ Katzenmöbelsicherung), von echten Freunden habe ich mehr oder weniger bedingungslose Freundschaft gelernt.

    Eigentlich gar nicht. Da ging es nur um das Zusammenleben und weniger um Geld.

    Jedenfalls anderes als meine Eltern. Ich will versuchen, zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied zu machen, was solche Dinge betrifft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 März 2020
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    #3
    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid? Nichts. Was auch besser so war. Materiell: ein Haushalts-Erstausstattungs-Paket von meiner Mutter mit Besen, Kehrschaufel, Putztüchern, Reinigungsmittel usw. Das war allerdings mehr als lieb und auch überraschend)

    Welche Sachen im Haushalt?
    Koch-Basics, Lust am Kochen, Lust am Ausprobieren von Nahrungsmitteln

    Was im Handwerk?
    nichts, obwohl Beide handwerklich sehr begabt waren

    Was im Sozialen?
    dass Jungs und Mädels gleiche Rechte und Pflichten haben

    Was für den Alltag?
    Umgang mit Geld, Sparsamkeit

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    das würde ein Roman werden, daher lasse ich das besser :zwinker:

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    nirgends, haben sie nie

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    überall - Augen auf, Ohren auf, mitdenken :zwinker:

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?
    Eine große, da nicht viel da war

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
    Nur im absoluten Notfall Arschloch sein, dann aber richtig. (aber das Thema Kinder ist natürlich durch)
     
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    #4
     
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    1 März 2020
    #5
    Nichts davon. Habe mir das meiste bereits als Grundschüler selbst beigebracht durch Bücher. Meine Großmutter hat sicherlich auch ihren Teil beigetragen und in mir die Freude am Kochen geweckt :smile:. Ich kann zumindest sehr gut kochen, haushalten, handwerken und mit Geld umgehen. Soziale Dinge habe ich mir von Freunden abgeschaut.

    Meinem Sohn möchte ich natürlich alles selbst beibringen, der soll sowohl gescheit kochen können als auch Löcher in die Wand bohren und selbstverständlich auch Bügeln und Wäsche waschen :tongue:.
     
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    1 März 2020
    #6
    Welche Sachen im Haushalt? Wenn man die Schaufel braucht um ans Bett zu kommen, sollte man mal wieder aufräumen... :grin:
    Keine Ahnung, wie ich inzwischen so eine nervige Perfektionistin geworden bin. Kochen, putzen, Wäsche waschen und so ein Zeug musste ich mir selbst beibringen, weil mir erst auffiel, dass ich das nicht kann, als ich ausgezogen war. Meine Mutter ist toll darin, irgendwann hab ich wohl mal gepennt.


    Was im Handwerk? Hmm... Da wäre es einfacher Dinge aufzuzählen, die ich nicht kann.

    Was im Sozialen?
    Alle Menschen sind gleich, wie es in den Wald ruft so schallt es auch heraus, liebe deinen Nächsten, was du nicht willst was man dir tu... Keine Ahnung. Die Abteilung kann man mit vielen sinnigen Sprüchen füllen :grin:

    Ich glaube, auf der ersten Demo gegen rechts war ich noch vor der Grundschule. Und das weniger aus politischen Gründen, sondern mehr aus humanitären (boah klingt das jetzt geschwollen :whoot:)

    Was für den Alltag?
    Keine Ahnung. Mach dir keinen Stress wo keiner ist und erledige deinen Shice.

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    Nirgends. Nicht das mir was einfallen würde... Ich hatte alle Freiheiten und wurde vielleicht hier und da nochmal auf die Wichtigkeit mancher Dinge hingewiesen.
    Wie ich Dinge löse konnte ich selbst herausfinden, wenn ich Hilfe brauchte hab ich sie aber auch immer bekommen.


    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    Bei größeren Dingen tatsächlich noch. Dinge die mir nicht liegen, wie Versicherungskram und so, Dinge die ich im Umfeld nicht bewerten oder schlecht händeln kann. Letzteres passiert zum Glück sehr, sehr selten.


    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?

    Von jedem Menschen an jedem Tag. Man muss nur offen sein und neugierig.

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?

    Wenn alle dann alle :grin:
    Ich hab da nicht so viel Ahnung von.


    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?

    Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen das Thema Verhütung NOCH näher bringen, als es mir Nahe gebracht wurde. :grin:
    Keine Ahnung. Mir wäre am wichtigsten, dass sie einfach cool sind und glücklich mit dem was sie haben und können.
     
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    #7
    Meine Uroma hat darauf bestanden, dass jede ihrer Urenkelinnen (waren "nur" 3 Stück) eine vollständige Aussteuer zu haben hat und hat da quasi ab Geburt angefangen, gezielt dahingehend zu schenken und die jeweiligen Eltern in dieselbe Richtung angehalten.

    Also hatte ich beim Auszug mehrere Sets Bettwäsche, komplettes Geschirr inklusive Milchkännchen und Zuckerdose, feines Besteck inklusive Vorlegebesteck für Gästeempfang (24 Personen), Alltagsbesteck (auch 24 je, außer Kuchengabeln, da nur 6), Töpfe, Pfannen, Auflaufformen, Topflappen und Untersetzer, Wein-, Sekt- und Cognacgläser aus Kristall, einen Staubsauger und einen Wischmop... bestimmt hab ich irgendwas vergessen. Ist aber alles immer noch in Gebrauch :grin:

    Von meiner Mama hab ich gelernt, wie Spülmaschine, Herd und Waschmaschine zu bedienen sind und wie man Rezepte nachkocht. (Und auch einige eigene Rezepte so aus dem Kopf, aber ihr ging es auch darum, dass wenn ich ein Rezept lese, das einfach umsetzen kann, so richtig mit uraltem Kochbuch)
    Mein Papa hat mir nach einigen Versuchen verboten, nochmal die Bohrmaschine oder einen Hammer anzufassen :grin: (Ja, die Wand sah echt schlimm aus, ich geb's zu)

    Im Sozialen sind meine Eltern sehr so, wie die SPD eigentlich sein sollte. (Mein Papa war da auch mal Mitglied, ist aber ausgetreten, eben weil die ihm nicht sozial genug waren.) Daher bin ich schon sehr in die Richtung geprägt von wegen und "der Starke muss den Schwachen helfen" und "gemeinsam ist man stärker". Dazu noch die erzkatholische Oma und die erzevangelische Uroma von der anderen Seite... Da bleibt viel "übe Nächstenliebe und sei hilfreich!" hängen.

