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Kann man lernen, ein Haus selber zu bauen?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Indianerin, 8 Juli 2010.

Status des Themas:
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  1. Indianerin
    Indianerin (33)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    2
    nicht angegeben
    Hallo ihr Lieben!

    Mein größter Traum ist es, ein eigenes Haus zu haben.
    Allerdings werde ich kein Haus erben und habe auch keine großen Ersparnisse, um mir diesen Traum schon in der nächsten Zeit erfüllen zu können.
    Ich habe mir daher vorgenommen, die nächsten 15 Jahre mindestens in meiner klitzekleinen Wohnung zu bleiben, für die die monatliche Miete sehr niedrig ist. Und ich lege jeden cent, den ich habe, auf ein Konto, damit ich mir meinen Traum eines Tages erfüllen kann.
    Ich könnte mir vorstellen, irgendwann ein Grundstück zu kaufen - vielleicht in Frankreich oder in Spanien, mal schauen... es muss nicht in Deutschland sein. Und dann würde ich mein Haus am liebsten selber bauen - zumindest zu einem großen Teil.
    Ich weiß, dass es nicht leicht ist, sich die dafür notwendigen Kenntnisse anzueignen, aber ich möchte die erforderlichen Grundfertigkeiten unbedingt lernen. Ich habe allerdings überhaupt keinen Plan, wie ich als Autodidaktin so etwas lernen könnte.
    Eine Ausbildung kommt nicht infrage. Und leider ist in meiner Familie keine Person, die in der Lage ist, Reparaturarbeiten am Haus vorzunehmen o.ä. und mir diesbezüglich etwas zeigen könnte.
    Hat jemand eine Idee, wie und womit ich anfangen könnte?
    Es müssen ja keine Riesenschritte sein - aber ich würde zumindest gerne einen "Fuß in die Tür" setzen können.

    Gruß, Indianerin
     
    #1
    Indianerin, 8 Juli 2010
  2. Silent Empire
    Verbringt hier viel Zeit
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    34
    vergeben und glücklich
    Hi.
    Aus Erfahrung: Vieles kann man alleine machen. Alles nicht.
    Außerdem geht es deutlich besser und sicherer wenn man sich Leute holt die einem zumindest zeigen wie es geht. Mal einen Tag nen Fliesenleger ranholen der einem zeigt wie mans macht und dann selber weitermachen z.B.
    Bedenke auch die Arbeiten die bei falscher Ausführung Gefahren darstellen können. Elektroinstallation, Gasleitungen, Dacharbeiten etc. Für manche Sachen sind möglicherweise auch teure spezielle Werkzeuge notwendig, welche du dir nicht leisten können wirst.

    Ganz ohne Unterstützung.. Führt nur zu Tränen.
     
    #2
    Silent Empire, 8 Juli 2010
  3. Indianerin
    Indianerin (33)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    nee, ganz ohne Untersützung natürlich nicht! Zum Beispiel würde ich alles, was in den Bereich "Wasserleitungen", "Strom", "Heizung" fällt, nicht alleine machen.
     
    #3
    Indianerin, 8 Juli 2010
  4. objekt.f
    objekt.f (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    4
    Single
    Klar kann man.
    Ein Freund macht eine Ausbildung zum Zimmermann und wenn er da fertig ist, könnte er selber ein kleines Haus entwerfen und teilweise bauen.

    Und wenn man das in einer Ausbildung lernen kann, dann kann man das auch privat lernen.
    Ist ja kein Hexenwerk, sondern nur ein Haufen Berechnungen, Richtlinien etc.
    Musst du halt irgendwo machen, wo dir keine Behörden dazwischenfunken und Leute um Rat bitten, die das nochmal alles überprüfen können (nicht dass die hinterher das Dauch auf den Kopf fällt :zwinker: )
     
    #4
    objekt.f, 8 Juli 2010
  5. Indianerin
    Indianerin (33)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    28
    2
    nicht angegeben
    aha! Zimmermann heißt der Beruf, stimmt!
    Das ist schonmal gut zu wissen. Jetzt müsste man nur jemanden kennen, der einem sein Lernmaterial zur Verfügung stellt. Oder gibt es darüber Literatur? Workshops?
     
