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Ein Fehler, der mich 17 Jahre später wieder einholt...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von sonnenbrand, 13 November 2017.

  1. sonnenbrand
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo zusammen,

    nun wird es etwas komplexer...
    Ich bin aktuell 33 Jahre alt und habe vor 17 Jahren einen Fehler begangen.

    Als ich 15/16 Jahre alt war, war ich in meine Tanzpartnerin (und Schulkameradin) verknallt.
    Wir hatten eine sehr gute Bindung zueinander und haben uns vertraut. Haben einige Dinge miteinander unternommen, ich war bei ihrer Familie zum Essen eingeladen usw.
    Auf einer Party haben wir uns auch geküsst.
    Aber so richtig mehr wollte nicht gehen. Wir beide trauten uns irgendwie nicht, den nächsten Schritt zu gehen und offen darüber zu sprechen.

    Irgendwann habe ich dann kurze Zeit nach dem ersten Kuss einen großen Fehler gemacht, der mich bis heute verfolgt.

    Etwas, das auf den ersten Blick sehr widersprüchlich zu dem oben genannten aussieht:
    Ich habe ihr anonym SMS geschickt. Diese SMS waren mit bedrohlichem Inhalt (Todesdrohungen, Gewaltandrohungen etc.). Sie sollten ihr Angst machen. Die Absicht dahinter: Die Angst sollte sie in meine Arme treiben. Weil ich eine wichtige Bezugsperson damals war.
    So ähnlich wie derjenige, der einen Typen engagiert, der seinem Schwarm die Handtasche klauen soll, um sie dann wieder zurück zu holen und als Held gefeiert zu werden.
    So wollte ich, dass sie zu mir kommt und ich der "Held" der Stunde bin.
    Ihr könnt Euch vorstellen, was passiert ist. Sie ging zur Polizei, erstattete Anzeige gegen Unbekannt und es kam raus, dass ich es war, der die SMS geschrieben hatte.
    Und seitdem? Eine Entschuldigung, Bitte um Vergebung, drei Jahre weiter in derselben Stufe auf der Schule gewesen - aber sonst: Keinen Kontakt mehr.

    15 Jahre lang. Immer mal wieder gesehen (wir wohnen in einer Kleinstadt), aber nichts bis nicht sehr viel geredet. Wenn dann nur oberflächlich.
    Und wenn wir redeten, dann - so stellt sich jetzt heraus - um den Schein zu wahren (damit niemand diese komische Situation bemerkt und/oder weil ich sie "bedrängt" hätte, weil ich das Gespräch gesucht habe - so sagte sie meinem besten Kumpel).

    Denn:
    Vor 2 Jahren kommt sie mit meinem besten Freund zusammen (Kleinstadt halt).
    Der beste Freund, den ich seit über 25 Jahren kenne. Ausgerechnet!
    Ich habe ihn vor 3 Monaten gefragt, ob er mein Trauzeuge sein möchte. Er sagte sofort ja.
    Um mir dann gestern mitzuteilen, dass er "ihr zuliebe" das Angebot mein Trauzeuge zu sein, doch nicht annehmen kann.
    Er sieht und merkt zwar, dass mir das Verhalten von damals unendlich leid tut und ich mir nichts anderes wünsche, als es ungeschehen zu machen oder zumindest vergeben zu bekommen. Und er würde sich auch ein "neutrales" Verhältnis wünschen. Er sitzt zwischen den Stühlen.
    Aber sie bewegt sich keinen Schritt in meine Richtung, wenn es nach ihr ginge, so sagte sie ihm es auch, sollte er die Freundschaft mit mir beenden.

    Das möchte er aber nicht.
    Zu einem Gespräch "zwingen" möchte und kann er sie aber auch nicht.
    Das Thema aus der Welt zu räumen ist demnach also aussichtslos.

    Natürlich träume ich davon, dass man sich mal trifft und man "neutral" miteinander umgeht.
    Nach 17 Jahren sollte man sich entsprechend weiterentwickelt haben und mit den Fehlern von damals nichts mehr zu tun haben, bzw. aus ihnen gelernt zu haben.

    Aber jetzt frage ich mich ernsthaft: Was kann ich noch tun?
    Meinem Kumpel die Freundschaft kündigen?
    Früher oder später wird es wohl darauf hinaus laufen, dass die Freundschaft in die Brüche geht, befürchte ich. Oder was meint ihr?

    Danke für ein bisschen Support!
     
