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Umgang mit neu kennengelernten Menschen

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von User 91095, 1 September 2016.

Stichworte:
  1. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Huhu,

    ich lerne gerade sehr viele Menschen kennen und es häuft sich bei mir der Verdacht, dass ich tw. einen seltsamen Umgang mit Menschen habe, die ich neu kennenlerne. Das betrifft aber nur spezifische Leute, nämlich welche, die mich an eine andere Person erinnern, die ich bereits kenne (es geht hier also nicht um Vorurteile à la "Alle Juristen sind Schnösel, daher ist der Jurist hier auch ein Schnösel")

    Lustigerweise verhalte ich mich bei solchen Leuten (die ich gerade erst kennengelernt habe) wie ich mich verhalten habe bei den Leuten an die sie mich erinnern bzw. empfinde die (positiven oder negativen) Gefühle diesen Personen gegenüber, die ich gegenüber der Person hatte, an die sie mich erinnert. Diese Gefühle sind nicht in Stein gemeißelt, also können durch näheres Kennenlernen auch noch beeinflusst werden, trotzdem, sie bestimmen meinen anfänglichen Umgang mit der Person. So kommt's vor, dass ich schon Leute unsympathisch fand, ohne dass sie was unsympathisches gemacht haben, aber mich an jemanden erinnert haben, der doof war, dass ich Leute attraktiv fand, weil sie mich an jemanden erinnert haben, für den ich mal geschwärmt habe, dass einer mir unheimlich vertraut war, obwohl es objektiv dafür keinen Grund gab, aber die Person mich an einen alten Freund von mir erinnert hat. Gleichzeitig ist es so, dass ich unbewusst den Leuten (Charakter)eigenschaften andichte, die die Personen haben, an die sie mich erinnern. Und dann bin ich immer ganz irritiert, wenn diese Charaktereigenschaften sich als falsch herausstellen. Gleichzeitig passiert es aber, dass durch meinen sehr einschlägigen Umgang mit den Personen sich auch nicht selten tatsächlich das Verhältnis zueinander etabliert, dessen Ton ich anfangs gesetzt habe (z.B. wenn ich sehr vertraut mit einer Person umgehe, weil sie mich an einen Freund erinnert, da entsteht dann tatsächlich total schnell ein gegenseitig vertrautes Verhältnis, auch wenn es eine ganz fremde Person ist, die im Grunde auch ein Arsch sein kann. So richtig ins Knie geschossen hab ich mir damit bisher zum Glück noch nicht).

    Dieser "geprimte" Umgang mit mir eigentlich fremden Menschen ist mir erst kürzlich wirklich bewusst geworden. Bin ich damit eigentlich alleine oder ist das normal?
     
    #1
    User 91095, 1 September 2016
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  2. User 135968
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    nicht angegeben
    du machst es dir halt, sehr einfach. das ist deswegen normal, weil du halt garnicht wissen kannst, wie eine person ist und deswegen denkt sich dein hirn einfach ein profil aus, was es dem ähnelt was es kennt und dann wird dieses profil auf die person übertragen. so entstehen generell vorurteile. das ist wie, wenn jemand sagt: "ich kannte einen, der deinen namen hat, mit dir kann ich deswegen nix anfangen." oder wenn man so ähnlich aussieht. manchmal gibt es personen die ich antreffe, die ich noch nie gesehen hab, aber sofort sympathisch finde. und da gibt es kein festes profil. als würde ich was sehen, was generell unsichtbar ist, für das normale auge. dann gibt es ja noch den psycho-test, wo man personen vorstellt, wo man beurteilen soll, wer kriminell ist und wer nicht. und bei frauen, die schön sind, da ignoriere ich schnell mal den charakter.
     
    #2
    User 135968, 1 September 2016
  3. User 135804
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    also ich kenn das von mir so nicht.klar kenn ichs,dass neue bekanntschaften mich an leute erinnern,die ich bereits kenne-aber selbst wenn ich damit was negatives verbinde,hat das keinen einfluss bei mir auf sympathie und antisympathie.
    bei mir ist es aber auch durch meine hochsensibilität so,dass ich viele nuancen von stimmungen etc bei anderen wahrnehme (und sich diese oft auch auf mich übertragen) und zudem dadurch eine sehr ausgeprägte intuition habe.das heißt,ich spüre quasi sofort,ob derjenige wirklich demjenigen,an den er mich erinnert,ähnlich ist oder nicht.
     
