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    13 September 2017
    #1

    Wer hat Erfahrung mit Tierschutz-Hunden?

    Ich hoffe, ich eröffne das Thema in der richtigen Kategorie, ansonsten bitte verschieben :zwinker:

    Vor ein paar Tagen habe ich eine Doku über rumänische Straßenhunde gesehen, die von Tierfängern eingesackt werden, unter den übelsten Bedingungen in Tierheimen eingepfercht vegetieren und wenn sich nach 14 Tagen keiner findet, der sie adoptiert, werden sie in Massen getötet. Tierfänger bekommen pro Tier eine staatliche Finanzspritze, es ist auch nicht unüblich, dass sie Hunde einkassieren, die im Besitz von Menschen sind. Die Hunde werden anschließend in Massen in Zwingern eingesperrt, bekommen kaum zu Fressen oder zu Trinken, bis sie irgendwann so hungrig sind, dass sie sich gegenseitig zerfleischen und ggf. daran sterben. Sie vegetieren in ihrem eigenen Kot, bekommen Krankheiten und verenden auf grausamste Art, wenn sie nicht von den Tierfängern erschlagen oder mit Frostschutzmittel getötet werden. :cry: Humanität ist hier unbekannt, man kann es mit dem Holocaust auf eine Stufe setzen. Ist mir völlig schleierhaft, warum die EU nichts dagegen unternimmt. Zum Glück gibt es Tierschützer, die sich für die Hunde einsetzen, sie versorgen und ins Ausland vermitteln. Mich hat das so ergriffen, dass ich nun stark in Erwägung ziehe, einen Straßenhund aus Rumänien über eine Tierschutzorganisation zu adoptieren.

    Hat jemand von euch damit schon Erfahrung gemacht? Mich interessiert vor allem, wie genau der Prozess abgewickelt wird: Wie lange dauert es ungefähr vom Tag der Kontaktaufnahme bis zur Abholung des Hundis? Wie wählerisch kann/darf man sein? Welche Organisationen/Vereine sind empfehlenswert (darunter scheinen ja auch einige Betrüger zu stecken, die daraus Profit schlagen wollen :sick:)? Pro Dog Romania oder Freundeskreis Bruno Pet sind mir ein Begriff und wohl auch seriös. Es gibt schlimm traumatisierte Hunde, die extrem viel Fürsorge und Pflege brauchen. So gerne ich ihnen auch helfen will, haben wir dafür nicht die Kapazitäten. Ist eine solche Organisation trotzdem zu empfehlen, wenn man einen "ganz normalen" Hund bei sich aufnehmen möchte? Und zu guter letzt: Mit welchen Beträgen kann man ungefähr rechnen? Laut meinen Recherchen liegt der Schnitt zwischen 150 und 500 EUR. Gibt es noch weitere Punkte, die man beachten muss, z.B. weitere medizinische Versorgungen, Impfungen?

    Soweit ich weiß hat rowan einen ihrer Hundis aus einer Tierschutzorganisation oder verwechsel ich dich grade mit jemandem? :smile:
     
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    13 September 2017
    #2
    Mich ergreift sowas auch, weil ich Tiere und vor allem Hunde sehr gern mag, aber ich habe mich damals sehr schnell gegen die Option entschieden. Also Ausland war für mich aus den gleich folgenden Gründen generell keine Option, aber auch Tierschutz sehr bald nicht mehr.

    Erstens war mir das alles zu schwer nachvollziehbar: Produzieren die Hunde nach, um die dann für Geld in andere Länder vermitteln zu können? Wer sagt mir, dass das mit rechten Dingen zugeht? Bezogen aufs Ausland.

    Dann meine Wohnlage: Ich wohne in der Stadt in einer Mietwohnung. Ein Hund, der drinnen bellt, hätte sehr schnell zur Entziehung der Duldung geführt. Wer sagt mir, dass ich einen Hund bekomme, der dann auch wirklich leise ist? Nächstes Problem: Alleinbleiben. Ich kann es in der Mietwohnung nicht verantworten, wenn der Hund (erstmal) nicht allein bleiben kann und dann jault oder bellt. Das war mir alles zu unsicher.

    Weiteres Problem war auch der Kontakt mit Organisationen. Bei denen, mit denen ich in Kontakt war, ging es nicht um Auslandshunde, aber eben um Hunde, die in Deutschland in verschiedenen Orgas gelandet waren, also z.B. ehemalige ausgebeutete "Zuchthunde". Ich fand deren Ansprüche einfach zu hoch. Eine Organisation fand, dass ich als unerfahrene Person grundsätzlich keinen Welpen und auch keinen Rüden aufnehmen dürfe. Die andere war der Meinung, dass ein Berner Sennenhund nicht im 3. Stock wohnen könne, weil der ja nicht schnell genug nach draußen käme, wenn er sich erbrechen müsste. :what: Fahrstuhl finde ich absolut nötig bei einem großen Hund im oberen Stockwerk, aber den hab' ich auch, also ein völlig unnötige Einschränkung.

    Ich möchte auch nicht, dass jemand in meine Wohnung kommt und eine "Vorkontrolle" macht. Das ist mir ehrlich zu dämlich. Entweder man vertraut mir, dass ich wahre Angaben mache oder man lässt es bleiben. Ich bin aber kein Verbrecher, der fremde Leute ins Haus lassen muss, um seine Unschuld oder Würdigkeit zu beweisen. Da ging es mir dann um's Prinzip.

    Es gibt bestimmt gute Organisationen und an sich finde ich es auch immer toll, wenn sich Leute um arme Tiere kümmern, aber meine Erfahrungen mit den zwei Organisationen (ging um Berner und Labradore) waren sehr negativ, sodass ich von der Idee Abstand nahm. Ich war ehrlich interessiert an der Aufnahme eines Tieres, aber eben auch zu gewissen Bedingungen, denn ich soll 10-15 Jahre mit dem Hund zusammenleben und ich finde schon, dass ich da doch bitte das Geschlecht des Hundes bestimmen darf und selbst wissen muss, ob ich dem Tier gerecht werden kann oder nicht. Ich kam mit meinem Welpen dann schließlich super zurecht, obwohl ich zuvor nie einen eigenen Hund hatte und im oberen Geschoss wohne...
     
