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Einstellungsvorraussetzung: Sehr guter Abschluss, drei Sprachen, Auslandssemester

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Linguist, 1 April 2009.

  1. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Eine Frage an die Studenten unter euch: Wenn ich durchs web surfe und mir aus Langeweile Stellenangebote für Hochschulabsolventen anschaue (monster, stepstone etc.), fällt mir immer wieder auf, wie hoch die Ansprüche sind. Da frag ich mich natürlich, ob das einfach nur "Wunschvorstellungen" der Arbeitgeber sind, oder ob es mittlerweile tatsächlich Realität ist, dass der Großteil der Studenten z.b. ins ein Jahr im Ausland studiert hat. Ich habe definitiv Respekt vor jedem, der solch einen Schritt wagt. Aber ist es heute ein "Must-Have", nicht nur seine Heimat, sondern sein Heimatland zu verlassen? Ich könnte mir das nur schwerlich vorstellen. Nach dem Abitur möchte ich auch ein Jahr ins Ausland, aber dies eher aus dem Grunde, dass ich ein Jahr Zivildienst machen muss und ich dies als eine gute Möglichkeit ansehe, noch etwas hinzuzulernen. Trotzallem sind so Programme teuer und danach würde mein Erspartes auch aufgebraucht sein. Wenn ich mir dann anschaue, wie hoch Studiengebühren z.B. in GB sind und diese gerade mal mit Bafög decken könnte, ist es doch fast unmöglich quer um den Globus zu reißen.
     
    #1
    Linguist, 1 April 2009
  2. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Bei uns an der Uni sind die Plätze bei Erasmus ständig weg, sehr begehrt.. also so abwegig ist das überhaupt nicht.
    Mit einem recht guten Durchschnitt und vielleicht einem Sprachkurs, den du vorher gemacht hast, dürfte es nicht allzu schwer sein, einen Platz zu finden.
    Ist zwar teuer, aber man bekommt ja auch ein bisschen was von Erasmus.

    Wegen den Ansprüchen. Ich kann jetzt nur von der Firma reden, in dem ich als Werkstudent arbeite und in meiner Abteilung sitzen eigentlich nur Leute die Deutsch, Englisch, Spanisch/Französisch fließend sprechen können. Dazu kommt noch eine andere Sprache. Der eine kann Polnisch, die andere Russisch usw.
    Eine Kollegin, gerade mal 25 Jahre alt, kann Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Fränzösisch und Deutsch.

    Tja, da kommt man sich leicht dumm vor zwischen den ganzen Brains :ratlos:
     
    #2
    Mitbewohner, 1 April 2009
  3. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Mh ja.. an meiner Uni ist ein Auslandspraktikum und ein Inlandspraktikum (je 3 Monate) vorgeschrieben. Auslandssemester machen die Meisten, viele machen stattdessen oder sogar zusätzlich ein Praxis- oder Forschungssemester, das heißt zum Beispiel 6 Monate Praktikum im In- oder Ausland oder 6 Monate Projektarbeit..

    Ich werde mit dem Bachelorabschluss ein Auslandspraktikum in den USA (3 Monate), ein Praxissemester in Frankreich (6 Monate, ab diesen Mai) und ein Auslandssemester in Schweden (5 Monate) gemacht haben.

    Das heißt danach spreche ich fließend Englisch, Französisch und Schwedisch, Spanisch mache ich seit dem 1. Semester auch.
    Ohne diese Qualifikationen kann ich mir auch nicht vorstellen, das ich in meinem Berufsgebiet was vernünftiges finde - ich orientiere mich halt in Richtung Interkulturalität....

    Stimmt aber schon, teilweise sind die Eingangsvoraussetzungen etwas übertrieben - nicht in jedem Studiengang und an jeder Uni hat man solche Möglichkeiten. Außerdem sind Praktika im Ausland usw auch oft ne Finanzierungsfrage.

    Aber es entspricht meiner Meinung nach durchaus der Realität..
     