    #5
    Indianerin, 8 Juli 2010
  6. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
    42.920
    898
    9.083
    Verliebt
    Literatur gibts natürlich. Die Lehrbücher sind ja frei verkäuflich.
    Zum Beispiel: Grundwissen des Zimmerers: Fachstoff für Zimmerleute: Amazon.de: Franz Krämer: Bücher
    Allerdings bezweifle ich, dass du damit viel anfangen kannst. Und es ist v.a. wichtig, dass man das "Wissen" aus den Büchern auch praktisch anwendet und es einem jemand zeigt. Deshalb ist die Ausbildung ja auch zum Teil im Betrieb. :zwinker:

    In 15 Jahren kann verdammt viel passieren. Vielleicht lernst du mal einen Zimmerer kennen, wäre ja praktisch. Wobei ein Zimmerer alleine auch nicht reicht. Architekt und/oder STatiker wäre evtl. auch nicht verkehrt.

    Ach ja, mein Freund ist übrigens Zimmerer.:zwinker:
     
    #6
    krava, 8 Juli 2010
  7. donmartin
    Gast
    1.903
    Man "kann Alles" und man kann auch alles lernen. Wenn man will. ABER, man lernt nie aus.

    Hast du denn "Begabung" oder schon Erfahrungen gesammelt? Egal in welchem Bereich, ALLES kann Niemand, aber mit den richtigen Menschen und Kontakten geht das schon. UNd wenn man erst einmal ein Haus hat, ist es schon - aus meiner Sicht - ratsam, sich vieles angeeignet zu haben und kann jede Menge selber machen.

    Nicht jeder Mensch hat handwerkliche Begabung. Manche bekommen keinen Nagel in die Wand.
    Es gibt bestimmt auch in deiner Nähe Kurse und ne Bibliothek in der man sich Bücher ausleihen kann. Wenn du oft im Baumarkt verweilst, rede viel mit den LEuten, die erklären gerne :zwinker: und darauf kann man aufbauen.
    Das BEste ist es, seine Kontakte zu nutzen. Learning by doing.

    Ich habe zB schon mit 15 angefangen gegen Geld für andere zu Tapezieren. Und viele Jobs angenommen, egal wo und was es war. Überall nimmt man was mit und lernt etwas dazu. Aber man lernt viele Leute kennen. Der eine kann Fliesen, der nächste macht Wasser......:zwinker: Irgendwann hab ich Elektro gemacht dafür hat ein anderer gefliest und mir das genau gezeigt....und irgendwann selber angefangen.
    Aber wie gesagt, nicht jeder kann Alles. Mit "Wasser+Installationen" habe ich es heute noch nicht.....

    Du bist noch jung, in 15 Jahren bist du 42....Denke daran, dass es meist anders kommt als man es plant...... :smile:
    Die Zeit geht schnell um, und was nutzt dir in 20 Jahren ein selbstgebautes Haus, wenn du allein drin wohnen musst......Also kein Stress, klein anfangen und nicht gleich den Bagger bestellen und die Maurerkelle in die Hand nehmen ...... :smile: sondern halte dich an Menschen, die vielfältig begabt sind - und lerne und mache selber. Wenn du begabt bist, in ein, zwei Dingen wird sicher jemand auch dich um Hilfe bitten und so schließt sich der Kreis.
     
    #7
    donmartin, 8 Juli 2010
  8. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.094
    348
    2.106
    Single
    Kaum jemand kann sich ein Haus einfach so leisten... ohne Kreidite, Bausparverträge, usw. geht da ziemlich wenig. - Also: Warum willst du nicht diesen völlig normalen Weg gehen?

    Beim Hausbau kann man sicherlich sehr viele Dinge selbst machen, wenn man handwerklich begabt ist, die passenden Werkzeuge hat und auch die nötige Zeit dafür hat (Zeit, in der man dann nicht arbeiten und Geld verdienen kann, mit dem man auch den einen oder anderen Handwerker bezahlen könnte).
    Alles selbst zu machen, halte ich aber doch für ein sehr schwieriges Unterfangen? - Es gibt nämlich doch ziemlich viele Arbeiten, für die man nicht nur besondere Fähigkeiten braucht (die man sich bestimmt irgendwie aneignen kann), sondern auch eine Menge an teuren Maschinen und Hilfsmitteln, auf die man als Privatperson wohl kaum zurückgreifen kann.