    Ich hätte mir insgesamt gewünscht, dass meine Eltern mehr "mich" sehen und weniger... leistungsorientiert und effizienzorientiert gewesen wären. Ich hatte immer gute Noten und meine Mama hat auch brav Vokabeln abgefragt (beim Rest brauchte ich selten Hilfe, und wenn doch, war es eh hoffnungslos. Ich bin ein sehr guter Autodidakt, aber Dinge, die ich da von selber nicht kapiere, kapiere ich häufig nach Erklärung trotzdem nciht), aber unter welchem Stress ich dadurch stand, dass verstanden sie einfach nicht. ("Was ist denn, du schreibst doch lauter 1en und 2en?!")
    Da spielt dann auch das Geld mit rein: Mein Papa drückt seine Liebe durch Geld aus und meint, dass er seinen drei Kindern zeigt, dass er sie alle gleich lieb hat, indem wir jedes Jahr genau gleich viel Geld von ihm kriegen. Ist also an der Stelle für mich nicht zu beantworten. Ich hätte es mir anders gewünscht und hab daher zu Geld ein sehr schwieriges Verhältnis.

    Und zu Krümel: Den lasse ich erst ausziehen, wenn er Waschmaschine und Spülmaschine bedienen kann und als absolute Minimalanforderung in der Lage ist, so ein Knorr-Tütchen zu kochen. Da er aber auch jetzt mit 5 schon immer fleißig beim kochen hilft, hab ich wenig Bedenken. Und auch der kriegt vielleicht keine so bombastische Aussteuer wie ich :grin: aber zumindest das Geld für die Grundausstattung seiner ersten Bude für 6-12 Personen.
    Und menschlich hoffe ich durchaus, dass ich ihm die ein oder andere "linke" Idee und auch das, wie das Christentum eigentlich sein sollte, mitgeben kann. (Ob er als Erwachsener Christ sein wird oder nciht, ist mir wurscht. Aber dass Nächstenliebe gut ist und man auch Nachsicht mit denjenigen haben muss, die es eigentlich nciht verdienen (oder sich zumindest bemühen sollte, das so zu denken), das hoffe ich doch, ihm beibringen zu können.)
     
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    1 März 2020
    #8
    Welche Sachen im Haushalt?
    Hmmm... Bügeln hat mir meine Mum in Ansätzen beigebracht, und generell habe ich mir das ein oder andere abgeschaut wie man zB putzt, aber alles in allem habe ich da nicht groß was mitgenommen, und auch nicht mithelfen müssen (verwöhntes Gör halt :tongue:), was allerdings langfristig gesehen als Erwachsene nun leider auch alles andere als ein Gewinn ist.
    Kochen war meistens Tabu, da ich ja ein zu großes Chaos dabei verursachen könnte.

    Was im Handwerk?
    Nada. Niente :grin:

    Was im Sozialen?
    Dass man sich - auch wenn man sich schon 4 mal für etwas bedankt hat - ruhig noch ein 5. Mal bedanken kann. Als Kind wurde ich dazu immer und immer wieder aufgefordert, von wegen "Wie sagt man?"

    (Not)lügen im Zweifel ohne Weiteres angewandt werden dürfen - der Zweck heiligt die Mittel.

    Es bei Schwierigkeiten eine kluge Entscheidung ist, immer in der Defensive zu bleiben und im Zweifel alles bleiben zu lassen und gar keine Entscheidung zu treffen, als die falsche. "Es wird sich schon alles irgendwie fügen"

    Wenn irgendwas mal schiefgeht, immer ich dafür verantwortlich bin, weil ich das ja hätte bereits im Voraus wissen müssen, und besonders meine Mutter niemals die Schuld an einem wie auch immer gearteten Malheur trägt. "Wie konntest du nur"
    Mein Selbstbewusstsein dankt ihr heute noch regelmäßig dafür :annoyed:

    Man sich durchaus mit anderen vergleichen sollte, so lange man dieselbe Meinung teilt. Sollte dem nicht so sein, tritt die Regel "was interessieren mich denn die anderen??" in Kraft.

    Es durchaus moralisch vertretbar ist, Versprechen zu machen, diese zu brechen, und als i-tüpflchen die Schuld dafür geschickt seinem Gegenüber in die Schuhe zu schieben :X3:

    Falls man mit seinen Argumenten doch irgendwann aneckt, sind Todschlagargumente das Mittel zur Wahl ("Wenn ich mal nicht mehr da bin, wird es dir leid tun/ wirst du dich noch umsehen")

    Man ja niemandem außerhalb der Familie erzählen darf, was sich innerhalb der eigenen 4 Wände abspielt. Was sollen denn die Leute sonst nur denken? :what:

    Alles in allem Dinge, worüber ich nur den Kopf schütteln kann :schuettel:

    Was für den Alltag?

    Immer mindestens 1-2 Schichten mehr Kleidung anziehen, als der Durchschnitt, da man sich sonst erkältet wenn man (O-TON) "so halbnackt wie die anderen rumläuft", und im Sommer bestenfalls eine Mütze/ Cap zu tragen, wenn es mal ein bisschen abkühlt auf unter 20 Grad, weil der Kopf für Unterkühlungen ganz besonders empfindlich ist.
    Und wenn man dann schwitzt (welch Überraschung :whoot:), sofort das Unterhemd zu wechseln, weil man sonst erst recht krank wird :what:

    Klimaanlagen und jede Art von Zugluft UNBEDINGT und unter jeden Umständen zu vermeiden sind, weil man sich sonst auf jeden Fall ganz schlimm erkälten wird.
    In meiner Schulzeit war ich regelmäßig damit beschäftigt, Türen und/ oder Fenster im Klassenzimmer zu schließen bei Zugluft - zur großen Freude meiner Klassenkameraden :whoot:

    Achja und bevor ich es vergesse. Wenn jemand Krankheitssymptome zeigt, sich so weit wie nur irgendwie möglich fernhalten, unter anderem im Zug das Abteil wechseln, das Geschäft bzw. den Raum verlassen, etc. :rolleyes:


    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    Ich hätte mir wirklich gewünscht, und tue das heute noch, dass mich meine Eltern ein bisschen an ihrer Lebensweisheit teilhaben lassen. Nun, darauf warte ich leider vergebens. Insbesondere dann, wenn ich mal wirklich dringend einen guten Rat gebrauchen könnte, das finde ich wirklich sehr schade :frown:

    Es hätte mir als Teenie sicher gut getan, wenn meine Eltern mir bezüglich meiner Zukunft mehr auf die Sprünge geholfen hätten, und mich bei meinen Träumen und Zielen mehr unterstützt hätten, oder auch mal ermuntert hätten, Dinge außerhalb der comfortzone zu tun, und dafür weniger Panik wegen solch lächerlichen Belanglosigkeiten wie ich sie oben erwähnt habe, zu schieben.


