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    29 April 2018
    #1

    Wie bleibt die Liebe aufregend?

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    Hallo ihr Lieben,
    am Anfang einer Beziehung ist alles magisch. Jedes Wiedersehen gleicht einem Feuerwerk der Gefühle. Man will sich nicht verabschieden und fiebert dem nächsten Treffen entgegen. Doch wie erhält man das Feuer aufrecht? Auch nach zehn Jahren Beziehung? Oder gar zwanzig? Was macht ihr, damit es aufregend bleibt?
    Geht ihr beispielsweise einmal die Woche bewusst zusammen auf ein Date? Bucht ihr alle zwei Monate einen Städtetrip für ein Wochenende? Überrascht ihr euch nach wie vor? Mit kleinen Geschenken, einem besonderen Essen (selbst gekocht)?
    Und wie haltet ihr die Aufregung auch im Bett am Leben (gerade in monogamen Beziehungen)? Probiert ihr immer wieder was Neues aus?

    Falls ihr noch nicht so lange zusammen seid: Kennt ihr vielleicht Paare, die nach wie vor sehr glücklich sind und aktiv was für ihre Liebe tun?
    Wie entkommt man dem Alltag und der Gewohnheit auch in langjährigen Beziehungen? :smile:

    Erzählt mal!! :smile:

    Vry
     
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    nicht angegeben
    29 April 2018
    #2
    Das ist vielleicht nicht ganz das, was du dir als Antwort vorgestellt hattest, aber: Wieso muss die Beziehung denn aufregend sein? Es ist doch viel schöner, wenn man auch den Alltag miteinander genießen kann und es einfach so schön ist und man einander vertraut etc. Man einander kennt und es einfach schön ist, Zeit miteinander zu verbringen, unabhängig davon, ob das nun eine Weltreise, ein Tag im Kletterpark oder kuscheln auf dem Sofa ist.
    Ich kenne ein Pärchen, welches ziemlich lange zusammen ist (10 Jahre). Die leben ganz normal zusammen :grin: Also der Heiratsantrag war halt was besonders (Rosen, Wein und selbst gekochtes Essen auf deren Balkon und irgendwann nach dem Essen gab es dann einen Ring :cool:). Aber explizit Dates haben sie nicht. Und eben auch jede Menge Alltag, Diskussionen darüber, wer diese Woche den Müll rausbringt und wer dafür das Bad putzt etc. Und ansonsten unternehmen sie eben ganz normal was zusammen. Gehen mit Freunden weg, gehen zusammen tanzen, machen Pärchenabende mit anderen Paaren, bringen gemeinsam Lampen an und fahren so ein bis zwei Mal im Jahr in den Urlaub.
    Und die sind sehr glücklich, soweit ich das beurteilen kann. Aufregend ist es nicht bei ihnen. Aufregend sind da nur Dinge, die auch bei Singles aufregend sind (zB wenn man im Urlaub einer giftigen Spinne über den Weg läuft).
     
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    vergeben und glücklich
    29 April 2018
    #3
    Hmm. Aufregend ist unsere Beziehung nicht mehr, wir sind am Dienstag 13 Jahre ein Paar. Aber wir haben uns lieb und diese Liebe ist sehr tief, wenn auch nicht mehr überwiegend leidenschaftlich.
    Es war auch nicht immer nur schön. Es gab Phasen, auch längere, in denen es auch Kummer gab. Da habe ich mich dann schon auch gefragt, wo das alles hinführt, ob es denn wirklich möglich ist, mit seinem ersten Partner glücklich zu bleiben (wir sind ja in unserer ersten Beziehung).

    Ein Patentrezept habe ich nicht. Für mich fühlt sich der Gedanke, ohne ihn zu sein (nicht, weil er auf Geschäftsreise ist, sondern eben... so richtig) unerträglich an. Er geht oft vor mir ins Bett und selbst wenn wir doofe Stimmung hatten, sagt er mir noch durchs Babyphone "Gute Nacht, schlaf schön." Darauf warte ich regelrecht und als es ein Mal ausblieb, fühlte ich mich ganz schlecht.


    Von uns beiden bin ich die "Kreativere" und er der "Liebere". Ich meine damit: Ich versuche eher, auch langfristige Lösungen für doofe Situationen oder Phasen zu finden, er zeigt mir mit seiner beständigen Liebe, dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben. Und dass er mitzieht.

    Was uns hilft, sind Ausflüge, Dinge erleben. Der Fernseher bleibt oft tage- oder wochenlang aus. So viel Sicherheit Alltagsroutine geben mag, sie kann auch sehr, sehr träge machen.
    Mit Kind ist es sogar noch einfacher, weil wir allein ihretwegen viel gemeinsam unterwegs sind. Das tut auch unserer Beziehung gut.

