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  • User 150106
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    31 Oktober 2017
    #1

    Ausziehen. Erste eigene Wohnung - Ansprüche?

    Ihr Lieben,
    ich bin 24 und wohne noch zuhause. Ich habe einige Fehlentscheidungen getroffen bzw musste ich die erste Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen.
    Ich habe im August eine neue angefangen - Probezeit ist jetzt beendet. Netto habe ich 720€.

    Ich komme mir wirklich dumm vor in diesem Alter noch bei Mama und Papa zu wohnen und ich möchte dringend raus. Es schränkt allgemein in der Lebensqualität ein (wann kommst du nachhause, wo gehst du hin, wo übernachtest du, bei einer Partnerschaft usw). Unter anderem ist meine letzte Beziehung daran zerbrochen.

    Habe jetzt das Angebot eine Wohnung von einer Freundin (neu renoviert, Möbel habe ich aus meiner Studenten Wohnung damals bzw sie überlässt mir einiges!!) zu übernehmen irgendwann im nächsten Jahr. 350€ warm.

    Welche finanziellen Hilfen stehen mir denn zu? Bafög usw schließt sich leider aus wegen hohem Verdienst durch die Eltern.

    Ich habe auch einiges An Geld gespart die letzten Jahre. Kaution usw. ist alles kein Problem.
     
  • User 154004
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    31 Oktober 2017
    #2
    So sehr man sich eine eigene Wohnung auch wünscht und ich kann den Wunsch in dem Alter nachvollziehen, aber mein Tipp. Beende deine Ausbildung und konzentriere dich da drauf. So lange beiße in den sauren Apfel, wenn es nur eingeschränkte Lebensqualität ist. Wenn du fertig bist suche dir eine kleine Wohnung.

    Mit dem jetzigen Verdienst schränkst du dich viel mehr ein. Man unterschätzt was alleine leben kostet. Mein Bruder wollte es auch so und musste feststellen, dass es besser ist zuhause auszuhalten. Er konnte die Miete nicht mehr zahlen, da muss nur eine Nebenkostenabrechnung ins Haus fliegen und schon hat es dich aus der Bahn. Er zog wieder zurück.

    Es mag sich evtl jetzt doof anfühlen, aber rückblickend wirst du froh sein Hotel Mama und Papa während der Ausbildung zu haben, die dir den Rücken freigehalten haben.
     
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  • Mr. Poldi
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    31 Oktober 2017
    #3
    Pi * Daumen sollten nicht mehr als ca. 35% des Nettoeinkommens für die Miete draufgehen, da liegst du leider deutlich drüber.

    Aber: Du bist unter 25 und hast noch keine abgeschlossene Ausbildung, d.h. deine Eltern haben Anspruch auf Kindergeld in Höhe von 192 €/Monat
    Da würde ich mal mit Ihnen reden ob Sie die das bis zum Abschluss deiner Ausbildung (das wäre vmtl. länger als die Bezugsdauer des Kindergeldes) als Unterhalt zahlen würden wenn du nicht mehr zu Hause wohnst.
    Sind sie dazu nicht bereit und wohnst Du nicht mehr zu Hause müsstest Du das einklagen (unschön).

    Damit wärst Du zwar noch immer nicht ganz im "grünen" Bereich, aber ich denke das könnte machbar sein.
     
  • User 150106
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    31 Oktober 2017
    #4
    Aktuell kann ich es mir gar nicht vorstellen, noch bis 28 zuhause zu wohnen. Bin da jetzt im gesamten Freundeskreis schon die einzige. Ich habe eben das Gefühl gar nicht selbstständig zu sein. Man muss sich trotzdem an so viele Regeln halten. Meine Eltern hatten mir sogar meinen letzten Freund verboten (dazu hatte ich hier schon einen Thread) und irgendwie schränkt es ja schon die persönliche Entwicklung ein? :/

    Kindergeld gibt es noch bis Juni 2018. danach fällt das ja weg.

