Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Guten Tag Panikstörung, da biste ja schon wieder!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Jolle, 19 Mai 2009.

  1. Jolle
    Jolle (29)
    Meistens hier zu finden
    2.931
    133
    59
    vergeben und glücklich
    Tagchen!

    So, ich schreib mir das jetzt hier einfach mal von der Seele, vielleicht bringts ja was und jemandem gehts genauso.

    Also, wie der Titel schon verrät, ich leider seit einigen Jahren unter ner Panikstörung verbunden mit ner Agoraphobie . Kurz gesagt: Ich hab öfter mal Panikattacken die sich durch Hitzeanfälle, Schweißausbrüche, Schwindel und extreme Übelkeit äußern. Agoraphobie bedeutet, dass ich Angst davor habe, in der Öffentlichkeit in peinliche Situationen zu kommen, das heißt bei mir, dass ich Angst davor habe, mich in der Öffentlichkeit übergeben zu müssen, eben weil mir so oft schlecht ist.

    Mein eigentliches Problem: Diese ganze Panikgeschichte beschränkt sich größtenteils aufs Zugfahren. Ja, ich habe wahnsinnigen Schiss vorm Zugfahren. Das ganze fängt zu Hause an. Wenn ich weiß, dass ich heute nach Hause zu meiner Mama fahre (was echt nur 40 Minuten sind) und ich dann halt in nen Zug muss, dann mach ich mir da Stunden vorher Gedanken drüber. "Hoffentlich wird dir nicht schlecht, oh Gott, hoffentlich musst du nicht kotzen, das wäre ja total peinlich, was die Leute denken, oh nein oh nein oh nein, hoffentlich kriegst du keine Attacke!".

    Wenn ich dann an der Bushaltestelle steh und aufn Bus zum Bahnhof warte könnte ich schon so wieder umdrehen. Ich steiger mich da so krass rein, dass es dann natürlich immer schlimmer wird. Wenn mir vorher noch nicht schlecht war, dann auf jeden Fall dann. Eben weil ich mir da die ganze Zeit Gedanken drum mache "hoffentlich passierts nicht" und ständig unter Strom stehe und dann, hallöchen Selbsterfüllende Prophezeiung, passierts na klar erst Recht. Sitze ich dann im Zug werde ich total kribbelig, denke die ganze Zeit drüber nach, versuch mich irgendwie ruhig zu kriegen. Ich weiß einfach, dass ich nicht sofort raus kann wenn ich will. Wenn ich z.B. in der Uni in ner Vorlesung sitze, dann gehts klar. Da weiß ich, dass ich so aufstehen und rausgehen könnte, da guckt sich kein Mensch um. Aber im Zug? Da kann ich nicht einfach mal so rausgehen.

    Momentan kommt noch dazu, dass mir seit einigen Wochen öfter mal total schlecht ist. Also so richtig kotzeübel. Wenn man ne Panikstörung hat, dann kann man irgendwann nicht mehr auseinanderhalten, was jetzt tatsächlich körperlich und was psychisch ist. Ich war vor kurzem mit Freunden in ner Kneipe. Mir gings SOwas von ekelig übel, dass ich nach Hause gehen musste. Es war der Horror. War das jetzt bloß psychisches Schlechtsein? Oder war mir vielleicht wirklich einfach nur mal schlecht, so wie nem Menschen halt manchmal schlecht ist? Ich weiß es nicht. Dann steiger ich mich natürlich wieder rein, mir wird immer übler, dann kommt ne Attacke und alles wird immer schlimmer. Teufelskreis eben. Ich bin innerlich ständig am Arbeiten. Woher kann diese dauernde Übelkeit kommen?? Das sind nicht ständig Panikattacken, da mir zum Teil auch zu Hause schlecht ist und zu Hause hatte ich noch niemals Attacken. Ach man :-(

    Am Wochenende gehts wieder zu Mama. DIe letzten Wochen bin ich immer mit Freunden mitm Auto mitgefahren, dieses Wochenende hab ich nicht die Möglichkeit, also MUSS ich mitm Zug fahren. Ich hab jetzt schon Schiss davor :-(

