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  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    26 Juli 2017
    #1

    Angst vor Orgasmus

    Hallo, ihr lieben, ich habe folgendes Problem:

    Ich bin 26, masturbiere seit mittlerweile 18 Jahren, hatte aber noch nie einen Orgasmus. Das Problem ist hierbei nicht, dass ich nicht kommen könnte. Jedoch sträubt sich alles in mir dagegen, wenn ich kurz vorm Orgasmus bin, weiterzumachen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich es mit der Hand mache, mit Vibrator, Pulsator, was auch immer, oder ob es beim Geschlechts- Oral- oder sonstigem Verkehr ist. Selbst in einer sehr vertrauensvollen Beziehung mit einem erfahrenen, einfühlsamen und durchaus fähigen Liebhaber ist es mir nicht gelungen, es zuzulassen. Sobald ich mich dem Orgasmus nähere, fühlt es sich für mich äußerst unangenehm an und mir vergeht schlagartig die Lust. Ich habe es unzählige Male versucht, wollte mich auch wirklich darauf einlassen, aber nichts hat funktioniert. Egal ob schnell oder langsam, hart oder zart, das unangenehme Gefühl ist immer das gleiche. Es fühlt sich einfach "viel zu viel" an.

    Diese Sache hindert mich auch daran, eine Beziehung mit einer Frau einzugehen bzw. Sex mit einer zu haben. Bei einem Mann konnte ich wenigstens noch auf einen gewissen sexuellen Egoismus "hoffen". Also dass wir einfach Sex haben und er kommt, ohne dass er unbedingt meinen Orgasmus will. Das hört man ja leider allzu oft. Und dass ich quasi auf einen schlechten Liebhaber hoffe, offenbart wohl das ganze Elend bei dieser Sache. Nur leider bin ich da an ein sehr altruistisches Exemplar geraten. Er hat mein Stop zwar immer akzeptiert, erfüllend war das für ihn aber nicht. Dabei hatte ich immer gern Sex mit ihm und hatte auch Spaß daran, nur eben nicht sexuell. Den Spaß habe ich eher aus dem Gefühl gezogen, Macht über seine Lust zu haben und ihn zu befriedigen. Er hat wirklich alles getan, um mich zu entspannen und mir doch noch einen Orgasmus zu verschaffen.
    Bei den Frauen, mit denen ich mir bisher Sex hätte vorstellen können, hatte ich immer das Gefühl, dass sie ein Stop oder Nein nicht ernst nehmen oder nicht akzeptieren würden oder dass sie es nicht verstehen könnten.

    Und gut gemeinte Tipps wie "Lass dich einfach mal gehen", "Es passiert schon nichts" oder " Zieh es einmal durch, danach findest du es toll" helfen mir nicht wirklich weiter. Dazu muss ich sagen, dass es mir extrem schwer fällt, die Kontrolle abzugeben. Nicht die Kontrolle über etwas zu haben, ist für mich die reinste Hölle.

    Gibt es eine andere Möglichkeit, das Thema anzugehen? Langsam wird es echt frustrierend.
     
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    nicht angegeben
    26 Juli 2017
    #2
    Willst du deine Angst vor dem Orgasmus denn bekämpfen? Weil, es hört sich eigentlich nicht so an. Wenn du selbst kein Interesse daran hast, dann sorg doch einfach dafür, dass es nicht so weit kommt. Wenn es deine Sexualpartner nicht akzeptieren können, dann sind das halt nicht die richtigen. Kann mir schwer vorstellen, dass man das nicht akzeptiert, wenn man's erklärt. Ob's einem dann gefällt, ist eine andere Frage, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es schwer ist, wen zu finden, der damit klar kommt.
     
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  • User 140528
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    26 Juli 2017
    #3
    Bin zwar keine Frau und vielleicht nicht die erste Anlaufstelle dafür, aber meine Gedanke ist, dass du durch dein Kopfkino so verspannt / abgelenkt oder was auch immer bist.
    Warum ist das für dich so eine Hölle ?
     
  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26 Juli 2017
    #4
    Ob ich es bekämpfen will? Ich weiß es nicht. Ich habe nur irgendwie das Gefühl, dass bei mir im Kopf was nicht stimmt. Alle Welt hat Orgasmen, ich könnte zwar, aber kriege es nicht auf die Reihe. Habe ich irgendeine Störung? Langsam kommt es mir fast so vor.

    Und warum Kontrollverlust für mich so schlimm ist, weiß ich auch nicht.
     
  • Fessler
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    26 Juli 2017
    #5
    Bei meiner Frau haben in einer ähnlichen Situation Fesseln und Augenbinde geholfen. Klingt ungewöhnlich aber ihr hat es geholfen, die Kontrolle abzugeben und die innere Blockade vor dem Orgasmus zu überwinden.
     
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  • User 91095
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    Moderator
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    nicht angegeben
    26 Juli 2017
    #6
    Ich würde mir deswegen keine Sorgen machen. Es kommt, wenn es kommt, oder auch nicht. Sexualität ändert sich doch so stark über die Jahre. Bleib einfach offen, probier Sachen aus. Vielleicht wirst du irgendwann so weit sein, oder auch nicht. Macht doch nichts :smile: Ungesund ist es ja nicht, vor allem, wenn's dich nicht stört. Und Sex kann man auch ohne Orgasmus genießen bzw. dass du mehr Spaß an der Kontrolle als am Kontrollverlust hast, find ich auch gar nicht seltsam.
     
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  • User 140528
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    26 Juli 2017
    #7
    Eine Störung eher nicht.
    Vielleicht ein gewisses Unwohlsein, es zu zulassen, weil du nicht weißt und dir unsicher bist, wie es sein wird oder könnte.
    Aber die Idee von Fessler ist nicht verkehrt. Hat meiner Frau auch geholfen.
    Aus der Situation konnte sie nicht raus. Dazu gehört natürlich Vertrauen dem Partner gegenüber.
     