    Wohngeld kann ich laut Internet Recherche auch nicht beantragen.. Bzw wird das abgelehnt werden.

    Alternativ könnte ich mich höchstens nach einer billigeren 1-Raum Wohnung umsehen?
    Sind Eltern nicht verpflichtet, Unterhalt zu bezahlen?
     
  • Nevery
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    31 Oktober 2017
    #5
    ausbildung => BAB - ich meine, ab 25 "darf" man zuhause ausziehen und das beanspruchen, selbst dann, wenn es keine örtlichen vorteile gibt. quasi: alt genug :zwinker: - mach dich in der hinsicht mal schlau.

    dass ne eigene bude gewisse einbußen an bequemlichkeit mit sich bringt sollte dir klar sein - auch, dass der anfang oft schwer ist. möbel sind das eine, küchengeschirr und -geräte noch was anderes... :zwinker:
     
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  • User 154004
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    31 Oktober 2017
    #6
    Kann ich total verstehen.

    Wie wäre denn eine WG, ein Zimmer mit dem du günstiger wegkommst. Je günstiger, desto entspannter für dich.
    Ich würde den Luxus zuhause noch auskosten. Gibt Kinder die können das nicht.
     
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  • Nevery
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    in einer Beziehung
    31 Oktober 2017
    #7
    das ist so wie:
    "mama, ich mag die suppe nicht aufessen, ich bin satt!"
    "iss und sei still, die kinder in afrika würden sich freuen!"
    ...aber das kind ist halt nicht in afrika und freut sich nicht.

    grade wenn, wie in diesem fall, die tochter daheim einfach den status "kind" behält kann ich mehr als verstehen, dass da nen auszug gewünscht ist. jap, das wird nicht leicht, das ist nicht immer schön, aber manchmal eben doch die bessere wahl, trotz allem.
     
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  • User 150106
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    31 Oktober 2017
    #8
    Also BAB fällt denke ich weg. Dafür verdienen meine Eltern zu gut. Bafög habe ich damals beim Studium auch nicht erhalten.

    Alternativ könnte ich meine Eltern fragen, ob sie monatlich was beisteuern bzw den Einkauf mit übernehmen für Lebensmittel und ich zahle es nach der Ausbildung monatlich zurück?

    Seitens des Amtes bzw des Staates fallen mir leider keine weiteren Unterstützungen ein?

    Es wäre halt für mich persönlich schon eine wichtige Entscheidung und ein großer Schritt - natürlich mit weniger Bequemlichkeit! Das ist mir bewusst - aber genau da möchte ich ja raus.

    Allerdings scheue ich auch sehr das Gespräch mit meinen Eltern darüber, da diese schon sehr aufbrausend sein können und in mir das „kleine Mädchen“ sehen, was sie unbedingt zuhause behalten und über sie bestimmen wollen... :/
     
  • User 64981
    User 64981 (30)
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    vergeben und glücklich
    31 Oktober 2017
    #9
    ist ne azubi/studenten wg ne option?

    wenn du ausziehen willst, dann aber auch auf eigene beine! sich da noch von den eltern unterstützen lassen (lebensmittelgeld vorstrecken lassen etc) fänd ich - in deinem fall - widersprüchlich, zumal sie ja wohl nicht wollen, dass du ausziehst. werden sie dir dann nicht auch noch steine in den weg legen?
    ich würde die finanzielle unterstützung seitens des staats und der anteile, die dir zustehen, einfordern / beantragen und versuchen, den rest zu stemmen...
     
  • User 154004
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    31 Oktober 2017
    #10
    Ich weiß das. Wie gesagt, ich kenne die Geschichte von meinem Bruder und wie er heute über den Versuch auf eigenen Beinen zu stehen während der Ausbildung rückblickend denkt.
    Auch wenn man zuhause wohnt und 24 ist, muss man trotzdem Regeln einhalten und sich für gewisse Dinge rechtfertigen. Mein Bruder fand das auch als Belastung, obwohl es im Nachhinein keine war.
    Es gibt einmal das Streben nach mehr Selbstständigkeit und weniger Rechtfertigung und dann gibt es ich muss anziehen, weil ein Leben zuhause nicht mehr zumutbar ist.
    Im zweiten Fall würde ich raten während der Ausbildung zuzuziehen im ersteren nicht.