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    13 September 2017
    #3
    Ja, das hast du richtig in Erinnerung, wir haben beide Hunde von privaten Tierschutzorganisationen.
    Puh, das ist sehr unterschiedlich - ich glaube, bei uns waren es jeweils so 2-3 Monate.
    Man sollte sehr wählerisch sein. Die Entscheidung für einen Hund trifft man für eine lange Zeit und grade Hunde mit Vergangenheit sind nicht einfach. Man tut niemandem einen Gefallen (auch dem Hund nicht) wenn man einen Hund aus Mitleid adoptiert.
    Es gibt mittlerweile wahnsinnig viele Organisationen. Ich hatte damals nicht so wahnsinnig viel Ahnung von der Materie, habe aber dann einen Glücksgriff gemacht. Uns war wichtig, das die Organisation nicht mehr oder weniger unkontrolliert Hunde aus Tierheimen im Ausland einsammelt und nach Deutschland schleppt. Und das sie einen festen Standort im Ausland hat, Hunde auch im eigenen Land vermittelt.
    Mittlerweile kooperieren viele Tierheime mit ausländischen Tierschutzorganisationen, das kann eine gute Wahl sein.
    Zu diesem Punkt hat caotica deutlich mehr Erfahrung als ich.
    Jein. Einen "ganz normalen" Hund gibt es eh nicht, aber wenn man einen "unbelasteten" Hund möchte, den man von klein auf erziehen und begleiten kann, muss man wohl einen Hund beim Züchter kaufen.
    Für uns wäre das allerdings keine Alternative. Da wir keinen bestimmten Verwendungszweck für die Hunde haben (z.B. Jagd, Schutzdienst, Assistenzhund) kann ich für mich nicht rechtfertigen eine bestimmte Rasse zu kaufen, die dafür gezüchtet wird.
    Aber: nicht jeder Hund aus dem Tierschutz ist ein durchgeknallter Psychopath. :smile: Leider weiß man oft nicht so genau was aus dem Hund wird, die kommen in Deutschland an und sind erst Mal eingeschüchtert und vorsichtig, und Wochen oder Monate später entpuppt sich dann der wahre Charakter. Da man meistens die Rassenmischung nur erraten kann ist es oft schwer bestimmte Charaktereigenschaften wie Jagdtrieb, Herdentrieb o.ä. zu kennen, das muss man dann ausprobieren.
    Letztendlich weiß man halt bei den meisten Hunden nicht genau, was sie erlebt haben.
    Maggie konnte man am Anfang nirgends anbinden, die ist total ausgerastet. Kein Wunder: sie wurde als Welpe vor dem Tierheim angebunden und zurückgelassen.
    Moritz konnte sehr lange Zeit nicht mal 5 Minuten alleine bleiben, hat direkt gepinkelt, gebellt, alles kurz und klein gemacht - der wurde in enge Käfige gesperrt und häufig lange in einem Wohnwagen eingesperrt, in den er dann auch pinkeln und kacken musste.
    Dafür vermutet jeder in Maggie einen Sichtjäger, der steckt bestimmt auch in ihr, aber ihr Jagdtrieb ist extrem gut kontrollierbar und schwach ausgeprägt.
    Wir haben jeweils 220 Euro für die Hunde bezahlt, beide waren kastriert (was meiner Meinung bei einem Tierschutzhund schon Pflicht ist, sofern man sich nicht absolut sicher ist das es nie einen Unfall geben wird - man weiß ja nicht, ob das Tier z.B. genetische Krankheiten hat).
    Die meisten Hunde kommen mit einem Test auf Mittelmeerkrankheiten nach Deutschland und es wird häufig mit dem negativen (= guten) Ergebnis geworben.
    Dabei musst du aber beachten das auch Monate oder Jahre später noch ein positiver Test kommen kann. Ich glaube, nepomuk hat einen Leishmaniose-positiven Hund, und der Hund meines Bruders aus Spanien hat auch Leishmaniose, das hat man erst sehr viel später festgestellt.
    Generell sollten die Hunde grundimmunisiert sein, Tollwut ist Pflicht für die Einreise. Danach gehst du einfach ganz normal zum Tierarzt und lässt die Impfungen auffrischen.
    Manche Hunde brauchen intensivere medizinische Betreuung oder OPs, weil sie beispielsweise Unfälle oder alte Verletzungen haben, das weiß man dann aber vorher.

    Ich würde es jederzeit wieder tun und wüsste nicht, warum ich einen Hund vom Züchter kaufen sollte. Meine Hunde sind heute beide sehr artige, gut erzogene Tiere die draußen wie drinnen ständig Komplimente sammeln und uns viel Freude bereiten. Ich kenne genug reinrassige Hunde die deutlich schlechter erzogen sind. :zwinker: Das war nicht immer so - zumindest bei Moritz. Der war schon nicht einfach, aber was kann er denn dafür? Er ist auf der Straße geboren, hatte mit einem Jahr schon abgewetzte Zähne vom Steine fressen, musste sich immer sein Futter erbetteln, wurde vertrieben, eingefangen, in Käfige gesperrt, vernachlässigt. Bis die Tierschutzorganisation ihn aufgenommen hat. Ist doch klar das so ein Lebewesen dann erst Mal Angst hat, alleine zu bleiben, nicht stubenrein ist und Dinge tut, die wir als "Unart" definieren.
    Maggie dagegen war tatsächlich von Anfang an ein "Traumhund", die war stubenrein, blieb nach sehr kurzer Zeit vollkommen problemlos alleine, ist zu jedem freundlich, konnte nach zwei Monaten ohne Leine im Englischen Garten laufen, eigentlich gibt es tatsächlich nichts an ihr auszusetzen.