    Dazu kommt noch, dass ich nächste Woche Geburtstag habe. Ich weiß nicht was ich machen soll. Feiern? Hab ich eigentlich keine Lust zu. Aber nur mit meinem Freund hier zu hocken ist auch irgendwie langweilig. Aber wenn ich jetzt meine Unileute einlade und sage wir trinken hier was, dann bleiben die nicht nur für ne halbe Stunde, sondern für länger, wollen danach womöglich noch auf Tour. Da setzen die Gedanken schon wieder ein. "Was ist, wenn mir dann schlecht ist? Dann sitzen die ganzen Leute hier, ich kann sie nicht einfach rausschmeißen, das wäre mir unangenehm. Und da ich Geburtstag habe müsste ich mit auf Tour. Aber wenn mir schlecht ist?? Ich muss trotzdem dann mit, ist ja schließlich "mein" Tag und die anderen würdens komisch finden wenn ich nicht mitkomme" blaaablabla.

    Ich hasse diese ganzen Gedankenspinnereien sooo sehr und so langsam fängts echt an richtig doll zu nerven.

    Hat jemanden ähnliche Erfahrungen gemacht? Also speziell auf die Panik- und Agoraphobiegeschichte bezogen?

    Vielleicht hat sich ja jemand durch diesen Thread gekämpft, tätschelt mir virtuell übern Kopf und zaubert meine Panik mal eben schnell weg oder so :zwinker:
     
    #1
    Jolle, 19 Mai 2009
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    och, Jöllchen :knuddel: :knuddel:

    Ich kann dich echt sehr gut verstehen, habe auch an ner Panikstörung in Verbindung mit Emetophobie (Angst vor Erbrechen/Übelkeit) gelitten. Nun ja, man kann ja nie ausschließen, dass es wieder zurückkommt von daher bin ich immer vorsichtig wenn ich darüber in Vergangenheitsform spreche.
    Meine letzte PA hatte ich letztes Jahr im April, ist also schon eine Weile her. Das Problem ist eben, wenn es einmal angefangen hat, dann steigert man sich immer wieder hinein und dann lässt die nächste PA nicht lange auf sich warten.
    Bei mir war es auch fast nur im Zug aber auch merkwürdigerweise nur, wenn ich alleine gefahren bin. Sprich: Wenn eine Freundin dabei war, dann gabs dieses Problem überhaupt nicht.

    Das mit der Übelkeit kenne ich auch gut, ich kenne bei mir den Auslöser: Ne richtig üble Magen-Darm-Grippe, die ich mir vor 5 Jahren eingefangen hatte und wochenlang nur über der Kloschüssel hing. Nach einer Woche gings mir besser und ich bin mit dem Zug zu meiner Arbeitsstelle gefahren, dort wurde mir sowas von kotzübel, dass ich stundenlang gar nicht mehr weggekommen bin und Angst hatte, dass ich auf dem Rückweg Durchfall bekomme oder Erbrechen muss.

    Mittlerweile ist es so, dass ich eigentlich keine große Angst mehr vor dem Erbrechen habe bzw. ich achte halt sehr auf Hygiene (Händewaschen etc.), damit ich mich eben mit nix anstecke, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Übelkeit schonmal geringer und wenn mir schlecht ist, dann weiß ich meist, dass das nur psychisch bedingt ist, weil ich mich nämlich reinsteigere.

    Ich weiß auch gar nicht so Recht, wie ich da wieder rausgekommen bin, am Anfang hab ich oftmals nen Rückzieher gemacht wenn ich ne PA bekommen habe aber gerade Vermeidungsverhalten ist das Schlechteste, was man machen kann. Ich habe also versucht eben nicht zurück zu fahren und dann wars auch wieder gut, dazu habe ich angefangen mit Entspannungsübungen, die auch viel bringen. Außerdem kann man sich auch einreden, dass nichts passieren kann -> Ein Handy hat man meist dabei, falls wirklich etwas ist. Ablenken durch Musik etc. geht eigentlich auch immer!