    Aber erst mal eine ganz wichtige Frage: Hast du bisher überhaupt schon Erfahrungen mit handwerklichen Tätigkeiten und wie schätzt du allgemein deine handwerklichen Fähigkeiten ein?

    Dazu solltest du auch bedenken, dass ein Selbstbau nicht billig wird.
    - Du musst ein Grundstück kaufen
    - Du musst das notwendige, teure Werkzeug kaufen
    - Du musst die ganzen Baumaterialien als Privatperson kaufen. - Das wird für dich sicherlich deutlich teurer als für eine Firma, die ganz andere Mengen abnimmt und entsprechende Konditionen bekommt.

    Wie willst du die Sache zeitlich gestalten?
    Vermutlich musst du während der Bauzeit ja auch noch arbeiten, um Geld zu verdienen. - Also hast du nur nach Feierabend und an den Wochenenden Zeit zum Hausbau. Und dann wirst du sicherlich einige Jahre brauchen, bis ein ordentliches Haus fertig ist.

    Was ich viel sinnvoller fände:
    Lass das Haus von Profis bauen (eben mit der passenden Finanzierung) und kümmere dich später selbst um den Ausbau. Boden legen, tapezieren, Fliesen legen, usw. sind wirklich Dinge, die man gut selbst machen kann, wenn man keine zwei linken Hände hat.

    So, wie du dein Vorhaben beschreibst, hört sich das nach einer sehr unausgegorenen Idee an.
     
    #8
    User 44981, 8 Juli 2010
  9. Indianerin
    Indianerin (33)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    2
    nicht angegeben
    Ja, es stimmt schon: alles alleine machen kann man nicht und wahrscheinlich ist es aus finanzieller Sicht auch gar nicht mal unbedingt so viel günstiger, alles selber zu machen. Das sehe ich ein!
    Gut finde ich die Idee, den "Rohbau" von Profis machen zu lassen und den Ausbau selber zu gestalten. Auch die Idee, sich von Leuten, die entsprechende Fachkenntnisse haben, etwas abzuschauen und über Jahre Schritt für Schritt etwas dazu zu lernen, finde ich sehr gut! Leider kenne ich, wie gesgat, keine Zimmerer o.ä., aber das kann sich ja ändern. :smile:
    Zum Thema handwerkliche Begabung: Doch, ich würde schon sagen, dass ich handwerklich einigermaßen begabt bin - zumindest bei Malerarbeiten, beim Tapezieren, Anbringen eines Hänge-Regales in meiner Wohnung, oder beim Bauen einer kleinen Kommode (damals in der Schule) habe ich mich nicht ganz blöd angestellt. Doch eine Wand habe ich natürlich noch nicht hochgezogen. Nein, ich habe tatsächlich wenig Ahnung von Arbeiten, die beim Ausbau eines Hauses anfallen, einfach deshalb, weil mir die Erfahrung fehlt. Aber ich bin mir sicher, dass ich vieles lernen kann, wenn man es mir zeigt.

    Natürlich könnte ich mir auch vorstellen, ein älteres und billiges Haus zu kaufen, das ich dann selber renoviere/ausbaue/umbaue.
    Und der Traum von meinem eigenen Haus in der Natur (egal, ob es nur ein Ferienhaus oder eben der Hauptwohnsitz wird) steht bei mir eben schon seit 10 Jahren ganz oben. Ich wäre bereit, dafür auf vieles zu verzichten. Deswegen zahle ich z.B. auch schon seit längerem in einen Bausparvertrag ein. Und einen Ehemann brauche ich dazu auch nicht unbedingt. Der kommt in meiner Lebensplanung auch gar nicht vor - wissen kann man es nie, aber Kinder und Ehemann wünsche ich mir schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Ich möchte das Haus für mich. Wenn dann doch Ehe und Kinder kommen sollten, (wider Erwarten) dürfen die natürlich auch in dem Haus wohnen. ;-)
    Aber eigentlich will ich das Haus für mich. Und während andere Leute nicht auf Urlaub und Freizeitspaß verzichten wollen, oder ihr Geld für Parties, Klamotten oder ihr Auto ausgeben, kann ich eben nicht auf mein eigenes Haus verzichten.
    Einen Kredit aufnehmen, kann man sicher irgendwann, aber darüber möchte ich ertsmal noch nicht nachdenken. Lieber wollte ich damit anfangen, zu überlegen, was ich aus eigener Kraft bewerkstelligen kann.
     
