• User 145172
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    vergeben und glücklich
    28 August 2015
    #1

    Zu lange Single?

    Hallo zusammen :smile:,

    ich habe ein kleineres, größeres Problem. Ich war jetzt sehr lange Single, ca. 8 Jahre, was mich auch nicht sonderlich gestört hat.
    Nun denn, das Leben meint es gut mit mir und ich bin seit ein paar Monaten glücklich in jemanden verliebt. :love:
    Ich merke aber gerade, dass ich große Probleme habe mich auf ihn einzulassen. Sprich, mich bringt es total durcheinander das jetzt jemand da ist, der Zeit, Liebe und Zuneigung benötigt.

    Mir fällt es schwer auszudrücken was das genau Problem ist. Während meines Daseins als Single bin ich viel gereist und war sehr unabhängig. Jetzt fühle ich mich irgendwie eingeschränkt.
    Ich ärgere mich darüber, weil ich dieser Mann einfach toll ist und ich gerne lange Beziehung mit ihm führen möchte. Aber ich habe auch ehrlich gesagt Angst.

    Ging es jemanden von euch genauso?
    Hat jemand vielleicht Ideen, was ich machen kann um es mir vielleicht etwas zu erleichtern?

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

    Liebe Grüße

    Panamera
     
  • User 154852
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    Single
    28 August 2015
    #2
    Du hast dich daran gewöhnt Single zu sein und du wirst dich auch wieder an das Gegenteil gewöhnen. Nur weil du jetzt wieder einen Partner hast heißt es ja nicht, dass ihr niemals mehr reisen werdet :smile:.
    Außerdem darfst du ja nicht nur sagen: Er BENÖTIGT Zeit, Zuneigung und so weiter... Er WÜNSCHT sich die sicher und du dir auch, aber er kann dich auch unterstützen, er ist für dich da wenn es dir schlecht geht. Ruf dir die Vorteile vor Augen und versuch dich einfach drauf einzulassen.
    Wenn er weiß, dass du lange Single warst lässt er dir ja vielleicht auch mehr Zeit damit sich wirklich an ihn zu binden :smile:.

    Viel Erfolg :zwinker:
     
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  • User 146142
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    28 August 2015
    #3
    Du bist sicher, dass es kein Hund ist ... ? :upsidedown:

    Nach so langer Single-Zeit finde ich es normal, dass du - trotz Verliebtheit - zunächst ein wenig fremdelst. Versuche doch, in Absprache mit ihm, die gemeinsamen Dinge langsamer anzugehen. Eben nicht so, dass du seine Zahnbürste morgens gleich neben deiner findest. Vielleicht geht auch reisen zu zweit erst mal ohne Doppelzimmer. Das Bedürfnis nach mehr Nähe wird sich mit der Zeit schon wieder einstellen.
     
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  • User 145172
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    28 August 2015
    #4
    Danke für euer nettes Feedback :smile:
    Also ich hab nochmal sicherheitshalber nachgeschaut: ist kein Hund :grin:

    Ich merk halt, dass ich schon sehr festgefahren bin mit mein Tagesablauf und es mir sehr schwer fällt, wenn er ein paar Tage da ist, weil ich eben viel mehr Freiraum gewohnt bin. Er soll nicht das Gefühl bekommen, als sei er unerwünscht, was er ja auch definitiv nicht ist.
    Aber ich bin angespannt und es stört mich, wenn er Dinge anders machen möchte.
    Ich denke er hat schon seine Schwierigkeiten nachzuvollziehen wie es mir geht. Wir reden auf jeden Fall darüber, aber manchmal gibt's dann doch kleine Reibereien, weil ich ein Problem habe wie er zb den Abwasch macht.
    Mir ist das dann total unangenehm :frown:
     
  • halbleiter
    Verbringt hier viel Zeit
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    28 August 2015
    #5
    Ich hatte mal eine Wochenendbeziehung und ein Teil von mir war froh, wenn sie sonntags wieder weg war und ich mich auch alleine mit Dingen beschäftigen konnte, die sie nicht interessiert hätten. Mittlerweile versuche ich auch in der Anfangsphase nicht auf mich zu vergessen, balanziere das ein bisschen aus. Am Anfang hat man umso mehr das Gefühl dem Partner Aufmerksamkeit schenken zu müssen, das gibt sich und der Freiraum wird üblicherweise wieder größer.

    Versuch aber auch mal fünf gerade sein zu lassen, ist es denn so ein Problem, wenn er den Abwasch anders macht - Hauptsache sauber, würde ich meinen.
     
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    28 August 2015
    #6
    "Dinge, die er/sie anders macht als ich" gehören zu den Sachen, die wir unter anderem deshalb fast nur noch alleine machen, weil wir sonst dem anderen reinreden wollen und das wiederum dann den von uns, der x macht, auf die Palme bringt :grin:
    Abgesehen davon hat man bei diesen Sachen dann auch eine gewisse Alleinzeit :smile:
    Abwaschen muss man ja nicht zu zweit, das geht auch abwechselnd (einen Tag er, einen Tag du - oder so ähnlich), inkl abtrocknen hat man da ja schnell 20min oder so für sich.