    Und ansonsten, was das Blamieren betrifft: Es KANN jedem passieren, dass er sich blamiert. Das mit der Agoraphobie kann ich halt nicht so gut beurteilen aber ich denke mal, du musst versuchen mit der Übelkeitssache klarzukommen und versuchen zu akzeptieren, dass es immer zu blöden Situationen kommen kann und das nicht nur bei dir.
     
    #2
    User 37284, 19 Mai 2009
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    #3
    xoxo, 20 Mai 2009
  4. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Mir ist bei deiner Freundin der Satz mit der Schilddrüsenunterfunkion aufgefallen.
    Dazu muss auch gesagt werden, dass Panikstörungen, Depressionen auch wirklich durch Hormone wie die Pille oder Schilddrüsenstörungen kommen können. Wenn das Problem beseitigt ist, dann verschwindet der Rest von alleine.
    Ist natürlich nicht bei allen der Fall aber es KANN eben der Auslöser sein.

    EDIT: Ich habe selbst eine Unterfunktion und finde die Antworten der Leute in xoxos Thread schon richtig.
    Ich bin auch wieder höher eingestellt und wer weiß, vielleicht wurde es bei mir auch dadurch besser.
     
    #4
    User 37284, 20 Mai 2009
  5. Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
    313
    0
    1
    nicht angegeben
    Ganz praktisch: Würde es dir denn helfen, wenn du dich im Zug direkt neben die Toilette setzt, so dass du "im Notfall" (der ja bisher noch nie eingetreten ist, oder?), also FALLS du dich wirklich übergeben MÜSSTEST, die Toilette gleich da hättest und die Tür hinter dir zumachen könntest? Das wäre dann ja so ein bisschen wie in der Vorlesung, wo du auch einfach verschwinden kannst, wenn es dir nicht gutgeht.
     
    #5
    Grottenolmin, 20 Mai 2009
  6. Dr-Love
    Verbringt hier viel Zeit
    815
    103
    9
    nicht angegeben
    :knuddel: Ich kenne solche "Erlebnisse" zum Glück nicht. Ich wünsche Dir aber von hier aus alles gute und hoffe Du schaffst es :knuddel:
     
    #6
    Dr-Love, 20 Mai 2009
  7. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Stellt sich halt noch die Frage, wieso ihr dann aber auch in anderen Situationen schlecht ist.
    Auch wenn sie das mit der Toilette im Zug beachten würde, täte sich das Problem dadurch nicht lösen sondern eher verschieben.

    Außerdem wäre ein Gang zum Hausarzt zur Untersuchung der Schilddrüse nicht schlecht. Wenn das ausgeschlossen werden kann, dann würde ich an deiner Stelle versuchen, dass du dich mehr mit dir auseinandersetzt und erkennen lernst, wann dir wirklich schlecht ist und wann es nur Einbildung ist.

    Das ist alles nur eine Kopfsache, wenn du dich nicht reinsteigerst, dann bleibt es auch fern.
     
    #7
    User 37284, 20 Mai 2009
  8. Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
    313
    0
    1
    nicht angegeben
    Mir ist schon klar, dass man damit nicht die Ursache der Panik beseitigt.

    Aber weil es ja nicht nur um das abstrakte Problem ging, sondern auch ganz konkret um die Frage "was mache ich dieses Wochenende? Mir graut jetzt schon davor...", dachte ich, jedenfalls in der akuten Situation könnte das helfen.
     
    #8
    Grottenolmin, 20 Mai 2009
  9. Jolle
    Jolle (29)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
    2.931
    133
    59
    vergeben und glücklich
    Ja das ist bei mir auch so. Vor 2 Wochen bin ich mit meinem besten Freund gefahren und sein Ziel war es, "live" bei ner Attacke dabei zu sein und mich dann zu analysieren um mir dann besser helfen zu können. Süß von ihm :-D Aber während der Zugfahrt war ÜBERHAUPT gar nichts. Nicht mal ne kleine Attacke oder so. Einfach nichts. Eben weil ich ne vertraute Person bei mir hatte die bescheid weiß und bei der ich mich aufgehoben fühle.

