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    12 Juli 2018
    #1

    Wie haltet ihr es mit dem digitales Erbe

    Heute wurde ein interessantes und wie ich meine ein sehr wichtiges Grundsatzurteil gefällt.

    Eltern und Ehepartner haben das Recht, den digitalen Nachlass der Angehörigen zu verwalten.

    Was haltet ihr davon?
    Wie ist eure Meinung dazu ?
    Habt ihr eigentlich euren eigenen digitalen Nachlass schon geregelt?
     
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  • Sun am See
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    12 Juli 2018
    #2
    Ist mir total egal was meine Verwandten mit meinen Profilen machen, wenn ich sterbe. Regeln werde ich da nichts vorher. Meinetwegen können die auch meine Tagebücher lesen, tut doch dann nichts mehr zur Sache.
     
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  • wild_rose
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    12 Juli 2018
    #3
    Pff, meinetwegen können die da Privatpornos hochladen, meine größten Geheimnisse verraten, alles löschen oder einen mega digitalen Schrein aufbauen.
    Ich bin tot, ich merke es eh nicht mehr.

    Wenn ich das Profil von jemand Verstorbenen verwalten müsste würde ich es wohl bestehen lassen, und einen kurzen Post verfassen, dass betreffende Person verstorben ist.
     
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    12 Juli 2018
    #4
    Meine Hinterbliebenen wüssten nicht mal, was genau mein "digitaler Nachlass" ist oder sein könnte. Meine Facebook- und Instagram-Accounts sind reine Einbahnstraßen, werden ausschliesslich als Newsfeed genutzt. D.h. hier gibt es keinerlei eigene Posts. Ggf. mal hier und da einige Dinge denen ich folge und ein paar Likes, die ich gebe.

    Shopping-Accounts wie Amazon oder eBay dürften für die Nachwelt auch wenig interessant sein.

    Bliebe vielleicht noch der ein oder andere Foren-Account. Es soll da ja so ein Sex-Forum gegeben haben, wo ich regelmässig unterwegs war...

    Aber dafür mache ich keine spezielle Nachlassregelung. Wenn ich irgendwann weg sein werde, sind die Accounts verwaist. Wenn es z.B. PL dann überhaupt noch geben sollte...
     
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    Es ist kompliziert
    13 Juli 2018
    #5
    Ich mach mir da gerade mehr Gedanken dazu. Ich habe unzählige Accounts, Emails, Daten, Zugänge.
    Ich bin dabei eine Aufstellung zu machen was mit den einzelnen Accounts passieren soll. Einiges bräuchte meine Familie noch und einiges will ich nicht das sie sehen. Also mache ich mir eben Gedanken wie ich das Handhabe.
     
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  • User 161456
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    13 Juli 2018
    #6
    Ich glaube es macht schon Sinn, Passwörter und Zugänge zu ordnen, damit es Hinterbliebene nicht allzu schwer haben, mit dem Verwalten.
    Vor allem bei geschäftlichen Belangen.

    Und bei intimen Sachen kommt ja noch das Problem mit den Persönlichkeitsrechten Dritter dazu.
    Hier besteht ja idR. auch eine gegenseitige Vertrauensverabredung.

    Bei analogen Tagebüchern war das alles ja noch ganz simpel. Ex oder hop.
     
  • User 36171
    User 36171 (29)
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    13 Juli 2018
    #7
    Also, in dem verhandelten Fall ging es ja darum, dass die Eltern eines verstorbenen Mädchens wissen wollten, ob der Tod ihrer Tochter ein Unfall oder Suizid war. Ich finde, in diesem Fall ist absolut gerechtfertigt, diesen Eltern zu ermöglichen, etwas herauszufinden. Das steht m. E. über irgendwelchen Interessen zum Schutz der Privatsphäre.

