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  • Película Muda
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    5 August 2010
    #1

    Studium Auslandssemester - wie wichtig?

    Hallo

    Ich hab mal eine Frage... ich bin gerade dabei, mich für ein Studienfach zu entscheiden. Es gibt ein paar Kandidaten. Unter anderem interessiere ich mich für Komparatistik (vergleichende Literaturwissenschaft). Da man da ja auch zwei Fremdsprachen lernt, wird von der betreffenden Universität "den Studierenden nahegelegt, ein Semester an einer ausländischen Universität zu absolvieren und Praktika in ihrem Fachbereich zu machen".

    Praktika sowieso. Allerdings bin ich eher nicht so der Typ für ein Auslandssemester, glaube ich. Und wenn, dann will ich sowas wirklich aus freien Stücken machen und nicht irgendwann weg "müssen", obwohl meine Lebenssituation dazu dann momentan vielleicht garnicht passt oder ich das nicht will (und das kann ich im Voraus ja schlecht wissen jetzt).

    Es ist nicht so, dass ein Auslandssemester verpflichtend ist (wie in anderen Fächern). Aber ich frage mich, wie wichtig es ist, eins zu machen? Ich kann das schwer einschätzen - wird mir das hinterher eine Lücke in meine "Referenzen" reißen wenn ichs nicht mache oder Nachteile im Studium oder komische Fragen bei potentiellen Arbeitgebern einbringen?

    Natürlich wäre es interessant direkt für das Fach, aber auch generell würds mich interessieren.

    Vielen Dank!
     
  • Riot
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    5 August 2010
    #2
    Die Frage stelle ich mir auch, denn fast genau der gleiche Satz steht in meinem Studienführer. :hmm:

    Ehrlich gesagt glaube ich schon, dass auf dem Arbeitsmarkt solche Referenzen wichtig sind - da ich aber hoffe, verbeamtet zu werden und dafür diese Referenzen (in Bayern) eben nicht zählen, sondern nur Noten, werde ich keines machen. Mein Freund hingegen schon, da er nicht auf die Verbeamtung hoffen will bzw. kann.
     
  • glashaus
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    5 August 2010
    #3
    Ich würds als Arbeitgeber seltsam finden, wenn du mit einer solchen Fächerkombination nicht im Ausland warst. a) studierst du eine Sprache und die lernt man immernoch am besten im entsprechenden Land und b) hat Literaturwissenschaft dann ja auch viel mit Kulturen etc. zu tun, und die sollte man auch mal hautnah erlebt haben. Ich glaube sonst fehlt einem in diesem Bereich etwas von Erfahrungshorizont.
     
  • Película Muda
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    5 August 2010
    #4
    Vielen Dank für eure Einschätzungen bisher! :smile:

    glashaus, da hast du bestimmt Recht, dass das bei diesem Fach besonders ins Gewicht fällt.

    Bei anderen Fächern wie beispielsweise Theater-Film-oder Medienwissenschaft, Psychologie oder auch Philosophie (hab ich jetzt zT wilkürlich gewählt), wird ebenso jeweils empfohlen, einen Teil des Studiums oder zumindest ein Semester an einer ausländischen Universität zu studieren. Dabei lernt man hier ja aber keine Fremdsprache und hat auch inhaltlich nicht allzu viel mit anderen Ländern zutun. Gibt es überhaupt Fächer, bei denen es nicht empfohlen wird?
    Und kann ich davon ausgehen, dass es in Fächern wie diesen dann vernachlässigbarer wäre?
     
  • User 37179
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    5 August 2010
    #5
    Dem schließe ich mich an. :jaa:
    Abgesehen davon wäre ein Auslandsemester von meiner Lebenssituation her nur sehr schwer möglich gewesen, und ich bin glaube ich einfach nicht der Typ dafür (starkes Heimweh und Freund vermissen).
     
  • xoxo
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    5 August 2010
    #6
    Ich kenne kein Fach, bei dem ein Auslandssemester verpflichtend ist. In meiner Studienordnung steht genau derselbe Satz. Momentan bewerbe ich mich für Jobs und 90% der Interviewer sind begeister von meiner Auslandserfahrung. Es ist schon ein dickes Plus. Gerade jetzt, wo die Zahlen derer, die ein Auslandssemester - Dank Bachelorsystem - machen, fallen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 18:03 -----------

    Da unterschätzt du die Fächer aber vollkommen.
     