    Unser Sex hat sich immer wieder mal verändert. Mein Mann war am Anfang sehr neugierig und kreativ, ich war hingegen sehr, sehr schüchtern. Mit den Jahren veränderte sich das, ich wollte mehr ausprobieren, da war mein Mann aber irgendwie im sexuellen Winterschlaf :seenoevil:. Verständlich, hatte ich ihn doch dort hingebracht.
    Wahrscheinlich hat mir auch Forum hier geholfen.
    Ich schleppte also Spielzeug an, setzte meinen Partner vor einen Porno, zerrte ihn in Erotikläden.
    So haben wir gemeinsame Vorlieben entdeckt, manches tat er mir zuliebe, anderes probierte ich aus, weil ich wusste oder ahnte, es könnte ihm gefallen. Das fand ich bei uns generell immer schön: Dass Wünsche des Anderen nie einfach abgeschmettert wurden.

    Ansonsten sind einfach auch kleine Aufmerksamkeiten für uns wichtig. Ich hinterlasse ihm gerne Post-it-Zettel innen an der Haustür, die er morgens entdeckt, wenn er aus dem Haus geht. Oder ich backe ihm Kekse und packe sie ihm in den Rucksack.
    Er massiert mir auf dem Sofa die Füße oder bringt mir z.B. wie gestern einen neuen Radiergummi mit, weil er weiß, dass mein alter verschwunden ist. Oder Blumen, bevorzugt kleinblütige, weil er weiß, dass ich diese besonders mag.

    So gern ich ihn auch manchmal zum Mond (und darüber hinaus) schießen würde, ich liebe ihn schon sehr :love:.
     
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    29 April 2018
    #4
    Also, dass eine Beziehung am Anfang besonders aufregend ist und man auf Wolke 7 schwebt ist normal und dass das nicht so bleibt ist auch normal. Das bedeutet aber nicht, dass es langweilig wird oder die Liebe irgendwie weniger wird. Wenn beide Partner was für die Beziehung tun, dann kann es auch eine leidenschaftliche und glückliche Bezuehung bleiben.
     
  • froschteich
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    29 April 2018
    #5
    Also jetzt mal von der umgekehrten Seite gesehen - meine letzte Beziehung, die ja nach sieben Jahren auseinandergebrochen ist, ist sicher deswegen gescheitert.
    Das Sexleben ist der größte Punkt gewesen, wenn man im Bett immer nur Kompromisse schließt, kann er kaum aufregend bleiben.

    Außerdem waren wir auch prinzipiell zu unterschiedlich, was sich auch in der Freizeitgestaltung gezeigt hat, wodurch es mehr und mehr nur ein Nebeneinanderherleben war. Manche meinen ja, dass gerade eine gewisse Distanz zueinander (also durch unterschiedliche Hobbies, andere Freundeskreise, Interessen, etc) dazu führt, dass das Feuer länger lodert - bei uns war aber das genaue Gegenteil der Fall.

    Meine jetzige Beziehung dauert zwar noch nicht so lange (4 Jahre), aber wir sind beide noch so verliebt wie am ersten Tag, was ich so nie für möglich gehalten habe, ich bin noch immer ganz nervös, wenn ich weiß, dass mein Mann gleich von der Arbeit heimkommen wird. Ich glaub das ist auch in erster Linie dem tollen Sex geschuldet und dass wir einander sehr ähnlich sind. Aber ein richtiges Urteil kann ich so früh wohl nicht abgeben :smile:
     
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    29 April 2018
    #6
    Ja guter und regelmäßiger Sex und ist mir in der Beziehung auch extrem wichtig. Da gebe ich dir abdolut recht. Das war aber in meinen Beziehungen nie ein Problem. Wenn es gescheitert ist, dann lag es nicht am Sexualleben.
    Ich denke was unterschiedliche/ gleiche Hobbies angeht, muss man einen guten Mittelweg finden. Man braucht sicher ein paar gleiche Interessen und Freunde, aber ein paar unterschiedliche Hobbies/ Freunde müssen keine Beziehungskiller sein. Man muss dem Partner halt seinen Freiraum geben und ihm seine bevorzugten Freizeitaktivitäten gönnen, solange man auch gemeinsam genug Dinge erleben kann an denen beide Freude haben und man nicht nur dem Partner zuliebe daran teilhat.
     
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    29 April 2018
    #7
    Meine Erfahrungen mit (Langzeit-)Beziehungen sind zwar etwas eingeschränkt (1x gut 10 Jahre), aber dennoch:

    Man entkommt dem gar nicht, und ich denke das ist auch nicht erforderlich.

