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Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von RevierNordOst, 5 Oktober 2017.

Stichworte:
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Bereust du, ein Kind bekommen zu haben?

  1. Ja, meistens

    2 Stimme(n)
    5,9%
  2. Nein

    32 Stimme(n)
    94,1%
  1. RevierNordOst
    Ist noch neu hier
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    in einer Beziehung
    Hallo ihr Lieben, ich stelle jetzt mal eine Frage, von der ich weiß, dass sie ein absolutes Tabu ist. Zu sagen, dass man es bereut, das eigene Kind bekommen zu haben ist ja wie ein Schlag ins Gesicht für eben dieses Kind. Sicherlich liebt man ist ja trotzdem. Aber weil wir hier in der Anonymität eines Forums sind, und ich mich einmal mehr mit der Frage plage, ob ich ein Kind bekommen sollte oder nicht, stelle ich diese Frage hier jetzt einmal und hoffe dass genug Mutige mir antworten und vielleicht sogar der ein oder andere sich überwindet, zu sagen, warum er es bereut, und vielleicht die Geschichte erzählen mag, wie es denn dazu kam, dass er überhaupt ein Kind bekommen hat.

    Weil so, wie viele reden, erscheint es mir, dass selbst diejenigen, die kein Kind wollten, dann super glücklich sind, wenn das Kind da ist, dass also ein Kind bekommt man sich, etwas ist, das niemals jemand so richtig bereut.

    Ich bin sehr gespannt

    Eure RevierNordOst
     
    #1
    RevierNordOst, 5 Oktober 2017
  2. User 107106
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Nein, ich bereue meine Kinder absolut nicht.
    In manchen Momenten frage ich mich nur, ob der jeweilige Zeitpunkt so ideal war. Letztlich wäre dann aber nicht diese Eizelle mit diesem Spermium zusammengekommen. Somit wären es nicht diese Kinder geworden und die ganze Diskussion ist somit müßig.

    Trotzdem gehe ich in dieser Rolle als,Mutter nicht sooo auf, wie ich manchmal dachte. Aber das ist ja gar nicht schlimm. Ich genieße die Zeit, die Urlaube, etc mit meinen Kindern sehr. Um nicht im Pampers-Elsa-Elternabend-Strudel verrückt zu werden brauche ich einfach einen gesunden Ausgleich: Arbeit, Hobbys, Freunde, etc. Mit einem tollen Papa, einer guten Kita und Großeltern um die Ecke ist das alles nur sehr selten ein Problem.
     
    #2
    User 107106, 5 Oktober 2017
  3. User 18741
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Kinder bedeuten Verantwortung und lassen einen sehr schnell erwachsen werden, aber im positiven Sinne.
    Man wird nie im Leben so viel bedingungslose und ehrliche Liebe erfahren wie vom eigenen Kind.

    Dennoch ist es anstrengend ein Kind groß zu ziehen, eine Familie zu haben ist eben nicht wie im TV, es gibt Höhen und Tiefen, und es gibt kein Patentrezept für die richtige Erziehung aber sehr viele im Umfeld, die es stets besser wissen, was man für das Kind tun sollte.

    Am Ende aber bereue ich lediglich mit dem Kinderkriegen gewartet zu haben und bin froh über meine zwei Kinder.
    Das erste Jahr war bei beiden Kindern sehr anstrengend, insbesondere für meine Frau, aber danach, wenn sie laufen und anfangen zu reden sind sie unheimlich niedlich.
    Aber auch später ist es etwas schönes, insbesondere wenn sie größer sind und beginnen einem den Spiegel vorzuhalten.
    "Wo wart ihr? Ihr hättet anrufen können, dass es später wird! Das macht man so!", Zitat meines 8jährigen, als wir mal eine Stunde einkaufen waren.
     