    Ja, Vermeidungsverhalten ist schlecht, das stimmt. Ich müsste vielleicht echt öfter Zugfahren, damit mein Gehirn umlernt. Damit mein Kopf irgendwann schnallt "Alles klar, so schlimm isses doch nicht, passiert ja gar nichts". Aber reden kann ich gut, sagen dass ich jetzt öfter Zugfahre. Aber ob ichs dann wirklcih mache ist ne andere Geschichte.

    Musik lenkt mich nicht ab. Wenn ich erstmal voll drin bin in meinem Gedankenkarussel, dann bin ich drin. Was ich mache wenns richtig schlimm wird, dass ist SMS schreiben. Ablenkungssms. Mein Freund kriegt dann zum Teil während einer Fahrt 3 Sms. Und die Fahrt dauert halt echt nur 40 Minuten :ratlos:

    Ja was schon mal hilft, ist dass ich weiß, dass ich nicht die einzige bin. Und ich weiß auch, dass jeder sich blamieren kann. Wenn ich da jemanden im Zug sehen würde, dems total schlecht geht und der sich da plötzlich übergibt, da würde ich persönlich niemals drüber lachen und mir höchstens denken "Oh nein, der arme, dem muss es ja schlecht gehen!". Aber wenns mich selbst betrifft, dann denke ich da halt irgendwie anders, warum auch immer. Ich Alter Psycho :kopfsch_alt:

    Hab ich schon gemacht. Dadurch wurds ein bisschen besser, allerdings wars nicht weg. Wenn mir so richtig schlecht wäre und ich dann im Zug in die Toilette gehen würde, dann hätte ich wieder Angst davor, dass FALLS ich mich übergeben müsste, alle das hören würden. Und wenn ich dann wieder rauskomme würde ich angestarrt werden und alle würden bescheid wissen. Ach man. Und nein, es ist bisher noch nie eingetreten. Das versuch ich mir auch immer einzureden. Es ist noch NIE was passiert. Aber trotzdem hab ich halt Angst, DASS es irgendwann passiert.
    Aber trotzdem, ja, ich denke ich werds dieses mal einfach wieder so machen und mich direkt da bei der Toilette hinsetzen. Vielleicht nützt es ja diesmal was :smile:

    und @xoxo:

    Ich geh Donnerstag zum Blutabnehmen. Ein großes Blutbild machen lassen, vielleicht hab ich ja irgendwelche Mängel, Eisen oder sowas. Und dann lass ich eben auch auf Schilddrüsenunterfunktion testen. Sowas hatte ich auch schon im Kopf. Und ich würde mich freuen, wenns das wäre. Dann hätte ich ne Ursache und könnte die direkt bekämpfen. Ich hoffe nur, dass mir die Ärzte nicht wieder sagen "Hmm, nee, da finden wir nichts". Hört sich komisch an, aber in meiner Situation würde ich mich wie gesagt einfach freuen, weil ich dann endlich ne Ursache hätte.


    In 3 Wochen hab ich nen Termin beim Frauenarzt. Falls nichts mit der Schilddrüse usw. ist, dann frag ich da mal nach, ob man nen Hormontest oder so machen kann. Eventuell hängts ja auch mit der Pille zusammen? Hmm.. Aber dankeschön schonmal für eure Antworten :smile:

    Danke :smile:
     
    #9
    Jolle, 20 Mai 2009
  10. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Mal noch ne kurze Antwort, ich geh jetzt gleich ins Bett:

    Ich glaube, dass so etwas oft Menschen bekommen, die eben solche Situationen noch nie erlebt haben. Denn gerade weil es so unbekannt ist, hat man ja Angst davor. Man kann es sich nicht vorstellen und geht dann im Kopf die bescheuertsten Sachen durch aber wenn es dann mal wirklich eintritt ist es wahrscheinlich auch nur halb so schlimm. :zwinker:

    Off-Topic:
    Mein Freund hat mir gestern erzählt, dass er in den Zug gestiegen ist und da hätte es total gestunken... Er hat dann gesehen, dass da jemand quer über den ganzen Tisch gek**** hat. Die Leute haben dem Mann dann aber geholfen weil es ihm wirklich schlecht ging.
    Klar, ne unangenehme Situation aber es hat niemand gelacht :zwinker:
     
    #10
    User 37284, 20 Mai 2009
  11. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.743
    348
    2.787
    Verheiratet
    Hast du schon mal drüber nachgedacht, es deinen Freunden zu erzählen? Aus eigener Erfahrung in völlig anderer Sache weiß ich, dass das manchmal gut klappt. Allein weil mein Gegenüber weiß, was passieren könnte, passiert nix :zwinker:

    Das hilft zwar fürs Zugfahren nichts, aber vielleicht für Dinge wie deinen Geburtstag.

    Hast du es schon mal mit Rescue-Tropfen (Homöopathie) versucht? Auch wenn du nicht dran glaubst - schaden kanns nichts.
     
    #11
    User 505, 20 Mai 2009
  12. Jolle
    Jolle (29)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
    2.931
    133
    59
    vergeben und glücklich
    Guten Morgen! :smile:

    Ja, also die meisten meiner Freunde wissen das. Aber eben die Unileute noch nicht. Das sind auch alles noch keine richtigen Freunde, sondern eher Bekannte die man gerade so n bisschen kennenlernt und da möchte ich das nicht einfach so erzählen. Sicher, wenns alle schon lange wissen würden, dann wäre das Geburtstagding einfacher. Aber das ist nunmal gerade nicht so.

    Ja ich hab Tropfen hier, pflanzliche. Iberogast. ICh liebe sie :-D Wahrscheinlich sinds nur Placebos, aber ich nehm sie eigentlich immer vorm Zugfahren und das beruhigt mich dann ein wenig. Ich weiß halt, dass ich was gegen Übelkeit genommen habe und eigentlich kann jetzt gar keine zustande kommen kann.


    Ich muss mal sehen wann ich fahre. ICh denke Donnerstag. Dann denk ich schon wieder an die Zeit. Wann ist wohl am wenigsten los im Zug? Es ist ja Vatertag. Da sind bestimmt alle saufen. Da fährt ja um 17 Uhr oder so keiner mehr irgendwo hin. Das red ich mir einfach mal an. Und wenn ich dann am Bahngleis stehe und da so richtig viel los ist, dann krieg ich schon wieder die Krise. Ich bin gespannt wies so läuft :geknickt:
     
    #12
    Jolle, 20 Mai 2009
  13. User 27629
    User 27629 (33)
    Meistens hier zu finden
    704
    128
    138
    nicht angegeben
    Hast du denn schon mal eine Verhaltenstherapie versucht? Meines Wissens ist dies, neben medikamentösen Behandlungsmethoden, die gängige Therapieform bei Angststörungen. Ich denke, Selbstheilung ist kaum möglich und Vermeidung geht eben auch nicht immer, zumal es ja auch die normale Lebensführung einschränkt. Sprich doch mal mit deinem Hausarzt, vielleicht kann er dir jemanden empfehlen.
     
    #13
    User 27629, 20 Mai 2009
  14. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.743
    348
    2.787
    Verheiratet
    Wir wäre es mit einer kleinen Notlüge? "Leuts, ich hab leider krankheitsbedingt einen sehr schwachen Magen und übergeb mich manchmal. Nicht, dass ihr euch wundert oder Sorgen macht, normalerweise gehts auch ganz gut." Dann musst du nur aufpassen nicht den Ruf einer Bulemikerin zu bekommen :zwinker:

    Pfefferminz beruhigt auch den Magen, Minzöl auf ein Taschentuch träufeln könnte vielleicht vorbeugen (bei mir helfen am Besten Peperoni oder Sambal Oelek beim ersten Anflug von Übelkeit, aber damit scheine ich allein auf weiter Flur zu sein). Oder du packst dir einfach Vomex ein, das hilft tatsächlich gegen Übelkeit und zwar sehr fix. Eventuell hilfts schon, dass einfach in der Tasche zu haben, nehmen musst du es ja nicht.
     