    Mein digitaler Nachlass ist nicht sehr spannend, aber theoretisch kann mein Mann an alles herankommen, weil ich das Passwort meiner Emailadresse aufgeschrieben und in einem Buch versteckt habe. Darüber könnte er bei (fast) allen anderen Konten die Passwörter zurücksetzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juli 2018
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    13 Juli 2018
    #8
    Wenn das auf die aktuelle Sache mit dem getöteten Mädchen zu tun hat diese Frage hier, finde ich es vollkommen in Ordnung das die Eltern nun Zugriff bekommen!
    Alles andere hat hier nichts zu suchen, es soll doch jeder für sich entscheiden was er da macht möchte oder auch eben nicht.
     
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  • User 27300
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    13 Juli 2018
    #9
    Alle anderen Beiträge haben hier sehr wohl etwas zu suchen. Wenn du dir den Eingangspost vom TE genau anschaust, wird dort explizit danach gefragt, wie die User dazu stehen UND wie bzw. ob sie das für sich vorab geregelt haben.
     
  • User 169149
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    13 Juli 2018
    #10
    Nein aber ich dachte darüber nach, das "irgendwann einmal" zu tun.

    Von der Momentanten Situation her, behagt mir der Gedanke nicht, dass jemand mein Internetleben quasi kennt. Private nachrichten usw. Da könnten Dinge zu finden sein, die demjenigen der sie findet nicht gefallen. Dabei achte ich auf meinen eigenen Datenschutz. Wenn ich Sachen in ein Forum poste, poste ich sie so, dass mich niemand erkennt, selbst wenn derjenige um den es im Post geht, das zufällig lesen sollte, Fotos von mir sind rar gesäät, derjenige der eines bekommt kann sich geehrt fühlen.

    Ich habe eine Datenbank worin ich meine Passwörter sammle, diese ist mit einem passwort versehen und verschlüsselt natürlich, davon abgesehen gibt es von meinem Rechner aus aber keine wirkliche Möglichkeit, dauerhaft zu verfolgen wo ich surfe, ich verwische die Spuren regelmäßig.

    In der jetzigen Situation würde sich niemand für meinen Digitalen Nachlass interessieren, das könnte sich in 20 bis 30 Jahren ändern. Nein ich würde definitiv nicht wollen, dass verwandte so mir nix dir nix an solche Daten herankommen. Ich weiß wie es aus Kindersicht ist, Fragen zu stellen und sie nicht beantwortet zu bekommen, ich weiß wie das ist, wenn man wissen will, wie der verstorbene mal gelebt hat, was in ihm vorging und all diese Dinge.. ich weiß auch wie es ist, teilweise darin herumzustochern, was die Antworten mit einem selbst machen.. hm nein.. irgendwie bin ich da Zwiegespalten und ich würde sehr vieles tun um meinen Hinterbliebenen den Zugang in meine Onlineprofile zu erschweren.
     
  • User 169839
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    nicht angegeben
    13 Juli 2018
    #11
    Du kannst regeln was du möchtest vorher im Zweifel hast du keine Chance da ran zu kommen, man siehe den aktuellen Fall mit dem getöteten Mädchen! Da müssen Gerichte ran...
     
  • User 27300
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    13 Juli 2018
    #12
    Wenn ich jemandem vorab die Zugangsdaten überlasse buw. hinterlasse, kommt dieser sehr wohl daran. Auch ohne Gericht. Und wie das Urteil zeigt, bekommen die Angehörigen mit dem entsprechenden Aufwand auch Zugriff, wenn man den die Gerichte bemühen möchte. Von daher ist die Aussage „im Zweifel keine Chance“ schlicht falsch.
     