    Eine etwas längere "Auszeit"/Alleinzeit (1-2 std oder so) zwischendurch, wenn man am Tag sehr viel zusammen hatte, kann auch gut tun und hilft zu vermeiden, dass man urplötzlich vom anderen extrem genervt ist. Rumsurfen, lesen (auch mal getrennte Räume nutzen) einkaufen, einer geht allein joggen oder so kann auch sehr gut tun. Man muss ja nicht ständig alles zusammen machen, wenn man tagelang beieinander ist oder zusammen wohnt.
    Schlag ihm das ruhig mal vor. Ich denke, es wird dir mit der Zeit dann auch weniger "einschränkend" vorkommen :smile:
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 August 2015
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    28 August 2015
    #7
    Das sind zwei Paar Stiefel. Die festgefahrene Art, den Abwasch/die Putzerei/den Einkauf zu erledigen: da kommst du durch Selbstbeobachtung und mit etwas Gelassenheit wieder raus, bist ja noch weit weg vom Altersstarrsinn :smile:. Der fehlende / eingeengte Freiraum ist dagegen ne ganz andere Hausnummer. Hier musst du dich deutlich abgrenzen und klar äußern, wieviel du davon brauchst. Man muss nicht ALLES gemeinsam tun.
     
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  • User 145172
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    29 August 2015
    #8
    Danke, dass ist eine gute Idee, ich werde mit ihm mal besprechen und schauen, ob das so klappt.
    Man ist halt doch verunsichert, weil man denkt, dass es nicht normal sei. Natürlich beobachte ich da auch Pärchen von andern Freunden, sie ständig auf einander hängen. Hatte einfach das Bild im Kopf, dass muss bei mir genauso laufen.

    Nein, dass zum Glück nicht :grin:. Aber ich bin einfach ein Gewohnheitstier, da fällt das einfach echt schwer.
     
  • halbleiter
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    29 August 2015
    #9
    Die werden doch auch nicht 24h am Tag ständig zusammen sein, über lange Sicht halten das nur sehr wenige aus. Ein gesundes Mittelmaß sollte es sein. Es ist nicht auszuschließen, dass du nach einem Jahr plötzlich mehr Nähebedürfnis hast als er, diese Dinge können sich ändern. Nähe ist dann eine Gewohnheit vom Tier :smile:
     
  • User 12529
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    29 August 2015
    #10
    Die "Klettenpärchen" haben aber sicherlich auch Auszeiten zwischendurch, von denen man von außen nicht unbedingt was mitbekommt :smile:.

    Schlag ihm das ruhig mal vor. Bin mir fast sicher, dass es ihm auch gut tun wird, tagelang nur aufeinander hängen und alles zusammen machen (außer vlt auf Klo gehen) ist nicht jedermanns Sache. Ihm fehlt es ja vielleicht auch, einfach mal für sich im Netz rumzudüdeln oder sowas, was er ssonst allein mal macht.
     
  • User 146142
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    29 August 2015
    #11
    Weiß gar nicht, ob das wirklich ein erstrebenswerter Zustand ist. Natürlich gibt es in der Anfangszeit vielerlei zu entdecken beim Partner. Und man wäre ja nicht zusammen, wenn die Anwesenheit des andern unangenehm wäre. Aber meine Erfahrung mit 'Klettenpärchen' ist nicht nur positiv; da kann es in vermeintlich glücklicher Zweisamkeit auch mal ordentlich knallen.
    Hör auf :shaun:
     
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  • User 145172
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    29 August 2015
    #12
    Nochmals vielen Dank für die tollen Ratschläge. :thumbsup:
    Ich bin einfach total aus der Übung und die Geschichte wird es seit wenigen Wochen ernster. Möchte halt nichts falsch machen und ihn gleich wieder vertreiben (obwohl ich es ihm wahrscheinlich das Leben ein bisserl schwer mache :ashamed:).

    Wenn wir heute entspannt unterwegs sind red ich mit ihm einfach drüber. Hoffe das klappt.
     
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  • User 145807
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    30 August 2015
    #13
    Deine Lage kann ich gut nachvollziehen. In sowas steckte ich auch schon. Und das hat auf den zweiten Blick auch etwas Gutes!
    Durch deine lange Singlezeit hast du auch viel gelernt. Nämlich über dich selbst! Du schreibst ja, dass du sehr eigenständig gelebt hast, gereist bist etc... Deswegen behaupte ich einfach mal, dass du genau weißt was du willst. Das ist für eine "nachhaltige" Beziehung einer der Schlüssel. Also wenn ihr die "Eingewöhnung" meistert, und dafür gab es ja hier schon einige Tipps, dann sind das doch gute Aussichten :smile:
     
  • Blue_eye1980
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    31 August 2015
    #14
    Habe mir zwar nicht alles durchgelesen, aber ich würde es ihm auch einfach so sagen, das du einfach jetzt länger allein warst, und dich erst an die Situation und ihn gewöhnen musst.

    Wenn er nichts davon weiß, dann kann er manche Sachen und Taten von dir vielleicht falsch interpretieren :zwinker:

    Drück dir die Daumen :smile:
     

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