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Schwierige Situation... ähnliche Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von s ayapo, 21 September 2017.

Stichworte:
  1. s ayapo
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo Zusammen!
    Ich habe eine etwas schwierige Situation in meiner Beziehung und hoffe das jemand vielleicht eine etwas ähnliche Situation hatte und mir ihre Erfahrungen erzählen können. Also ich erzähle euch jetzt mal meine Geschichte:
    Mein Freund und ich sind seit 2 1/2 jahren zusammen und sehr glücklich miteinander. Wir lieben uns sehr und ich weiss das er der richtige für mich ist. Wir ergänzen uns super und ich fühle mich so wohl bei ihm, ich könnte mir so gut eine Zukunft mit ihm vorstellen. Doch unser Problem das uns im Weg steht ist unser Beruf. Wir sind beide Landwirte und haben uns an der Landwirtschaftlichen Schule kennegelernt. Jeder von uns hat einen Betrieb zu Hause und jeder möchte den seinen übernehmen und weiterführen. Das wäre an sich machbar wenn die Betriebe nicht eine Autofahrtstunde voneinander getrennt liegen würden. Ich denke ihr seht jett wo mein, bzw. unser Problem liegt. Ich möchte ihn nicht verlieren, ich liebe ihn wirklich sehr und ich habe so ein Gefühl dases für ''immer'' halten könnte. Aber durch diese Umstände ist es einfach schwierig, den obwohl ich ihn so liebe kann ich mein Zuhause und mein Betrieb nicht aufgeben. allein die Vorstellung von allem wegz^zu gehen das ich kenne und jemand anders den Betrieb führen könnte, bereitet mir schmerzen. In diesem Betrieb steckt jetzt schon mein ganzes Herzblut und ich möchte ihn wirklich weiterführen. doch genauso bereitet mir die Vorstellung schmerzen mich von meinem Freund zu trennen. Ihm geht es genauso. zurzeit geht es mit dem Pendeln noch, da ich auch bei ihm in der Nähe eine weiterführende Schule besuche, aber auf Zeit sehe ich einfach nicht wie das funktionieren soll. den wir haben ja nicht normale arbeitszeiten, in der Saison kommt es manchmal vor das wir uns eine woche oder länger nicht sehen weil es so viel zu tun gibt.

    Ich frage mich einfach ob schon mal jemand von euch wegen der Liebe sein zuhause verlassen hat und zu seinem/seiner Liebsten gezogen ist? und ob das dann geklappt hat oder man es dann irgendwann bereut hat ?

    Vielen Dank für eure Antworten!
     
    #1
    s ayapo, 21 September 2017
  2. Sun am See
    Sun am See (22)
    Öfters im Forum
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    vergeben und glücklich
    Ja, ich bin nach dem Abi zu meinem Freund gezogen. Ich habe meine Heimat (in der ich 19 Jahre gelebt habe) verlassen, meine Freunde, mein Pferd (und meine Familie) zurückgelassen. Zuvor führten wir knapp 1 1/2 Jahre eine Fernbeziehung. Mittlerweile wohnen wir seit etwas über 2 Jahren glücklich zusammen. Ich bereue es auf keinen Fall, auch wenn ich nach wie vor an meiner Heimat hänge.
     
    #2
    Sun am See, 21 September 2017
  3. jen0311
    jen0311 (23)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    67
    33
    14
    vergeben und glücklich
    Das ist natürlich nicht einfach. Gibt es vielleicht die möglichkeit falls Ihr mal zusammenziehen möchtet das Ihr euch eine Wohnung nehmt die genau zwischen euren Betrieben liegt? Dann hätte jeder eine halbe stunde fahrt ist natürlich nicht wenig, aber es wäre vielleicht noch machbar? Und da Ihr beide ja das selbe macht könntet Ihr euch dann vielleicht überlegen das Ihr immer ca. gleich lang arbeitet, damit Ihr dann immer noch ein wenig Zeit zusammen Zuhause verbringen könntet?
     
    #3
    jen0311, 22 September 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 2
    • Hilfreich Hilfreich x 1
  4. MarSara
    MarSara (34)
    Meistens hier zu finden
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    111
    nicht angegeben
    Ich glaube, als Landwirt ist es einfach sehr unpraktisch, fernab vom Hof zu wohnen, eben weil es so viel zu tun gibt. Ich weiß jetzt nicht, was für Höfe es sind, aber wenn zum Beispiel Not am Mann ist, eine Kuh kalbt oder ähnliches, ist ne halbe Stunde Fahrt statt einmal aus dem Haus und rüber zum Stall, auch ne halbe Ewigkeit.

    Ich weiß leider auch keinen Rat, außer, dass wohl langfristig einer seinen Betrieb aufgeben muss. Vielleicht kann man beide auch quasi "zusammenlegen", mit viel Organisation. Bei dem einen verkaufen was geht und den anderen vergrößern. Wenn beide aber partout nicht aus ihrer Gegend herauswollen, sehe ich da langfristig keine Lösung. Beziehung heißt halt auch, Kompromisse zu finden.
     
