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  • fragesteller456
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    in einer Beziehung
    23 Dezember 2016
    #1

    Meine ersten Male (Bordell, Freundin)

    Hallo,

    hätte gerne eine außenstehende Meinung dazu.

    Ich war zwar als Jugendlicher oft auf Partys, aber durch die damaligen Umstände und meiner/n Art/Charakter hat sich keine Beziehung ergeben. Den ersten Kuss konnte ich dennoch mit 15 oder 16 erleben. Ab 16/17 veränderte ich mich stark. Ich zog mich zurück und ging auch nicht mehr gerne auf Partys. Da ich mit 18 dann den Drang verspürte Mal Sex erlebt zu haben und nichts in Aussicht war, ging ich in ein Laufhaus und hatte dort Sex mit einer 21jährigen Prostituierten. Es war überwiegend schön und ich fühlte mich erleichtert. Außerdem wurde ich absurderweise sicherer gegenüber Frauen.
    Mit Angang 21 hatte ich zum ersten Mal eine Freundin. Dieses Beziehung hielt aber nicht lange und es kam auch nicht zu Sex. Mit Ende 21 lernte ich wieder eine Frau kennen mit der ich eine Beziehung einging. Nach ca. 3 Monaten wollten wir das erste Mal Sex haben. Nach etwas Küssen und Petting, leckte ich sie und sie bließ mir einen. Danach wollte ich ihn „reinstecken“, aber da es für mich zu „verschloßen“ und trocken wirkte und ich einfach wollte, dass es nach der langen Wartezeit für sie schön ist, setzte ich zwar mir der Spitze an, brach aber ab und wir sagten uns das wir einfach morgen weitermachen. Dafür habe ich auch vorsichtshalber mal Gleitgelt besorgt. Es kam aber gar nicht mehr dazu…. Da es bei ihr und mir Probleme/Stress in Arbeit/Ausbildung gab usw. kam es einige Wochen danach zur Trennung. Bezogen auf den Sex, dachte ich mir, dass ich ja wieder in ein Laufhaus gehen kann. Was ich auch tat…
    Danach dachte ich mir ich muss, um diese Ereignisse/Erinnerungen zu „überspielen“ einfach eine neue Beziehung eingehen. Ich kam dann mit Ende 22 mit einer zusammen und wir hatten auch schon „vollständigen“, „guten“ Sex. Das mit dem „überspielen“ klappt aber gar nicht…

    Mich quält der Gedanke, dass ich mein erstes Mal mit einer Prostituierten hatte.
    Ich habe mir auch geschworen, dort nie wieder hin zu gehen, weil ich im Nachhinein von meiner Denkweise entsetzt bin. "Wenn es mit dem Sex nicht klappt, kann ich ja wieder dorthin gehen......". Hätte ich doch lieber mehr um die Beziehung gekämpft, als an so was zu denken. Ich vermisse meine zweite Freundin nämlich noch immer sehr...

    Mir wurde erst sehr lange danach bewusst, was ich da genau getan habe und wie alles ablief. Jetzt fühle ich mich dadurch sehr schlecht und bekomme immer mehr Angst, dass das was ich getan habe zu Ablehnung und Unverständnis führt.

    Ich hatte mein erstes Mal mit einer Prostituierten. Ist das pervers, bemitleidenswert, krank oder verachtenswert?

    Sollte ich dazu stehen oder versuchen es später so zu erzählen, dass ich mit 21 Jahren mein erstes Mal hatte? (Welches ja zum entjungfern nicht wirklich gereicht hätte)

    Ich wünschte mir im Nachhinein, dass es anderes verlaufen wäre, aber naja jetzt ist es so.
    Vielen Dank! an alle, die sich die Zeit genommen haben diesen Text zu lesen!
     
  • Demetra
    Demetra (35)
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    24 Dezember 2016
    #2
    Sex ist doch Sex. Und wieso nicht mit einer Prostituierten? Was soll daran krank oder pervers sein?
     
