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Meine Mutter zerstört mein Leben+Beziehung

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Sunny2010, 12 April 2006.

  1. Stonic
    Stonic (42)
    Grillkünstler
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    1.817
    Verheiratet
    Ihr am Telefon klipp und klar sagen das der Anruf nicht den Blumen gilt sondern lediglich um ihr einen schönen Urlaub zu wünschen und sie mit ihrer scheiß Manipulation aufhören soll und nicht sich dauernd als Opfer ansehen soll
     
    #61
    Stonic, 2 Juni 2006
  2. desh2003
    Gast
    0
    Ein einfaches und schlichtes, unemotionales NEIN. Die Begründung ist ein Zweizeiler (Nein + Zweizeiler ist das einzige was du sagst; auf Vorwürfe gehst du nicht ein oder wiederholst freundlich: "Das ist das einzige was ich zu dem Thema zu sagen habe: Nein + Zweizeiler"). Lass sie reden wie sie will, bleib ruhig, kühl und immer freundlich. Egal was sie sagt, dein Standpunkt ist und bleibt klar.
     
    #62
    desh2003, 2 Juni 2006
  3. Molly
    Molly (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    Es ist kompliziert
    Ich habe auch eine Freundin, deren Mutter sie ähnlich unter Druck setzt wie deine dich. Da kann man überhaupt nichts machen.

    Sie hat mittlerweile bei ihrem Handy die Rufnummernunterdrückung eingeschaltet und bei ihr zu Hause geht immer der AB dran... Den hört sie dann trotzdem ab, jeden Tag eine Stunde voller Vorwürfe und den Auftrag, zurückzurufen...

    Die totale Hölle, sage ich einfach mal. Da kann man echt nichts tun, außer dem Kontakt zu unterbrechen. Aber es ist echt scheiße, weil die Frau doch gleichzeitig die eigene Mutter ist...
     
    #63
    Molly, 2 Juni 2006
  4. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Was Du machen kannst – ich würde den Spieß umdrehen.

    Ich würde die B.lumen gießen und zwar so das sie nicht eingehen. Und wenn deine Mutter aus dem Urlaub kommt – dann würde es mich einen feuchten Furz interessieren wie es war. Ich würde weder anrufen, noch würde ich ein Anruf von ihr entgegen nehmen. Ich würde dieses verhalten solange aufrechterhalten, bis sie sich entschuldigt für dieses Verhalten. Dann würde ich ihr die Pistole auf die Brust setzen und sagen: Wenn Du noch einmal so eine Show anziehst, dann kannst Du gehen wo der Pfeffer wächst Mutter. Ich habe es nicht nötig mich von Dir so behandeln zu lassen – und wenn Du es noch nicht gemerkt hast, Mutter, dein verhalten ist entwürdigend. Sollte ich also nochmals so von Dir behandelt werden, werde ich vergessen dass Du meine Mutter bist – ende der Durchsage.

    Auch wenn der letzte Satz ziemlich hart klingt, aber da ist Hopfen und Malz verloren bei deiner Mum, da hilft nur noch Druck. Vergleiche die Situation mit der Situation in dem sich ein Alkoholiker befindet – auch er muss erst Einsicht haben, dass sich was ändern muss und das sein Verhalten Kontraproduktiv ist.

    So ähnlich Allüren hatten meine Eltern auch im Ansatz – als es mir zu viel wurde, gab ein Schuss vor dem Bug, mit der Warnung, dass der nächste besser treffen wird. Reden hat bei deiner Mum keinen Sinn mehr – das hast Du schon viel zu lange gemacht. Nun – so hart wie es auch ist, mußt Du Plan B herausholen und die Konsequenzen ziehen. Es ist immer ätzend hoch drei solche Druckmittel gegen die eigenen Eltern einzusetzen – aber es ist in meinen Augen die einzigste Chance - ..... echt scheiß Situation!
     
    #64
    smithers, 2 Juni 2006
  5. desh2003
    Gast
    0
    Es bringt nichts den Konflikt verbal oder non verbal auszuweiten. Nur wenn sie sieht, dass sie sich nicht durchsetzt und nicht mehr Aufmerksamkeit durch die Kapriolen, die sie damit am Laufen hält, bekommt, wird sich etwas ändern. Das ist ein Lernprozeß ggf. dauert der Jahre.
     
    #65
    desh2003, 2 Juni 2006
  6. Shiny Flame
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    Verlobt
    Gieß die Blumen bloß nicht!

    (Der böse Smily gilt deiner Mutter, nicht dir!)

    Ich würde die Blumen nicht gießen, und ich rate dir ganz ernsthaft, es auch nicht zu tun!

    Deine Schwester hat sich schon genug von deiner Mutter gelöst, um zu sagen, dass sie die BLumen nicht gießt, weil sie keine Zeit dafür hat. Ehrlich gesagt ist das völlig vernünftig. Hast du etwa die Zeit dafür? Eigentlich doch nicht!

    Meine Mutter fragt eine Nachbarin, ob sie die BLumen gießt, wenn sie in Urlaub fährt. Ganz ernsthaft, so was geht auch! Obwohl ich meine Mutter nämlich sehr liebhabe, würde ich nicht jeden zweiten Tag so eine weite Strecke fahren, um ihre BLumen zu gießen - erst recht nicht, wenn sie es als so scheinbar selbstverständlich vorraussetzt. (Außerdem müssen Blumen nicht jeden zweiten Tag, sondern nur einmal die Woche gegossen werden, die ganze Aktion klingt deswegen für mich nur noch mehr nach Tyrannei)

    ***

    Du hast weiter oben schon mal geschrieben, dass deine Mutter vielleicht psychologische Hilfe gebrauchen könnte, aber nie auf die Idee kommen würde, das auch zu tun.

    So lange du nach ihrer Pfeife tanzt, läuft doch alles so, wie sie es möchte. Da macht sie dir teure Geschenke und setzt dich moralisch unter Druck, und du hast ein schlechtes Gewissen und bist immer wieder für sie da, obwohl du doch schon den Mut gefunden hattest, auszuziehen. (Sehr mutig und respekteinflößend, übrigens!)

    "Ein Alkoholiker sieht erst ein, dass er Hilfe braucht, wenn er feststellt, dass die Menschen um ihn herum ihn verlassen oder er völlig zusammenklappt, vorher ist für ihn alles in bester Ordnung."