    #4
    MarSara, 22 September 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 4
  5. User 83901
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Ja, ich bin zu meinem Liebsten gezogen. Bisher bereue ich nichts und hoffe, dass das so bleibt. Geschockt war ich allerdings darüber, wie sehr ich alles vermisst habe, Familie, Freunde, Heimat... Damit hatte ich in dieser Intensität einfach irgendwie nicht gerechnet.

    Ich kann mir also gut vorstellen, wie schwer dir der Gedanke fällt, für deinen Partner alles aufzugeben.
    Nur langfristig hast du lediglich zwei Optionen: weiter getrennt leben oder eben den Schritt wagen und zusammenzuziehen, was auch immer das im Detail nun bedeutet. (Natürlich gibt es noch eine dritte Option: Trennung. Allerdings gehe ich zunächst davon aus, dass du genau diese eben nicht willst - und ebenso wenig dein Partner.)

    Einer meiner Freunde ist ebenfalls Landwirt und zwei seiner Beziehungen sind aufgrund ähnlicher Umstände gescheitert: beide Landwirte mit Betrieb, Entfernung zu groß, keine Möglichkeit der Übergabe oder Übernahme eines Betriebs. In seiner aktuellen Beziehung gibt es das Problem nicht, da seine Freundin zwar aus der Landwirtschaft stammt, allerdings keinen Hof bestellt oder übernehmen wird. Sie ist daher zu ihm gezogen.

    Nun hat aber MarSara etwas in meinen Augen sehr Sinnvolles und Hilfreiches geschrieben:
    Selbst wenn das mit viel Schmerz und Arbeit verbunden ist, so ist es ein konstruktiver Vorschlag und vor allem eine mögliche Lösung. Natürlich ist das nicht immer möglich, aber falls doch, wäre das vielleicht eine Option?

    Ansonsten muss man ganz klar sagen, dass es nur wenige Alternativen gibt. Und ganz ohne Kompromissbereitschaft wird es wohl auch nicht funktionieren. Leider.
     
    #5
    User 83901, 22 September 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  6. Stonic
    Stonic (42)
    Grillkünstler
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    298
    1.819
    Verheiratet
    Ich bin zu meiner Frau gezogen 300 km weit entfernt von meiner Familie und"Heimat" undichte bin sehr glücklich darüber. Ich hatte aber auch nie diese heimatverbundenheit.
     
    #6
    Stonic, 22 September 2017
  7. Unisex
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    16
    vergeben und glücklich
    ich würde schauen ob es bei ihn in der nachbarschaft einen kleinen hof gibt mit dem man vielleicht tauschen kann. sprich du gibst deinen größeren hof ab und tauscht ihn gegen einen kleineren der sehr nah an dem hof von deinem freund ist. auf kurz oder lang könnte man dann beide höfe eher zusammen legen als so weit entfernte höfe. vorallem würde das eure position verbessern wenn ihr dann gemeinsam mehr hektar bewirtschaften könnt.
     
    #7
    Unisex, 22 September 2017
    • sehe ich anders sehe ich anders x 1
  8. Nevery
    Planet-Liebe ist Startseite
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    in einer Beziehung
    ich fürchte, sowas geht nur dann wirklich vernünftig zu organisieren, wenn mindestens einer - besser beide - einen quasi "vorarbeiter" haben, dem man die führung auch wirklich mal nen weilchen anvertrauen kann.
    ich vermute doch jetzt mal, dass ein größerer hof ohnehin mit angestellten geführt wird? wenn da jemand wirklich taugt sollte es schon möglich sein - denke ich - nicht jeden tag auf dem hof sein zu müssen, ausnahmesituationen jetzt mal ausgenommen.

    ich kenne das ganze wenn auch aus anderer sicht auch ein wenig - ich bin auch quer durch deutschland gezogen für eine zum damaligen zeitpunkt vielleicht-beziehung, hab mir hier alles neu aufgebaut, und zu allem überfluss sind wir beide selbstständig, oft genug dass wir uns kaum mal sehen. ich musste aber halt auch keinen hof in dem sinne zurücklassen, das machts bei euch nochmal schwieriger und da sehe ich eben den bedarf an jemand vertrauenswürdigem, fähigen, dem man das auch mal ein paar tage am stück überlassen kann.

    immerhin gibts heutzutage ja flotte kommunikationswege, also wenn man eine entscheidung zu treffen ist wäre das auch über entfernung möglich.

    was ich definitiv nicht vorschlagen würde wäre, dass einer von euch beiden seinen hof aufgibt. selbst wenn eure beziehung ewig hält: sowas würde, nach allem was ich rausgelesen habe, euch beiden wirklich weh tun. zudem: was, wenn die beziehung dann doch in die brüche geht... beziehung weg UND hof weg? nein, das risiko würde ich nicht eingehen. so wenig wie das risiko, dass die person, die ihren hof aufgegeben hat, das dam anderen zumindest innerlich ewig übel nehmen würde.
     
    #8
    Nevery, 22 September 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1

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