    #3
    User 39498, 1 April 2009
  4. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Ich dachte bisher, dass die Umstellung auf Bachelor/Master Studiengänge mehr Stress bedeuten, als noch zu Diplomer Zeiten. Wie packt man es dann noch parallel, die exotischsten Sprachen zu erlernen? Ich habe auch seit der 5ten Englisch und lese in meiner Freizeit viel, aber mein Englisch würde ich dennoch nicht als "sehr gut" bezeichnen. Wenn ich mir die Modulpläne (z.B. BWL) so anschaue, wäre ich warscheinlich erstmal damit beschäftigt, überhaupt Mathe auf die Kette zu bekommen. Dann muss man - je nach Unistadt - noch arbeiten. Das ist krass.

    Respekt. Darf ich fragen, wie du damit zurecht kommst? Ich bin froh in meiner Heimatstadt meinen Freundeskreis und meine Familie zu haben. Aber ich bin auch nicht extrem anpassungsfähig. Im Ausland würde es mir z.B. sehr schwer fallen, neue Freundschaften zu schließen, da ich eben nicht "einfach" so auf neue Leute zugehen kann.
     
    #4
    Linguist, 1 April 2009
  5. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Deine genannten Einstellungsvorraussetzungen (Sehr guter Abschluss, drei Sprachen, Auslandssemester) halte ich nicht für sonderlich hohe Ansprüche, sondern für ziemlich normal. Zur Vorraussetzung fürs Abitur gehören doch alleine zwei Fremdsprachen, wenn ich mich nicht irre. Neben Englisch und Latein habe ich noch Italienisch gewählt und habe mir weitere Grundkenntnisse in anderen Sprachen angeeignet. An meiner Uni kann man ab 50 € pro Semester intensive Sprachkurse belegen.

    Auslandssemester ist meines Erachtens nach ein Muss. Ich war mit 16 und mit 19 Jahren für jeweils 12 Monate in den USA, mich juckt es keineswegs, im Gegenteil, ich freue mich darauf, noch mal für mindestens 9 Monate (wahrscheinlich nach Korea) abzuhauen. Und ich weiß, was mir Auslandsaufenthalte bringen, ich stecke da gerne 10.000 € rein (und nein, meine Eltern unterstützen mich nicht, ich bekomme kein Bafög und muss auch ans Ersparte und Erarbeitete ran).

    Schau dir lieber mal die Vorraussetzungen für ein Praktikum bei der Lufthansa an. :-D
     
    #5
    xoxo, 1 April 2009
  6. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    naja, man wird mit der zeit ja auch besser im lernen. effizienter, ökonomischer, motivierter, resilienter. wenn man sich die zeit gut einteilt und das sprachlernvorhaben regelmäßig und mit durchhaltevermögen macht, kommt man in ein paar jahren studium schon auf einen respektablen skill.

    selbiges gilt für mathe. in der uni-zeit gleichen sich die skills in gewissen fertigkeiten einfach an. ein guter freund von mir studiert geisteswissenschaft und konnte am anfang keinen deut mathe und hat sich mit computern schlecht ausgekannt. wir haben uns gewissen kram gegenseitig beigebracht, ich konnte den mathekram und den computerkram, und er und sein wissen wirken dafür auf mich horizonterweiternd. heute ist er von seinen kollegen einer der besten in der mathe hinter seinen statistiken und der volkswirtschaft. computermodelle, informationsaggregation etc - das kann von seinen kollegen kein mensch. und ich bin hier unter meinen kollegen in der anwendung der technik, die wir hier so lernen, einer der besten. und das beste: wir haben nie irgendwas gemeinsam gelernt, sondern einfach nur am abend bei einem bier zu mehrt unseren spaß gehabt.

    lernen auf der uni ist nichts, wo vorn einer steht und mit dir irgendwas durchkaut. man hat mehr möglichkeiten, sich dinge anzueignen. ich hab mit der zeit sogar eine gewisse verachtung für manche profs entwickelt - weil deren beitrag am wissenserwerb der studentInnen verglichen mit ihrem gehalt einfach eine frechheit ist. da steht eni typ vorn und labert irgendeinen überholten scheiß und es besteht gegenseitiges desinteresse.
     