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    24 Dezember 2016
    #3
    Du kommst nicht wirklich oft in den Zwang, das Alter deines ersten Males anzugeben. Glaub mir. Das ist kein Pflichtfeld in der Steuererklärung...
     
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  • fragesteller456
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    24 Dezember 2016
    #4
    Ich glaube halt, dass es gesellschaftlich noch immer eine Art Tabu-Thema ist. Vorallem, wenn es mal rauskommen sollte und erzählt wird der hatte sein erste mal im Puff..... Ich wohne in einer sehr ländlichen, konservativ geprägten Region.
     
  • Demetra
    Demetra (35)
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    24 Dezember 2016
    #5
    Und die Meinung von klatschenden Idioten ist genau warum maßgeblich?
     
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    in einer Beziehung
    24 Dezember 2016
    #6
    Ich kann schon verstehen, dass du das nicht erzählen willst, aber das musst du ja auch nicht. Wenn man dich mal nach deinem ersten mal fragen sollte, sagst du einfach, das ist dir zu privat. Das versteht auch jeder.
    Du solltest dir höchstens überlegen, ob du es einer zukünftigen Freundin erzählen willst.
     
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  • Souvereign
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    24 Dezember 2016
    #7
    Richtig, das ist es auch.

    Dann sieh zu, das es nicht raus kommt. Du bist 24 Jahre alt und wirst maximal noch von Frauen in Beziehungen danach gefragt werden. Sofern Du es denen dann nicht auf die Nase bindest, wird es niemals jemand erfahren. Und eine Frau sollte es verstehen, wenn Du antwortest "ich habe keine besonders gute Erinnerung daran, möchte da nicht drüber reden und es ist für mich erledigt."
     
  • User 34612
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    24 Dezember 2016
    #8
    Ich fänd es deutlich unangenehmer, einer Freundin später mal erzählen zu müssen, dass ich mein erstes Mal mit einer Nutte hatte als mein erstes Mal mit Mitte oder Ende 20 zu haben (oder mit ebendieser Freundin)
     
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  • fragesteller456
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    24 Dezember 2016
    #9
    Also meine zwei besten Freunde haben mich mal gefragt und nach einigem zögern habe ich es ihnen auch gesagt, dass ich im Bordell war. Beide haben gesagt, dass sie es nicht verwerflich finden. Nur denke ich, dass es dadurch "hintenrum" rauskommen wird. Man weiß ja nie wie sich Freundschaften entwickeln. Ich habe halt Angst, dass ich dadurch mein Leben versaut habe und ich egal was ich mache als Versager da stehen werde, der für sein erstes Mal ins Bordell gehen musste.... Ich hoffe ich sehe es zu negativ. Ich gehe auch davon aus, dass mich meine Freunde von damals fragen werden, wann ich den das erste Mal Sex hatte, da sie ja auch nicht wussten, dass ich mal in ein Laufhaus ging.
     
  • Souvereign
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    24 Dezember 2016
    #10
    Die Wahrscheinlichkeit, das Du Dein Leben damit versaut hast, ist ziemlich gering. Auch wenn es ein Tabuthema ist und selbst wenn alle im Dorf drüber lachen ... na und ? Als Erwachsener könnte man diesen lächerlichen Menschen den Rücken kehren und es einem egal sein. Es sei denn, Du hast vor, Dein Schicksal von dieser Einöde abhängig zu machen. Also immer dort zu wohnen, dort zu arbeiten und eine Frau von dort zu heiraten.

    Aber selbst dann ist das Risiko eher gering ... man lacht mal ne Weile drüber und gut ist. Bei Männern jedenfalls ....
     