    #3
    User 18741, 5 Oktober 2017
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  4. RevierNordOst
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Schön liest sich das :smile:

    Was haltet ihr von der these: kinder sind so was krass schönes, dass es niemand so richtig richtig ( außer Zeitpunkt und manche momente) bereut?
     
    #4
    RevierNordOst, 5 Oktober 2017
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  5. keenacat
    keenacat (30)
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    Mein Sohn ist das beste, was mir je passiert ist (und er ist mir im wahrsten Sinne des Wortes passiert :smile:).
    Hätte ich gewusst, wie schön es ist Mama zu sein und eine eigene kleine Familie zu haben, ich hätte wohl schon früher damit begonnen. Viele meiner Ängste, waren vollkommen unbegründet, ich fühle mich bereichert, weit weniger eingeschränkt als ich erwartet hatte und bin überrascht und glücklich darüber wie sehr mein Kind mich und meinen Blick auf die Welt verändert hat. Er hat mich zu einer besseren Version meiner selbst gemacht und zeigt mir jeden Tag auf tausend Weisen was dieses Geschenk wert ist.
     
    #5
    keenacat, 5 Oktober 2017
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  6. User 158340
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    Es gibt viele Dinge, die ich in meinem Leben mit Kind vermisse. Allen voran, am Wochenende ausschlafen zu können. Oder ins Kino gehen zu können. In den Urlaub nur mit einem Rucksack bewaffnet, und nicht mit dem halben Hausstand. Spontan mal was verrücktes machen zu können, ohne den Gedanken daran, was wäre, wenn mir dabei was passiert. Abenteuerurlaub.

    Aber deshalb bereue ich keine Sekunde mein Kind! Nicht, weil mein Krümel sowas krass schönes ist. Momentan ist er in der Trotzphase und kreischt manchmal eine halbe Stunde rum, nur weil wir bei Gewitter nicht mit Sandalen rausgehen. Dadrauf könnte ich wirklich verzichten :grin:
    Aber ich habe mich für dieses Kind entschieden und ich liebe ihn. Das bereue ich nicht. Das heißt nicht, dass ich eine Gehirnwäsche habe und nicht mehr weiß, wie es ohne ihn war, und nicht auch die Vorteile davon sehe, die man haben kann, wenn man eben kein Kind hat.
    Aber... wie kann man Liebe vernünftig aufwiegen? Da funktioniert eine Pro und Contra-Rechnung einfach nicht mehr. MIR ist es die Sache einfach wert. Auch wenn es schwierig und mit Schweiß, Tränen und vielen, velen Nerven verbunden ist.
     
    #6
    User 158340, 5 Oktober 2017
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  7. User 137391
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    ich bereue es auch nicht..
    ich frage mich nur manchmal... warum einem niemand vorher sagt, wie anstrengend es manchmal ist..
    und wie anders das leben wird..:whistle:
    aber so geht es sicher fast allen eltern..

    mir würde ganz viel fehlen, wenn ich meine 2 nicht hätte..
    sicher würde ich anders leben.. aber sicher würde ich es immer bereuen, dass abenteuer KIND nie gestartet zu haben..

    ich bewundere frauen, die zu 110% mama sein können.. ich bin es nicht. ich brauche ebenfalls meinen ausgleich.
    inzwischen sind meine kids auch schon recht groß.. und dem auszug aus der elterlichen wohnung näher als dem einzug :ROFLMAO::engel:
    woebi ich dann sicher die stille, die ich jetzt manchmal vermisse.. seltsam finden werde.. :whistle:
     