    #6
    squarepusher, 1 April 2009
  7. zartbitter
    zartbitter (28)
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    0
    vergeben und glücklich
    Das wird auch je nach gesuchter Branche variieren!

    Wenn du z.b. mal in Ingenieur-Richtung schaust wird das aufgrund
    des hohen Fachkräftemangels schon ein bisschen anders aussehen.

    Intressieren dich hingegen Modefächer wie Journalismus oder
    Marketing (oder ähnliches) darfst du froh sein wenn du mit diesen
    Qualifikationen überhaupt nen unbezahltes Jahrespraktikum kriegst,
    natürlich ohne Übernahmegarantie...

    Gleiches gilt, wenn du in ein sehr Bekanntes (und erfolgreiches) Unternehmen willst.
    Z.b. die großen Unternehmensberatungen/Wirtschaftsprüfungen oder aber "in"-Firmen
    wie Google oder Fluggesellschaften oder oder oder...

    Eine weitere Möglichkeit auch ohne die teils wirklich völlig überzogenen
    Anforderungen einen Job zu ergattern ist über das Schreiben einer
    Diplom/Bachelor/Master arbeit in dem betreffenden Unternehmen.

    Der Traum Kandidat eines jeden Unternehmens ist eh:
    - jung (max. 25 besser jünger)
    - Studium höchstens in Regelstudienzeit
    - trotzdem aber überdurchschnittlich viel Berufserfahrung
    - Abschluss mit überdurchschnittlichen Leistungen
    - mindestenseinem Auslandsjahr in min. 5 verschiedenen Ländern
    - außerdem beherrscht er mindestens 7 Sprachen fließend
    - arbeitet zum Selbstkostenpreis

    Das das ganze so nicht zu erreichen ist, weil da einige Ziele doch im
    Konflikt stehen, weiß die Personalabteilung aber zum Glück auch...

    Was zählt ist das du das was du tust richtig verkaufst.
    Wenn du z.B. ein Jahr Auslands-Zivi machst kannst du das bestimmt
    so hinbiegen das du damit ein fehlendes Auslandssemester wieder
    einigermaßen ausgleichst.

    An meiner Uni bekommt man auch oft zu hören das auch ein "nur" durchschnittlicher Abschluss durchaus durch ein zügiges Studium
    wieder ausgeglichen werden kann (was aber warscheinlich bei
    Bachelor/Master bissle anders aussehen könnte da hier ja ohnehin
    keine großen Abweichungen in der Semesterzahl mehr erlaubt sind).


    Man muss sich halt vor Augen halten:
    Gäbe es nur "überdurchschnittliche" Absolventen wären sie plötzlich
    doch alle wieder "durchschnitt". Da die Arbeitslosenquote unter
    Akademikern aber die geringest ist kann die Rechnung nicht aufgehen :tongue:

    Greetz

    <lerntjetztweiterfürdiemikro-klausur
     
    #7
    zartbitter, 1 April 2009
  8. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Also wenn ich die Stellenanzeigen gelesen habe dachte ich auch immer "uff was wollen die denn haben"-> da sollte man Expertin in allen möglichen Zusätzlichen therapiemöglichekiten sein etc.
    Bei den Einstellungsgesprächen kam dann heraus, dass es wünschenswert wäre, aber pflicht auf keinen Fall. Wenn sonst viele Faktoren stimmen, würde ich es wohl trozdem versuchen,komme aber auch nicht aus dem BWl Sektor, wo es ja teilweise Bewerber wie Sand am Meer gibt!
     
    #8
    Tinkerbellw, 1 April 2009
  9. User 39498
    User 39498 (29)
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    Klar ist es manchmal stressig. Ich bin gestern um 5 Uhr morgens ins Bett gegangen weil ich noch ewig an Projektarbeit und -koordination saß und dann um 8.30 Uhr wieder aufgestanden weil ich Mittwoch morgens Schwedisch habe. Aber an solche Sachen gewöhnt man sich.