    Deine Mutter ist keine Alkoholikerin, aber in ihrem Beziehungsverhalten dir gegenüber ist sie völlig besitzergreifend. Du merkst ja selbst, dass es so nicht weiter geht, dass deine eigenen Freundschaften davon beeinträchtigt werden... Es ist krankhaft, was deine Mutter da abzieht. Vielleicht kann man sie noch nicht mal dafür verantwortlich machen, aber du bist diejenige, die darunter leidet.

    ***

    Du schreibst auch, dass du sehr harmoniebedürftig bist.
    Wahrscheinlich hat deine Schwester da einfach ein dickeres Fell und kann besser für sich selbst sorgen, deswegen lässt sie sich von deiner Mutter nicht so erpressen. Ich schreibe mit Absicht erpressen, denn dass deine Mutter dich emotional erpresst, hast du ja schon mitgekriegt.

    Leider sind es immer die harmoniebedürftigeren Menschen, die sensibleren, die von so etwas besonders hart getroffen werden. Es muss so weh tun. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir das einfach klar machst. Dass deine Sensibilität hier eine Eigenschaft ist, die dir wehtut, die dich daran hindert, von deiner allzusehr liebenden und klammernden Mutter wegzugehen. Wenn sie wirklich krank ist, braucht sie Hilfe. Aber die kannst du ihr nicht geben! Und sie wird frühstens auf die Idee kommen, sich Hilfe zu suchen, wenn sie merkt, dass sie so nicht mehr ohne weiteres zureckt kommt!

    Es gibt Selbsthilfegruppen für Kinder psychisch kranker Menschen. Wenn deine Mutter nicht bereit ist, Hilfe zu suchen - dann such dir doch erst mal welche für dich selbst! Da ich nicht genau weiß, wo du in Berlin wohnst, kann ich nichts empfehlen, aber wofür gibt es google? Wenn du bereit bist, kannst du dort ja mal suchen und zu einem Treffen gehen. Vielleicht hilft es dir, dort mit anderen Menschen über deine Erfahrungen zu sprechen und einfach mal zu merken, dass das alles nicht deine Schuld ist! Vielleicht ist deine Mutter auch nicht schuld, aber hier geht es um dein Leben und darum, dass du darin zurecht kommst. In einer Selbsthilfegruppe kann man auch darüber reden, was man tun soll, wenn immer wieder solche Sachen wie das mit dem Blumengießen kommen, vielleicht haben andere dort Sachen ausprobiert, die helfen. Und zumindest lernst du dort Leute kennen, die wirklich verstehen, was du durchmachen musst.

    ***

    Irgendwo hast du noch geschrieben, dass deine Mutter deinen Freundinnen immer Suggestiv-Fragen gestellt hat, die sie nur auf eine Art beantworten konnten, die dich in einem schlechten Licht erscheinen ließen. Dass das so an deinem Selbstwertgefühl kratzte, weil du dann dachtest, dass alle dich klein und blöd finden. (oder so ähnlich)

    Ich bin selbst mal in der Situation einer solchen Freundin gewesen, wo die Mutter etwas ähnliches machte, abwertende Suggestivfragen über meine Freundin stellen. Ehrlcih gesagt, habe ich dann immer genickt oder verlegen gebrummt, und mir meinen Teil gedacht. Willst du wissen, was ich gedacht habe? Bestimmt nicht: Oh, sie hat Recht, meine Freundin ist tatsächlich ("faul", "hässlich", "dick"), was auch immer. Nein, ich dachte: Mit Irren soll man nicht streiten. Merkt sie gar nicht, wie lächerlich sie sich hier macht? Merkt sie gar nicht, wie wunderbar, wunderschön, hilfsbereit und freundlich meine Freundin ist?

    Ich könnte wetten, dass es bei dir genauso war, dass in deinen Freundinnen das Gleiche vorgegangen ist. Ich habe damals hinterher nichts darüber zu meiner Freundin gesagt.
    Weißt du, warum? Ich wollte nciht schlecht über ihre Mutter reden. Wenn ich mir angucke, was das damals in dir ausgelöst hat, dass deine Freundinnen nicht energisch widersprachen, hätte ich es damals vielleicht tun sollen...

    Aber bestimmt hätte die Mutter hinterher trotzdem alles kaputtgeredet. Sie hätte zu meiner Freundin gesagt: Ist ja toll, dass deine Freundin so zu dir steht. Na ja, die kennt dich halt auch nicht so gut wie ich.
    Und sie hätte weiter geredet und ihr Zweifel an ihrem eigenen Wert ganz tief ins Unterbewusstsein gepflanzt.

    ***

    Gegen solche Menschen ist man einfach völlig hilflos. Die ticken ganz anders, und die nutzen Leute wie dich, die sensibel genug sind, Verantwortung zu fühlen, einfach aus. Sie sprechen von Liebe, und meinen dabei nur: Ich brauche dich, geh nicht weg, lass mich dich aussaugen, dir deine Lebenskraft stehlen, ich habe nämlcih keine eigene.

    Was Liebe wirklich ist, davon haben sie gar keine Ahnung. Liebe ist Respekt voreinander, der Wunsch, den anderen glücklich zu sehen und die Bereitsschaft, ihm zu helfen, den besten Weg für ihn zu finden. Liebe ist auch der Wunsch, miteinander glücklcih zu sein und wenn man miteinander reden kann (deine Mutter wertet dich ab und nimmt deine Worte überhaupt nicht ernst, wie ihre Last-Minute-Aufforderung, ihre Blumen zu gießen, ein weiteres Mal überdeutlich zeigt).

    Der Wunsch, den anderen zu besitzen, der wird zwar Liebe genannt, solche Leute halten es sogar für Liebe, besonders, wenn sie teure Geschenke dazupacken, aber in Wahrheit ist es das genaue Gegenteil. Keine Liebe, sondern ein Gefängnis. Liebe macht frei und glücklich, und die sogenannte "Liebe" deiner Mutter engt dich ein und macht dich unglücklich.
    Es ist ein harter Prozess, sich von solcher sogenannten LIebe loszulösen, aber den ersten Schritt hast du gemacht, indem du ausgezogen bist, und den zweiten, indem du hier über deine Probleme schreibst. Ich bewundere die Kraft, die dich bis hierher hat durchhalten lassen, und wünsche dir ganz fest die Kraft, um weiter zu machen.