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  • fragesteller456
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    24 Dezember 2016
    #11
    Das wäre mir auch lieber. Nur denke ich, dass ich durch die Erfahrung erst in die Lage gekommen bin, selbstsicher mit Frauen zu reden. Man hat durch die Medien und die Pornos ein völlig falsches Bild vom Sex im Kopf, vorallem für das erste Mal oder die ersten Male. Als männlicher Jugendlicher, wird man durch die ganzen Einflüsse heutzutage einfach völlig überfordert und unter Druck gesetzt, wenn man sexuell noch keine Erfahrungen aufweisen kann, auch wenn dies vielleicht nur unterbewusst passiert. Nicht jeder hat das Glück früh einen Partner zu finden mit dem er dies alles erleben kann. Ich glaube jeder der heutzutage mit 18 aufwärts noch Jungmann, fühlt sich durch die Gesellschaft und die Medien als Außenseiter abgestempelt, da es als üblich dargestellt wird, früh sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Eine Frau könnte es doch auch positiv sehen. Viele ältere Männer in einer Partnerschaft suchen ein Bordell auf. Ich habe meine Lektion gelernt, dass dies keine Option sein darf und ich stattdessen mich für eine Beziehung einsetzten sollte/muss. Ich will meine spätere Partnerin nicht anlügen, deshalb hoffe ich, dass es Frauen gibt die es akzeptieren können, dass ich das getan habe.
     
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  • Souvereign
    Souvereign (40)
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    24 Dezember 2016
    #12
    Tut mir leid, aber das kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen. Denn wer nicht gerade mit Scheuklappen durch die Gegend rennt, sollte mitbekommen haben, das durch die Medien ein falsches Sexualbild vermittelt wird.

    Und wer nicht begreift, das es so ist, obwohl man es ihm an jeder Ecke mitteilt ... tja, dem ist dann leider nicht zu helfen.
     
  • fragesteller456
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    in einer Beziehung
    24 Dezember 2016
    #13
    Danke für deine ehrliche Meinung.
    Als Jugendlicher/ junger Erwachsener der noch keine Erfahrung hat und evlt. erst mit der Pubertät zurecht gekommen ist, kann man vieles noch nicht so gut beurteilen, aber naja, so war es zumindest bei mir. Mir hat dieses Besuch, im Bezug auf meine Erwartungen schon etwas die Augen geöffnet.
    Ich weiß selber, dass dies keine Rechtfertigung ist. Nur versuche ich zumindest etwas positives daraus zu ziehen/lernen.
     
  • Souvereign
    Souvereign (40)
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    24 Dezember 2016
    #14
    Du brauchst Dich auch in keiner Weise zu rechtfertigen. Du wolltest dahin gehen und bist dahin gegangen. Und wenn es Dir mehr als nur den Sex gebracht hat, umso besser.

    Ich bin selbst "Stammkunde" bei Prostituierten. Denn nach mehreren krassen Fehlschlägen habe ich derzeit einfach keinen Nerv auf eine Beziehung.

    Und wer meint, mich dafür jetzt verurteilen zu wollen, der kann mir mal gepflegt den Buckel runter rutschen.
     
  • User 154004
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    25 Dezember 2016
    #15
    Ich finde es nicht schlimm.

    Wenn du mal gefragt wirst und es dir unangenehm ist, sage einfach es war ein ONS. War es ja auch....
     
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  • fragesteller456
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    in einer Beziehung
    25 Dezember 2016
    #16
    Fast jeder Mann in Deutschland geht mindestens einmal im Leben zu einer Prostituierten, auch wenn es viele wahrscheinlich nicht zugeben. Mein Problem ist einfach, dass das erste Mal als so wichtig und als etwas besonders eingestuft wird, was man danach Sexuell macht interessiert die meisten eh nicht mehr.
    Einer von den beiden Freunden denen ich es erzählt habe, wollte am selben Abend selber noch mit mir in Bordell gehen und der andere sagte er denke auch schon oft drüber nach mal dort hin zu gehen. Wenn dieses sch**ß erste Mal nur "normal" verlaufen wäre.....
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 25 Dezember 2016 ---
    Schön sowas mal von einer Frau zu hören. Gibt es in deinem Umfeld mehrere Frauen, die das so gelassen sehen?
     
  • User 91095
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    25 Dezember 2016
    #17
    Da du es nicht regelmäßig machst und es hinterher sogar bereust und es als Fehler siehst, wird dir das wohl jemand anderer auch nicht krumm nehmen. Anders wäre es, wenn du Sex im Puff toll fändest und noch öfters planst zu gehen. Damit hätten wohl mehrere Frauen ein Problem.
     