    Natürlich ist es machbar, aber für welchen Preis und wird man damit wirklich glücklicher?
     
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    31 Oktober 2017
    #11
    Ich kann deinen Wunsch ausziehen zu wollen absolut verstehen. Aber ich würde dir bei dem Einkommen (ich habe Netto momentan ziemlich dasselbe) zu ner WG raten. Da bist du weg von deinen Eltern, es ist deutlich lockerer und du musst den Gürtel aber nicht ganz so eng schnallen, wie bei einer eigenen Wohnung für 350. Und je nach Stadt wird es ja auch deutlich schwerer ne Wohnung für weniger als 350 zu finden.
     
  • User 127708
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    31 Oktober 2017
    #12
    Hallöchen!
    Ich bin gerade ausgezogen und kann dir deshalb aus nächster Hand etwas sagen.

    Ich stimme tatsächlich den meisten hier auch überhaupt nicht zu.
    Mit Kindergeld 900€ sind wahnsinnig viel, 550€ zur freien Verfügung sind mehr als genügend!

    Ich habe deutlich weniger zur Verfügung und das geht wunderbar auf.
    Es kommt nicht auf die Menge des Geldes an, sondern wie man das ausgibt, sich einschränkt oder manche Sachen kauft.
    Es gibt Familien die leben von so viel.

    Außerdem ist es wirklich so toll wie du dir das vorstellst, auch in Anbetracht, wie du die Situation siehst mit deiner letzten Beziehung usw.
    Schreib mir gerne eine Nachricht, wenn du noch genauere Zahlen oder Daten haben willst :smile:
     
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  • User 113006
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    nicht angegeben
    31 Oktober 2017
    #13
    Andere Möglichkeiten als BAB, BAföG und Wohngeld hast du nicht. Wobei ich 720€ schon viel Geld finde. Damit solltest du gut über die Runden kommen, vorausgesetzt du ziehst in eine WG. :zwinker:
     
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  • User 154004
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    31 Oktober 2017
    #14
    Würde ich pauschal nicht so sagen. Ich habe eine Freundin die hat gerade mal 350€ zur freien Verfügung. Kann man damit auskommen. Klar, wenn man muss.
    Würde ich es wollen, nö.
    Die Antwort auf „kommst du mit?“ lautet dann nämlich meistens, kann nicht, kein Geld.

    Hängt doch ganz individuell vom eigenen Lebenstil ab. Dass es machbar ist habe ich nie abgestritten.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 31 Oktober 2017 ---
    Rechne doch mal durch.

    720€
    350€ Miete

    Bleiben 370€. Abzgl. 150€ Lebensmittel/Hygieneprodukte. Was ist mit Kabel? Internet? Sind in den 350€ Strom/Gas mit drinnen? Haftpflichtversicherung? Hausratversicherung? Hast du ein Auto, brauchst du eine Monatsfahrkarte?
    Falls die Antworten nein sind, macht das pi*Daumen 50€ die Woche für Halligalli, Handy, evtl mal Medikamente, Sparen, Geschenke, falls mal was kaputt geht, Kleidung usw. GEZ kostet auch 17€ irgendwas im Monat. Wenn dir das reicht go for it.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Oktober 2017
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  • alpaslan
    alpaslan (31)
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    31 Oktober 2017
    #15
    Ich kann das emotional nachvollziehen, allerdings erscheint mir die Miete in Relation zum Einkommen doch recht hoch zu sein.
    Wenn dies mit einer WG nicht klappt, würde ich den etwas sauren Apfel beißen und den Auszug verschieben. Wenn man das Gespräch sucht und klare Regeln aufstellt, die ein selbstständiges Leben ermöglichen halte ich dies für möglich.