    #1
    sonnenbrand, 13 November 2017
  2. User 123446
    Beiträge füllen Bücher
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    Es tut mir leid, ich kann vermutlich nicht das schreiben, was du gerne hören möchtest.
    Du hast damals einen Fehler begangen, der auch für mich unverzeihlich wäre. Weil solche Geschichten wahnsinnig prägen können, Angst einflößen, belasten - auch noch mit langfristigerer Wirkung. Vergebung (und für sich selbst damit abschließen) - ja. Vergessen (und wieder Kontakt haben) - nein.
    Und auch 17 Jahre später hätte ich keinerlei Interesse daran, mit einem solchen Menschen engeren Kontakt zu haben, ob er sich nun weiterentwickelt hat oder nicht.
    Das mag auch daran liegen, dass ich aus zweiter Hand eine ähnliche Geschichte in meiner Jugend mitbekommen habe und völlig fassungslos war, wie man so agieren kann.

    Was zwischen dir und deinem Kumpel ist oder wird, das wird die Zeit zeigen. Von mir aus würde ich an deiner Stelle die Freundschaft nicht beenden. Er wird sich sehr schwer tun, sich klar zu positionieren und irgendwann kommt vielleicht auch der Moment, an dem sie ihn vor eine Wahl stellt.

    Ich glaube nicht, dass du mehr tun kannst. Ich verstehe auch deinen Wunsch nach Vergebung und nach einem zumindest neutralen Umgang miteinander, aber das liegt in ihrer Hand und nicht mehr in deiner.
     
    #2
    User 123446, 13 November 2017
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  3. User 116134
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    Ist ihr deine Intention dahinter denn klar oder denkt sie, du wolltest sie wirklich bedrohen?

    Ich mein, du warst 16 und deine Aktion absolut bescheuert, aber du wolltest ihr letztendlich ja nichts Böses. Für mich als Opfer würde das einen großen Unterschied machen. Und wenn sie es weiß, finde ich ihre Reaktion nach fast 20 Jahren persönlich auch etwas übertrieben.
     
    #3
    User 116134, 13 November 2017
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  4. sonnenbrand
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Laut meinem Kumpel ist ihr das in dem Maße nicht klar. Ich selbst habe kurz nach dem Vorfall auch nicht so dezidiert sagen können, warum ich das gemacht habe. Erst Jahre später (und auch durch eine Gesprächstherapie) bin ich dahinter gekommen. Ich habe es ihm zwar schon zweimal gesagt. Er sagt jedoch, dass es keinen Grund oder kein Argument gibt, dass sie sagen könnte: "Ok, ich verzeihe".
    Ich kann verstehen, dass sie mich in diese Schublade vor 17 Jahren gepackt hat, dass ich "der böse" bin. Aber ich bin davon überzeugt, dass es ihr gut tun würde, sich neu mit der Situation zu befassen. Denn auch sie hat sich weiter entwickelt. Natürlich hat es sie auch geprägt. Mich im übrigen ja auch.
    Mein Kumpel geht verständnisvoll auf sie ein und möchte das Thema möglichst von ihr fern halten (indem er meinen Namen kaum erwähnt).
    Sie jedoch zeigt keine Kompromissbereitschaft, meinem Kumpel zuliebe ein "neutrales" Verhältnis anzustreben. Ich glaube tatsächlich, dass ihr das gut tun würde. Aber auch mir, meinem Kumpel und auch meiner Verlobten.
    Es ist einfach sehr festgefahren und ich sehe keine Lösung - das ist es was mich verrückt macht.. :-(
     
    #4
    sonnenbrand, 13 November 2017
  5. pipilotta
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    Ja mit 16 macht man schon mal sau doofe Sachen. Also so richtig dumme Sachen, wenn man verliebt ist.

    Der Schuss ist nach hinten losgeangen. Aber du hast dich damit befasst, auch eine Therapie gemacht, das finde ich löblich.

    Ich kann sie dennoch verstehen. Was ich aber nicht verstehen kann ist, wie sie deine Freundschaft mit deinem Kumpel (ohne Vorfall) und das Verhältnis zu dir nicht trennen kann.
    Das sind 2 paar Schuhe für mich. Sie muss nichts mit dir zu tun haben, sie muss nicht mit dir reden, nicht bei der Hochzeit sein, dir nicht verzeihen, nichts.

    Deinen Kumpel, mit dem du dich jetzt immer noch gut verstehst, in so eine Lage zu bringen finde ich aber bisschen fieß.

    Aber wenn er da bei ihr nicht weiterkommt, dann weiß ich es aber auch nicht. Immer nicht so einfach wenn man die Beteiligten nicht kennt.
    Er will es ja auch nur jedem Recht machen.
     