    Wenn du einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren willst, dann lass' dir Zeit. Nimm' keinen Hund aus Mitleid. Moritz haben wir aus Mitleid genommen (seine Adoptanten haben ihn leider nach einer Woche wieder loswerden wollen und wir waren Pflegefamilie, es fand sich dann aber keine neue Familie für ihn - der ist nämlich tatsächlich ein Psychopath, und ein Hund der wirklich gar nicht alleine bleibt ist für die meisten Leute ein Problem), letztendlich hat er hier ein tolles Zuhause gefunden, aber es war eine harte Zeit und hat mich viel Nerven gekostet.
    Die Beschreibungen sind selten so 100% ehrlich, fast alle Hunde sind total familientauglich und lieben alle anderen Hunde und so weiter.. :zwinker: Da könnte man manchmal etwas ehrlicher sein, aber in den Tierheimen ist das ja auch sehr unterschiedlich.

    Zwei Wochen Urlaub reichen bei den meisten Hunden halt nicht aus, damit sie wirklich ankommen können. Wie gesagt entpuppt sich oft auch nach ein paar Wochen erst der richtige Charakter der Hunde - und dann kann es sein das der liebe Wauz auftaut und plötzlich doch Schuhe kaut oder die Regale umräumt oder beim Spazieren gehen pöbelt oder oder oder. Das ist dann der Zeitpunkt an denen viele von ihnen wieder abgegeben werden :frown: Mich entsetzt das wirklich - ein Hund ist kein Gegenstand, den man einfach austauscht wenn er nicht "funktioniert".
    Ein gut erzogener Hund mit dem man harmonisch zusammen lebt ist immer das Ergebnis von Arbeit, Aufwand und Energie. Das passiert nicht von Alleine. Es gibt keinen "good dog". Hunde spiegeln uns ganz gut, und meistens sind es eigene Fehler die durch den Hund zum Vorschein kommen.

    Wir haben bei den Streunerfreunden Pompei adoptiert, die hauptsächlich nach München vermitteln. Bei denen gefällt mir das sie es als ihre Hauptaufgabe ansehen, Hunden vor Ort eine sicheres Zuhause zu bieten und nicht auf Teufel komm raus alle Hunde nach Deutschland zu vermitteln.
     
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    13 September 2017
    #4
    Danke schon mal für das Infomaterial! Das hilft mir viel weiter! :smile:

    Ich kann gut nachvollziehen, warum die Vereine sich die Lebensumstände angucken wollen, bevor sie einen Hund an jemanden abgeben. Oft haben sich die Menschen selbst über einen gewissen Zeitraum um den Hund gekümmert und wollen sicherstellen, dass das Mindestmaß gegeben ist. Es ist also oft ein persönliches Anliegen der Tierschützer, dass es dem Hund gut geht. Und wenn sie schon am Hauseingang sehen, dass die Wohnung zu klein ist, im 3. Stock ohne Aufzug liegt, kein Park in der Gegend und auch sonst chaotische Lebensumstände vorherrschen, ja, dann würde ich den Hund, dem ich noch vor ein paar Wochen das Leben gerettet habe, auch nicht da lassen wollen. Manche übertreiben das zwar auch gerne und machen daraus eine Wissenschaft wie einer Kindsadoption, aber dann sucht man sich eben eine andere Organisation.

    Ich weiß ja auch noch nicht genau wie die Eingewöhnung ablaufen soll. Wir sind ja beide berufstätig und länger als max. 4 Wochen werden wir keinen Urlaub haben. Deswegen wollen wir auch keinen Welpen, denn die beanspruchen in den ersten Wochen gerne so viel Zeit wie ein Neugeborenes - sie sind ja schließlich Babys :love: Wir müssen also auch gewisse Bedingungen stellen und der Hund muss bestimmte Kompetenzen schon mitbringen. Oder sollte sich zumindest schnell anpassen können und lernfähig sein.

    Wie hast du das denn mit deinem Wuffi in den Griff bekommen? Und das auch noch alleine :eek:


    Dass das nicht so einfach wird, haben wir uns schon gedacht. Ich glaube, das trifft auf alle Hunde zu, beim einen mehr, beim anderen weniger. :thumbsup:


    Ein Züchter kommt für uns aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Bin da ganz bei dir. Ich bin auch nicht auf reinrassige Hunde fixiert, im Gegenteil. Ist nur Modehype und in vielen Fällen äußerst ungesund für den Vierbeiner.


    Die Einschätzung teile ich auch. Es besteht halt immer ein gewisses Risiko, dass es am Ende doch nicht passt - und das will ich dem Hund wirklich ersparen. Letztlich kauft man die Katze den Hund im Sack.

    :frown:

    Sehr hilfreich!
    Bisher habe ich auf versch. Seiten gelesen, dass sich die Tierschutzorganisationen um Impfungen und noch diverse andere Voruntersuchungen selbst kümmern. Das hängt dann vermutlich von der jeweiligen Organisation ab und wie die Vereinbarungen sind oder verstehen die darunter idR nur die Impfung gegen Tollwut?

    Echt? Also in letzter Zeit lese ich doch recht differenzierte Anzeigen, wo ganz klar drin steht, wenn ein Hund mit anderen nicht kann oder weniger familientauglich ist. Hängt wohl wirklich von der Einrichtung ab.

    In deutschen Großstädten sieht man abertausende Hundis, wie zum Teufel machen die das mit der Eingewöhnung? :grin: Die allermeisten Menschen sind berufstätig und können sich nicht mal soeben für 1-2 Monate frei nehmen. :confused: Das wissen die Vereine doch auch.
    Über die Schwelle der Eingewöhnung zerbreche ich mir auch noch den Kopf, sofern wir nicht gerade an ein Traumexemplar geraten, welches keine Probleme mit dem Alleinsein hat. Daran muss er sich gewöhnen können ohne dabei durchzudrehen und Sachen zu zerstören. Ich überlege noch, ob das Grund genug ist, uns doch lieber einen Hund aus dem Tierheim zu holen. Den kann man direkt kennenlernen und beschnuppern und gerät weniger an Exemplare, die eine üble Vergangenheit haben. Hmm. :hmm:

    Dito!