    #9
    Indianerin, 8 Juli 2010
  10. hellgrau
    Gast
    0
    Was willst Du denn eigentlich genau machen? Das liest sie wie eine romantische Hollywoodgeschichte über einen junge Frau, die ein altes romantisches Haus kauft und bei der Renovierung ihren Traumprinzen kennenlernt ... *seufz*

    Du willst den Rohbau nicht machen. Du willst vermutlich auch keine Fenster selbst einbauen. Sanitär und Strom willst Du auch lieber machen lassen.
    Außer dem Fußboden bleibt da nicht mehr viel. Möbel "basteln" und reinstellen, Lampen anschrauen, ne Küche vielleicht noch. Das macht doch eh "jeder", der nicht alles aus der Hand gibt.
    Dann lieber das Geld in ein günstiges Fertighaus investieren und die schöne Terasse selbst bauen, den Schwimmteich selbst anlegen, einen Pavillon bauen, einen Wintergarten anbauen ...
     
    #10
    hellgrau, 8 Juli 2010
  11. Indianerin
    Indianerin (33)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    20
    28
    2
    nicht angegeben
    wieso Traumprinz? Wieso romantisches Haus? verstehe ich nicht...

    Was ich machen will? Das kommt darauf an, was ich machen KANN/ was realistischerweise für einen Laien erlernbar ist. Woher soll ich wissen, was realistisch machbar wäre. Dafür habe ich doch diesen Threat geschrieben, weil ich es nicht weiß.
    Und wieso darf man nicht ein bisschen träumen? Was ist verkehrt daran? Bei mir hat bisher alles, was ich im Leben geschafft habe, mit ein bisschen "Spinnerei" angefangen.
     
    #11
    Indianerin, 8 Juli 2010
  12. hellgrau
    Gast
    0
    Bleib mal locker, Du kannst träumen und spinnen was Du willst. Daran ist gar nichts falsch.
    Aber wenn Du mit "ich kann fast nix, ich will alles lernen, was am Bau normalerweise 5+ Menschen zusammen tun" ankommst, dann sieht das halt nicht so rosig aus.
    Stress und Ärger und manchmal Verzweiflung haben ja schon die Leute, die das richtig gut können und gelernt haben.
    Wenn DU nicht weißt, was realistisch ist, dann musst Du nehmen, was wir dazu denken. Und das hast Du bekommen. Sieht für mich nach einem ziemlich unrealistischen Traum aus, der sich besser und glücklicher ab dem Innenausbau eher noch ein Stückchen später ausleben lässt.
    Ansonsten vielleicht noch als "Urlaubswohnsitz" irgendwo, wo das Klima passt und Leichtbauweise erlaubt.
     
    #12
    hellgrau, 8 Juli 2010
  13. Reliant
    Reliant (35)
    Sehr bekannt hier
    2.693
    198
    604
    vergeben und glücklich
    Ein Holzhaus selber bauen - Bauen mit Holz - DAS HAUS Online

    Man kann das schon selbst bauen, auch wenn ein wenig geschick dazugehört.
    Gerade aus Holz kann das gut klappen. Wobei man braucht viel Platz, Werkzeuge, Freunde usw. Dann auch noch einen guten Plan und etwas Erfahrung. Die kannst du aber zB auch bei einem Gartenhaus sammeln oder schnell und Einfach erstmal bei einem Hochbett.
    Fundament musst du aufjedenfall machen lassen, Keller wenn gewünscht auch, genauso wie das Dach und die Installationen.
    Im Link ist der Rahmenbau beschrieben, das geht auch einfacher, Holzrahmen mit Platten abdecken Dämmmaterial rein und du hast eine Wand, 4 davon ergeben ein Zimmer usw.
    Schnapp dir aber aufjedenfall einen netten Statiker der dir erklärt wie du die grund Rahmen planen musst.
     