    #5
    pipilotta, 13 November 2017
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  6. Dark84
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    Eigentlich schon... sein bester Freund ist Trauzeuge und sie wohnen im Dorf. Das heißt jeder kennt jeden. Da wird die Frage aufkommen: Wo ist denn Manuela (Name von der Redaktion geändert).

    Die beiden sind halt zusammen und gehen entweder gemeinsam zur Hochzeit oder gar nicht.

    Und da sie über den Vorfall nicht hinwegsehen kann, ist das "nicht erscheinen" das geringere Übel.
     
    #6
    Dark84, 13 November 2017
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  7. User 103439
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    vergeben und glücklich
    Ihr habt also nie wieder wirklich über den Vorfall gesprochen und auch dein bester Freund redet mit ihr nicht über das Thema?

    Ich bin da ehrlich gesagt deiner Meinung, dass man nach 17 Jahren damit einen Abschluss finden kann. Ihr sollt keine besten Freunde werden und euch auf deiner Hochzeit lachend in den Armen hängen, aber diese Vermeidungsstrategie sehe ich ehrlich gesagt auch nicht als richtig an. Du warst jung und auch wirklich sehr dumm, aber du bereust es, hast sogar eine Therapie gemacht und willst nichts, als dass dein bester Freund dein Trauzeuge werden kann und die Sache abgeschlossen ist. Wenn sie nicht zu einem Gespräch bereit ist, ist das aber in Ordnung - wie wäre es da vielleicht mit einem Brief? Dein bester Freund kann ihr ja nahe bringen, dass du sie zu nichts zwingen möchtest - wenn sie den Brief wirklich nicht lesen möchte, ist das okay, aber du würdest dich sehr freuen (und dein Freund vielleicht ja auch), wenn sie sich zumindest ein paar Minuten nehmen würde und ihn sich durchlesen würde, danach kann sie ihn immer noch wegschmeißen oder was auch immer.
     
    #7
    User 103439, 13 November 2017
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  8. User 138875
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich fürchte, Du hast seinerzeit die Vertrauensbasis zwischen Euch nachhaltig zerstört. Dass Du Dein Verhalten tief bedauerst und am Liebsten ungeschehen machen möchtest, ist ehrenhaft, wird aber vermutlich nicht viel an ihrer Skepsis ändern.

    Womit Du vermutlich leben musst:
    Du hast damals ihr Seelenheil aufs Spiel gesetzt um Dich selbst zu erhöhen. Das ist äußerst manipulatives Verhalten. Das zu verzeihen scheint mir nicht leicht. Wahrscheinlich fürchtet sie, dass Du wiederholt Dinge tun könntest, die ihr absolut nicht gut tun.

    Der einzige Ausweg aus dieser Misere würde über ein Gespräch zwischen Euch beiden führen, in dem Du in völliger Offenheit darlegst, dass Dein Antrieb seinerzeit die Verzweiflung war und nicht der Argwohn. Dazu aber, muss sie bereit sein. Ist sie das nicht, musst Du mit diesem Umstand leben. Alles Gute.
     
    #8
    User 138875, 13 November 2017
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  9. User 160181
    Öfters im Forum
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    Verheiratet
    Sorry du hast es damals richtig vergeigt und ohne die Scheiß aktion könntest du an ihrer seite sein... lass deinen freund glücklich werden und zieh dich aus seinem Leben zurück
     
    #9
    User 160181, 14 November 2017
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  10. showrunner
    showrunner (39)
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    nicht angegeben
    Ich finde deinen Freund, den du seit 25 Jahren kennst, richtig arschig.
    Nicht nur dass er sich genau die Frau ausgesucht hat und dadurch das Problem an die Oberfläche gezerrt hat - gut, man kann sagen wo die Liebe hinfällt.. Ist oft einfach so, und wenn man sowas macht, muss man das dann klar trennen können. Aber er lässt dich im Stich indem er die Frage nach dem Trauzeugen ablehnt. Das geht gar nicht als bester Freund!

    Ganz ehrlich könnte ich auf so einen Freund verzichten und den Kontakt abbrechen.
    Entweder kapiert er dann was er da angerichtet hat und versucht wieder mit dir Kontakt aufzunehmen - wenn nicht, dann nicht.
     
    #10
    showrunner, 14 November 2017
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  11. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Sie hat einfach einen sehr guten Grund, dich nicht zu mögen und keinen Kontakt mehr zu dir zu wollen. Letztlich fasst man eben manchmal einfach den Entschluss, dass man mit bestimmten Menschen "durch ist". Jemanden psychisch zu terrorisieren ist da imho nochmal eine ganze Ecke übler als Betrug in der Beziehung, Familienstreit oder ähnliche Geschichten.
    Ich hätte glaube ich auch keinen Bock mehr auf jemanden wie dich :ninja: Klar, da sind viele Jahre dazwischen, aber sowas bleibt wohl meist sehr nachhaltig hängen. Und sie hat einfach auch keinen guten Grund, sich mit dir zu versöhnen. Ihr würde es dadurch ja ziemlich offensichtlich nicht besser gehen.