    Habe ich mir gleich mal notiert, ist ja direkt in meiner Nähe. :cool:
     
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    #5
    Ich hatte ab der Woche, wo ich meinen Welpen geholt habe, 4 Monate fast komplett frei. Das war zwischen Abi und Studium, also einfach Pause. Ich habe in der Zeit aber schon nachts gekellnert, dann war sie bei meinem Mitbewohner oder Freunden und blieb sogar in der Zeit auch schon problemlos einige Stunden allein. Damals fuhr ich auch noch Rettungsdienst, wo ich sie dann mit auf der Wache hatte. Wenn wir zum Einsatz waren, blieb sie dort in einem Raum, wo sie nichts hätte kaputt machen können.

    Zuhause haben wir auch von Anfang an mit einer Box gearbeitet. Die liebt bis immer noch heiß und innig, sodass ich sie nach einer kurzen Phase ohne (das Ding ist riesig und nicht gerade hübsch anzusehen) wieder aufgebaut habe. :cautious::grin:
     
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    #6
    Wir bzw. meine Eltern haben zwei Hunde aus dem spanischen Tierheim. Lizzy ist ein Galgo-Mischling und sie ist schon als Welpe zu uns gekommen. Levi bezeichnet meine Mum immer liebevoll als "Spanische Landrasse". Er kam mit geschätzten fünf Jahren zu uns.
    Ich kann nur so viel sagen: Aus beiden sind wunderbare, absolut liebe Familienhunde geworden. Klar bedarf es vielleicht etwas Arbeit und am besten auch Erfahrung im Umgang mit Hunden und Hundeerziehung, wenn man einen "erwachsenen" Hund aus dem Tierheim holt aber... wenn du mehr wissen möchtest, hier hat meine Mum Levis Geschichte niedergeschrieben:
    Levi - Hollipage
     
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    #7
    Unsere Hunde waren gegen Tollwut geimpft, außerdem gegen Parvovirose, Staupe, Leptospirose und Hepatitis geimpft.. glaube ich. Das sind so Kombi-Impfungen. Was man davon regelmäßig auffrischen muss, ist mir unklar, meine Tierärztin hat vor zwei Jahren geimpft und als wir dieses Jahr da waren wegen der Wurmkur für die Auslandsreise meinte sie, es sei noch nicht nötig. Tollwut hält, je nach Herstellerangabe, so drei Jahre.
    Für die Einreise nach Deutschland ist lediglich die Tollwutimpfung Pflicht, d.h. die Organisationen können theoretisch auch NUR das impfen.
    Das kostet aber nicht die Welt und kann man auch nachholen.
    Ansonsten wird beim Tierarzt der Mikrochip implantiert (auch der ist Pflicht) und die Hunde kriegen in der Regel eine Wurmkur und/oder Behandlung auf Flöhe.
    Also weißt du... das Thema hast du bei jedem Hund. Ein Welpe vom Züchter kann auch nicht einfach so direkt alleine bleiben, das dauert mitunter Monate. Ein erwachsener Hund von privat, der bei seinen Vorbesitzern 8 Stunden alleine bleiben konnte, könnte bei dir länger als zwei Wochen brauchen bis er sich eingewöhnt hat und alleine bleibt. Und ein Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz ist ein Überraschungspaket, manche (wie Maggie) haben damit null Probleme, andere (wie Moritz) dagegen sehr.
    Tierheim und Tierschutz schließt sich ja nicht aus. Erstens würde ich immer erst schauen was grade im Tierheim vor Ort für Hunde sitzen und dann in's Ausland schauen, und zweiten sitzen in den deutschen Tierheimen viele Hunde aus dem Ausland.
    Leider ist das Beschnuppern im Tierheim halt auch kein zuverlässiger Prediktor dafür wie es zu Hause läuft, aber man kann zumindest den Hund schon mal kennen lernen. Und auch im Tierheim haben viele Hunde eine fiese Vergangenheit oder sind Langzeitinsassen, und das hinterlässt auch Schäden.
    Wenn München sowieso deine Ecke ist, dann merke dir doch mal die Jutta von den Dorfspitzen: www.dorfspitz.de - die fungiert für die Streunerfreunde immer mal wieder als Pflegestelle und hat auch regelmäßig Hunde von der Tierhilfe Nitra, außerdem sammelt sie abgeschobene Hunde aus ihrer Umgebung ein. Bei ihr können die Hunde gut ankommen, im großen Rudel inklusive anderer Tiere kann man sie gut beobachten und die Frau hat einfach ein Händchen für Hunde. Moritz war mal ein paar Wochen bei ihr auf "Urlaub".
    Sie ist "spitzzentrisch", hat aber auch immer wieder alle möglichen anderen Hunde.

    Aber noch mal zurück zu dem "Alleinsein lernen" ohne dabei durchzudrehen und Sachen zu zerstören: ganz ohne Verlust geht es selten. Ich kenne wenige Hunde die tatsächlich noch niiiiiie was kaputt gemacht haben :zwinker: Maggie hat insgesamt zwei Stifte und eine Rolle Klopapier auf dem Gewissen - okay, und eine Tüte getrockneten Pansen, aber nur weil ihr Moritz die Tür aufgemacht und den gelben Sack zerlegt hat. :sneaky:
    Moritz dagegen hat eine unendliche Liste an erbeuteten Dingen, von einer teuren Sonnenbrille bis hin zu vollen Packungen Reis, und über die tiefen Kratzer auf all unseren Tischen wollen wir lieber nicht reden. Man muss sich ja sowieso vom komplett sauberen, kratzerfreien Zuhause verabschieden... :zwinker: Ein bisschen Dreck und Unordnung machen die Viecher halt.
    Das große Aber: er bleibt heute problemlos ~6 Stunden alleine, zur Not auch mal länger.
    Es ist immer schwierig von einem Lebewesen etwas zu "verlangen" was es bitteschön schnell und ohne Probleme lernen soll. Vier Wochen sind aber eine gute Zeit denke ich. Einen Plan B sollte man sich trotzdem zurecht legen.