    Eine Beziehung muss nicht "aufregend" sein um dauerhaft glücklich sein zu können, gerade der Alltag ist es doch in dem sich zeigt ob eine Beziehung wirklich funktioniert und ob die Partner zusammenpassen.

    Sich einfach nur ansehen zu können um wortlos zu kommunizieren, sich sicher sein zu können dass der Partner immer für einen da ist, mit Kleinigkeiten zeigen zu können dass einem der Partner wichtig ist - das ist für mich Liebe, mehr brauche ich nicht.

    Und es wäre mir ehrlich gesagt auch zu anstrengend/nervig/albern "einmal die Woche ein Date zu haben" oder "alle 2 Monate eine Wochenendtrip zu machen".
    Das mag als "Kitt" eine Weile funktionieren, aber wenn das nötig ist um eine Beziehung zu erhalten, dann stimmt da mMn grundlegend etwas nicht ganz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 April 2018
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    29 April 2018
    #8
    Mit Jogginhose, Game of Thrones und immer mal wieder Vögeln :smile:
     
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    29 April 2018
    #9
    Liebe ist fuer mich, das "Projekt Leben" mit einer bestimmten Person durchzuziehen. Und das ist nicht Resultat, sondern Basis des Ganzen. Der Unterschied zwischen den beiden ist der, dass es bei meiner Philosophie eine stets gleichbleibende Destination gibt, auch, wenn die Fahrt dorthin vielleicht manchmal ihre dunklen Kapitel aufweist.

    Und so kommt es auch, dass ich auf "Aufregung aufrecht erhalten" und derlei gar nicht angewiesen bin. Die ist nicht noetig. Vielleicht hat jemand mal Momo gelesen? Ich halte es wie Beppo der Strassenkehrer. Jede Besenbewegung bewusst und ruhig durchziehen; die Strasse ist lang genug; und wenn man irgendwann zurueckblickt, sieht man, wie viel man schon hinter sich hat. Und das ist dann der Punkt, wo man sich bewusst wird, wie gut die Beziehung zum Partner ist.

    Man erkennt es mit den Jahren. Und die Vergangenheit wirkt nach und naehrt das.
     
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    30 April 2018
    #10
    Ich muss dich leider auch enttäuschen, die Aufregung, die Spannung ..das besondere und neue einer Beziehung, das gibt es (fast) nur Anfangs...auf das "fast" gehe ich gleich ein, denn in meiner 10, 5 jährigen Beziehung ist das Kribbeln 2x zurück gekommen, aber man kann es auf Dauer nicht halten!

    Der natürliche Lauf einer Langzeitbeziehung ist so: man lernt sich kennen, Verliebt sich, es kribbelt und knistert, man entdeckt immer wieder neues miteinander und der Sex ist aufregend und leidenschaftlich.
    Irgendwann (bei den einen nach 1 Jahr, bei anderen nach 5 oder mehr... das ist echt total unterschiedlich), flaut das "aufregende" ab und weicht einer Vertrautheit, einer tiefen Liebe, man fühlt sich bei dem anderen angekommen (zu Hause) und kennt sich in und auswendig :herz:
    Das ist wunderschön aber leider schließen sich "Aufregung und kribbelige Leidenschaft" und "innige Vertrautheit mit tiefer Liebe" aus.
    Hört sich erschreckend an, aber das ist der völlig normale Lauf der Dinge (und auch der Grund warum in langen Beziehungen die wenigsten Treu sein können!).
    Der Mensch sehnt sich nämlich nach dem "neuen, kribbeligen, Aufregenden" und findet das in der Affäre ( was übrigens auch der Grund ist, warum Menschen fremd gehen, deren Beziehung "perfekt" ist).
    Jedoch brauchen wir genauso die Liebe und die Sicherheit.

    Natürlich kann und soll man trotzdem seine Beziehung "pflegen", Zweisamkeit ist sehen wichtig , bringt Partner wieder näher zueinander- aber damit schwindet auch wieder etwas mehr von der "Spannung" ... du siehst, wie man es macht, es ist augenscheinlich verkehrt.
    Daher finde ich es immer wichtig einen Mittelweg zu finden: Geneinsame Ausflüge etc. Ja- aber auch mal gezielt alleine sein (ohne den Partner).
    Ich finde , Paare sollten ruhig mal alleine in den Urlaub fahren und nicht nur aneinander kleben.
    So bekommt man (kurzweilig) das Gefühl des Vermissens wieder.
    Auch Krisen können dazu führen, das man den Partner wieder aufregend und neu sieht ( das habe ich 2x selbst erlebt).
    Leider lässt sich das "Kribbeln" nicht konservieren, wenn das ginge, würde ich das auch tun :love:
    Und man kann ja soviel ausprobieren, wie man möchte: irgendwann ist jedes Gericht mal gekocht, jedes Kino besucht, viele Städte erkundet und hunderte Sexspielzeuge ausprobiert..aufregend ist das alles auch nur 1-2x aber nie dauerhaft!