    Vielleicht, indem du die Blumen nicht gießt:cool1: ? Oder indem du etwas ganz anderes tust.
     
    #66
    Shiny Flame, 2 Juni 2006
  7. Sunny2010
    Sunny2010 (32)
    Klein,aber fein! Themenstarter
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    Single
    @ Stonic:
    Ich hab ihr am Telefon klipp und klar gesagt,dass ich nur anrufe um ihr einen schönen Flug/Urlaub zu wünschen,da ich ja gestern nich so weit gekommen bin,da sie aufgelegt hat. Da fing sie ja an mit ihrem

    "Ich hätte eine schönere Reise,wenn du meine Blumen gießen würdest und diese nich verwelkt wären,wenn ich wieder nach hause komme. Wenn du sie nich gießt brauchst du mir auch keine schöne Reise wünschen!"

    :ratlos:

    Und ein klares Nein ist bei meiner Mutter leider so,als würde man mit einer Mauer reden...es prallt ab und es hagelt danach Vorwürfe... :cry:

    @desh 2003:
    Das mit dem unemotionalen, kühlen aber dennoch freundlichen Nein + Zweizeiler hab ich schon öfter probiert...aber das is leider genauso zwecklos,wie ein klipp und klares nein (weiter oben)



    @Smithers:
    Den Spieß umdrehen...an sich eine gute Idee...bloss ist meine Mutter nicht der Typ von Mensch,der sich dann irgendwann entschuldigen würde,da sie nicht einsieht,wenn/dass sie Fehler macht. Und wenn ich anrufe abwürge bzw nich annehme (was ich beides schon probiert hab) klappt....aber nur ne zeitlang,da ich ja nich monatelang alle Anrufe meiner Mutter umgehen kann,da sie sich eh nie entschuldigen würde,auch wenn sie es schwarz auf weiss hätte,dass sie schuld ist...



    @Molly:

    Du sagst es. Wenn es einen selber betrifft,mit der eigenen Mutter ist es echt schwer... :geknickt:



    @Flame:
    Du scheinst dich ja wirklich durch diesen langen Thread gekämpft zu haben - Respekt.
    Deine Ansätze sind ziemlich gut getroffen,muss ich sagen.

    Das mit dem ausziehen war auch ein harter und schwerer Schritt für mich,muss ich sagen. Es war ja nicht mit dem ausziehen selber getan. Davor musste ich das Geld dafür erarbeiten,was ca. 6Monate gedauert hat und worunter meine Uni,aber auch mein Freund (leider) sehr gelitten haben. Sie in den Punkten (das ich arbeiten gehe) 6Monate lang anzulügen und ihr sagen zu müssen,dass ich immer bis 18uhr Uni hab war echt schlimm und die sonst immer so brave und ehrliche Sunny musste mit ihrem Gewissen kämpfen...aber mein ziel war klar: Auszug und zwar sobald ich mein Bafög hab. Ich konnte meinen Freunden auch nich von erzählen (von meinen Auszugsplänen),da sie sich mit meiner Mutter gut verstehen und ich sie da auch nich reinziehen wollte. (und nich wollte,dass sie sich am ende auch noch schlecht fühlen und ein schlechtes gewissen haben)
    Ich bin stolz auf mich,dass ich das geschafft habe. Aber ohne die seelische Unterstützung und der Liebe von meinem Flatsch ( :herz: ) hätt ich das wohl nicht geschafft,er hat mich immer aufgebaut,wenn es mir schlecht ging und tut das noch immer:
    @ Flatsch: Vielen Dank,dass du immer für mich da warst/bist. Ein Riesenkuss an dich! :herz:

    Das mit meiner Schwester hast du auf den Punkt erfasst. Sie hat sich schon gut emotional von meiner mutter gelöst und ist in den richtigen Momenten egoistisch (und lässt bestimmte dinge,die mami verlangt nich mit sich machen)...Ich habe es leider nie gelernt egoistisch zu sein...

    Harmoniebedürftig und sensibel bin ich,das stimmt. Meist auch zu gutmütig... Ich kann einfach niemandem lange böse sein (selbst wenn ich es wollte)...

    Das "konsequenzen ziehen" fällt mir sehr schwer...*Seufz*...denn ich habe immer im Hinterkopf,dass sie meine Mutti is und ich nur sie habe (mein Papi is ja seit 6Jahren Tod) und meine Schwester lebt seit März 2005 ihr eigenes Leben.

    Eine Selbsthilfegruppe...tja,ich glaub das wäre nix für mich...mir fällt es leider generell sehr schwer über Probleme zu reden (um das ein wenig zu durchbrechen hab ich mich ja an euch gewandt) und ich würde da wohl in Tränen ausbrechen...:cry: Ich hoffe mein Fatsch hat weiterhin die Geduld mit mir und nimmt mir die "seelischen Schäden",die ich von meiner Mutter davongetragen habe nicht böse und hilft mir auf liebevolle Art und Weise,diese zu "beheben". Es wird bestimmt schwer (das is es ja schon),aber ich hoffe sehr drauf,dass wir das gemeinsam brauchen.
    Ich vertrau ihm einfach sehr und hoffe,dass er den schweren Weg mit mir gemeinsam geht.