    Das zweite Aber: man sollte sich sowieso keinen Hund anschaffen, wenn man ihn täglich 8 Stunden alleine lässt. Dauerhaft. 4-5 Stunden finde ich in Ordnung. Vorher eine Runde spazieren gehen, danach schlafen sie eh erst Mal für eine Weile. Wenn niemand zumindest halbtags zu Hause ist, sollte einer den Hund mit in's Büro nehmen können.
    Wie habt ihr das geplant? Wie lange wäre ein Hund bei euch alleine zu Hause?
    :herz::cry:

    Wenn ich mir vorstelle, wie jemand diese Schnute tatsächlich aussetzen konnte - als WELPE - dann wird mir heute noch schwer um's Herz. :frown:

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    14 September 2017
    #8
    Dem stimme ich absolut zu.

    Ich werde nun ab Oktober Vollzeit arbeiten und muss mir folglich eine Lösung überlegen, wie wir das dann machen. Mein Hund wird zwei Tage die Woche bei einer Bekannten verbringen und auch dort übernachten. Weitere zwei Tage nehme ich sie mit ins Büro und einen Tag bleibt sie Zuhause oder kommt nochmal zu der Bekannten bzw. ich lasse einen Gassigeher kommen. Täglich 8 Stunden alleine (plus Pause, plus Fahrtweg, ...) ist absolut keine Option. Das sollte man aber gar keinem Hund zumuten, mag er noch so toll erzogen oder pflegeleicht sein.
     
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    14 September 2017
    #9
    Also, ich denke, wenn man einen Hund aus der "Tötung" holt, wie es so schön heißt, braucht ein extrem gutes Händchen für Hunde ... sollte schon Hunde gehabt haben, Geduld und viel Zeit mitbringen und der Geldbeutel sollte auch auch nicht zu knapp gefüllt sein - also für Neueinsteiger ist das Risiko hoch, dass sie bei Problemen versagen bzw. dass ihnen die Anschaffung sehr viel Kummer und Mühe bereitet und sie an ihre Grenzen bringt.

    Ich kenne einige Hunde aus dem südlichen Tierschutz aus unseren Bekanntenkreis und aus der Nachbarschaft - kein Vergleich mit unseren Labradoren vom Züchter - jeder hat da ne Macke, manche sind nicht dramatisch, andere schränken den Halter aber doch sehr ein, auch wenn er sein bestes tut und Trainer mitmischen. Eine Wundertüte - man kann es vorher nicht wissen ... Vor allem der eine aus der Nachbarschaft hat mich endgültig überzeugt, dass das nicht für mich wäre. Auch wenn mir die Tiere unendlich leid tun. Ich hätte einfach nicht den Mut und auch nicht die Kraft, wenns schwierig wird - da kenn ich mich inzwischen, ich bin da nicht ewig belastbar. Ich möchte einen Hund, den ich selbst ab Welpe begleitet, betreut und erzogen hab, und von dem ich weiß wie er tickt. Ich möchte einfach keine gravierenden Probleme ausbügeln müssen, die ich nicht verursacht hab und von denen ich nicht mal weiß, wie sie zustande gekommen sind ... ich möchte auch kein Tier, dass von Klein auf mangelernährt war und was weiß ich für Krankheiten hat bzw. aufgrunddessen bekommt - Hundehaltung kostet Geld - ganz klar, aber wenn man irgendwann jedem Monat hunderte von Euro beim Tierarzt lässt, wirds schwierig ... so einen Fall kenne ich eben auch ...
    Aber das muss jeder für sich entscheiden, ob er wirklich das Durchhaltevermögen hat, dass manche Hunde aus dem ausländischen Tierschutz fordern können. Da können Jahre ins Land gehen ... der Hund der Nachbarin muss heute noch einen Maulkorb tragen, weil er alles und jeden beißt - und Bruno ist schon über zwei Jahre hier ... jedes Gassigehen ist für sie eine extreme Belastung, weil der Hund nicht nur wahnsinnig aggressiv ist, sondern auch noch groß - gute 40 Kilo schätze ich. Also schleicht sie eher Gassi, sich stets umschauend, damit sie bloß alles und jedem ausweichen kann ... Abgeben bringt sie aber nicht übers Herz, obwohl dieser Hund ihrem Mann und ihr das Leben echt zu Hölle macht ... sie sind der dritte oder vierte Besitzer ... die vorherigen haben ihn nach wenigen Tagen zurück zur deutschen Pflegestelle gebracht. Ich finde das einfach nur traurig - für alle. Und dieser Hund ist noch so jung ... müsste so drei-vier Jahre alt sein ... also noch eine lange Zeit ihr Leben begleiten. Sie sagt immer, sie vermisst so wahnsinnig unsere gemeinsamen Gassigänge, als ihr vorheriger Hund noch lebte, bei denen alle Hunde frei laufen konnten und friedlich miteinander waren ... Besonders dramatisch finde ich, dass ihre alleinstehende Mutter vor kurzem gestorben ist und sie nun deren kleines Hundchen mit seinen bereits 12 Jahren nicht nehmen kann, weil Bruno ihn "vernichten" würde ... wahrscheinlich muss die Hündin ins Tierheim, weil sie niemanden findet, der sie nehmen mag. Sicher ist Bruno ein Extrembeispiel, aber zeigt, die Wundertüte Tierschutzhund aus der Tötung. Was diese Tiere alles mitgemacht haben ... das kann man manchmal nie wieder "flicken" ...