  • User 92211
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    5 August 2010
    #7
    Natürlich gibt es das, gerade in sprachlichen Studiengängen.
     
  • Película Muda
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    5 August 2010
    #8

    Wie schon gesagt, ist es bei einigen sprachlichen Studiengängen verpflichtend und auch in den neueren, kleineren Studiengängen, die zB mit Management oder internationaler Wirtschaft usw. zutun haben - ist aber je nach Uni/FH immer wieder anders.

    Dass ein Auslandssemester immer ein Plus ist, ist klar. Aber mir geht es halt darum, dass ich mich jetzt nicht für einen Studiengang entscheiden will, bei dem es wirklich quasi unentbehrlich ist und hinterher dann feststellen, dass es gerade absolut nicht passt und ich dann echt ungern weggehen will. Ich will es mir also quasi so offen halten, dass es auch kein Weltuntergang ist, wenn ich kein AS mache :zwinker:
    Darf ich fragen was du studiert hast?

    Mir ist schon klar, dass es da inhaltlich schon was gibt, aber ich meinte, dass andere Länder nicht im Mittelpunkt stehen wie es zB bei Komparatistik oder Anglistik oder ähnlichem eher der Fall wäre.
     
  • User 77547
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    5 August 2010
    #9
    Ob verpflichtend, nicht-verpflichtend, günstig oder egal, hin oder her: Mach einfach so ein Auslandssemester. Ich könnte mir heute noch - mehr als 10 Jahre nach meinem Studienabschluss - quasi jeden Tag selbst in den Arsch beißen, dass ich damals selbigen nicht hoch bekommen habe und immer einen Grund fand, warum ein Auslandssemester gerade jetzt nicht passt.

    Meine Frau war ein Jahr lang im Ausland (war damals schon meine Freundin) und ich habe sie damals dafür beneidet und tue es heute auch noch.
     
  • Película Muda
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    5 August 2010
    #10
    Darf ich fragen ob aus privaten Gründen oder ob du es heute noch beruflich als Nachteil zu spüren bekommst?
     
  • User 77547
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    5 August 2010
    #11
    Beides. Es wäre sicher eine tolle Erfahrung gewesen (war es zumindest bei allen, die ich kenne und die das gemacht haben). Außerdem wäre mein aktives Englisch heute wohl deutlich besser, was mir auch beruflich aber auch privat heute noch zugute kommen würde.
     
  • ArsAmandi
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    5 August 2010
    #12
    Wenn du das nötige Geld hast mach es, bei mir scheiterte es aus finanziellen Gründen. Wenn man anfängt zu studieren macht man meist auch wieder einen großen Entwicklungssprung durch, heißt also, nur weil du dir das momentan nicht vorstellen kannst muss das in drei Jahren nicht mehr so sein.
     
  • Película Muda
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    5 August 2010
    #13
    Dass es eine super Erfahrung ist, zweifle ich garnicht an :smile: Und grundlegend bin ich auch nicht abgeneigt. Ich kenne mich nur und weiß, dass ich ein bisschen ein Heimwehmensch bin und gerade, wenn ich in einer Beziehung bin usw. würde mich sowas wohl mehr belasten, als Spaß machen. Da ist wohl jeder anders. Deswegen möchte ich halt nichts studieren, wo ich mich hinterher lange rechtfertigen muss, dass ich nie weg war oder es mir wirklich als Referenz fehlt.

    Ich war bereits im Ausland und im Bereich Englisch bräuchte ich es jedenfalls nicht, um die Sprache an sich zu verbessern (bis auf Fachwortschatz eventuell, aber den lernt man ja auch nicht im Alltag). Es ginge dann wirklich nur um eine andere Sprache (sollte ich die im Studium lernen) oder die Erfahrung/Referenz an sich und da kann ich eben schwer abschätzen wie wichtig das in welchen Bereichen später mal werden kann. Ob es halt nur ein Bonus ist, den man hat, wenn man ihn hat oder ob es wirklich ein Minuspunkt wird, wenn es nicht gemacht wurde.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 19:52 -----------

    Geld wird bei mir leider zusätzlich auch noch eine große Rolle spielen...
    Aber ja, ich sagte ja, wenn es irgendwie geht und ich es mir dann vorstellen kann, wenns so weit ist, gerne. Aber ich möchte eben nicht von vornherein was beginnen, bei dem ich weiß, dass es mir hinterher Probleme bringt, falls es finanziell, emotional oder aus weiß der Geier welchen Gründen eben nicht klappt mit dem AS. :smile:
     
  • Riot
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    5 August 2010
    #14
    Also ich kann dich verstehen. Ich hatte mal einen ähnlichen Thread eröffnet, und ein User - ich glaube, es war glashaus - meinte dann, wenn einem der Bauch schon sagt, dass man es lieber lassen sollte, dann sollte man das auch machen, weil es sonst einfach blöd wird. Und ich zB bin mir sicher, dass es mir keinen sonderlichen Spaß machen würde, und würde es nur für den Lebenslauf machen. Daher lasse ich es jetzt eben.