    #14
    User 505, 20 Mai 2009
  15. Jolle
    Jolle (29)
    Meistens hier zu finden Themenstarter
    2.931
    133
    59
    vergeben und glücklich
    Also ich hab mal ne Therapie angefangen vor einigen Jahren. Da wars bei mir auch noch ganz schlimm. Da konnte ich nicht mal in den Supermarkt gehen. Wenn ich da an der Schlange stehen musste hab schon übelste Attacken bekommen. Ich bin nicht mehr zu Schule gegangen weil ichs nicht aushalten konnte, die Zugfahrt dahin (3 Minuten!!) ging überhaupt nicht. Dann bin ich zu nem Therapeuten. Diese Therapie hab ich allerdings recht schnell abgebrochen. Ich hab nützliche Tips bekommen und konnte mir danach recht schnell selbst helfen und es wurde tausend mal besser bzw. war zeitweise auch komplett weg.

    Ich war schon beim Hausarzt und hab Telefonnummern hier. Aber ich hab Angst. Ich weiß was da auf mich zukommen würde. Ich müsste Zugfahren. Der Therapeut würde sich mit mir in nen Zug setzen und stundenlang fahren, warhscheinlich auch noch in total überfüllten Zügen. Wahrscheinlich würde mir das helfen, keine Ahnung. Aber ich trau mich einfach momentan nicht :-(

    Den Ruf würde ICH niemals bekommen :-D Aber ok. Vielleicht werd ichs so mal versuchen.

    Okay, Pfefferminz.
    Vomex hab ich schon ganz viel schlechtes von gehört. Auch wenn man so Erfahrungsberichte liest. Da sollen die Nebenwirkungen sehr krass sein.

    Ich werd schauen, dass ich ganz schnell zum Arzt komme, um mir was vernünftiges Verschreiben zu lassen und vielleicht wird ja tatsächlich was gefunden oder so. Und dann nehm ich den Donnerstag in Angriff. Ich werd die Zugfahrt schon irgendwie schaffen. ICh schreib vorher hier nochmal. Schön, dass einem hier auch zu so nem Thema so viele Tips gegeben werden :knuddel_alt: :smile:
     
    #15
    Jolle, 20 Mai 2009
  16. Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
    313
    0
    1
    nicht angegeben
    Probieren kannst du's ja mal - bei mir half es wirklich super (die ganze Nacht durch alle 2 Stunden übergeben, Übelkeitstropfen blieben nicht drin, dann gab's eine Spritze mit Vomex und es wurde besser, Nebenwirkungen null).

    Wobei ich nicht weiß, ob Vomex auch bei psychosomatischer Übelkeit hilft. Ich hatte mir damals einen Virus eingefangen.
     
    #16
    Grottenolmin, 20 Mai 2009
  17. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Den Tip mit Vomex finde ich ganz schlecht. Ok, etwas einstecken zu haben (wie Serenity schon sagte) ist sinnvoll aber ich würde mich niemals auf die Schiene begeben und vor der Zugfahrt irgendwelche Mittelchen einschmeißen. Auch wenn man es nicht glaubt, aber das kann abhängig machen und wenn dann einmal dein Iberogast leer ist, dann wirst du noch viel nervöser und deine Panikattacken werden noch schlimmer werden.

    Die Frage ist halt, ob es jetzt darum geht die Übelkeit zu besiegen oder die Panikattacken einzudämmen oder wirklich etwas dagegen zu tun.

    Du hast geschrieben, du hast schonmal eine Therapie gemacht und konntest dann danach durch bestimmte Verhaltensweisen wieder ganz normal leben. Was waren das denn für Tipps? Hast du denn jetzt nochmal versucht diese anzuwenden? Vielleicht hilft es dir ja...
     