    Meine Mutter weiss was Liebe ist. Auch wenn du bestimmt das Gegenteil denkst,da sie mich mit ihrer Art zu lieben einengt. Die große Liebe ihres Lebens hatte sie damals betrogen (ich hatte von ihm erzählt,er war Tierarzt) und seitdem hat sie sich sehr verändert und klammert sich an vieles was nicht ist.
    - an ihre mittlerweile 3,8Jahre andauernde besch****** Beziehung,mit einem Kerl,der sie nich glücklich macht und sie weiss das hat aber Angst alleine zu sein.
    - An ihr kleine Tochter (mich),die aber keine kleine Tochter mehr ist,sondern eine heranwachsende Frau,die zwar in vielen Belangen noch sehr kindisch,verspielt und albern ist,aber auch verantwortungsvoll, harmoniebedürftig,sensibel und auch ernstgenommen werden möchte. Die letzten 4Punkte ignoriert sie aber gnadenlos und nimmt mich überhaupt nicht ernst….
    - Mehr fällt mir gerade nich ein…

    Sie war damals (vor ca. 7-8Jahren) noch so liebevoll, respektvoll,etc, wie sie es eigentlich ist.
    Aber nach dieser großen Enttäuschung (sie war etwa 2Jahre mit ihm zusammen, wo viele schlimme Dinge vorgefallen sind) hat sie sich leider sehr ins negative verändert. Sie gibt mir noch heute die Schuld an das Ende ihrer Beziehung (ihrer großen Liebe). Ich war damals noch ein Kind, 10-12Jahre alt…..und habe gesehn,wie meine Mutter unter dieser Beziehung litt (er war u.a. Alkoholiker und hat seine Hunde geschlagen und durch die Gegend geworfen…es war einfach grausam,vieles habe ich verdrängt…wenn ich zurück denke kommen mir die Tränen,da ich Tiere über alles liebe und er sie,trotzdessen er Tierarzt war so grausam behandelt hat….)…und riet ihr daher sich von ihm zu trennen…zu meinte immer ich solle ihr Zeit lassen,sie wisse schon was zu tun ist……Irgendwann trennte sie sich…aber es zog sich lange…zu lange hin und hat vieles gutes in ihr zerstört….
    Ich erkenne sie in vielen Belangen nich wieder und kann sie daher schwer einschätzen…als Kind konnte ich in ihren Augen lesen,wie es ihr ging…fragte sie und nach etwas rumdrucksen sagte sie es mir….jetzt kann ich es zwar noch immer in ihren augen sehen,aber sie sagt mir nichts mehr über ihr inneres (ihre gefühle,etc)…und das tut weh…da wir mal eine sehr enge und innige Bindung zueinander hatten (wohl auch aus meiner Frühgeburt und vielen Krankheiten resultierend)

    Vielen Dank für deinen sehr hilfreichen Text.Es war sehr schön ihn zu lesen und du hast viele Punkte auf den Kopf getroffen.

    Entschuldigt,dass es (mal wieder) so lang geworden ist,aber ich hab versucht so gut es geht auch eure Aspekte einzugehen.

    Vielen Dank für eure Beiträge,ich hoffe,dass noch weitere folgen,die mir hoffentlich helfen werden.
     
    #67
    Sunny2010, 2 Juni 2006
  8. Shiny Flame
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    Danke für deine Antwort.

    Was du da erzählst, über die Beziehung mit diesem grausamen Tierarzt, das ist ganz schön schlimm!
    Vielleicht ging es damals los, dass sie sich verändert hat... Aber wenn sie im Nachhinein so einen Menschen zur großen Liebe ihres Lebens erklärt, dann hat sie sich sicher auch ein bisschen die Vergangenheit schöngeredet, meinst du nicht?

    Ich bleibe dabei, dass deine Mutter Hilfe braucht, dass da irgend ein psychisches Problem dahinter steht.

    Du sagst ja selbst, dass sie früher anders war, liebevoller, respektvoller. Sicher trotzdem anstrengend, aber jetzt hat sie starke Verlustangst und Kontrollzwang. Du sagst ja selbst, dass sie sich an ihre jetzige Beziehung klammert, obwohl der Typ sie nicht glücklich macht, weil sie Angst hat, alleine zu sein... Genauso klammert sie sich an dich und deine Schwester, nur dass das Fell deiner Schwester etwas dicker ist, was sie davor schützt, zusehr vereinnahmt zu werden.
    Ich bin keine Psychologin, nur auch so ein eklig sensibler Typ, der sich für die eigene Mutter (früher) zu stark verantwortlich gefühlt hat...

    (Weißt du, meine Mutter war früher auch sehr schwer, nicht wie deine, aber trotzdem. Ich habe auch noch nie so wirklihc den Mut gefunden, darüber zu reden, weil ich sie so liebe und zumindest als Mädchen auch das Gefühl hatte, dass sie außer mir kaum jemand hatte. )

    Was ich sagen wollte ist... Ach ja. Du kannst nicht gut machen, was damals geschehen ist. Kinder können nie irgendwas an den Beziehungen ihrer Eltern ändern, weißt du? Klar können sie neue Beziehungen stören, aber... du sagst ja selbst, dass der Typ damals echt scheiße war. Ich denke, dazu kannst du ohne schlechtem Gewissen stehen (ich weiß, dürfen und können sind zwei paar Schuhe).

    Aber vielleicht hat deine Mutter sich seit damals verändert. So psychische Auffälligkeiten (das ist vielleicht der neutralste Begriff, wie gesagt, ich bin keine Psychologin und kann nicht diagnostizieren) entstehen ja nicht aus dem Nichts von heute auf morgen, sondern die entwickeln sich langsam. Und sie haben bestimmte Ereignisse, die das ganze verschlimmern. Aber dafür kannst du wirklich nichts. (Und es war etwas übertrieben, deiner Mutter zu unterstellen, sie könne nicht lieben. Das tut mir leid. Es ging mir nur darum, dir zu sagen, dass Mutterliebe eben auch anders aussehen kann als das, was du erlebst. Aber ich bin ein bisschen heftig geworden, weil mich das ganze emotional eben so berührt.)

    Was die SH-Gruppe betrifft: Natürlich musst du da nicht sofort hin... Aber vielleicht kommst du irgendwann doch mal dahin, dass du es gerne möchtest... Bei den ersten Treffen kannst du ja auch erst mal nur zuhören. Und selbst wenn du anfängst zu weinen: Mein Gott, dazu hast du doch auch allen Grund und jedes Recht! Das werden die anderen schon verstehen, weil bestimmt der oder die eine oder andere da sind, die ähnliches erlebt haben wie du!

    Weise den Gedanken am besten nicht einfach völlig von dir, sondern halte dir die Möglichkeit als eine weitere offen, wenn es darum geht, innerlich deinen Frieden mit deiner Mutter und deiner Kindheit/Jugend zu schließen, was hälst du davon? Ich denke, einfach schon zu wissen, dass man nicht die einzige mit solchen Problemen ist, könnte schon ziemlich viel helfen, selbst wenn man dann doch erst mal nicht in die Gruppe geht.