    Zur Selbstständigkeit gehört auch seine wirtschaftlichen Möglichkeiten richtig einschätzen zu können.
     
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    #16
    Wie wäre die Vereinbarung du bekommst Kindergeld + 50€ von den Eltern. Die sparst du jetzt und wenn das Kindergeld wegfällt hast du die gesparten 50er + die weiteren 50€.

    Würden deine Eltern dir im Notfall Geld leihen (können)? Ich habe viele Jahre von ca 700€ im Monat gelebt, bzw. Zu zweit von ca 1300-1400€. Das war aber deshalb ok, weil wir im Fall der Fälle Hilfe von den Eltern bekommen hätten/haben.

    Wie sieht's mit Nachhilfe geben o.ä. aus? So bekommt man schnell 100€ dazu.
     
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    #17
    Kindergeld fällt aber ab Juni weg. Dann sinds halt knapp 200 weniger...

    Ich denke, es ist machbar, wenn du es wirklich willst. Du wirst dich halt einschränken müssen, ich glaube, ich hatte anfangs ähnliche Ausgaben/Einnahmen - das war möglich, aber halt wirklich unschön, was mal abends weggehen etc anging. Mal selten war das drin, aber dann halt nie so wie die anderen. Billiard spielen? Ja, aber ohne Getränk. Kino? Kinotag, okay, aber ohne Popcorn oder Cola.
    Wenn dir aber das Leben daheim so wenig zusagt, du es durchgerechnet hast (!) und es machbar scheint, dann go for it - auch, wenn ich ebenfalls eher eine WG empfehlen würde. Hat a) finanzielle Vorteile, b) bist du nicht ganz alleine, wenn du mal wieder keine Kohle zum Weggehen hast und c) gibts da auch schon oft ein paar Küchengeräte etc, die man mitnutzen kann, auch die Kosten für Wlan kann man sich uU teilen.
     
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    #18
    Würde ich mir sehr genau überlegen ob ich die brauche (ich z.B. habe keine auch wenn das finanziell kein Thema wäre).
    Klar, es besteht ein Risiko dass die Bude geflutet wird, abfackelt oder leergeräumt wird.
    Aber ist das so hoch dass es abgesichert werden muss, ist der Wert des Hausrats so hoch dass sich das lohnt?

    Gerade in der ersten Bude hat man i.d.R. nicht unbedingt viele (Wert)Gegenstände dass das groß Sinn machen würde.
     
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    #19
    Als Student oder Azubi kommt das doch eh nicht hin.

    Also ich sage mal so: mein WG-Zimmer hat 350 Euro gekostet und ich hatte ~800 Euro im Monat zur Verfügung (inkl. Halbwaisenrente allerdings), damit habe ich 6 Jahre gut gelebt. Später habe ich sogar 400 Euro im Monat für Wohnen ausgegeben und es ging trotzdem noch. Größere Reisen musste ich separat dazuverdienen und die Autoversicherung lief auf meinen Papa - ansonsten habe ich alles selbst gestemmt.

    Würde ich heute damit klarkommen? Nicht, wenn ich nicht wirklich müsste, aber ehrlich gesagt fühlte ich mich als Studentin nicht allzu arg eingeschränkt und ich finde schon, das man mit dem Geld gut leben kann. :smile: Großartige Rücklagen bildet man in der Zeit sicher nicht, aber dafür ist auch nach der Ausbildung Zeit.

    Bei dem Gehalt würde ich jedenfalls keinen Moment zögern und zu Hause ausziehen. Ich halte nichts von "genieße es noch", nicht in der Lebensphase.
     
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  • User 154004
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    1 November 2017
    #20
    Nein, braucht man nicht. Da stimme ich zu. Macht aber jetzt in der Rechnung auch nicht den großen Unterschied. Am Ende ist es ja eher die Summe. Wollte nur aufzeigen, dass ein bisschen mehr anfällt oder anfallen kann als die Miete.
     

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