  • User 38494
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    13 Juli 2018
    #13
    meine frau hat mir mal all ihre passwörter ausgedruckt, so das ich im falle des falles überall dran komme.
    lustigerweise ist das andersrum nicht der fall und vor allem weil ich fast die gesamten finanzen verwalte, würde sie schon so ihre problemchen kriegen, kann ich mir vorstellen.

    was, wenn im analogen tagebuch dann noch nacktbilder dritter auftauchen?

    ich habe beispielsweise hier auf meinem rechner fleissig dialoge und intimste dinge dritter gespeichert. hier ist es gar nicht von nöten bei facebook oder sonstwem um herausgabe zu betteln und trotzdem würden meine erben eben auch diese dinge bekommen .... sofern sie die verschlüsselung knacken. :tongue:

    aber grundsätzlich halte ich die entscheidung des bgh für richtig und wichtig.
    so können die erben entscheiden, das ein tagebuch privatsphäre ist und es vernichten ... genauso können sie meine digitalen daten die direkt greifbar sind (festplatte und andere speichermedien) derart behandeln und somit ist es nur logisch, das auch dinge die nicht physisch greifbar gespeichert sind, ebenfalls meine erben erhalten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juli 2018
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    13 Juli 2018
    #14
    Ich finde es richtig, wenn Accounts genauso Erbmasse sind wie alles andere und mit allen Konsequenzen.

    Für meinen FB- Account hat meine Schwester die Nachlassverwaltung. Sie soll dann einfach alles löschen.
    Über den Rest hab ich mir ehrlich gesagt bisher wenig Gedanken gemacht.
     
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  • User 38494
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    13 Juli 2018
    #15
    dann such schonmal eine geeignete app, um dein handy zu verschlüsseln, so das niemand an diese daten kommt. :zwinker:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 13 Juli 2018 ---
    sie kann aber auch nur das löschen, was grad für alle (freunde) sichtbar ist. tatsächlich bleiben die dinge ja weiterhin bei fb und whatsapp gespeichert. :smile:
     
  • User 34612
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    13 Juli 2018
    #16
    Ja, aber das bleiben sie ja auch, wenn ich selbst lösche.
     
  • User 38494
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    13 Juli 2018
    #17
    es sei denn, du forderst facebook auf, deinen gesamten account und somit alle daten von dir zu löschen ... was man aufgrund des gerichtsurteils des bgh jetzt als erbe verlangen kann. :zwinker:
     
  • User 34612
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    13 Juli 2018
    #18
  • alpaslan
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    15 Juli 2018
    #19
    Alle Nutzerkonten, Pin-Codes und Passwörter sind zwischen meinen Eltern und mir bekannt. Sie liegen in verschiedenen Bereichen des Hauses und wären im Zweifelsfall binnen weniger Augenblicke aufzufinden.

    Ich finde das Urteil wunderbar, weil ich die Urteile der Vorinstanzen nicht verstanden habe. Wenn ich in Tagebüchern und Briefen auf Gespräche verweise und vielleicht noch Bilder einklebe, ist der Weg zu einem Sozialen Netzwerk nicht mehr so sehr weit. Zudem finde ich es unlogisch, dass Teile eines Nachlasses vorenthalten werden können, obwohl in allen anderen Dingen ähnlich intime Dinge auftauchen könnten. die Rechte anderer Personen berühren.
    Im Zweifel wäre ein Zugriff auf Nutzerkonten sogar zwingend notwendig, um Dinge abzuwickeln.
     
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  • Hammerpaar
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    15 Juli 2018
    #20
    Natürlich geht es hier nicht nur om Bilder, Videos oder Chatberichten. Das ist alles Nebensache. Viele Menschen speichern auch ware die gekauft worden sind wie Musik und Bücher digital. Das gehört zur Erbe. Darüber hinaus speichern viele ihre komplette Ablage wie Steuebrscheinigungen, Bankdaten, Versicherungspolicen Usw digital. Es wäre für mich nicht nachvollziehbar wenn man als Erbe wohl Zugang zu solchen Sachen hätte wenn die in einer Schublade liegen aber nicht mehr sobald die auf ne Festplatte in irgendeinen Datencenter stehen.
     
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