    P.S. Wie gesagt, deinen Auszug bewundere ich übrigens echt total! Du musst echt total viel Kraft und Durchhaltevermögen haben, so wie du das durchgezogen hast - und das sagt eine, die weiß, wovon sie redet.
     
    #68
    Shiny Flame, 2 Juni 2006
  9. Sunny2010
    Sunny2010 (32)
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    @Flame:

    Bezüglich Mamas Ex (dem Tierarzt) ist es einfach so,dass sie sich damals unsterblich in ihm verliebt hat und einfach nich von ihm loskam (da wusste sie ja nich,dass er Tieren gegenüber so grausam ist...das zeigte sich erst nach und nach...) Sie verhielt sich in den wie ein glücklicher Teenager,die ihren 1.Freund hat und auf Wolke 7 schwebt (in den ersten 2-3Monaten,wo auch noch alles ok war und er "ganz normal" zu sein schien)
    Klar redet sie sich vieles schön und schafft auf ihre Weise "ihre eigene Welt", aber das was sie für ihn empfunden hat (diese Intensität,diese jugendliche Naivität,ihre glücklichen Augen [<--zumindest in der anfangszeit].....) man merkte,dass er etwas ganz besondres,ihre große Liebe für sie war und sie sagte es auch damals (bevor er so schlimm wurde mit/durch ihn) Man muss es sellber erlebt haben um zu verstehen,wovon ich hier spreche...

    Ich hoffe sie wird sich irgendwann wieder so hals über Kopf verlieben und dieses "positive" ausstrahlen,dass nur Schwer-verliebte habe (wenn du verstehst was ich meine), aber DIESMAL in jemanden,der ihr gut tut und sie nich so verletzt,belügt und betrügt.

    Mit dem schönreden...den Teil hab ich in "schwachen Zügen" auch bei bestimmten Menschen (wie meinen Ex...),ich kann einfach schlecht mit "hass" , "Enttäuschungen" oder ähnligen negativen Gefühlen umgehen,da es mich innerlich zerreisst und kaputt macht. Ich schwäche manche Geschehnisse etwas ab (und speichere sie so,leicht verfälscht in meinem Kopf),damit ich daran nich zugrundegehe....ganz schlimme Dinge (wie die mit den "hunden zumschmeißen",etc) hab ich in mein tiefstes Unterbewusstsein verdrängt.

    Das mit der Verlust und Kontroll-Angst stimmt. Ich glaub,dass Verlustangst jeder verspürt,aber bei ihr sind diese und die Kontroll-Angst massiv....
    (Ich glaub da kann ich auch nich der beste Psychologe der Welt helfen,da sie sich nich helfen lassen möchte)

    Danke für deine Bewunderung.
    Ich betone dennoch,dass ich es nich alleine geschafft hab. Flatsch hat meine Seel gestreichelt (tut dies noch immer) und mir gezeigt,dass ich es kann wenn ich es nur genug will.
    Und ich wollte es! In dem ganzen 6Monaten davor war mein täglicher Gedanke nach dem aufstehen "je mehr ich arbeite,desto mehr Geld bekomme ich zusammen um früher auszuziehen!" , am Ende jedes Tages fiel ich todmüde ins Bett,mit mir war kaum was anzufangen,aber es hat sich ja ausgezahlt. Ich habs (dank meinen Flatsch) geschafft!
     
    #69
    Sunny2010, 2 Juni 2006
  10. Shiny Flame
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    Und du redest dir das Verhältnis zu deiner Mutter wirklich überhaupt nicht schön? Wirklich gar kein kleines bisschen, weil die Wahrheit zu sehr wehtun würde?

    P.S. Was den Auszug betrifft: Obwohl es wunderbar ist, dass dein Freund dich dabei unterstützt hat - DU hast es am Ende geleistet, du hast gearbeitet und warst abends erschöpft!

    Alle eigenen Leistungen anderen in die Schuhe schieben und die Verantwortung für die Fehler der anderen übernehmen - das sind mir die richtigen... Klingt doch wirklich ein bisschen verdreht, wenn man es so betrachtet, oder?
     
    #70
    Shiny Flame, 2 Juni 2006
  11. Sunny2010
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    Jein...das is schwer zu beantworten...
    sagen wir es so, mir is schon bewusst,dass meine mutti sehr manipulativ,einengend,etc is...aber wenn sie dann ma "lieb" (nich so ist) hab ich wieder Hoffnung,dass sie so bleibt.

    Gegenüber "Fremden" sage ich natürlich nicht "mein Verhältnis zu meiner Mutter ist total besch*****!" ,da es das ja nicht is. (Zumindest nicht immer),aber mir is schon bewusst,dass es mal besser war.
    (Aber ich glaube,dass is verständlich,wer sagt schon gerne,dass das verhältnis zur familie nicht so gut ist)
     
    #71
    Sunny2010, 2 Juni 2006
  12. Shiny Flame
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    Tja... Die Frau von einem Alkoholiker hat diese Hoffnung auch immer, wenn er grad mal nicht trinkt...
    ... Die Frau von einem Schläger hofft das auch immer, weil er in den Zwischenphasen so nett und liebevoll ist, bis er wieder ausrastet...

    Bei dir ist es rein physisch/körperlich nicht so, aber dieses psychische Unterdruck-Setzen...
    Na, es ist schon richtig, sich die guten Zeiten auch in Erinnerung zu rufen, und man muss sich die schlechten Zeiten auch schönreden, dass weiß ich selbst, weil man sonst zerbricht...
    Es gibt ja auch die schönen Zeiten.

    Das macht es so schwer, und für Außenstehende so schwer begreifbar. Aber man spaltet seine Seele da irgendwie in zwei Teile, alles was schlimm ist, kommt in den einen, und der Bewusste Teil, an den man sich normalerweise erinnert, der ist an der Oberfläche, mit den ganzen Netten Sachen.

    Das ganze ist nur Schwerstarbeit für die Psyche und kostet so viel Kraft. Und man ist immer unvollständig.

    Vielleicht wirst du es irgendwann auch schaffen, die lieben Dinge an deiner Mutter weiter zu lieben und dir trotzdem die schlimmen Dinge einzugestehen., auch wenn es dahin noch ein langer Weg ist. Aber so stark wie du bist, wirst du das wohl auch hinkriegen, den Weg und das Ziel, beides. Aber auf dem Weg wird es sicher irgendwann auch nötig sein, eine Zeitlang wütend auf deine Mutter zu sein, bis du deinen Frieden mit allem machst, meinst du nicht?
     