    #7
    User 137391, 5 Oktober 2017
  8. User 15352
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    Verheiratet
    Bereuen...die ersten Wochen empfand ich so, ja. Wir hatten uns dieses Baby so sehr herbeigesehnt, mein Kinderwunsch war schon mit Anfang 20 sehr ausgeprägt, unzählige Male hatten mein Partner und ich Streit, weil er noch warten wollte. Als wir dann endlich loslegten, war der Weg mehr als steinig: Fehlgeburten, zig Arztbesuche, Ehekrise. Drei Jahre lang. Dann wollten wir adoptieren, waren sogar schon beim Jugendamt, als ich endlich schwanger wurde - und blieb. Die ersten Monate der Schwangerschaft dann Bangen und Hoffen, die Geburt ein Albtraum, das Kind anstrengender als vermutet. Langsam finde ich in meine "Mutterrolle" hinein, es ist immer noch nicht diese überbordende Liebe, von der alle schwärmen, aber wenn ich meinen Sohn ansehe und er mich anlacht, bin ich glücklich. Ich will ihn vor all dem Übel in der Welt beschützen, küsse tausendfach seinen wohlduftenden Hinterkopf, trage ihn stundenlang umher. Mittlerweile ist die unbändige Sehnsucht nach meiner alten Freiheit verblasst, auch wenn die Tage und Nächte noch nervenzehrend sind. Aber ich bereue meinen Sohn nicht mehr, nein :smile:.
     
    #8
    User 15352, 5 Oktober 2017
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  9. User 164664
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    RevierNordOst

    Ich fände ja die Frage interessanter, warum es dir so wichtig ist, eine Entscheidung treffen zu wollen, die du hinterher aber auf keinen Fall bereuen willst? Also, natürlich kann ich nachvollziehen, dass man sich vor lebensentscheidenden Veränderungen absichern möchte, aber so funktioniert das Leben eben nicht.

    Man kann nicht alles kontrollieren und jede Entscheidung birgt die Gefahr, dass man hinterher denkt: "Hätte ich das lieber anders gemacht."

    Man darf aber auch nicht die Anpassungsfähigkeit unterschätzen, die Menschen besitzen.
     
    #9
    User 164664, 5 Oktober 2017
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  10. User 163532
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    Danke für diese schöne Beschreibung, keenacat, Ich finde mich sehr darin wieder.

    Unsere Tochter war geplant, hätte ich gewusst, wie sehr sie unser Leben verändern und verbessern und bereichern würde, hätte ich nicht so lange mit dem Kinderkriegen gewartet, mein Mann hatte schon länger einen Kinderwunsch.

    Es ist nicht immer alles leicht, aber ich würde es niemals mehr anders haben wollen.
    Dabei hatte ich aber sogar noch im Krankenhaus, wenige Tage nach der Geburt, den ernsten Gedanken: "Warum haben wir uns das angetan?" Sie hat nur geschrien, ich hatte die Geburt zu verarbeiten und war maßlos überfordert. Ich bekam richtig Angst, das alles nicht zu packen, Angst, vor lauter Überforderung meinem Kind nicht gerecht zu werden, es nicht richtig lieben zu können. Und ich dachte mir: "Was, wenn ich sie nicht mehr haben will? Wenn mir alles zu viel wird? Was, wenn ich mich komplett aufgeben muss, um Mutter zu sein? Was bleibt dann noch von mir übrig?

    Nach und nach haben diese Gefühle nachgelassen und heute kann ich nicht einmal mehr nachvollziehen, wie es mir damals ging, es kommt mir fast vor, als würde ich nicht von mir sprechen, sondern von einer ganz fremden Person, obwohl ich mich daran erinnere, dass ich so empfunden habe.
     
    #10
    User 163532, 5 Oktober 2017
  11. User 158340
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    Off-Topic:
    Also meine Schwester mit ihren fünf Kids hat mir gesagt (und dank babysitten auch öfter gezeigt), wie anstrengend das sein kann. Aber aus irgendeinem Grund denkt man sich dann immer "also, bei mir wird das ganz anders, weil cih ja ganz anders erziehe und überhaupt..." und erst so manches Mal hinterher "scheiße, die hatten doch recht" :grin:
     
    #11
    User 158340, 5 Oktober 2017
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  12. User 163532
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    So ähnlich war's bei mir auch. Und das war gut so! Hätte ich fest geglaubt, dass es bei uns genauso werden würde, hätte ich kein Kind bekommen :zwinker:.
    Und irgendwie bekommen wir es ja dennoch gewuppt, so wie zum Glück die allermeisten Eltern :smile:.
     