    Neben dem Studium habe ich drei Jobs, mache zwei Sportarten, führe eine Fernbeziehung nach Frankreich und widme mich auch noch oft dem Nichtstun (obwohl man heutzutage, wenn man den ganzen Tag den Laptop dabei hat, sowieso nie NICHTS tut..).... Zeitmanagement ist das A und O des Studiums!!

    Und das mit dem Ausland, wie ich damit klar komme - ich könnte mich nichts schöneres vorstellen. Ich bin ein sehr flexibler und anpassungsfähiger Mensch und bin in meinem Leben schon oft umgezogen. Ich war mit 16 auch ein Jahr in den USA und nach dem Abi nochmal 3 Monate. Ich reise ständig durch die Gegend und mir macht es nichts aus, dass ich meine Familie nicht so oft sehe. Student ist man nur einmal und das sollte man nutzen!
     
    #9
    User 39498, 1 April 2009
  10. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Kommt halt drauf an, was man studiert und wo man hinwill.

    Ich für meinen Teil habe keine große Lust, mal in einem riesigen Wirtschaftsunternehmen zu arbeiten und war bis dato auch nicht im Ausland, auch wenn ich mit fast 25 ja auch schon uralt bin! :zwinker:

    Man sollte sich von diesem ganzen Quatsch nicht unnötig bescheuert machen lassen. Als ich mit meinem Studium angefangen habe, und erfahren habe, dass die Hälfte durchfällt, 40 % ne vier macht, die eins nur alle 10 Jahre mal in einem Bundesland vorkommt, dachte ich auch "Das machst du alles besser, das ist doch kein Problem" - jetzt sitze ich selber mit meiner 4 hier und bin schon besser als meine durchgefallenen Freunde, und dümmer sind wir davon auch alle nicht geworden, nur unglaublich müde und nervlich kaputt. Das hätte man mit einer etwas gelasseneren Einstellung auch anders haben können. Stattdessen sind wir durchs Studium gejagt, haben jeden Zusatzschein mitgenommen und haben alles andere vernachlässigt, um übertrieben gesagt nach 5 Jahren ohne soziales Leben und trotzdem mit einer schlechten Note dazustehen.

    Man muss halt auch sehen, wo man sich befindet. Wenn ich irgendwas studiere, wo ich für ein auswendig gelerntes Din-A-4-Blatt und ein Reclamheftchen im Monat eine 1 bekomme, ist es klar, dass ich noch 7 Sprachen und 3 Jahre im Ausland brauche, um mich von den anderen Leuten abzuheben. Wenn man aber was studiert, wo alleine schon das Bestehen eine riesige Leistung ist, dann ist sowas vielleicht nett, aber nicht unbedingt Pflicht.

    Also ich würde sagen, mach dich nicht bekloppt, studier, was dir liegt und erkundige dich DANN nach den individuellen Anforderungen deines Studiengangs. Meine Bachelorfreunde überarbeiten sich im Gegensatz zu den Examens- und Diplomstudenten jedenfalls nicht, auch wenn das jetzt alles ganz neu und trendy klingt :zwinker:

    Ich möchte damit jetzt auch keinen Studiengang runtermachen, aber wenn ich sehe auf welchem Niveau manche Leute in meinem Umfeld jammern, dann möchte ich nur noch laut lachen - ein Studium ist kein Spaziergang und mit Sicherheit kann man da nicht nur faul rumhängen, es wird aber auch nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
     
    #10
    User 20579, 1 April 2009
  11. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich frage mich auch immer wieder, wie man solche Anforderungen erfüllen soll...

    Neben dem, was in meinem Stuidum gefordert wird, schaffe ich es gerade noch, Sport zu treiben, was für mich als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit absolut notwendig ist (sowohl aus psychischen, als auch aus gesundheitlichen Gründen). - Mehr ist einfach nicht drin.