    #72
    Shiny Flame, 2 Juni 2006
  13. Flatsch
    Verbringt hier viel Zeit
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    hallo

    ich wollte mich nochmal zu Wort melden.

    Eigentlich ist die Art wie du die Sache angehst, genau auf den Punkt treffend.
    Das Problem ist, dass die Mutter oft auch unterbewussten Psychoterror macht.

    Sie wird auch wieder mich schlecht machen und die Beziehung zu mir. Das schlimme daran ist, das ich nicht (immer) weiss wie ich reageren soll.

    Ich kann von Aussen alles neutraler sehen.
    aber mal ein Beispiel:

    Die Mutti ist mal gut drauf, wir gehen zu ihr besuchen sie.
    sie fragt, ob wir helfen und Sunny sagt ja. Ansich kein Problem, wenn ich nicht wüsste, dass wenn wir helfen, die Mama 2 Tage später dann mit der nächsten Bitte kommt und dann wieder und wieder. Wenn wir dann beim Dritten oder 4ten mal nicht können, dann fängt das so an, wie es zur Zeit wieder ist.
    Mit diesen Gedanken im Hinterkopf gehe ich dann auf meine Sunny zu und rede mit ihr, aber sie will es meist trotzdem machen und probieren.

    Es ist so ein Verhalten, wo sie immer hofft, das alles wieder gut wird.(wie du mit der Frau des Alkoholikers beschrieben hast)
    Wenn ich dann was sage bin ich (oft) der Böse. Wenn ich im Endeffekt recht habe, will sie es nicht hören und schon gibts auch hier Zoff...

    Das Problem ist, das sich meine Sunny nicht wehrt gegen ihre Mutter. Dafür wehrt sie sich an Stellen bei mir, wo es nicht sein muss, wo es übertreiben ist, wo sie Angst hat, wieder kontrolliert zu werden obwohl dem nicht der Fall ist.

    Mir gelingt es oft leider nicht mehr neutral auf die Mama zu zugehen. Ich versuche es aber immerwieder. Die Mutter schafft es auch immer, Fragen so zu stellen (wie zum Bespiel ob wir mal eben mit zu ihr kommen und ihr was helfen), dass wir das vor ihr klären müssen. Dann sieht die Mutter, wenn ich sage, dass es besser ist, nicht zu gehen usw udn im Endeffekt kommen da dann wieder Anrufe, dass ich sie Manipuliere usw.

    Es ist einfachschwehr und ich bin eindeutig der Meinung, dass wir den Kontakt auf Telefonate beschränken sollten und auf Treffen, wo die Mama vorher weiss, dass wir was vorhaben sodass sie uns nicht bekommen kann. Nur muss meine Sunny dann stark sein und Kommentare und Worte von der Mama ausblenden können. Wenn nicht, muss der Kontakt wohl leider eine Weile eingestellt werden.

    Ich hoffe ich konnte mich so ausdrücken, dass du mich verstehst.
     
    #73
    Flatsch, 2 Juni 2006
  14. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
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    ich beispielsweise. Seit ich von meiner Mutter weg bin,bin ich stolz darauf, diesen großen Schritt gemacht zu haben. Klar geht ein Raunen durch den Raum,wenn ich sage "Ich hab keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter", aber dann sage ich "Es geht mir jetzt aber besser und ich bin so glücklich darüber, dass mein Vater und ich jedes jahr gemeinsam den Jahrestag feiern,an dem wir ausgezogen sind. So schlimm war es."

    ich denke, du redest es dir irgendwie schön. Du hast ein gestörtes Verhältnis zu deiner Mutter. was ist dabei,es zuzugeben? Versuch doch nicht nach außen hin so perfekt zu wirken wie deine Mutter
     
    #74
    SexySellerie, 2 Juni 2006
  15. Shiny Flame
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    Meine Freundin, von der ich ja schon erzählt habe, die versucht zu verhindern, dass ihr Freund Kontakt zu ihrer Mutter hat. Die trennt das richtig, ich sag mal, in den "Wahnsinn" zu Hause und das normale Leben in unserer Großstadt. Mit dem Ergebnis, dass ihr Freund lange Zeit lang überhaupt nicht verstanden hat, weswegen er ihren Eltern vorenthalten wird...

    Sie hat ihm irgendwann mal einen AB vorgespielt.

    Flatsch, ich bewundere ja auch, dass du ihr dabei so hilfst, wo es bestimmt schwer ist. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir manchmal in Erinnerung rufst, dass Sunny ihre Mama trotzdem lieb hat...

    Aber vielleicht hilft es dir auch, wenn du irgendwann auf den Tisch haust und sagst: So nicht mehr mit mir.

    Ich meine, Sunny muss sich von ihrer Mutter irgendwann lösen, aus dieser emotionalen Abhängigkeit, diesem Gefühl, gebraucht zu werden. Aber du darfst dich davon nicht auch noch kaputt machen lassen.

    Ihr beide habt eine gemeinsame Zukunft, die hoffentlich schön wird! Ist die nicht wichtiger als Sunnys Vergangenheit? Ist es nicht an der Zeit, Sunnys Mama in der Vergangenheit zu lassen? Die Mama muss selber lernen, zurechtzukommen.

    Die Frau vom Alkoholiker hilft ihm doch gar nicht, wenn sie immer wieder so tut, als wäre alles halb so schlimm. Dann wird er sich nämlich nie professionelle Hilfe für den Entzug suchen, um mal bei dem Beispiel zu bleiben.

    Sunnys Mutter ist in einem Teufelskreis. Sie wünscht sich wie jeder Mensch Nähe, aber sie fordert es ein und wird zickig, wenn sie sie nicht bekommt. Das führt dazu, dass Leute mit einem gesunden Empfinden für ihre Grenzen sich so etwas nicht allzu lange gefallen lassen, so dass sie immer weniger Menschen um sich herum hat. Und die wenigen klammert sie umso mehr fest, Sunny traut sich gar nicht, sich wirklich von ihrer Mutter zu lösen, weil diese dann noch weniger Menschen hat. Die Mutter merkt gar nicht, wie sehr sie Sunnys Grenzen damit verletzt. Sie ignoriert es und tut es als Lügen ab und verletzt Sunny damit noch mehr.