    Da muss man einfach klar sagen: Du bist auf der Verliererseite und kannst gerade eigentlich nichts tun, um die Situation zu drehen. Du solltest deinen Freund da nicht mit reinziehen. Er kann wirklich am wenigsten dazu. Letztlich war er damit in der Situation, sich zwischen zwei Menschen entscheiden zu müssen, die er gerne hat. Das er da die Partei der Person ergreift, die objektiv im Recht ist, ist meiner Meinung nach verständlich.
     
    #11
    Schweinebacke, 14 November 2017
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  12. pipilotta
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    Wenn er nicht mit ihr zusammen wäre, dann wäre seine Antwort ja gewesen.
    Zumal er ja auch erst ja gesagt hat und es dann zurückgezogen hat.
    Glaube kaum, dass er gesagt hätte, du hast vor 17 Jahren Drohungs SMS an so eine Tussi geschickt, ich mag dich nicht mehr.
    Finde es einfach unfair.
    Wenn sie in Sonnenbrandssituation wäre und ihre besste Freundin sagt ihr wegem ihres Partners ab, würde sie das sicherlich gleichermaßen scheiße finden.
     
    #12
    pipilotta, 14 November 2017
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  13. montagfreitag
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    Wie es mit eurer Freundschaft weitergeht mal außen vor, aber ich verstehe momentan nicht, warum sie deinem besten Freund verbietet, dein Trauzeuge zu sein bzw. auf die Hochzeit zu gehen? Schließlich seid ihr seit 25 Jahren Freunde und ich finde, sie hat in diesem speziellen Fall (die ganze Sache vor 17 Jahren mal ausgeklammert) nichts zu melden. Zumal ich davon ausgehe, dass sie, auch wenn dein bester Freund Trauzeuge wäre, nicht auf der Hochzeit erscheinen würde; was ja auch vollkommen ok ist! Sie kann sich ja einfach mit ihren Freundinnen einen schönen Abend machen.

    Klar, längerfristig muss man das Problem anders angehen, denn logischerweise kann man Begegnungen zwangsläufig nicht vermeiden. Aber die Hochzeit ist da ja nochmal ein ganz besonderes (am besten natürlich einmaliges) Erlebnis.
     
    #13
    montagfreitag, 14 November 2017
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  14. pipilotta
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    Eine Kleinstadt ist kein Dorf.

    Und im Zweifel war sie an dem Tag halt einfach bereits verplant. Sowas kommt in den besten Beziehungen vor.
     
    #14
    pipilotta, 14 November 2017
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  15. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
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    nicht angegeben
    Ich kann dich verstehen dass du jung warst und es bereust. Du kannst es nicht ändern, bist deshalb aber auch kein Unmensch auf alle Zeiten hinaus.

    Ich kann sie verstehen, dass sie auch nach so langer Zeit keinen Kontakt mehr zu dir will. Du kannst auf ihre Vergebung hoffen, auf neutralen Kontakt - aber erwarten kannst du es nicht.

    Was ich nicht ganz verstehen kann ist die Position deines besten Freundes. Wusste er von dem Vorfall, als die zwei zusammen kamen? Dann muss ihm doch klar gewesen sein, dass er sich damit unweigerlich zwischen die Stühle setzt, es muss sich doch Gedanken darüber gemacht haben was das bedeutet - idealerweise mit dir und ihr drüber geredet haben.

    Wie auch immer, sie bringt ihn in eine Situation wo er sich entscheiden muss, wo seine Loyalität liegt. Und diese Entscheidung muss er für sich treffen. Aber da das ja jetzt gar nicht großartige Involviertheit für sie bedeutet hätte, werden solche Situationen wohl noch öfter auftreten. Ich denke auf kurz oder lang, sofern sie sich da nicht noch etwas bewegt, wird entweder seine Beziehung oder eure Freundschaft dran glauben müssen.

    Du kannst mit ihm drüber reden, ihm deine Sicht der Dinge verdeutlichen - aber in letzter Konsequenz hast du nur wenig Einfluss darauf, wie die Entscheidung ausfällt.
     
    #15
    BrooklynBridge, 14 November 2017
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  16. Dark84
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    Da geht es dann eher nach Priorität... eine grüne Hochzeit kommt nur selten vor. Wenn dann der Kinobesuch wichtiger ist...
     