    #12
    User 163532, 5 Oktober 2017
  13. MrShelby
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    Es gab ja mal diesen Twitter-Trend regrettingmotherhood - wobei man natürlich fragen kann, wo dies der beste Rahmen ist. Ist sicher auch toll, wenn die Kinder dies irgendwann sehen, wenn sie die Vergangenheit ihrer social media-affinen Eltern stalken...
     
    #13
    MrShelby, 5 Oktober 2017
  14. User 164664
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    Das Leben kann auch ohne Kinder verdammt anstrengend sein oder werden. Je älter man wird, desto schmerzlicher wird das bewusst werden. Aber im Falle von Kindern wird man zumindesrens noch belohnt :zwinker:
     
    #14
    User 164664, 5 Oktober 2017
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  15. User 137391
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    ...das hoffen zumindest alle eltern... :grin:

    und ich schrieb ja auch.. ich würde sicher bereuen, nie kinder bekommen zu haben..
     
    #15
    User 137391, 5 Oktober 2017
  16. User 164664
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Die Belohnung erhält man in der Regel ja bereits im Alltag, vor allem dann, wenn man genau hinschaut und sich an den Kleinigkeiten erfreut. Jedes einzelne Wort, jede Geste, jedes Ereignis, das vom Kind produziert wird, hätte nicht stattgefunden, wenn man irgendwann aus Angst vor Reue diese Entscheidung nicht getroffen hätte.

    Von daher glaube ich, dass es eher die Ausnahme ist, dass man die Elternschaft aus tiefstem Herzen bereut.
     
    #16
    User 164664, 5 Oktober 2017
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  17. celavie
    celavie (36)
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    Nö. Ich hab 12 Jahre, 10 davon mit dem Gatten Halli Galli gemacht. Irgendwann ist ja auch mal gut.
    Wir versuchen unser Leben möglichst weiterzuleben trotz zweier kleiner Kinder. Wir sind jetzt nicht so die Bilderbuchfamilie. Eher charmantes Chaos, woe die Eltern auch mal ihr Kids fernsehen lassen weil sie ihre “Ruhe“ brauchen.

    Mir war es wichtig, nicht vollkommen zur Muddi degradiert zu werden. Hat soweit ganz gut geklappt.

    (Ich wußte ja auf was ich mich einlasse, hatte im Studium in den USA 4monate alte Zwillinge und einen Zweijährigen zu betreuen.)
     
    #17
    Zuletzt bearbeitet: 6 Oktober 2017
    celavie, 5 Oktober 2017
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  18. User 65313
    Toto-Champ 2008 & 2017
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    Verheiratet
    Ich denke schon, dass es Menschen gibt, die diese Entscheidung bereuen - weil sie eigentlich niemals Kinder wollten und in diese Situation hineingerutscht sind, sich dann aber nicht damit anfreunden konnten. Es kommt nur wesentlich weniger häufig vor als die Eltern, die ihre Entscheidung NICHT bereuen :zwinker: Denn in den allermeisten Fällen hat man ja in etwa zumindest eine Ahnung, worauf man sich einlässt.
    Gerade aber in Gegenden oder Gesellschaften, wo es zum guten Ton und zur Normalität gehört, Kinder zu kriegen oder aber, wenn eben ein Unfall geschieht, denke ich schon, dass man es bereuen kann. Was auch nur eine rein menschliche Reaktion ist, wenn auch eine traurige und eine folgenschwere. Aber Menschen machen "Fehler", und da gehören solche Dinge mit hinein, leider.