  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26 Juli 2017
    #8
    Fesseln?! Das ist für mich eine der schlimmsten Vorstellungen überhaupt. Wie gesagt: Kontrollverlust ist für mich ganz furchtbar. Zumindest als passiver Part. Umgekehrt habe ich sehr gern die Kontrolle, eigentlich ist das Ausüben von Macht das einzige, was mir am Sex überhaupt gefällt.

    Nur ist schon ein gewisser Leidensdruck vorhanden, weil mich das Ganze davon abhält, sexuelle Beziehungen einzugehen.
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
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    26 Juli 2017
    #9
    Aber es gibt doch auch genug Männer/Frauen, die gerne wollen, dass jemand Macht über sie ausübt. Hast du schon mal einschlägig danach gesucht?
     
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  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26 Juli 2017
    #10
    Das habe ich nicht. Generell bin ich kein Mensch, der sich sich auf sexuelle Begegnungen außerhalb einer Beziehung oder ohne intensive Verliebtheit einlässt. Ich brauche dafür eine große Vertrautheit und Intimität.
     
  • Fessler
    Öfters im Forum
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    26 Juli 2017
    #11
    Das ist doch schon mal ein klarer Ansatz. Dann konzentrier dich darauf, die Kontrolle zu übernehmen. Vielleicht führ das zum gewünschten Höhepunkt.
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
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    nicht angegeben
    26 Juli 2017
    #12
    Achso, das ging daraus nicht hervor. Aber auch danach kann man gezielt suchen. Es kommt halt drauf an, wie kinky du drauf bist oder sein willst. Wenn eher weniger, dann "reicht" doch auch einfach normaler Sex aber eben so, dass du keinen Höhepunkt hast. War das in der Vergangenheit ein Problem, wenn du erklärt hast, warum du das nicht möchtest?

    Aber der ist doch gar nicht "gewünscht". Sie könnte ja, wenn sie wollte. Aber sie will ja nicht.
     
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  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26 Juli 2017
    #13
    Es sorgte jedenfalls für großes Unverständnis, dass ich kein Interesse an einem Orgasmus habe oder dass es sich für mich unangenehm anfühlt. Problem ist ein großes Wort. Aber vielen ist es nun mal wichtig, dass die Partnerin zum Orgasmus kommt, weil sie sich ansonsten unzulänglich fühlen. Es pusht nun mal das eigene Ego ungemein, das kenne ich ja aus eigener Erfahrung. Ich würde auch auf den Orgasmus meines Partners/meiner Partnerin nicht verzichten wollen (sofern die Person Orgasmen mag ^^), weil es sich eben auch für mich gut anfühlt. Wenn natürlich jemand auf dieses Erfolgserlebnis verzichten könnte und den Sex trotzdem als erfüllend erleben würde, wäre das für mich sehr wünschenswert.
     
  • Darwinist
    Darwinist (26)
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    26 Juli 2017
    #14
    Hallo SpäterVogel ,

    mein Ratschlag wird dir bestimmt nicht gefallen, denn eigentlich kann ich dir nur raten, genau das zu tun, was du nicht möchtest. Lass es einfach geschehen. Wenn du dich das nächste Mal selbstbefriedigst, dann lass den Orgasmus einfach kommen. Ich weiß, das hört sich schwierig an. Aber vielleicht hilft es, wenn du dir vorstellst, dass du dabei die Kontrolle über dich gar nicht verlierst.
    Stelle dir lieber vor, dass du sie kurzzeitig abgibst und danach wiedererlangst. Du solltest in der Abgabe deiner Kontrolle etwas Positives sehen und dich nicht davor sperren. Betrachte es doch mal so - du gibst in diesem Moment nicht nur die Kontrolle ab, sondern auch jegliche Verantwortung. Du hast keine Verpflichtung, bist niemandem Rechenschaft schuldig und dieser Moment gehört nur ganz dir allein und du wirst feststellen, dass es ein sehr befreiendes Gefühl ist, wenn man es zulässt, einmal nicht für alles verantwortlich zu sein, nicht alles ständig kontrollieren zu müssen.
     
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  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    26 Juli 2017
    #15
    Das ist genau das, was mir nicht möglich ist. Davon abgesehen, dass es sich auch körperlich höchst unangenehm anfühlt.
     
  • User 164664
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    26 Juli 2017
    #16
    Welche Befürchtung hast du denn (wenn du daran denkst, einen Orgasmus zu haben)?
     
  • User 161456
    Verbringt hier viel Zeit
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    26 Juli 2017
    #17
    Es beginnt anscheinend kurz vorm Orgi weh zu tun.
    ...Und dann ist die Lust weg.
    Danach ist an einen Orgi eh nicht mehr zu denken.

    So habe ich dich verstanden, gel?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juli 2017
  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26 Juli 2017
    #18
    Es sind nicht direkt Schmerzen. Es ist ein ganz seltsames Gefühl, dass alles zu viel ist und ich das nicht aushalte, wenn ich weitermache. Dass das Unsinn ist und nichts passieren kann, weiß ich auch. Trotzdem macht es mir das unmöglich, Spaß an allzu heftiger Stimulation zu haben (ich rede hier von Grad der Erregung, nicht von den Praktiken).
     
  • User 161456
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    26 Juli 2017
    #19
    Hast du es schon mal mit Yoga oder anderen Meditationsarten versucht?
     
  • SpäterVogel
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26 Juli 2017
    #20
    Nein. Mit sowas hatte ich noch keinen Kontakt.
     

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