    Das einzige was ich Littlelotte vielleicht ans Herz legen könnte, wäre ein Welpe ... einige Hündinnen, die aus der Tötung gerettet werden, sind trächtig und bekommen dann in den Tierheimen ihre Welpen, die auch dringend ein Zuhause brauchen. Immer wieder sehe ich diesbezüglich Einblendungen auf Facebook. Bei einem Welpen hat man noch alles in der Hand - von der gesunden Ernährung bis hin zur Erziehung und Sozialisierung.
     
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    #10
    Das ist es eben - ein Extrembeispiel. Zwischen Bruno und Maggie gibt es eine riesige Bandbreite an Hunden, aber das trifft auch auf gezüchtete Rassehunde zu.
    Zwischen "direkt aus der Tötung" und "VDH-Züchter" gibt es auch viele Zwischenstufen, u.a. eben Tierheime die ausgewählte Hunde aus dem Ausland aufnehmen und vermitteln.
    Wenn ich mir überlege, das ein Labrador vom Züchter 1000 Euro aufwärts kostet, habe ich bisher deutlich weniger Geld gelassen (Leinen usw. mal außen vor gelassen) für die Zwei. :grin:

    Meine Hündin konnte nach zwei Monaten frei laufen und das größte Problem das wir haben ist das Begrüßen von Freunden ohne Anspringen. Und das hat mal null mit ihrer Vergangenheit zu tun. :zwinker:

    Hier laufen auch mehrere Labradore vom Züchter rum die meine Tierschutzhunde anpöbeln, nicht vernünftig an der Leine gehen, den Rückruf höchstens rudimentär beherrschen und sowieso tun und lassen was sie wollen - sind ja schließlich ganz liebe Familienhunde die niemandem was tun. :rolleyes: Dabei kann man auch die edlen, teuren Hunde vernünftig erziehen und auslasten und ich kenne auch solche Exemplare. Leider kenne ich zu viele Menschen die sich darauf ausruhen das der Hund ja vom Züchter kommt, warum auch immer.
    Auch einen Welpen aufzuziehen bedeutet Arbeit und wenn man es noch nie gemacht hat, wird man Fehler machen. Das ist normal. Es ist auch keine Garantie für irgendwas. Ich empfehle da dieses Buch: Hoffnung auf Freundschaft
     
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    #11
    Ich überlese mal Deinen angriffslustigen Beitrag ... denn ich weiß gar nicht, warum Du mich indirekt so anfährst? Aber weißt Du was, es ist mir auch egal - mein Beitrag war an die Threadstellerin gerichtet und nicht an Dich.
     
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    #12
    Nun, in meinen Augen versuchst du im Prinzip ihr auszureden, einen Hund vom Tierschutz zu nehmen - außer es ist ein Welpe. Ansonsten sei es scheinbar besser, sich einen Welpen beim Züchter zu kaufen. :hmm: Wenn ich das falsch verstanden habe, tut es mir leid.
    Ich habe aus deinen Beiträgen bisher immer nur gelesen das es deinen Hunden sicherlich extrem gut geht, weil du sehr viel Zeit für sie hast und die auch nutzt.

    Mir tun solche Aussagen immer weh, weil ich es vollkommen unverständlich finde wozu ein Otto-Normal-Mensch einen Labrador vom Züchter (oder momentan ja auch ganz in: Weimaraner oder Viszla) braucht, wenn es zig Hunde im Tierheim gibt, die eben nicht dem "Bruno" (oder "Moritz") entsprechen. Und meine ganz persönliche Erfahrung ist, das man zwar manchmal einen langen Atem braucht, aber es sich absolut lohnt.
    Die Grundaussage "Tierschutzhunde haben alle Macken und machen einem das Leben zur Hölle, während ein Welpe vom Züchter auf jeden Fall ein super Gefährte wird" - und die las ich aus deinem Beitrag raus - die kann ich absolut nicht unterschreiben.
    Weder sind alle Hunde mit Vergangenheit durchgeknallte Psychopathen, noch alle Hunde vom Züchter automatisch problemlose Engelchen. :zwinker:

    Trotzdem stimme ich dir zu, das man es sich vorher gut überlegen sollte ob man die Energie und die Ruhe hat um sich dem zu stellen. In meinen Augen haben wir aber als Menschen, die für diese Tiere verantwortlich sind (und die auch für das Leid, das sie erfahren verantwortlich sind) die Verpflichtung, unser Möglichstes zu tun. Für mich persönlich bedeutet das eben, das ich wenn ich schon einen Hund in's Haus hole, nur einen Hund nehme der bereits da ist und der ein Zuhause sehnlichst sucht.
     
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    14 September 2017
    #13
    Ich habe mit einer (!) Tierschutzorganisation schlechte Erfahrungen gemacht. Es wurde ein schwer kranker Hund als gesund vermittelt - als wir dies nach zwei Wochen beanstandet haben, würden wir als Unmenschen hingestellt, weil wir nicht bereit waren, einen Hund zu behalten, der so krank ist, dass er nicht alleine gelassen werden darf, keine Treppen laufen kann und jeden Monat tierärztliche Fixkosten von 200-300€ hat.

    Ich möchte wieder einen Hund. Ob der vom Tierschutz kommt? Ich glaube nicht..Und wenn, dann nur mit Check beim Tierarzt.
     
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    14 September 2017
    #14
    Mein Hund stammt auch aus dem Tierschutz, allerdings hab ich ihn erst kennen gelernt, als er schon hier in D war. Also ich hab ihn mir nicht im Ausland schon ausgesucht und er kam dann gezielt zu mir.
    Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich jederzeit und immer wieder und nur einen Tierschutzhund nehmen würde :smile:
    Grundimmunisierung haben die Hunde normalerweise immer schon, sonst dürfen sie gar nicht einreisen. Ich glaube bei meinem Hund war die Schutzgebühr damals 200 Euro, was für den Transport und die Impfungen und die Versorgung auch völlig angemessen war.
     
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    14 September 2017
    #15
    Wäre dann nicht ein "klassisches" Tierheim eine Alternative? Dort sind die Hunde, weil die Möglichkeiten hier natürlich anders sind, meistens gesundheitlich besser durchgecheckt.