    Letzten Endes musst du aber für dich entscheiden, ob du dir eher ein Leben mit oder ohne Kinder vorstellst für dich. Beide Entscheidungen haben ja durchaus Vor- und Nachteile :zwinker:
     
    #18
    User 65313, 5 Oktober 2017
  19. User 116134
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    nicht angegeben
    Ohne Erfahrung mit Kindern zu haben – absolute Thesen stimmen doch im zwischenmenschlichen Bereich sehr selten. :zwinker: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Menschen gibt – wenn vielleicht auch wenige – die ihre Kinder bereuen. Ich mein, was heißt auch bereuen? Wenn man ein Kind hat, muss man sich damit irgendwie arrangieren und den ganzen Tag in Reue zu ergehen ist da sicherlich nicht praktikabel. Vermutlich wird man es irgendwann akzeptieren.

    Ich finde es sehr interessant, dass es doch so häufig anders kommt, als man von sich selbst erwartet hat – dass man sich in seiner Rolle doch nicht so zurecht findet wie gedacht, dass es nicht von Anfang an alles überschäumende Liebe und rosarote Herzchen sein muss. Ich finde das irgendwie sehr beruhigend. :smile:
     
    #19
    User 116134, 5 Oktober 2017
  20. User 39498
    User 39498 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich halte nichts von dem Konzept des "Bereuen". Ich glaube, das man Entscheidungen immer nur mit den zu dem Zeitpunkt verfügbaren Informationen treffen kann, später zu sagen "hätte ich damals gewusst..." ist in meinen Augen Unsinn. Da ich nach bestem Wissen und Gewissen entscheide, bin ich mit meinen Entscheidungen eigentlich grundsätzlich im Reinen - auch wenn nicht jede Entscheidung im Nachhinein betrachtet die Glücklichste war. Das ist es eben, nach der Entscheidung kommen wieder neue Informationen dazu, und auf der Basis hätte man vielleicht was Anderes gemacht, hat man aber nicht, weil die Informationen noch nicht da waren. :hmm:

    Aber nicht nur aufgrund dieser eher philosophischen Überlegung bereue ich es bisher kein Stück, Mutter zu sein. Mir geht es eher andersrum als vielen Frauen: ich habe nie auf das Kinder kriegen hingefiebert, nie einen starken Kinderwunsch verspürt oder eine Leere empfunden, auch jetzt finde ich nicht, das meine Tochter irgendeinen Platz füllt der vorher leer gewesen wäre. Sie bereichert mein Leben und manchmal ist es auch ätzend - aber das war vorher auch schon so.
    Für mich war es tatsächlich irgendwie einfach ein Fakt des Lebens das ich eigene Kinder haben möchte, und weil die sich nicht einfach materialisieren muss man halt entscheiden welche zu kriegen und es einfach machen.
    Ich hatte doch recht große Zweifel daran, das ich überhaupt das Zeug zur Mama habe. Ich bin echt nicht so der Kindermensch. :grin:
    Aber: ich fühle mich rundum wohl in der Rolle und es ist einfach ein Teil von mir. Es füllt nicht mein ganzes Leben aus (Gottseidank!), sondern ist ein ganz wunderbarer Teil meines Lebens :smile: Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, kein Kind zu haben, auch wenn ich manchmal neidisch bin wenn meine kinderlosen Freunde schon wieder über's Wochenende wegfliegen. Ich gehe darin viel mehr auf als ich gedacht hätte, und ich scheine es ganz gut zu können.

    Ja, es gibt auch ab und zu mal Tage an denen ich mich frage, warum ich das eigentlich mache. Das sind dann die Tage an denen eine (gefühlte) Katastrophe die nächste jagt und einfach nichts funktioniert.
    Das ist aber nichts, was spezifisch auf "Mutter sein" zutrifft, das hab' ich mich auch schon bei anderen Dingen gefragt. :zwinker:
     
    #20
    User 39498, 5 Oktober 2017
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