    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    Auch wenn ich sie wirklich sehr liebe, bin ich noch in vielerlei Hinsicht irgendwie abhängig von ihnen, und das tut uns allen leider nicht gut.
    Von daher: Ja, sie spielen in so vielen Bereichen meines Lebens nach wie vor eine vieeel zu große Rolle. Woran vermutlich die fehlende Erziehung zur Selbstständigkeit nicht ganz unschuldig ist.

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    Auch so ein Punkt, der mir sehr schwer fällt: Mich weiterzuentwickeln und dazuzulernen oder aus meinen Fehlern zu lernen.

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?
    Naja wir waren nie reich, aber im Großen und Ganzen wurden mir nach Möglichkeit meine Wünsche immer erfüllt, da darf ich mich nicht beklagen.

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
    Darüber habe ich mir noch nie den Kopf zerbrochen, aber wenn ich mir so die oben genannten leider vorwiegend Negativbeispiele ansehe, habe ich ja schon eine ganze Liste an Beispielen, wie ich es NICHT machen will.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 März 2020
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    #9
    Welche Sachen im Haushalt?

    Meine Mutter hat uns früh in den Haushalt mit eingebunden. Wir durften beide auch früh alleine kochen und backen. Meine Mutter ist selbst eine nicht besonders gute Köchin, mein Vater kocht leidenschaftlich nach Kochbuch. Da bin ich doch deutlich besser :grin:


    Was im Handwerk?

    Mein Vater hat mir (und meinem Bruder auch) die klassischen Dinge beigebracht: Bohrmaschine, Streichen, Tapezieren, Nägel in die Wand schlagen, Rasen mähen, etc. Wir haben gemeinsam IKEA-Möbel aufgebaut oder Lampen angebracht: Learning by Doing.

    Was im Sozialen?

    Meine Eltern haben mir früh vorgelebt, dass man sich um Schwächere kümmern muss: Meine Eltern haben Bewerbungen von Freunden meines Bruders mit Migrationshintergrund gegen gelesen, weil es in ihrer Familie keiner konnte. Sie haben Praktika vermittelt oder Freunde von uns, die kein Geld hatten mit zu Urlauben oder Freizeitparks genommen. Sie haben Menschen die Unterstützung brauchten diese immer gegeben: Fahrten gemacht, bei Umzügen geholfen, Steuererklärungen gemacht, Beerdigungen organisiert oder den Gang zum Arzt oder Rechtsanwalt begleitet: Was es eben sein musste. Das hat mich schon sehr geprägt. Auch wenn das bedeutet, dass man mal einen Tag Urlaub nimmt, ein Wochenende "opfert", 300km an einem Tag fährt oder einen ganzen Tag in einem Krankenhaus verbringt.

    Ich weiß, dass meine Eltern regelmäßig Organisationen durch Spenden unterstützen und in der Gewerkschaft sind. Heute engagieren sie sich als Rentner ehrenamtlich bei der Diakonie.

    Meine Eltern bemühen sich, sich Namen und Dinge die meinen Bruder, meinen Mann, meine Kinder und mich interessieren zu behalten. Sie wissen wir unsere Freunde und Arbeitskollegen heißen. Das finde ich schön.

    Was für den Alltag?

    Mein Vater hat mir das Listenschreiben ans Herz gelegt: Listen, Listen, Listen: So vergisst man nichts. :grin:

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?

    Ich glaube sie haben uns manchmal zu viel geholfen und hätten uns eher mal einfach machen lassen soll. So kam es zu Überbehütung und wir sind teilweise erst sehr spät auf die Fresse geflogen. Das wäre mit 19 weniger schlimm gewesen, als mit 28. Aber nun gut.

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?

    Bei vielem. Wenn ich einen Rat brauche oder ein Ohr zum Zuhören, dann weiß ich dass ich es bei ihnen bekomme. Sie unterstützen uns sehr mit den Kindern. Ohne sie könnte ich nicht so viel arbeiten, wie ich es jetzt tue. Sie halten uns enorm den Rücken frei.

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?

    Youtubevideos. Alles was ich lernen will versuche ich mir über Youtube reinzuziehen. Klappt erstaunlich gut.

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?

    Meine Eltern hatten mir und meinem Bruder den Führerschein finanziert und ich weiß, dass ich davon sehr profitiert habe. Als Austeuer bekam ich eine kleine fünfstellige Summe. Davon habe ich mir teilweise die Einrichtung der ersten Wohnung finanziert (inkl. Küche), viele Urlaube und meine Hochzeit. Geld macht vieles leichter, aber es ist nicht der einzige Schlüssel zum Glück, dennoch eine gute Hilfe. Daher ist es meinem Mann und mir wichtig (vor allem weil er das alles nicht hatte), dass unsere Kinder den Führerschein und eine gewisse Summe mit dem Abitur/zum Ende der Ausbildung erhalten.

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?

    s.o.

    Mir ist es wichtig, dass meine Kinder als selbstständige Menschen meinen Haushalt verlassen. Dazu gehören wichtige Dinge wie Haushaltstätigkeiten und handerwerkliche Dinge, aber auch eine gewisse Verantwortung für soziale Dinge. Ich hoffe, dass sie mit dem Gefühl von "Roots to grow and wings to fly" gehen können, mit der Sicherheit, dass wenn es brennt, sie immer wieder ins heimische Nest zurück kommen können, wo man sie emotional und notfalls auf physisch wieder aufpäppelt. Allein dieses Wissen hat mich in den letzten Jahren oft gerettet.

    Sie sollen glücklich werden und ihren eigenen Weg finden. Sie leben nicht, um mir zu gefallen. Aber ich hoffe, dass sie Menschen werden auf die ich stolz sein werde - und das hat nicht mit Geld oder beruflichem Erfolg zu tun.
     
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    1 März 2020
    #10
    Welche Sachen im Haushalt?
    Nach der Schule lag immer ein Zettel bereit was erledigt werden muss... putzen, waschen, einkaufen, den Bruder (nur 1 1/2 Jahre jünger) in die Schranken weisen, zur Schule wecken

    Was im Handwerk?
    Ähm.... ne Glühbirne wechsel oder nen Nagel in die Wand bekomm ich ohne Einweisung hin... ich bin handwerklich begabt, trotzdem möchte ich das mein Mann (von Beruf "handwerker") diese Aufgaben übernimmt...