    Und Sunny? Sunny fühlt sich verantwortlich dafür, dass ihre Mutter nicht einsam und hilflos ist. Dabei müsste es umgekehrt sein, die Mutter müsste sich verantwortlich für Sunny fühlen. So oder so müssen die beiden einander loslassen, denn Sunny ist eine junge Frau, und Eltern müssen Mädchen loslassen, wenn sie zur Frau werden und einen Partner finden!

    Sunny hat als Kind, Mädchen und heranwachsende Frau von ihrer Mutter nie erfahren, wie es ist, wenn die eigenen Grenzen akzeptiert werden. Die Mutter war liebevoll (und meinte das sogar ernst), so lange alles genau nach ihrem Wunsch lief, sonst hat sie Sunny gnadenlos untergebuttert.

    Weinst du, Sunny? Weinst du um deine Kindheit, um deine Mutter, um deine Liebe zu deiner Mutter, um die klammernde Liebe, die du bekamst, und um die Liebe, die du benötigt und nie bekommen hast? Weinst du um deine Schwester, die so früh weggegangen ist und nicht versteht, wie du dich fühlst, die dir quasi die Verantwortung für deine Mutter zugeschoben hat und geflohen ist? Weinst du um die Frau, die du hättest werden können?

    Hoffentlich, manche Tränen müssen nämlich vergossen werden, sie sind heilsam. Hoffentlich kannst du um all das weinen. Hoffentlich findest du eine Zukunft, die besser ist, um die du dann nicht mehr weinen musst. Du hast immer das Beste gemacht, was du in der Situation tun konntest, weißt du das? Aber mittlerweile ist es an der Zeit, weiterzugehen... Die Blumen nicht zu gießen... Die allzu liebe Mutter gehen zu lassen und selber ein eigenes Leben zu haben...

    Möge das Licht, das in dir brennt, deinen Weg beleuchten.

    ***

    P.S. @Sellerie: Ihr feiert den Jahrestag? Wow! Und ich möchte dir einfach auch noch mal gratulieren, dass du diese Kindheit überstanden hast und damit fertig geworden bist!
     
    #75
    Shiny Flame, 2 Juni 2006
  16. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
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    Du hast einen tollen Beitrag geschrieben, du hast absolut Recht. Sunny gibt und gibt, hofft immer,dass es besser wird, aber es kommt wenig bis gar nichts von ihrer Mutter zurück. Sunny,dufragst dich,was du falsch machst. Du machs absolut nichts falsch. Deine Mutter sagt,dass du etwas falsch machst, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt!
    Und zum Thema weinen und Selbsthilfegruppe. Ich habe auch viel geweint. Wenn sie mich angerufen hat, habe ich es nicht über's Herz gebracht einfach aufzulegen und meine Grenze zu ziehen. Und wenn sie mich fertig gemacht hab, saß ich später vorm Telefon und habe geweint wie ein kleines Kind. Ich habe meine Mutter letztens auf der Straße gesehen und sie hat mich angesprochen. Ich bin davon gerannt und habe dann in meinem Auto gesessen und geweint.
    Aber ich bin einen Schritt weiter. Ich lege jetzt auf,wenn sie anruft, ich laufe weg, wenn sie vor mir steht. Und ich zeige vor ihr keine Schwäche mehr.
    Aber das Wichtigste ist, dass du schwach bist. In Wirklichkeit kannst du doch gar nicht mehr. Du bist total verwirrt. Und du darfst weinen. Nicht vor ihr,aber für dich oder um vor anderen den ganzen Ballast abzuwerfen. Es geht einem besser, wenn man sich eingesteht, dass man vieles nicht hatte,was andere hatten.
    Du resignierst ja schon fast. Deine Mutter ist für dich "normal". Du solltest dir bewusst machen, dass sie das nicht ist. Und du darfst traurig sein,deshalb. Glaub mir, wenn du dich einmal richtig ausgekotzt hast, dann fühlst du dich leichter!

    Vielen Dank!Ja, jedes Jahr am 13.6. feiern mein Vater und ich mit allen Freunden und Verwandten,die sich auch "getrennt" haben, ein riesiges Fest!
    Ich habe meine Kindheit überstanden, ob ich damit fertig geworden bin weiß ich noch nicht. Mein Traum ist es ja, Medizin zu studieren und Kinderärztin oder Psychiaterin zu werden. Ich möchte in einer Position sitzen, in der ich präventiv helfen kann. Als Kinderärztin sehe ich sofort, wenn Kinder nicht richtig behandelt werden,kann eingreifen.
    Als Psychiaterin würde ich die Abgründe der menschlichen Psyche kennenlernen,vielleicht sogar als Gutachterin für's Gericht arbeiten. Aber ich denke, dass ich als Psychiaterin jedes Mal Hass schüren würde, wenn jemand vor mir säße, der Borderline hat. Es ist bei mir mittlerweile so, dass diese Krankheit nichts mehr entschuldigt oder erklärt,was mir passiert ist. Es ist mir unbegreiflich, wie böse Menschen sein können, weil sie "krank" sind. Ich bin ehrlich: Ich kann Borderliner nicht ab und habe keinerlei Verständnis für sie.

    In diesem Punkt siehst du, dass ich meine Kindheit nicht wirklich verarbeitet habe. Ich verurteile andere Menschen, die gar nicht meine Mutter sind oder ihr unbedingt ähnlich sind. Ich werde sehen,was die Zukunft bringt...
     
    #76
    SexySellerie, 3 Juni 2006
  17. Sunny2010
    Sunny2010 (32)
    Klein,aber fein! Themenstarter
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    Muss das Thema nochmal aus der Versenkung holen.

    (Leider aus negativen Gründen)

    Ich habe gemerkt,dass mir mein Studium,in dem ich mich mittlerweile im 2.Sem. befinde (nach den Semesterferien,die z.Z. sind im 3.Semester) einfach nicht zusagt. Oder bessergesagt bin ich mit meinem Studiengang (VWL),den ich studiere sehr unglücklich. Ich bin über ein Losverfahren reingekommen,da meine Abischnitt nicht so super ist... War auch erstmal zurückhaltend,als ich erfuhr (an meinem Geb. trudelte die Zusage ein),dass ich bei dem Fach zugelassen wurde.
    Meine Mutti war hellauf begeistert und freute sich sichtlich mehr als ich. (da ich nach ihrer Meinung studieren muss,auch des Geldes wegen...)