    Wenn du aber wirklich den Wunsch verspürst, dann solltest du es natürlich machen.

    Hier, das wars, und das hab ich mir zu Herzen genommen:
     
  • User 29290
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    5 August 2010
    #15
    Bei meinem Studiengang war es Pflicht. Ohne Auslandssemester konnte man das Diplom nicht machen. Ich fand es auch sehr gut, dass sich so keiner rausreden konnte. Bei den Lehramtsstudenten war es keine Pflicht und es hat fast keiner die Moeglichkeit genutzt ins Ausland zu gehen. Gerade bei zukuenftigen Fremdsprachenlehrern finde ich es unmoeglich, wenn man nicht einige Zeit in dem Land der Fremdsprache gelebt hat und nur Theoriewissen hat.
     
  • Riot
    Gast
    0
    5 August 2010
    #16
    Off-Topic:
    Ach, ich kenne echt viele, die im Ausland waren und bei denen man das NULL an der Sprache merkt - ok, vielleicht war es vorher noch schlimmer, aber mit denen kann ich auf jeden Fall mithalten. :zwinker:
    Klar, bei manchen bringt es sicherlich viel, aber eben nicht bei allen. Und gerade, wenn es einem nicht gefällt, denke ich mal, bleibt auch nicht so viel hängen.
    Alltagssprache kann ich jedenfalls zur Genüge, und was anderes lernt man ja auch nicht.

     
  • Película Muda
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    5 August 2010
    #17
    Vielen Dank nochmal!

    Weise Worte waren das von glashaus :smile:
    Aber da ich sowieso zwischen einigen Fächern schwanke und nicht genau weiß, was nun das Liebste für mich wäre und ich denke, dass man da an einem gewissen Punkt sowieso nur noch durch Ausprobieren weiterkommt, weil man sich soviel Wissen vorher sowieso nicht aneignen kann und irgendwann ins kalte Wasser springen muss, wäre mir eben lieber mich für ein Fach zu entscheiden, bei dem ich diesen "Druck" nicht von Anfang an habe :smile:

    Es gibt durchaus Fächer, da finde ich das auch sinnvoll und kann auch nachvollziehen, dass es wenig Sinn macht, wenn man zB Amerikanistik studiert und nie in Amerika war und so weiter... aber mich interessiert eben vor allem, wie es bei grenzwertigen Fächern wie Theater- Film- und Medien oder vom Fachbereich ähnlichem aussieht. Das ist ja was anderes und dass ein AS immer gut ankommt ist auch klar.
     
  • User 29290
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    5 August 2010
    #18
    Off-Topic:
    Natuerlich lernt man auch was anderes als die Alltagssprache. Ich war an einer sehr guten Uni in den USA und habe da auch fachlich und im wissenschaftlichen Ausdruck noch einiges gelernt, obwohl ich vorher auch schon sehr gut Englisch konnte, aber eben nicht so, dass es an einer sehr guten Uni fuer das Englisch eines Muttersprachlers durchgehen konnte. Ausserdem war es kulturell sehr interessant. Als ich dann fuer meinen Master nach Grossbritannien gegangen bin, habe ich auch noch mal viel gelernt, weil es eben wieder eine ganz andere Kultur ist und ich lerne selbst nach 6 Jahren Schottland immer noch neue schottische Ausdruecke :grin:
     
  • Riot
    Gast
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    5 August 2010
    #19
    Off-Topic:
    Dann hat unsere Uni anscheinend nur doofe Partnerunis. :grin: :hmm:
     
  • Endivie
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    5 August 2010
    #20
    Mach es. Es wird dich sicherlich persönlich und vielleicht auch fachlich weiterbringen. Ich habe es gemacht, schon länger her, aber es ist in der Entwicklung eine Bereicherung.
     

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