    #16
    Dark84, 14 November 2017
  17. pipilotta
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    Wird einem wohl was besseres als ein Kinobesuch einfallen. :cautious:
     
    #17
    pipilotta, 14 November 2017
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  18. sonnenbrand
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Er wusste nur, dass wir nicht mehr miteinander reden, weil da "irgendwas vorgefallen" war aber "nix genaues weiß man nicht". Erst sie hat ihm davon im Detail dann erzählt.
    Dass er sich nun auf ihren Stuhl setzt und mich quasi im Stich lässt, macht mich sehr traurig und tatsächlich ist es wohl so, dass entweder die Beziehung zu mir oder zu ihr irgendwann auf dem Spiel steht.
    Durch Entscheidungen wie diese jetzt, zeigt er mir, wofür er sich entscheiden wird. So sehr er die Freundschaft auch beibehalten möchte.

    Ich an seiner Stelle würde (zumal bei meinem besten Freund) sagen, dass sich irgendwie ein Kompromiss finden muss.
    Mich aus seinem Leben rauszuhalten ist aus meiner Sicht alles - aber nur kein Kompromiss. Zum Leben gehören Hochzeiten, Geburtstage oder sonstige Feiern, zu denen man seinen besten Freund einlädt, nunmal dazu.
    Wenn diese Sachen jetzt alle wegfallen, weil sie nicht damit klar kommt, ist das nur unfair.

    Sprich: Ich würde einen Kompromiss finden wollen, der im Endeffekt dazu führt, dass klar gesagt wird: Ich verstehe deine Situation, aber es ist mir wichtig, dass "sonnenbrand" bei meinem Geburtstag dabei ist und deshalb lade ich ihn ein. Damit musst du dich jetzt abfinden.
    Ich verstehe, dass Du ihn nicht bei der Hochzeit dabei haben möchtest. Deshalb lade ich ihn dort nicht ein.
    So oder so ähnlich. Ein Kompromiss eben.
     
    #18
    sonnenbrand, 15 November 2017
  19. tiefblick77
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verheiratet
    Ach Quatsch. Sie wäre ja ohnehin nur Anhang. Ich habe auch schon auf Hochzeiten von Bekannten meiner Frau gefehlt, weil ich z.B. arbeiten musste. Sehe ich jetzt nicht als problematisch an, wenn man selbst ohnehin kaum Kontakt zum Gastgeber hat.
     
    #19
    tiefblick77, 15 November 2017
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  20. Damian
    Doctor How
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    Verheiratet
    Ich finde hier sind echt gute Ratschläge gekommen, deshalb sortiere ich einfach mal ein bisschen:

    Dein Freund:
    • Konnte nicht wissen, was GENAU vorgefallen ist
    • hat den Vorfall von ihr gehört (aber nicht von dir?)
    • hat die Rolle als Trauzeuge (und die Teilname?) bei deiner Hochzeit abgesagt
    • soll sich zwischen dir und seiner Freundin entscheiden (ihr Wille)
    • steht jetzt zwischen den Stühlen (und redet nicht mit dir darüber?)

    Die Freundin deines Freundes:
    • Vermutlich: Hat schaden von deiner blöden Aktion davon getragen
    • Vermutlich: Beschäftigt sich nicht mit ihren Problemen
    • Verlangt von ihrem Freund eine Freundschaft zu beenden, basierend auf ihren Problemen
    • Redet gar nicht mit dir

    Das ist die Ausgangssituation.

    Du hast nur sehr begrenzt Handlungsspielraum, welcher sich auf reine Kommunikation beschränkt. Damit hast du 2 Personen, denen du dich mitteilen kannst. Mein Vorgehen wäre, dass ich es mit beiden auf unterschiedliche Art und Weise versuche.

    Ihr wüde ich einen langen Brief schreiben (so wie von unsatisfiable vorgeschlagen). Einfach mal alles runter schreiben was passiert ist und wie der aktuelle Stand ist. Sie kann damit machen was sie will und du hast damit wirklich alles getan, was du tun kannst.

    Mit ihm würde ich mich treffen und ein Gespräch führen. Ich würde ihm meine Seite der Geschichte erzählen und ihm offen lassen, wie er die Geschichte gerne ausgehen lassen will. Je nachdem was er von ihr erzählt, würde ich ihm vielleicht auch noch unterjubeln, dass ihn jemanden, der ihn wirklich liebt, nicht vor eine solche Entscheidung stellen wird. Nicht ohne, dass es wirklich notwendig wird (Eigenschutz oder Schutz von anderen).
     
    #20
    Damian, 15 November 2017
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