    #13
    Reliant, 8 Juli 2010
  14. Scavenger
    Verbringt hier viel Zeit
    160
    113
    38
    nicht angegeben
    Mein Opa hat sein Haus damals alleine gebaut mit Ausnahme der Kellergrube und des Dachstuhls. Damals ging das noch. Heute gibt es so viele Richtlinien Gesetzte usw. wenn du nicht vom Fach bist wirst du das nicht hinbekommen. (Und ja es gibt da viele Gewerke, aber als Maurer hast du schonmal gute Karten :grin: )
     
    #14
    Scavenger, 8 Juli 2010
  15. Sit|it|ojo
    Gast
    0
    Man man, der Graus eines jeden Handwerkers. Warum ist eigentlich die Baubranche die, wo alle meinen sie können Klug daher reden? Es nervt langsam tierisch... Sorry TS, wenn ich hier jetzt etwas ruppiger werde aber es ist unfassbar. Was meinst du warum es Ausbildungen und Lehren im Sektor Bau gibt? Das ist kein Domino oder Duplo... Da ich vom Fach komme (3 Jährige Ausbildung als Kaufmann + 2 Jahre Bauerfahrung, kann also von den Materialien/ Kalkulationen und der Technik sprechen) versuche ich dir hier mal strukturiert etwas aufzuführen.

    Bauarten:

    - Massivbau
    - Holzrahmenbau
    - Euronaturhaus

    (Das sind die verbreitetsten Bauarten, gibt sicherlich noch mehr wie z. B. Blockbohlen etc.)

    Massivbau:

    Stein auf Stein. Die klassische Variante und von vielen bevorzugt. Normal wird mit Kalksandstein oder Porenbeton (Y-Tong) gebaut. Ist relativ kostengünstig und schnell. Hauptgrund ist wohl die Beständigkeit. Nachteil ist bei Y-Tong die hohe Saugfähigkeit. Regnet es, dann zieht der Y-Tong enorm viel Wasser. Generell baut man solche Häuser im Frühjahr, so kann er im Sommer austrocknen oder Beginnt im Herbst und lässt ihn im Winter trocken frieren.

    Holzrahmenbau:

    Wände werden aus KVH-Hölzern (Konstruktionsvollholz, getrocknet auf max. 20% Holzfeuchte, alls. gehobelt und gefast) gefertigt. Nachteil wäre hier die relativ lange Errichtungszeit im Vergleich mit der Massivbauweise. Vorteil sind die geringeren Wandquerschnitte und höhere Dämmfähigkeit. Das Gefache (Zwischenraum zwischen den vertikalen Balken) wird normalerweise mit 200mm Mineralwolle gleich gedämmt. Das hast du bei Massivbauweise nicht, dort müsstest du erst ein WDVS (Wärmedämmverbundsystem) aufbringen. Bei der Holzrahmebauweise liegt der sommerliche Hitzeschutz jedoch geringer als beim Massivbau. Dies kann man aber mit Holzfaser-Weichplatten (DWD, Agepan etc.) schnell ausgleichen.

    Euronaturhaus:

    Dies ist eine Art Legosystem. Dein Haus wird geplant und in einer Halle gefertigt. Die einzelnen Teile werden dann angeliefert und wie beim Legosystem mit einander verbunden. Die Wände bestehen aus OSB-Platten die unter Hochdruck mit speziellen Leim verbunden werden. Sehr ökologisch. Nein, das Holz fault dir nicht weg und es ist nicht weniger im Bestand gefährdet als eine Massivbauweise, auch wenn das viele meinen zu Denken! Vorteil ist, dass du ein absolut trocknen Bau von Anfang hast und nur Feuchtigkeit in den Baukörper dringt, wenn man sich für Estrich entscheidet. Dort gibt es aber auch alternativen, z. B. Trockenestrichplatten mit Schüttung etc. Das Risiko eines schimmligen Baues ist bei den zwei letzten Varianten sehr sehr gering. Man wird auch nie Probleme haben Nägel oder Schrauben in die Wand zu bekommen. Wenn du dich dafür interessierst Google mal Nach Magnum-Board, dass ist der Hersteller/Vertrieb.