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  • User 154004
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    25 Dezember 2016
    #18
    Das weiß ich nicht. Aber mein erstes Mal war auch nicht besonderes. Es war ein ONS mit dem einzigen Unterschied, dass ich dafür nicht bezahlt habe oder bezahlt wurde. Es muss dir auch nicht unangenehm sein. Es war deine Entscheidung und du hast weder eine Straftat noch etwas anders Böses getan
     
  • ruben_b
    ruben_b (19)
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    25 Dezember 2016
    #19
    Ich finde die Diskussionen um "gesellschaftlich anerkannt" und darum glaube ich gar nicht entscheidend.
    Entscheidend ist, dass es Dir sexuell vielleicht in der Situation zu dem verhalf, was Dein Ziel war.
    Aber man sieht eben, dass es emotional und von dem höheren Ziel her, Dich keinen einzigen Schritt weitergebracht hat.
    Du brauchst keine äußere Rechtfertigung, wie Statistiken oder Unterstützung durch unsere Super-User hier. Was Du brauchst ist, dass Du Dir selbst verzeihst und es hinter Dir lässt.
    Klar, es ist Scheiße so etwas einer Frau zu erzählen, aber vielleicht wirst Du auch nicht so intensiv dazu ausgefragt. Keine meiner Freundinnen wollte eine detaillierte Beschreibung der Umstände um den Sex mit Vorgängerinnen.

    Nochmals, es geht darum, was Du Dir selbst verzeihst, damit Du mit Dir im Reinen bist und dann als ganzer Mensch in eine neue Beziehung reingehst. Wir alle machen mal Dinge, die wir hinterher doof finden, bereuen oder uns sogar dafür schämen.
    Ich bspw. hatte mal Sex mit einem Klassenkameraden. Einige hier werden sagen: "Klasse, sollte jeder machen!", andere: "Ja und. Wo ist das Thema?", wieder andere: "Wer's braucht!?!" und andere vielleicht: "Ekelig".
    Ich sage heute, dass ich es nicht bräuchte, dass es auch nichts ist, das ich meiner Freundin erzählen möchte, ich mich auch ein wenig dafür schäme. Aber ich habe einen guten Weg gefunden, damit umzugehen. Und wenn Du das hast, dann wird sich auch ein Umgang damit ergeben.

    Viel Erfolg!
     
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  • User 116134
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    25 Dezember 2016
    #20
    Ist das bei dir in deinem Umfeld so? Meiner Erfahrung nach ist das erste Mal nur dann so wichtig und besonders, wenn man es noch nicht hatte.
    Klar, in der Pubertät ist es natürlich das Thema, nicht zuletzt, weil man dadurch gefühlt vom Kind zum Erwachsenen wird. Aber danach? Ich kenne echt niemandem, dem das erste Mal mit Mitte 20 noch besonders wichtig wäre. Manche erinnern sich vielleicht gerne daran, andere ungerne, andere neutral. Aber auch bei feucht-fröhlichen Gesprächsrunden, bei denen zwar alles mögliche Thema wird, taucht das erste Mal so gut wie nie auf. Ich kann mich nicht daran erinnern, explizit nach meinem ersten Mal gefragt worden zu sein – was ich "danach" sexuell gemacht habe, hat deutlich mehr Leute interessiert.

    Weil's ja auch eigentlich völlig unspektakulär ist. Ich glaube, du redest dir das selbst ein, dass das erste Mal so wichtig und besonders ist und solltest davon wegkommen. Sieh das erste Mal als das, was es ist: Einfach nur das erste Mal Sex. Irgendwann muss man ja mal anfangen. Dem wohnt keine besondere Bedeutung inne, du allein entscheidest, welche Bedeutung du ihm gibst. Wenn es für dich nichts Besonderes ist, dann ist das 1. vollkommen okay und du bist damit 2. auch nicht alleine, denn vielen Menschen geht es (zumindest in der Retrospektive) so.
     
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