    Es hilft aber sich mit dem Thema auseinander zu setzen, mit dem Partner zu reden und die Beziehung "neu zu erfinden" ... gemeinsam zu überlegen, was kann man tun um aufregendes ins Beziehungsleben zu bekommen und die Moral mal absolut beiseite zu schieben!
    Off-Topic:
    ich suche mal Buchtipps raus, die mir ein wenig geholfen haben und sehr interessant sind

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 30 April 2018 ---
    "Die Psychologie der Intimität:Was Liebe und Sexualität miteinander zu tun haben " von Tobias Ruland

    "Intimität und Verlangen:Sexuelle Leidenschaft in dauerhaften Beziehungen " von David Schnarch

    "Treue ist auch keine Lösung " von Holger Lendt
     
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    30 April 2018
    #11
    mit dem wissen, was ich heute habe..
    würde ich sagen: getrennte wohnungen halten die liebe frisch :zwinker:
    mit kindern aber dann wieder ziemlich unpraktisch.. :ninja:

    für mich ist alltag leider der liebeskiller schlechthin.. weiß man aber natürlich erst, wenns zu spät ist.
    sorry, meine rosa brille ist leider seit jahren verschollen :engel::seenoevil:
    ich kenne leider auch mehr paare, die nach aussen supi harmonisch wirken, wenn man dahinter schaut.. sind die rosa wolken auch nicht mehr vorhanden..:censored: (mich eingeschlossen)
     
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    30 April 2018
    #12
    Da ist viel Wahres dran.
    Nur ist dieser traurige Weg kein Naturgesetz. Es kann auch anders kommen.

    Was wohl immer stimmt ist,
    dass es in jeder Beziehung verschiedene Grosswetterlagen gibt, entsprechend verschiedener Lebenslagen und Erfahrungshorizonte.
    Auf und Abs, nicht nur wegen ungünstiger äusserer Einflüsse.
    Oft entscheidet sich gerade in den Bases erst, ob die Beziehung die nötige Tiefe hat, sich neuen geänderten Lebenslagen anzupassen,.
     
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    30 April 2018
    #13
    Vielleicht ist es auch eine Frage des Alters.

    Anfangs sah mir Partnerschaft noch aus wie "Ich bin ich und Du bist Du, jeder mit seinem Sex Drive, und so lange wir einander in dieser Hinsicht dienlich sind, gibt's einen gemeinsamen Weg,"

    Aber dann wurde ich irgendwann mal 25, und man beginnt, das alles etwas anders zu sehen. Die Besessenheit und der sexuelle Fokus auf den anderen nimmt ab, und man beginnt, zu erkennen, wie viel anderes Teil des Lebens ist. Und dem raeumt man mehr und mehr Platz ein. War es noch mit 20 bei mir so, dass das "erotische Knistern" Grundbedingung fuer alles war, ist es heute nur noch etwas, dessen Praesenz ich begruesse - unter all dem anderen, das es auch gibt.

    Vielleicht ist es ein bisschen wie beim Autofahren. Anfangs ist man noch voellig darauf konzentriert, richtig zu kuppeln und zu schalten und auf der Strasse zu bleiben, sieht nur die Markierungen und die Schilder; und ein paar Jahre spaeter macht man den Kram automatisch und sieht dann lustige Haeuschen am Strassenrand und Berge am Horizont und komische Tiere in der Landschaft.
     
  • User 155728
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    30 April 2018
    #14
    Tahini ja zu dieser Erkenntnis kann man kommen. Ich für meinen Teil habe aber ganz andere Schlüsse gezogen. Mir ist meine persönliche Freiheit und Unabhängigkeit inzwischen so wichtig, dass sich das nur schwer mit einer "klassischen" Beziehung vereinbaren lässt. Bis ich mal jemanden treffe, mit dem ein wie auch immer geartestes Modell lebbar ist, bevorzuge ich es, alleine zu bleiben. Den erotisch-prickelnden Part kann ich prima auch so abdecken.:smile:
     
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  • Tahini
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    30 April 2018
    #15
    Das ist obendrein eine Option, die mit meinem Modell ebenso praktikabel wird - ich persoenlich kann mir vorstellen, alle moeglichen, losen Bekanntschaften zu fuehren, die mal hierhin, mal dorthin tendieren. Das wuerde die Beziehung offener machen. Nur ist meine Partnerin noch nicht an diesem Punkt, und wird es vielleicht auch nie sein. Macht nix.
     