    Sohlplatte:

    Hast du ein Grundstück, dann musst du es Einmessen lassen. Anschließend sind Bodengutachten von Nöten. In DE sind Klassen von 3-4 üblich, wird es schlechter fangen die Probleme an. Anschlüsse in das Haus und aus dem Haus müssen auch verlegt werden. Anschließend folgt die Schüttung der Sohlplatte mit allen nötigen Arbeiten (Füllkies usw.). Ich traue dies keinem Laien zu. Denn wenn die Sohle nachgibt oder der Boden absackt, dann hast du ein Haus in dem du nicht Wohnen kannst. Setzungsrisse z. B. im Putz sind normal und kann man auch nicht verhindern.

    Rohbau:

    Je nachdem welche Entscheidung du zu den Bauarten triffst, empfehle ich auch hier keine Errichtung von einem Laien. Hast du jemals gemauert? Ständerwerk errichtet oder ähnliches?

    Ach, weißt was, bevor ich mir die Finger wund tippe und jedes Gewerk dir erläutere. Lass es einfach bleiben! Setze dein Vertrauen lieber in ein vernünftigen Handwerksbetrieb, denn auch die freut es, wenn sie Neubauten machen dürfen. Willst du jedoch wirklich die Heimwerkerqueen spielen, dann kaufe dir ein gebautes Haus und baue dies nach deinen Vorstellungen um. Ich wünsche dir viele Nerven, Zeit, Schweiß und Geld. Es hat ein Sinn warum es Regelungen und FACHRICHTLINIEN gibt, die niemals ein Laie überhaupt wissen kann. Als Bettlektüre lege ich dir schon mal die EnEv 2010 ans Herz, wenn du neu Bauen willst.
     
    #15
    Sit|it|ojo, 8 Juli 2010
  16. Paya
    Paya (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    37
    33
    1
    in einer Beziehung
    Hi,

    aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das man sehr viel in Praktika lernen kann.
    Mal 3 W beim Zimmerman, Maurer und Co. dann hast du die Grundlagen.
    Dann Bücher und viel Übung.

    LG
     
    #16
    Paya, 8 Juli 2010
  17. Sit|it|ojo
    Gast
    0
    :schuettel: Also ist jeder Praktikaner befähigt Arbeiten eines Zimmerer, Maurer etc. zu erledigen? Und das alles dann nach nach geltenden Fachregeln abzuliefern? Sammer wo lebt ihr... Ich geh doch auch nicht zu meinem Finanzmakler und sag ihm, dass ich sein Beruf machen kann. Wozu gibt es uns Handwerker eigentlich noch? Wenn hier alle so neunmal Klug sind? Boa da platzt mir echt der Kragen...
     
    #17
    Sit|it|ojo, 8 Juli 2010
  18. Reliant
    Reliant (35)
    Sehr bekannt hier
    2.693
    198
    604
    vergeben und glücklich
    Um die Arbeit gut zu machen, und die Fehler der Heimwerker auszubessern.

    Aber Möglich ist es sich selbst ein Haus zu bauen, lernen kann man es auch.
     
    #18
    Reliant, 8 Juli 2010
  19. Paya
    Paya (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    37
    33
    1
    in einer Beziehung
    Sicher nicht jeder der ein Praktikum gemacht hat. Ich rede ja auch nicht von jeder Arbeit.
    Aber so Sachen wie Elekto (abgesehen vom Sicherungskasten), Wasserleitungen, Putz, Boden legen, Fließen,
    kann man durchaus ohne Ausbildung lernen. Fundament, tragende Wände und Dach würde ich auch machen lassen
     
    #19
    Paya, 8 Juli 2010
  20. aiks
    Gast
    0
    Off-Topic:
    Bevor du mit dem Bau anfangst, solltest du dir unbedingt Hinterholz 8 anschauen, da hat jemand die gleiche Idee gehabt wie du. Welcher Österreicher denkt bei dem Thema nicht daran :grin:
     
    #20
    aiks, 8 Juli 2010

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