    Was im Sozialen?
    Meine Mutter war/is ne private soziale auffangstation für versager die ihr nie gut taten... das hat mir gezeigt selbst zwar hilfsbereit zu sein, aber dann nur für die mir wichtigen Menschen im Leben... denn es wird dir nich gedankt

    Was für den Alltag?
    Wie eine langjährige Beziehung (nicht) funktioniert...

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    In der Teenagerzeit (meine schwerste Phase im leben) war meine Mutter nich für mich da...
    Ich hatte nie wirklich eine ernsthafte Vaterfigur (mein Vater desinteressiert und nur alle 2 Wochen über Nacht zu besuch) mein Stiefvater (seit ich 7 Jahre bin an ihrer seite) wollte nie diese Rolle übernehmen...
    Weniger einmischen in unsere Erziehung der Kinder, bzw bedingungslose Akzeptanz unsrer Regel...


    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    Da wieder Rum is meine Mutter die einzige die uns beim beim Babysitten zur Seite steht...
    Aber psychologisch gesehen, hat es den Hintergrund das sie nach aussen tragen kann was für eine tolle Oma sie doch is weil sie uns solch eine Unterstützung is...


    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    Von meinem Ehemann und seiner Familie (mütterlicher Seite hauptsächlich) wie gut eine Familie für einander is, mit bedingungsloser Liebe...

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?
    Meine Mutter konnte nie mit Geld umgehen, hat mich mehr als einmal deswegen in die Scheiße geritten...

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
    Zuallererst das Drogenkonsum (unterschwellig ohne es groß als Thema anzusprechen) eben nicht normal ist... das wir jeder Zeit an ihrer Seite sind und als Mama und Papa... das sie Kinder aus Liebe sind (durfte mir mehrfach anhören ich sei ein tropi "trotz Pille kind" und würde sie nochmal die Wahl haben keine Kinder im Die Welt setzten, oder ich bring dich ins Heim is auch ein Spruch der mir heute noch im Ohr klingelt)

    Trotz allem möchte ich als Prolog betonen, meine Mutter hat sich geändert und wir haben mittlerweile ein Verhältnis das ok aber eben nich tief verwurzelt is... ich liebe meine Mutter und sie liebt mich, aber meine Kindheit war kein Traum... auch wenn sie das anders sieht weil ihre von gewaltsamen, alkoholabhängigen Eltern und Geschwistern geprägt war...
     
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    #11
    Off-Topic:
    den Spruch kenne ich auch noch sehr gut. Dass man überhaupt auf die Idee kommt, so etwas zu sagen, egal, ob man es so meint oder nicht, finde ich unter aller Sau...
     
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    1 März 2020
    #12
    Ja stimmt, jetzt wo ihr es sagt: "Du kommst ins Heim" habe ich ziemlich oft zu hören gekriegt :rolleyes:
    Mittlerweile weiß ich zwar, dass meine Mutter das niemals durchgezogen hätte, aber als Kind hat diese Ansage gesessen :hmm: Ich habe sogar mein Spielzeug vereinzelt mit den Namen der Kinder beschriftet, die es bekommen sollten, wenn ich weg bin und die Spiele nicht ins Kinderheim mitnehmen darf :frown:
     
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    1 März 2020
    #13
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    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid?
    Nen Arschtritt :grin:
    Mein Stiefvater hat mich über Nacht aus dem Haus geschmissen (und zum ersten und letzten Mal körperlich angegriffen), noch vor meinem Schulabschluss. Ich habe dann noch eine Woche in einer Ferienwohnung gewohnt und mit meiner Schule gesprochen, dass ich eine Woche früher abgehen konnte, ohne schlechtere Noten zu bekommen.
    Meine Mutter hat mich nicht unterstützt. Im Gegenteil, sie hat mir gedroht sich umzubringen, wenn ich verlange, dass sie sich von ihm trennt.

    Was haben euch eure Eltern indirekt, wie auch direkt ("Jetzt komm mal her, ich zeige dir, wie man die Bohrmaschine hält!") mitgegeben, bevor man euch aus dem Haus entlassen habt?
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    Im Haushalt eigentlich nichts.
    Meine Mutter konnte nicht kochen, als Kind gabs Tütenkartoffelbrei und Fertigpfannkuchenteig. Mein Stiefvater hat immer gekocht, aber das hätte er mir nie gezeigt. Im Gegenteil - er hat immer nur für sich und meine Mutter gekocht und mir verboten davon etwas zu essen. Meine Mutter hat dann manchmal noch was für mich vorgekocht, weil sie immer lange arbeiten war.

    Putzen durfte ich in meinem Elternhaus nichts, weil meine Mutter das jeden Tag wie irre (recht zwanghaft) selbst gemacht und perfektioniert hat.
    Das hab ich mir aber später selbst beigebracht ist ja auch irgendwie selbsterklärend.
    Bügeln und Wäsche waschen hat mir meine "Schwiegermama" beigebracht, kochen dann Aquarium und aktuell probiere ich auch mal viel alleine aus.

    Backen hat mir ein bisschen meine Oma beigebracht, ansonsten habe ich da auch schon immer mal ein bisschen was mit Freunden ausprobiert.
    Knöpfe annähen und so Kleinkram Nähen haben wir in der Schule gelernt, meine Oma hat mir das aber auch mal gezeigt.

    Bewerbungen schreiben habe ich auch in der Schule gelernt.
    Habe da aber immer weiter dazu gelernt, auch mal anfangs mit der Unterstützung von meinem "Schwiegervater".
    Anträge ausfüllen, Behördengänge, Kündigungen, Gewerbe anmelden, Steuererklärung machen, Gelder beantragen (PKH, Bafög, Kindergeld ect), Versicherungen abschließen, Rechtsanwälte beauftragen usw habe ich mir alles selbst beigebracht.

    Im Alltag bin ich auch schon immer organsiert. Ich schreibe immer to do Listen und Einkaufslisten, letzteres hat meine Mutter auch immer gemacht.