    #17
    User 37284, 20 Mai 2009
  18. donmartin
    Gast
    1.903
    Hallo......also "alleine" bist du sicher nicht....*tröst*..

    Bei mir war es auch eine Schilddrüsenunterfunktion.
    Dass mir schwindelig wurde, in großen Menschenmengen
    oder bei diesen Attacken war eine Unterversorgung des Mittelohrs mit Blut (einfach Durchblutungsstörung) und eine Hörnerventzündung von der ich nix gemerkt habe!
    Und weil ich in solchen Situationen "falsch geatmet habe"...
    Hab mich ja garnicht mehr getraut auszuatmen....

    Diese Attacken habe ich meistens im ZUG oder im BUS bekommen. In Menschenansammlungen oder nach einer gewissen Zeit in geschlossenen Räumen.

    Das ging soweit, dass ich meinen Rucksack aufgelassen habe und immer ne Plasiktüte dabei hatte, falls es mal soweit kommt, dass ich in die Tüte kotzen könne. Oder hab mir "dezente Plätze" ausgesucht, irgendwelche Ecken ausgesucht, die meiner Ansicht nach "geeignet" sind um hinzugeiern...
    Dann habe ich immer gedacht, hoffentlich merkt das keiner.

    Ist aber nie geschehen...

    Diese Panikattaken hatte ich aber auch in Verbindung mit Husten.Mir ist mal irgendwas im Hals kleben geblieben, hab da so lange gehustet bis ich kurz davor war zu :wuerg: ...
    Davor hatte ich extreme Angst wieder Husten zu müssen und wenn ichs dann hatte, war ich beim kleinsten Kribbeln im Hals schweissgebadet und hab nicht selten den Bus an der nächsten Station verlassen......(Grade dann hab ich was getrunken und natürlich vor Angst auch verschluckt....)...

    Das ist schon ein paar Jahre her, war auch bei Fachärzten die die Schilddrüse dann untersucht haben.

    Heute seh' ich das locker, wenn ich brechen müsste isses eben so, kann man eh nicht zurückhalten. Oder ich denke schonmal (ja! is gemein!) wenn ich eine hässliche Tasche sehe, das es die geeignete wäre um da rein zu.....

    Es wird dir sicher beim Arzt geholfen, oder mit speziellen Atemübungen, würde ich einmal nach fragen.

    Viel Erfolg!
     
    #18
    donmartin, 20 Mai 2009
  19. Sonata Arctica
    Beiträge füllen Bücher
    8.334
    248
    626
    vergeben und glücklich
    ich hab das auch, allerdings fürchte ich mich nicht davor mich übergeben zu müssen, sondern durchfall zu bekommen, vor allem wenn ich weiß es ist keine toilette in der nähe (zug, autobahn, festival!!!). ich versuch mich ehrlichgesgat nur selbst auszutricksen indem ich mir erzähle: "mein gott, wenns passiert passierts und bisher isses ja noch nie passiert also wovor hab ich angst????" und meistens geht das dann auch gut.

    es wird von jahr zu jahr weniger schlimm. je mehr ich mich absichtlich in solche angstsituationen werfe merke ich, dass ja doch nichts passiert außer die angst selbst.
     
    #19
    Sonata Arctica, 20 Mai 2009
  20. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
    12.774
    248
    474
    vergeben und glücklich
    Vor allem stärkt das auch das Selbstbewusstsein, wenn man sich in solche Angstsituationen wirft. Man weiß hinterher einfach, man hat etwas geschafft und es war eben nicht schlimm.
     
    #20
    User 37284, 20 Mai 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Guten Tag Panikstörung
Languin
Kummerkasten Forum
25 November 2016
6 Antworten
NagiNago
Kummerkasten Forum
24 November 2016
3 Antworten
Stinkesocke
Kummerkasten Forum
13 Februar 2009
73 Antworten