    Mein großes Vorbild ist ja er hier: Steve (@wolfgang2242) • Instagram photos and videos :herz:
    Wenn wir mal aus der Babyphase raus sind, fange ich auch an, Senioren zu sammeln.
     
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    14 September 2017
    #16
    Eventuell, ja. Kommt darauf an, ob ich eine Begleitausbildung mit ihm mache oder nicht.
     
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    14 September 2017
    #17
    Das ist mir klar. Wir haben Erfahrung mit Hunden, mein Freund 20+ Jahre, ich hingegen "nur" 3. "Unser" Exemplar hat diverse Schuhe auf dem Gewissen, ein paar Löcher im Sofa verursacht, von den Hundehaaren, die überall herumfliegen abgesehen, aus denen man problemlos einen Pulli stricken könnte ...
    Ich sprach von einer heftigen Zerstörungswut, womit so mancher ganze Kissen, Möbel oder Fußböden zerstört oder ganze Zimmer verwüstet. Wir werden in einer Mietswohnung leben, bei einigen Sachen geht das dann einfach nicht ohne dass wir dann den Ärger am Hals haben.

    Wir können das zur Zeit noch gar nicht so konkret planen, weil er sich erst in ein paar Monaten nach einem Job umsehen wird. Er wird aber höchstwahrscheinlich im Schichtdienst arbeiten und ich habe einen Bürojob. Wenn er dann ähnliche Arbeitszeiten hat wie jetzt wird er in aller frühe das Haus verlassen, ich gehe etwas später zur Arbeit und drehe vorher mit dem Hund noch eine Runde und bis er daheim ist, wäre der Hund max. 4-5h alleine. Andernfalls wäre er bis Mittags da, sodass ich früher mit der Arbeit anfange und auch früher gehen kann, Effekt derselbe. Zum Glück kann ich mir das flexibel einteilen und notfalls auch 2h Mittagspause machen, wenn alle Stricke reissen.
    Wir haben auch überlegt eine Hundekita in Betracht zu ziehen, aber das ist preislich hier in M nahezu unbezahlbar :frown: Ansonsten werde ich mich verstärkt nach Hundehaltern umsehen und ein paar Kontakte suchen. Das hat ja in vielerlei Hinsicht Vorteile und wir könnten ihn auch mal tagsüber woanders betreuen lassen.

    Hmm, ich kenne genau das Gegenteil. Eine Bekannte von meinen Eltern hat einen Labrador vom Züchter adoptiert und der ist so schlecht erzogen, hört nicht, kann nicht von der Leine gelassen werden und macht im Grunde, was er will.
    Das liegt nicht immer an der Vergangenheit, sondern sehr, sehr oft an der Erziehung. Wenn man da nicht konsequent ist, sucht sich der Hund von alleine seinen Weg. Das Problem hat man doch bei jedem Hund.
    Und natürlich hast du Recht, denn bei Tierschutzhunden ist die Gefahr recht hoch, dass man an einen Hund gerät, der stark traumatisiert ist und ggf. kaum resozialisiert werden kann. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich an der Idee noch etwas zweifle. Es kann aber auch anders laufen, siehe rowan oder krava oder, oder, oder :zwinker:

    So süß ich Hundewelpen auch finde und sie den ganzen Tag knuddeln würde - nein, das kommt für uns aus mehreren Gründen nicht in Frage.
    Wir möchten keine Hundezüchter unterstützen, schon gar keine reinrassigen. Mischlinge sind min. genauso süß und davon gibt es eine noch viel größere Auswahl. Wir möchten auch aus dem Grund einen Hund aus dem Tierheim/der Tötungsstation, weil es genug Hunde gibt, die sehnlichst nach einem zu Hause suchen, von anderen nicht gewollt werden, verstoßen wurden usw. Und s.o., auf diesem Weg können wir direkt einen ausgewachsenen Hund aufnehmen, ohne noch die Welpenphase mitmachen zu müssen.
     
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    14 September 2017
    #18
    Also zur Diskussion Tierschutz Ja/nein kann ich nur sagen - aus verschiedenen Perspektiven - man kann überall Glück oder Pech haben. WELPEN aus so genannten Rettungen würde ich jederzeit unbedingt abraten, es gibt sehr viel organisiertes Verbrechen mit grausamen "Vermehrern" die die Welpen dann als "mühevoll gerettet" verkaufen. So lange Menschen sich von sowas einwickeln lassen, wird diese "Industrie" blühen - und das ist so furchtbar. Die kleinen Wesen sind so ziemlich das unschuldigste, das es gibt, und sie haben den miesesten Start, den man so haben kann.

    Also, nein, wenn man nicht im Tierheim eine plausible Geschichte bekommt, wieso diese Welpen (SAMT MUTTER!!) jetzt hier sind, Finger weg von Welpen aus dem Tierschutz.

    Außerdem ist es ein Gerücht, das sich hartnäckig hält, dass Hunde, die man von Welpen an begleitet, keine Macken haben. Kinder, die man zur Welt bringt, werden auch nicht immer genau so, wie man das gut und logisch fände. Es sind eigenständige Lebewesen, sie haben Charaker und der besteht nicht nur aus dem, was ein Besitzer oder Umstände formen.

    Ich habe 8 Jahre in einem Tierheim gearbeitet, bin in verschiedenen Bereichen drum herum ausgebildet, medizinisch, therapeutisch... und habe so einige Blicke "hinter die Kulissen" getan, die ich manchmal nicht unbedingt wollte.
    Man kann über 1000 Euro für einen Welpen hinblättern bei einem seriösen Züchter, der 10 Wochen später ein einer Herzklappeninsuffizienz stirbt. Man kann sich um Tierheim in einen Blick verlieben aus braunen Knopfaugen, und den Seelenfreund finden, den man nie erwartet hätte, und umgekehrt.