    Mit Geld Haushalten kann ich auch, Rechnungen werden direkt überwiesen, nichts (kaum) was unnötiges gekauft, für Wichtiges/Unvorhergesehenes Geld zurückgelegt ect. Das habe ich am Negativbeispiel gelernt. Schon als Kind habe ich immer drauf geachtet, dass ich nie gar kein Taschengeld mehr hatte (damals waren es dann halt 2 statt 200€ :grin: ). Meine Mutter konnte noch nie mit Geld umgehen. Sie hat damals, mit mir alleinerziehend, ihren Job gekündigt ohne etwas Neues zu haben (auch noch nie eine Bewerbung selbst geschrieben ect, sowas kann sie nicht) und hat sich lieber ein neues Thommy Hilfiger Poloshirt gekauft, statt Geld für meine Klassenfahrten zurückzulegen.
    Oder sie hat ihre Typen angebettelt, dass sie ihr eine neue Handtasche kaufen. Ich dagegen hasse es, wenn ich jemandem etwas schulde und kann große Geschenke extrem schlecht annehmen.

    Handwerklich habe ich auch nichts beigebracht bekommen. Aber da meine Mutter phasenweise auch mal kurzfristig keinen Typen hatte, der sich um ihr Zeug kümmern konnte, habe ich beispielsweise auch schon im Grundschulalter unsere Kühlschranktür repariert (fett mit Tesa :grin: Aaaber es hat bis zu unserem Auszug, Jahre später, gehalten :cool:).

    Meinen Vater habe ich alle 2 Wochen am Wochenende gesehen. Bis ich mit 18 den Kontakt abgebrochen habe, weil ich schwer depressiv war und seine ständigen seelischen Verletzungen nicht mehr aushalten konnte.. Von ihm habe ich gar nichts gelernt. Außer, dass ich nichts wert bin, wenn ich etwas "falsches" sage oder tue..

    Von meiner Mutter, dass Versprechungen nichts bedeuten, dass sich mein Leben vom heute auf morgen komplett ändern kann, ohne dass ich etwas dagegen tun kann und dass ich am Ende nicht wichtig genug bin.
    Von meinem Stiefvater, dass Männer, die gesoffen haben gefährlich sind, dass man sich in den eigenen 4 Wänden nicht sicher fühlen kann und dass die Wahrheit dehnbar ist, dass am Ende immer alles meine Schuld ist.
    Allgemein habe ich von meiner Familie noch gelernt, dass Alkohol dazu gehört (hat mich auch in die Sucht getrieben).

    Positiv bin ich mit der Tierliebe aufgewachsen, das hat mich ganz oft gerettet.
    Wie man Beziehungen rettet und Trennungen durchzieht habe ich auch schon im Grundschulalter gelernt, weil meine Mutter das nicht konnte. Ich habe dann mit ihren Typen geredet..


    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    Überall eigentlich. Aber ich habs auch alles alleine geschafft. Auch schon vor dem Auszug, zb habe ich auch einen Schulwechsel nach der 10. selbst organsiert, weil ich gemobbt wurde.
    Vor allem hätte ich mir Liebe gewünscht. Alles andere ging schon immer irgendwie.

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    In meiner psychischen Verfassung (Trigger, Flashbacks, depressive Episoden, soziale Ängste, Verlustängste, Craving ect). Sonst eigentlich gar nicht. Zu meinem Vater und Stiefvater keinen Kontakt.
    Mit meiner Mutter schreibe ich ab und an mal eine kurze Nachricht wie es so läuft (oberflächlich) und ca. 2 mal im Jahr sieht man sich mal für 1 bis 2 Stunden auf nen Kaffee. Aber auch das tut mir in der Regel nicht gut.

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    Von Freunden, Partnern, allgemein im Alltag was man so im Umfeld mitbekommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 März 2020
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    1 März 2020
    #14
    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid?
    Mitgegeben? Mitgegeben im Sinne von Wissen nichts direkt, da ich noch nicht ausgezogen bin und es auch nie richtig tun werde. Mein 1. und 2. Wohnsitz bleiben hier. Die Wohnung wird mein Drittwohnsitz. Später ziehen wir alle zusammen. Aber wenn man es jetzt mal für dieses Thema als Ausziehen bezeichnen würde, dann eben nichts direkt, da man dieses Wissen ja nicht erst beim Auszug vermittelt bekommt, sondern schon vorher über einen längeren Zeitraum hinweg. Höchstens ein paar Tipps, da wir eben die Wohnung renoviert und gesäubert haben. Ansonsten materiell auch nichts, da ich ja alles neu gekauft habe. Finanziell schon eine ganze Menge. Direkt für den Auszug sicher 60.000 in Bar bzw. in Waren und ansonsten eine Bürgschaft für unseren 40.000 Kredit. Den Rest haben wir selber finanziert.

    Was haben euch eure Eltern indirekt, wie auch direkt ("Jetzt komm mal her, ich zeige dir, wie man die Bohrmaschine hält!") mitgegeben, bevor man euch aus dem Haus entlassen habt?
    Nicht direkt etwas. Zu Hause musste und muss ich nie viel machen. Es ging dabei aber nie direkt um das Entlassen aus dem Haus, sondern auch um Dinge, die ich eben können müsste, wenn ich weiterhin hier lebe. Ich höre eben eher so nebenbei solche Infos, die aber nichts direkt mit dem Auszug zu tun haben und ansonsten erfahre ich solche Dinge, wenn ich eben danach frage.

    Welche Sachen im Haushalt?
    Im Haushalt weiß ich eben über die Grundregeln Bescheid, ergo Staubwischen, Staubsaugen, feucht mit dem Wischmop wischen, was nicht in die Spülmaschine darf, wie man Betten überzieht, wie man Schimmel im Bad vermeidet, sowas eben.

    Was im Handwerk?
    Im Handwerk nichts, da ich zwei linke Hände habe. Da muss ich eigentlich auch nichts machen, da beim Einzug alles fertig ist. Zur Not ist meine Mutter ja gleich da.