    Eine Fremdsprache zu lernen, um damit dann evtl. ins Ausland zu können? - Würde mein Studium um mindestens ein Semester verlängern.
    Ein Auslandssemester würde eine weitere Verlängerung um ein Semester bedeuten.

    Würde ich alles machen, was so manche Unternehmen fordern, könnte ich wohl frühestens mit 30, eher mit 35 Jahren ins Arbeitsleben starten, was den entsprechenden Firmen dann sowieso wieder zu alt ist.
     
    #11
    User 44981, 1 April 2009
  12. glashaus
    Gast
    0
    Nach dem Studium werde ich einen Auslandsaufenthalt und 2-3 Praktika absolviert haben, mehrere Nebenjobs in branchenverwandten Unternehmen/HiWi, 2 Sprachen fließend bis moderat sprechen.... das muss erstmal reichen. Ich seh nicht ein, wieso ich mir meine sparsame Freizeit mit noch mehr "Lebenslauf"-Aktivitäten vollpacken soll :zwinker:
     
    #12
    glashaus, 1 April 2009
  13. User 53463
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Meines Erachtens kommt es sehr auf die Branche an, welche Ansprüche gestellt werden. Auf der einen Seite gibt es Bereich wie Ingenieuerwesen, da bekommt man gute bis sehr gute Noten nicht so leicht nachgeschmissen wie in anderen Studienfächern, folglich werden auch Absolventen mit eher mäßigen Noten relativ leicht eine Stelle finden.

    In einer Branche in der jedoch sehr gute Noten sehr großzügig verteilt werden muss sich ein Bewerber eben anderweitig hervorheben. Je nachdem was eben für den Bereich sinnvoll ist läuft dass dann über Praktika, Auslandsaufenthalte, Sprachen etc.
     
    #13
    User 53463, 1 April 2009
  14. wanci
    Gast
    0
    Ja, es ist schon geil, was für Absolventen da produziert werden. Mann muss sich ja auf jeden Fall in seinem Studium auf seinen Lebenslauf achten, damit der auch perfekt den Anforderungen der Wirtschaft entspricht. Selbstverständlich macht man nicht das, was einen interessiert, sondern das, was einen weiterbringt.

    Was dann rauskommt, sind irgendwelche absolut standadisierten Absolventen, die das alles geschafft haben und der Rest, der irgendwo dazwischen liegengeblieben ist, weil sie mal durch eine Prüfung gefallen. Wählen, was man belegt, darf man ja auch nicht mehr, also haben die Leute eh von nichts als ihrem Fachgebiet eine Ahnung.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Mensch dazu bewegt, sich so gnadenlos wirtschaftlichen Bedürfnissen anzupassen und sich zu sonem Arbeitsroboter ohne Interessen formen zu lassen.

    Und wenn man nach 10 Semestern Studium dann aufgrund einer 4 auf der Straße steht, oder weil man gar nicht die finanziellen Möglichkeiten hatte, 1 Jahr im Ausland rumzujetten oder weil man eh irgendwie damit beschäftigt war, finanziell irgendwie über die Runden zu kommen, kann man ja immer noch Steine werfen...
     
    #14
    wanci, 1 April 2009
  15. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich finde deinen Beitrag ein wenig zu standatisierend.

    Ich mache zum Beispiel meine ganzen Auslandsaufenthalte nicht, weil ich mich zum "Arbeitsroboter" formen lasse, sondern das entspricht schlicht und ergreifend meinen Interessen. Ich liebe Fremdsprachen und fremde Kulturen und habe große Freude daran, Praktika im Ausland zu machen, neue Leute kennenzulernen, etc...Und fast allen meinen Kommolitonen geht es genauso. Ich finde es immer wieder überraschend hier zu lesen das viele Leute tatsächlich Angst vor einem Auslandssemester haben oder sich das gar nicht vorstellen können, ein paar Monate nicht in Deutschland bei Familie und Freunden zu sein, denn hier an der Uni kenne ich mal schlicht niemand mit der Einstellung (ist ja nix dagegen zu sagen - ich kenns nur einfach aus meinem Umfeld nicht!).