    Natürlich ist es sinnvoll, wenn man selbst ein bisschen Ahnung hat, weil man dann weiß, wer (Züchter, Retter, Tierheim...) einen Stuss erzählt, und was Hand und Fuß hat. Außerdem ist es wie mit Kindern :grin: finde ich. Man muss sich informieren, abwägen, einlesen, vorab entscheiden... und dann ist es da, es ist eine Perösnlichkeit und irgendwie... läuft es und der Weg findet sich von allein. Wie viele kenne ich, die genau wussten, was sie wie mit dem Hund machen wollen oder nicht wollen, und dann war er eben er, und alles kam anders.
    Daher ist das Einlesen, das Ahnung haben aber wichtig - es muss sich ein Gefühl entwickeln können, das Richtige für sich selbst und den eigenen Hund zu tun. Das tut man dann, und vertraut sich selbst. Und dem Hund :zwinker:

    Man kann sich von zig Strömungen der Erziehungsstile völlig konfus machen lassen, weil keiner mit "ABER NUR SO UND NIEMALS ANDERS!" geizt, und wenn man unsicher ist, ist man da ein leichtes Opfer.

    Ich habs einfach :grin: ich habe ausreichend Ahnung um selbstbewusst zu den für mich fundierten Entscheidungen zu stehen, wie ich was mit meinem Hund haben will, was mir wichtig ist, und was nicht. Andere, merke ich sehr oft, sind enorm verunsichert.

    Ich hab das irgendwie nie geplant. Ich wusste, ich will irgendwann einen Hund - aber wie oder woher hab ich nicht geplant. Es ist passiert :grin: er ist weder vom Züchter, noch aus dem Tierschutz, er ist ein Hoppala. Er ist eine Rasse, die ich nie wollte. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich eigentlich nicht mit Zuwachs gerechnet hatte. Aber irgendwie ist es einfach so gekommen, und es war genau richtig.
    Er ist der tollste Hund unter der Sonne, der beste Freund, den ich mir wünschen kann. Klar funktioniert er niemals makellos, genau wie ich will ... hab ich in den Augen meiner Eltern auch nicht getan :zwinker: Ich vertrete die "Tiere sind Freunde" Schiene, andere die "Tiere sind nützlich" oder "Tiere sind Ablenkung" oder "Tiere sind Ersatzkontakte" oder oder oder. Ist mir egal - es gibt Gründe, warum nicht mehr im verhaltensmedizinischen Feld bin.

    Das einzige was mir immer wichtig war ist, dass die Verantwortung über allem steht. Man entscheidet sich, die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, das für sein Wohlergehen von nun an auf einen angewiesen ist. Und eigentlich müsste jeder vor dem Universum schwören, dass er nach besten Wissen und Gewissen im Sinne des Tieres und des zufriedenen Zusammenlebens handeln wird, von dem Tag an, an dem das Tier zu ihm gehört.
    Wie genau man womit umgeht, welches Tier genau man gerne in seinem Leben hätte - das ist so individuell, hängt von Umständen, Tier, Menschen etc ab, das kann man nur begrenzt planen. Und man sollte auch nicht in Panik verfalllen, wenn Pläne nicht aufgehen. Dass ein Tier, das mit einem lebt, allerdings selbst jemand ist, und NICHT dazu da, uns ununterbrochen Freude zu machen, ist meine tiefe Überzeugung.
    Ich glaube, dass man nicht so richtig falsch machen kann, wenn man alles tut um Vertrauen, Respekt und Zufriedenheit für alle in die Mensch Tier Beziehung zu bringen :smile:

    Die Chemie muss stimmen - das kann sie in ganz unterschiedlichen Vorgeschichten. Einige der tollsten Hunde, die ich je kannte, waren meine Schützlinge im Tierheim. Ja klar, sie hatten Macken und schräge Kanten, aber wie auch nicht, sie sind lebendig :grin: wichtig ist doch nicht, dass man den perfekten Roborterhund hat, sondern, dass die Macken zu den eigenen passen :tongue:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 September 2017
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    14 September 2017
    #19
    Unsere kleine Dame ist auch ein Mitglied der jüngeren EU und stammt aus Rumänien. Sie ist über eine Tierschutzorganisation hierhergekommen. Es waren Menschen, die sie zunächst hergeholt und dann von Deutschland aus weitervermittelt haben.

    Wir haben sie mit etwa 6 Monaten hier erstmals gesehen. Ausgestattet war sie mit einem beglaubigt übersetzten Tierarztzeugnis aus Rumänien, sterilisiert und mit allen Impfungen versehen. Die Kosten lagen etwa bei 300 Euro. Wir haben sie hier noch chippen lassen sowie ein Checkup beim Tierarzt gemacht.

    Da sie ziemlich verstört und gewohnt war, dass Menschen prinzipiell böse sind und sie sich ihr Essen selbst besorgen muss, war der Erziehungsprozess und das Aufbauen von Vertrauen mit sehr intensiver Arbeit verbunden. Das sind keine Kuscheltiere, die "sitz" und "Platz" quasi schon mitbringen. Es ist echt VIEL Arbeit!

    Heute ist sie knapp drei Jahre alt und mein treuer Sonnenschein :love:

    DSC_5783.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 September 2017
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    14 September 2017
    #20
    Ja, also ich hatte damals mal eine ähnliche Überlegung weil ich in München ja auch gearbeitet habe, aber ich habe dann eben nur halbtags gearbeitet, das ging preislich mal so gar nicht. Mir waren z.B. die "Isarpfoten" sympathisch, aber das konnten wir uns schlicht nicht ernsthaft leisten.

    Wenn du Hundehalter kennenlernen willst, bist du auf der (inoffiziellen) Hundewiese im Englischen Garten gut aufgehoben. Da ist immer viel los, es ist herrlich. Wir waren dort quasi jeden Tag unterwegs.

    [​IMG]

    Oder man setzt sich einfach ins "Mini-Hofbräuhaus" im Englischen Garten, da sind ja quasi nur Hundemenschen. :grin:
     
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