    Was im Sozialen?
    Im Sozialen habe ich eher meiner Mutter etwas beigebracht. Letztens hatte sie wieder erwähnt, wie sich Ex Kollegin X gar nicht mehr meldet, nur ein Gruß zu Weihnachten und da meinte ich zu ihr: Ach? Das habe ich dir schon vor Jahren gesagt. Das sind deine Kollegen und nicht deine Freunde. Sozial höchstens, wie man sich gegenüber Menschen verhalten muss, wenn man nicht deren Fußabtreter sein möchte. Meine Mutter weiß, dass sie schlimm sein kann, wenn sie mal sauer ist, aber da ist sie nichts gegen mich. Das habe ich aber von ihr gelernt. Früher wollte ich immer nett sein, anständig, wie es sich eben gehört und von allen gemocht werden. Heute läuft es anders: Bist du nett zu mir, dann bin ich nett zu dir. Bist du nicht nett zu mir, dann lauf lieber, weil dann hast du keine Chance und würdest die Hölle vorziehen. Meine Mutter ist die Vorhölle, die lasse ich zuerst Sachen klären, ich bin dann die Hölle. Ansonsten eben die Standards, dass man seine Sachen zu machen hat, usw. Und natürlich, dass man als Frau besser als jeder durchschnittliche Mann sein muss bzw. besser als jeder Mann, denn als Frau wird man für einen Fehler am Scheiterhaufen verbrannt, während man als Mann beim selben Fehler ein: Ach, lief dieses Mal eben nicht so gut, beim nächsten Mal klappt es! hört.

    Was für den Alltag?
    Für den Alltag eben alles, das ich so mache, wobei das alles Variationen sind, da ich meine eigenen Wege habe, die besser funktionieren und korrekter sind. Ich mache keine Fehler, meine Mutter schon. Hatten wir erst Donnerstag beim Listen schreiben. Da haben wir alle Ikea Produkte notiert und dann Freitag daheim mit den Rechnungen abgeglichen. Sie hatte manches Mal was vergessen oder eine falsche Zahl. Ich hatte es im Kopf, habe es am Samstag kontrolliert und es hat gestimmt.

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    Mehr eigentlich nirgends und weniger durchaus in vielen Belangen, da ich eben besser weiß was ich möchte und was ich nicht möchte.

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    Eigentlich überall, wobei ich bei Eltern immer nur von meiner Mutter und Großmutter oder Mutter spreche. Ich wohne ja weiterhin bei ihnen, jedenfalls zum Teil.

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    Von der Welt und vom TV. Abgesehen von der Familie eben.

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?
    Durchaus, aber eher indirekt, da wir gerne scherzen, dass ich bisher so viel wie 4 Kinder gekostet habe und meine Mutter steinreich wäre, wenn sie mich nicht hätte. Erst Samstag meinten wir, dass sie dann schon lange i Ruhestand und über Jahre auf Weltreise wäre bzw. meinte sie, sie möchte keine Weltreise machen und ich sagten dann, dass sie es sich dann theoretisch leisten könnte, auch wenn sie es praktisch nicht durchziehen würde.

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
    Dasselbe wie ich gelernt habe plus eine bilinguale Erziehung und eine rechtswissenschaftliche Erziehung, sodass sie ihre Rechte und das Recht kennen, bevor ich sie einem Kindergarten aussetze.
     
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    1 März 2020
    #15
    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid?
    Materiell hat mir meine Mutter dabei geholfen, eine sinnvolle Haushalts-Basisausstattung (Küchenausstattung, Putzutensilien, usw.) zu kaufen. Aber zumindest den Großteil davon habe ich selbst bezahlt, da ich zum Zeitpunkt meines Auszugs bereits recht gut verdient habe und somit nicht auf finanzielle und materielle Unterstützung angewiesen war.
    Aber ich glaube schon, dass mir meine Eltern auch irgendwas davon geschenkt haben. - Einfach, weil sie es so wollten.

    Welche Sachen im Haushalt?

    Die Koch-Basics konnte ich schon einigermaßen, weil mich Kochen einfach interessiert hat. - Auch wenn ich nach meinem Auszug noch viel mehr in dieser Hinsicht gelernt habe.
    Vor dem Umzug hat mir meine Mutter nochmal einige Dinge erklärt und gezeigt, die sie üblicherweise im elterlichen Haushalt übernommen hat. Putzen und die Bedienung einer Waschmaschine sind ja auch nicht sonderlich schwer.
    Und wenn es dann doch mal irgendwas gab, das ich nicht wusste, habe ich nach meinem Auszug eben den Telefonjoker gezogen und bei meiner Mutter angerufen.

    (Nur mit dem Bügeln von Hemden stehe ich nach wie vor auf Kriegsfuß. Ich schaffe es zwar irgendwie, aber es kostet sehr viel Zeit und Nerven.)

    Was im Handwerk?
    Viel. Sehr viel.
    Mit meinem Opa war ich häufig in seiner kleinen Schreinerwerkstatt im Keller, die seine Hauptbeschäftigung als Rentner war und habe zuerst zugeschaut, später geholfen und zuletzt ein schönes Möbelstück mit ihm zusammen gebaut, das noch heute in meiner Wohnung steht. Bis heute liebe ich den Geruch von frisch gesägtem Holz und denke dabei an meinen Opa.
    Mein Vater ist ein sehr versierter Heimwerker. Als Kind habe ich ihm gerne zugeschaut und später auch immer mehr geholfen, bis wir im Laufe der Zeit zu einem guten Team wurden und bis heute immer wieder gut und gerne zusammen arbeiten.

    So habe ich wohl schon fast alles gemacht, was zum Repertoire eines guten Heimwerkers gehört (und teilweise noch mehr) und würde mir vieles davon auch alleine zutrauen - auch wenn ich vieles davon nach wie vor lieber zusammen mit meinem Vater mache, da er einfach noch viel mehr Erfahrung und Sicherheit bei diesen Dingen hat.
    Ich kann auch mit allen möglichen Werkzeugen und Maschinen einigermaßen umgehen - von Hammer und Akkuschrauber bis zu Tischkreissäge, Bohrhammer und Oberfräse.

    Was im Sozialen?
    Hm... gute Frage. Natürlich habe ich die üblichen zwischenmenschlichen Regeln, wie Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gelernt.
    Darüber hinaus sind meine Eltern aber leider nicht gut darin, Freundschaften zu pflegen oder einen nennenswerten Bekanntenkreis zu haben - und das habe ich leider von ihnen übernommen, bzw. einfach nie gelernt und gesehen, wie man das anders und besser machen könnte.
    Von meinem Vater habe ich aber gelernt, die Menschen so zu nehmen, wie sie sind und einen grundsätzlich offenen, respektvollen und wertschätzenden Umgang mit ihnen zu pflegen - unabhängig von Faktoren, wie sozialem Status, Bildungsstand, Hierarchieebene, Alter, Geschlecht, Nationalität, oder auch körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Diese Eigenschaft finde ich wirklich toll, da ich so mit fast allen Menschen gut zurecht komme und wenige Berührungsängste habe.

    Was für den Alltag?
    hm... Ich weiß nicht wirklich, was ich zu dieser Kategorie zählen soll.