    Noten sind bei uns übrigens trotzdem nicht grade hinterhergeworfen....
     
    #15
    User 39498, 1 April 2009
  16. wanci
    Gast
    0
    Spricht ja auch kein bisschen was dagegen. Hab ich ja auch vor. Hab nur was dagegen, dass man Leute ohne diese Möglichkeit von vorneherein von manchen Dingen ausschließt.

    Und natürlich war der Beitrag "standadisierend", anders kann man das schlecht äußern.
     
    #16
    wanci, 1 April 2009
  17. Linguist
    Linguist (26)
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    vergeben und glücklich
    Vielleicht liegt das auch einfach an deinem Studiengang? Kulturwirt machst du doch, oder? Da verrät ja schon der Titel, dass man sich mit fremden Kulturen und Sprachen beschäftigt. Ich werde warscheinlich studieren, aber ein Auslandssemester nur machen, wenn ich sonst schlechte Perspektiven habe. Mir wäre es z.B. lieber, parallel zum Unialltag noch Sprachkurse zu besuchen, aber weiter in meiner Umgebung leben zu können. So blöd es sich auch anhört: Ich mag Deutschland, ich mag meine Heimatstadt und würde hier am liebsten studieren und auch im Ruhrgebiet arbeiten.
     
    #17
    Linguist, 1 April 2009
  18. User 39498
    User 39498 (29)
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    Verheiratet
    Ist ja auch in Ordnung. Ja, ich studiere Kulturmanagement und Kommunikation, da liegt das durchaus in der Sache drin :smile: Aber ich hab ja auch schon vor dem Studium Auslandsaufenthalte gemacht, Fremdsprachen gelernt usw.. das eine bedingt wohl das andere :zwinker:

    Man sollte ein Auslandssemester aber nicht als Pflichtübung sehen, sondern als Möglichkeit, als Chance. Grade wenn es dir so schwer fällt neue Leute kennenzulernen und loszulassen (von zu Hause usw), ist das doch eine super Gelegenheit über dich hinaus zu wachsen.

    Aber es stimmt doch auch irgendwo - heutzutage agieren fast alle Unternehmen international, und es ist nunmal ein großer Vorteil wenn man ein paar Grundkenntnisse von der fremden Kultur, mit der man im Geschäft umgehen muss, hat.
     
    #18
    User 39498, 1 April 2009
  19. Clocks
    Clocks (30)
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    #19
    Clocks, 1 April 2009
  20. User 20579
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    Eben. Bei uns war es (im Übrigen obwohl mein Abi bilingual ist, ich Heldin) total schwierig, neben Latein - was ja soweit ich weiß nur sehr schwer im Alltag anzuwenden ist - noch einen Französischkurs zu erwischen, und damit hatte sich das.

    Die meisten Sprachkurse an der Uni sind hier für Fortgeschrittene oder für bestimmte Studentengruppen vorbehalten. Ich wollte auch mal Schwedisch haben - dann wird bei den Skandinavistikleuten ein Lehrer krank, und dann wars das mit dem Sprachkurs.

    Davon abgesehen ist es ja schön, wenn man soviel Zeit für außeruniversitäres Engagement hat, ich habe es nicht. Man stelle sich vor, dass manche Leute ja immerhin mit ihrem Studium beschäftigt sind und sogar keine Zeit zum Arbeiten haben, weil der Tag keine 36 Stunden hat :zwinker:

    Ja, aber doch nur, wenn es eine ist. Es gibt Studiengänge, da ist ein Auslandssemester überhaupt nicht dringend erforderlich, und es macht m.E. wenig Sinn, ein Jahr den aktuellen Stoff liegenzulassen, nur um ein Heidengeld auszugeben, um im Ausland Sachen zu besuchen, die mir dann hier nur teilweise anerkannt werden. Gerade z.B. bei Jura, interessiert das doch keinen Menschen, ob ich das schwedische Strafrecht verstanden habe, wenn ich im Examen das deutsche nicht kann.
     
    #20
    User 20579, 1 April 2009

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