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    30 April 2018
    #16
    Ich würde meine Beziehung (~7 Jahre des Zusammenwohnens) noch nicht als richtige Langzeitbeziehung zählen. Bisher stellt sich mir die Frage nach der Frischhaltefolie nämlich gar nicht: Es kommen so viele Herausforderungen und Unwegsamkeiten durch den normalen Alltag auf uns zu, dass ich froh bin, meine Beziehung als sicheren Hafen zu wissen. Ich vermisse nichts Neues, Aufregendes, da ich schlichtweg nicht diese Erwartung an eine Beziehung habe. Ich genieße unser harmonisches Miteinander, bin froh über die Nähe, die wir erreicht haben und weiß überhaupt nicht, was andere Leute immer mit ihrem Kribbeln haben. :grin:
    Unser gemeinsamer Alltag befindet sich durch zahlreiche Ortswechsel etc. aber auch dauernd im Umbruch, so dass ich über jegliche Routine echt froh bin.
    Überraschungen überlegen wir uns gegenseitig immer wieder, weil wir dem Partner gern eine Freude bereiten. The extra mile gehe ich auch regelmäßig, weil ich meinen Freund so sehr mag und will, dass es ihm möglichst gut geht. Und zu Unternehmungen verabreden wir uns, weil wir an der Umgebung interessiert sind. Das sind alles keine Dinge, die primär darauf ausgerichtet sind, die Beziehung zu stärken, bewirken aber vmtl. genau das. Die ergeben sich aber eher, WEIL wir gern Zeit miteinander verbringen und den Partner schätzen.
    Ich könnte mir aber vorstellen, dass die momentane Sorglosigkeit auch daran liegt, dass wir noch nicht soo lange zusammen sind, und dass sich das in ein paar Jahren durchaus ändern könnte.
     
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  • User 137391
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    30 April 2018
    #17
    nö sag ich auch nicht.. und hätte es auch gern anders..
    aber ich gehe mal soweit, dass ich glaube(!) dass der mensch als solches nicht für eine "lebenslange" beziehung gemacht ist.. dafür entwickelt man sich einfach zu sehr in den jahrzehnten.. jedes alter hat halt besonderheiten.. und wahrscheinlich macht es eben mehr sinn, den berühmte lebensabschnitts(!!) gefährten zu suchen und sich zu freuen wenn man eine gute zeit miteinander hat(te).

    ich bin inzwischen leider sehr desillusioniert was das ganze thema angeht. sicher nicht schön. ist aber so.
    ich kenne auch einfach zuviele beziehungen, die nur noch auf wackligen beinen stehen..
    der druck von aussen, bequemlichkeit, angst vor konsequenzen.. das alles spielt sicher eine große rolle warum nicht noch mehr ehen geschieden werden..:ninja:

    ich hoffe es lesen nicht soviele hier mit, die im rosa-thread und im hochzeitsthread schreiben :speaknoevil:
    aber gut, wie du schon sagst.. es muss nicht so kommen :zwinker:
     
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    30 April 2018
    #18
    Ich sehe das etwas anders, positiver jedoch realistisch.
    Ich gebe dir recht, das eine lebenslange monogame Beziehung fast unmöglich ist!
    Ja , man entwickelt sich mit den Jahren definitiv und irgendwann stellt man fest, das der Partner sich auch verändert hat- jedoch kenne ich viele Paare die diese Veränderung als positiv empfinden, immer im Gespräch mit dem Partner bleiben und bereit sind immer wieder neue Wege zu gehen .
    Fakt ist jedoch, es wird schwieriger mit der Zeit...aber wenn man sich auf die Veränderungen einlässt und das ganze etwas nüchterner angeht, dann lebt es sich entspannter.
     
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    30 April 2018
    #19
    unterschreib ich ;-)

    wenn nur das wort WENN nicht wäre :zwinker:
    ich schrieb jetzt auch nur von mir und meinem eindruck.. ich kenne ja nicht alle paare der welt, und klar, es gibt welche, die sich miteinander weiterentwickeln.. das finde ich auch wahnsinnig schön und beneidenswert! :jaa:
    vielleicht sollte ich solche fragen auch nicht grad in der PMS zeit beantworten hier :ROFLMAO::ninja:
     
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  • User 75021
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    30 April 2018
    #20
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