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    Im Großen und Ganzen hat das schon ziemlich gut gepasst und ich hatte nach meinem Auszug überhaupt kein Problem damit, plötzlich auf eigenen Beinen zu stehen.
    Aber im zwischenmenschlichen Bereich wäre es schon gut gewesen, wenn ich etwas mehr von ihnen (oder anderen Menschen) hätte lernen können.

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    Meine Eltern sind für mich nach wie vor wichtige Menschen. Wir wohnen nicht weit voneinander entfernt, verstehen uns gut und sehen uns regelmäßig. Aber ich stehe inzwischen so gut auf eigenen Beinen, dass ich auch ohne sie zurecht käme.

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    Von meinem Vater lerne ich nach wie vor viele handwerkliche Dinge, wenn wir zusammen arbeiten. Er hat einfach viel mehr Erfahrung und Übung, als ich. - Auch wenn ich mich nicht mehr nur als Helfer und "Lehrling" sehe, wenn wir zusammen arbeiten.
    Von meinen Kapitänen, Steuermännern und Skippern konnte ich bei meinen Segeltörns immer einiges lernen - nicht nur in Sachen Schiffsführung und Seemannschaft, sondern z.B. auch was Ruhe und Souveränität im Umgang mit anderen Menschen bewirkt.
    Und auch sonst versuche ich, aus allen möglichen Erlebnissen und von vielen anderen Menschen zu lernen, wobei mir das insbesondere in den Bereich, in dem ich die größten Defizite habe (zwischenmenschliche Beziehungen) schon ziemlich schwer fällt.

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?
    Wir waren immer eine ziemlich normale Mittelstandsfamilie ohne große Geldsorgen, aber auch ohne großen Reichtum. Armut und extreme Sparsamkeit habe ich also genau so wenig erlebt, wie großen Überfluss. Und so habe ich gelernt, dass man sich nicht alles leisten kann, dass man überlegen muss, was einem wichtig ist und dass man für größere Anschaffungen eine Weile sparen und an anderer Stelle weniger ausgeben muss.
    Zum Zeitpunkt meines Auszugs habe ich schon ziemlich gut verdient und hatte dementsprechend auch keine großen Geldsorgen. Aber bis heute bin ich trotzdem eher sparsam und sehe es nicht ein, Geld unnötig aus dem Fenster zu werfen.

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
    Ich würde wohl vieles ganz ähnlich machen, wie meine Eltern, bzw. insbesondere mein Vater. - Einerseits weil ich es im Großen und Ganzen schon ganz gut finde, was mir meine Eltern mitgegeben habe und andererseits, weil ich mienem Vater in nahezu jeglicher Hinsicht sehr ähnlich bin.
    Es wäre aber gut, wenn ihnen ihre Mutter (oder sonst irgendjemand) mehr in Sachen Sozialleben und zwischenmenschlichen Beziehungen mitgeben könnte. Da verfüge ich einfach nicht über die nötigen Fähigkeiten und Erfahrungen und würde meinen Kindern wünschen, dass sie sich in dieser Hinsicht nicht so blöd anstellen, wie ich.
     
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    2 März 2020
    #16
    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid?
    Ich bin mit zwei Koffern und Skiern für ein Jahr ins Ausland, dass war der „Auszug“. Gute Wünsche, Startgeld und das Wissen, dass sie immer für mich da sind. Egal was man tut, man muss immer selbst in den Spiegel gucken können.
    Zurück in Deutschland war ich mit meiner Mutter zusammen bei Ikea für die erste eigene Wohnung als „Beratung“, aber das war‘s dann auch.

    Welche Sachen im Haushalt?

    Obwohl wir eine Putzfrau hatten, konnte ich das selbst. Schließlich war mein Zimmer ein Saustall und meistens musste ich selbst putzen.
    Wäsche sortieren und Waschmaschine anschalten war Alltag. Genauso Wäsche zusammen legen. Nur richtig bügeln hat mir die Freundin meines Opas beigebracht, die hat das beruflich gemacht in/nach dem Krieg. Meine Mama bügelt nix, mein Papa trägt Blaumann.

    Gebacken und gekocht habe ich schon als Kind mit meinen Eltern. Kartoffel schälen und Schnitzel panieren bin ich schon früh spitze gewesen.

    Was im Handwerk?
    Einen Akkuschrauber konnte ich bedienen. Tapezieren/Streichen habe ich immer mit meiner Mutter gemacht. Für Fliesen legen, Steckdosen setzen etc. würde ich meinen Vater heute noch fragen. Räder wechseln hat er mir beigebracht, es aber für Autobahn und Co. nicht selbst empfohlen. Keine bevorzugte Tätigkeit von mir.
    Mein Opa nimmt mich bis heute mit in die Werkstatt, wenn ich ihn um etwas bitte. Zumindest zuschauen ist Pflicht.

    Was im Sozialen?
    Meine Eltern haben einen riesigen Freundeskreis, feiern immer noch groß und ausufernd daheim. Organisieren kann ich.
    Meine Familie ist kulturell bunt gemischt, ein paar sind Flüchtlinge gewesen (Vietnamkrieg). Wir waren immer in der Welt unterwegs - Respekt vor anderen, Neugier auf fremde Kulturen würde mir quasi in die Wiege gelegt.

    Meinen Vater unterschätzt man gerne, weil er im Blaumann auch in die Bank oder zum Anwalt marschiert(e) zwischen seinen Terminen (er ist Ingenieur). Nicht nach dem Äußeren zu urteilen war ganz wichtig.

    Was für den Alltag?
    Leider ist mir Mutter = Hausfrau und als billiges Büropersonal verdient sie kein Geld vorgelebt worden. Wir diskutieren seit unzähligen Jahren über diesen Schwachsinn.
    Kindern/Teenies für den Alltag zu vertrauen, hat mir viel gegeben. Keine Fragen, dafür war ich immer zur abgemachten Uhrzeit daheim.

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht und wo hätte euch weniger Unterstützung oder weniger Einmischen besser getan?
    In der Schulzeit wäre mehr einmischen besser gewesen, es war fünf vor zwölf als meine Eltern bei Mobbing eingriffen.

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle?
    Ich bin mit meinen Eltern eng verbunden, wir freuen uns schon irgendwann wieder in den gleichen Stadtteil zu ziehen. Sie sind kein bisschen übergriffig, auch bei den Enkelkindern nicht.

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)?
    Immer noch von der Familie, gerne bei handwerklichen Dingen oder beim Gärtnern.