    Ich habe mir gesagt,bevor ich nichts mache,studiere ich erstmal.
    Ich habe wirklich guten Willen gezeigt,mir Mühe gegeben,obwohl das Fach sehr mathelastig ist und mir von 8Fächern eigentlich nur 2wirklich zusagen....
    Neben der Uni habe ich dann auch noch viel gearbeitet,um meinen Auszug finanzieren zu können. Letztendlich litt meine Uni drunter und ich hatte auch keine Motivation zum lernen,als die PRüfungen im 1.Sem. anstanden,da das Fach mir einfach nicht lag/liegt.

    Nundenn hat sich jetzt (zum Ende des 2.Sem) nichts geändert und ich habe mir gesagt,dass es so nicht weitergehen kann.

    Ich habe also 3uniberwerbungen für das Wintersemester 2006 abgeschickt und hoffe,dass ich diesmal in die von mir gewünschten Fächer reinkomme (wobei die Chance klein ist,aber versuchen möcht ich es wenigstens)
    Parallel werde ich mich hier in Berlin für eine Ausbildung als "Hotelfachfrau" bewerben und schicke (auch wenns schon fast zu spät ist) meine Bewerbungen in den nächsten Tagen raus.

    Das Problem ist (leider) mal wieder meine Mutti.
    Diese hat nämlich das Bild von mir,dass ich studieren MUSS und eine Ausbildung nicht in Frage kommt.



    Jetzt habe ich leider wieder das Problem,wie und ob ich es ihr sagen soll,dass ich mich auch für Ausbildungsplätze bewerbe.

    Habe mir folgende Möglichkeiten vor Augen gerufen (wenn euch noch weitere einfallen oder ihr welche vorziehen würdet,sagt es mir bitte)

    Möglichkeiten:
    1.Ich sage es meiner Mutter nicht,lebe wieder unter psychischen Druck und tue so,als ob mit dem Studium alles ganz prima läuft (verstelle mich also,was den psychischen Druck in mir ausmacht,denn ich bin a) eine verdammt schlechte Lügnerin und b)wenn ich lügen muss macht es mich fertig,da ich meiner Mutter nicht einfach meine Sorgen von der Seele reden kann,bin also dadurch belastet (wie damals bei meiner "Auszug-vorbereitungs-aktion",die sich 6Monate hingezogen hat)
    [Punkte die für
    diese Möglichkeit sprechen sind,dass ich dringenst eine feste Zahnspange brauche,die meine Mutter finanzieren möchte und die Kostem (ca. 3000Euro) so hoch sind,dass ich diese also nicht selber finanzieren kann,da ich das Geld nicht habe.Habe Angst,dass sie es nicht zahlt,wenn sie erfährt,dass ich VWL nicht weiter studiere und evtl. garnicht mehr studiere,sondern eine Ausbildung mache. Sie hält nämlich nichts von Ausbildungen,zumindest nicht,wenn ich eine mache)
    Punkt der gegen
    diese Möglichkeit steht ist,dass ich mir wieder anhören werden muss,dass ich sich belogen und hintergangen habe,wie damals bei meinem Auszug,von dem sie erst wusste,als ich weg war)

    2.Ich sage ihr meine Pläne (Studienwechsel/Ausbildung), handel mir sofort Ärger ein,sie macht mir eine Szene,behindert mich dadurch evtl. sogar an meinen Plänen und macht PSychoterror
    (Punkt der dafür spricht:
    der psychische Druck ist von mir genommen,ich muss sie nämlich nicht mehr belügen.

    Punkt der dagegen spricht:

    sie zahlt mir mit hoher Wahrscheinlichkeit meine Spange nicht,die aber dringenst notwendig ist...)

    Mein riesiges Problem an der Sache ist,dass ich nicht gerade Geld,wie Heu habe...(wir gerade so unsre Wohnung halten können) und ich mir nicht leisten kann eine Kredit aufzunehmen,da ich nich das Geld überhabe,um ihn monatlich abzubezahlen....
    Ich bin also wieder abhängig von ihr,ohne dass ich es will...

    Soll ich es ihr dennoch erzählen und damit riskieren in dieses finanzielle Dilemma zu geraten....?
    Oder soll ich den psychischen Druck auf mir lasten (Der meine Beziehung auch erschwert,da ich unausgeglichen,unglücklich bin....und somit ab und an Streit kommt,der nicht nötig wäre),aber mit der Sicherheit sein,dass die Spange bezahlt wird...?

    Ich bitte dringlichst um eure Meinung.

    Andere Alternativen/Vorschläge sind tunlichst erwünscht.

    PS: Was denkt ihr? Wie oft war meine Mutter,seitdem ich ausgezogen bin (16.12.2005) schon bei uns in unsrer Wohnung`?...
    Sie war noch NIE bei uns in der Wohnung....(Sie meinte damals,dass sie nie zu uns kommen wird...uns sie hat recht behalten...)
    ...es tut weh,dass meine eigene Mutter mich nichtmal in meiner/unsrer 1.Wohnung besuchen möchte und stur bei ihrem Standpunkt bleibt...(ich soll sie aber natürlich oft besuchen...und sie WEISS,dasss ich kein Auto habe und mit den öffentlichen ca. 1,5Std. brauche. Sie fährt nur mit dem Auto und bräuchte mit dem Auto max. 45Min)
     
    #77
    Sunny2010, 23 Juli 2006
  18. dummdidumm
    dummdidumm (54)
    Verbringt hier viel Zeit
    726
    101
    0
    nicht angegeben
    Auch wenns etwas spät ist, ich habe Dir ne PM dazu geschickt...

    Gruß

    Gregor
     
    #78
    dummdidumm, 17 August 2006
  19. Sunny2010
    Sunny2010 (32)
    Klein,aber fein! Themenstarter
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    Single
    Hi.

    Danke!

    Du hast Post :zwinker:



    LG,
    Sunny
     
    #79
    Sunny2010, 17 August 2006

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