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle?
    Ich musste ab 15 Jahren mein Taschengeld selbst verdienen und habe im Supermarkt an der Kasse angefangen. War nicht gut bezahlt, aber hat den Wert von Geld gut gelehrt. Meinem Bruder fehlt da trotz Zeitung austragen etwas.
    Vorher gab es Betrag x für alles, von Schulsachen bis Winterjacke und Kosmetik, Geschenke für Freunde etc. Das war schon sehr, sehr hilfreich.

    Wir hatten auch mal schlechte Zeiten in der Selbstständigkeit meines Vaters. Im Nachhinein ergibt das ein oder andere auch einen Sinn, auch wenn man es uns nie hat spüren lassen (wollen). Aber die meiste Zeit ging es uns gut, ohne in Geld zu schwimmen.

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben?
    Keinen Unterschied bei Jungs und Mädels in der Erziehung zu machen - ein Junge darf auch bügeln können und ein Mädchen Nägel in die Wand hauen. Mein Mann ist ein super Koch, zumindest das sollte problemlos bei allen ankommen da viel Leben in unserer Küche stattfindet. „Handwerksunterricht“ darf gerne der Opa viel machen, da lernen sie es am Besten.

    Gerne möchte ich sie als selbständige Menschen in die Welt entlassen.
     
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    2 März 2020
    #17
    Was haben euch eure Eltern mitgegeben, als ihr ausgezogen seid? Nichts

    Was haben euch eure Eltern indirekt, wie auch direkt ("Jetzt komm mal her, ich zeige dir, wie man die Bohrmaschine hält!") mitgegeben, bevor man euch aus dem Haus entlassen habt? Ich glaub gar nichts

    Welche Sachen im Haushalt? Als Mädchen musste ich von Anfang an lernen, wie man einen Haushalt führt. Da meine Mutter allerdings kein glänzedes Beispiel ist, hat das sehr zu wünschen übrig gelassen.

    Was im Sozialen? Traue keinen Ausländern, gebe niemandem Geld, lade niemanden ein, bleibe fern von Männern

    Wo hättet ihr euch mehr Hilfe gewünscht?
    Bei so gut wie allem

    Wo spielen eure Eltern noch heute eine große Rolle? Sie spielen keine große Rolle

    Wie, wo und von wem lernt ihr heute noch (außerhalb des Berufs/der Uni)? Ich bringe mir das meiste selber bei durch Bücher und Internet

    Wie spielte Geld bei den Themen eine Rolle? Ich habe immer Taschengeld bekommen und konnte mir das immer gut einteilen. Als ich 18 wurde und ausgezogen bin gabs 180 Euro im Monat bis ich das Studium beendet habe.

    Plusfrage: Was wollt ihr euren (hypothetischen) Kindern mit auf den Weg geben? Das kommt darauf an, was ihn interessiert (jetzt im Bezug aufs Handwerk, Kochen, etc.). Ansonsten wird er die wichtigsten Sachen im Haushalt lernen. Ich hoffe ja, dass er mich so weit mögen wird, dass er immer wieder mit Fragen zu mir kommen wird, wenn er etwas braucht - auch nachdem er ausgezogen ist.
     
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    2 März 2020
    #18
    Eigentlich alles, ich musste wenig nach dem Auszug lernen. Einen Trockner besaßen wir nicht, das habe ich danach gelernt, ansonsten ist nichts wichtiges und unwichtiges an mir vorbei gegangen.

    Da habe ich auch immer viel und gerne mitgeholfen. Gasleitungen verlegen, Möbel bauen, Konzepte erstellen, überdenken, umsetzen, Löten... ich kann mich nicht beschweren, denke ich.

    Klare Kante zeigen, lieber geben statt nehmen, Engagement für Dinge die mir wichtig sind.

    Genug um alleine klarzukommen. Ich kann mir unter "Alltag" aber auch gerade nichts vorstellen, was nicht unter die Kategorien davor fallen würde.

    Steuern, Geld, sowas.
    Meine Eltern reden nicht über ihr Einkommen, für mich war das was wir hatten (definitiv sehr überdurchschnittlich) immer normal. Sehr interessante Erfahrung, dass das nicht stimmt :grin:
    Ich habe auch nie gelernt, meinen Kontoauszug zu lesen, das hat die Einführung der Banking Apps für mich sehr erleichtert.
    Es wäre außerdem schön gewesen, Softskilltechnisch mehr drauf zu haben. Gefühle zeigen, Gefühle deuten, über Gefühle reden musste ich mir selbst beibringen.

    Meine Eltern mischen sich nicht ein wenn ich sie nicht darum bitte, da ist alles in Ordnung.

    Eigentlich recht wenig.
    Ich frage sie gerne, sie sind mir wichtig, aber abgesehen davon, dass sie mein halbes Leben finanzieren, frage ich sie nur bei sehr wichtigen oder sehr unwichtigen Dkngen um Rat.
    Für Dinge, die mich im Alltag beschäftigen, die aber nicht lebensverändernd sind, frage ich dann doch eher meine Freunde.

    Momentan sind da meine Freunde sehr groß. Ich befasse mich auch in meiner Freizeit gerne mit Lehrhaften Dingen, sowohl Hard- als auch Softskilltechnisch.
    PL hat mich auch schon das ein oder andere gelehrt.

    Untergeordnet. Ist bei uns was, das halt da ist. Immer genug um spontan Wochenendausflüge zu machen, viel essen zu gehen, tolle Urlaube zu verbringen. Meine Eltern (besonders Mama) achten aber auch darauf, mich nicht allzu sehr zu verwöhnen.

    Selbstständigkeit, sich selbst verstehen und deuten können, Ehrgeiz (ich bin selbst ziemlich faul, wie ich das schaffen soll weiß ich noch nicht :grin:), für sich selbst einstehen
     
  • SAMSARA
    SAMSARA (46)
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    6 März 2020
    #19
    Off-Topic:
    *nachdenk ... d.h.?
     
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    6 März 2020
    #20
    Ich werde meinen Kindern eben ihre Rechte vermitteln und generell die Grundrechte in unserem Staat. Man kann ja durchaus absehen welche Probleme sich meist im Kindergarten oder der Grundschule auftun. Von daher weiß ich auch, was ich ihnen später mal mitgeben möchte, damit sie ganz klar wissen, was eben geht und was nicht. Sowohl Erzieher als auch andere Kinder können schnell Grenzen überschreiten.
     
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