    #3
    User 135804, 1 September 2016
  4. User 71015
    User 71015 (36)
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    vergeben und glücklich
    Tja... das ist im Grunde pure Psychologie.
    Wie lernen aus unseren Erfahrungen und handeln danach, was grundsätzlich eine gute Sache ist.
    Es führt aber auch zu Vorurteilen, positiven wie negativen und solche "Vorurteile" aus Erfahrungen haben grundsätzlich erstmal alle Menschen. Die Kunst besteht darin, sich dessen bewusst zu werden, dass unser Gehirn so arbeitet und einsortiert (was du offensichtlich tust) und sein Urteil offener zu lassen, wenn man merkt, dass man damit jemandem Unrecht tut (spontane Abneigung) oder sich dadurch in Gefahr begibt (zu viel Vertrauen bei Fremden).
     
    #4
    User 71015, 1 September 2016
    • Zustimmung Zustimmung x 4
  5. aiks
    Gast
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    Ich hab das eigentlich total selten, dass mich eine neue Bekanntschaft an jemanden erinnert, den ich bereits kenne. Das Einzige wäre hier ältere Männer, bei denen grauts mich von Natur aus und ich kann mit denen nicht näher befreundet sein, sicherlich ein Vater-Trauma oder so.
    Ansonsten kann ich es verstehen, dass du das so verbindest. Würde ich wen kennenlernen, die mich an meine beste Freundin erinnert, würde ich sie logischerweise erstmal mögen.
     
    #5
    aiks, 1 September 2016
  6. User 44981
    User 44981 (30)
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    In dieser Ausprägung kenne ich das nicht... aber in abgeschwächter Form merke ich das bei mir durchaus auch.

    So erinnert mich z.B. meine (sehr sympathische) Kollegin rein optisch an die schreckliche Ex eines guten Freundes, weshalb es erstmal eine Weile gedauert hat, bis ich sie sympathisch finden und von meinen anfänglichen Vorurteilen abrücken konnte.
     
    #6
    User 44981, 3 September 2016
  7. User 68775
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Musste da jetzt etwas drüber nachdenken, aber nein, ich glaube bei mir trifft das nicht zu.
    Ich lerne Menschen eigentlich komplett neutral kennen, und es dauert sogar kurz, bis ich mich überhaupt für jemand Fremdes interessiere.
    Das Analyseprogramm läuft automatisch ab, aber eigentlich ohne "echte" Vergleiche.

    Evtl erkenne ich Muster in Verhalten und Ansichten, so dass ich jemanden leichter zuordnen kann, aber das ist dann nicht davon beeinträchtigt ob ich "so jemanden" schon kenne, und welche Erfahrungen ich da hatte.
    Ausgenommen Beziehungsfragen - wenn ich "oh nein wie mein Ex" an jemandem finde, ist das Schmetterlingskiller Nummer eins.
    Aber für Freundschaften... nö, gar nicht. Ich achte auf mein Bauchgefühl und die Wellenlänge, und bei besseren Kennenlernen verfeinere ich das Bild. Ich neige nicht zu spontanen Zuneigungen oder Abneigungen, für mich sind andere erstmal "da" :zwinker: und dürfen eben sein wie sie sind. Ich beobachte und lerne. Im Laufe der Zeit stellt sich eben raus, wie gut man zusammenpasst, auch platonisch.
    Und je besser ich jemanden kenne, desto weniger ist er eh "wie jemand anders" da kommen dann einfach hoch komplexe individuelle Bilder zu Stande.
     
    #7
    User 68775, 3 September 2016
  8. User 113006
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Kenne ich schon auch. Bei mir würde ich es eher Vorurteile nennen.
     
    #8
    User 113006, 3 September 2016
  9. Tahini
    Tahini (45)
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    Ich bin da vermutlich ziemlich genau das Gegenstueck zu Dir, @Lotusknospe.
    :smile:
    Meine Einstellung gegenueber allen ist "non-judgmental" auf englisch (weiss nicht, ob man das auf deutsch so treffend ausdruecken kann). Ich gehe also nie davon aus, dass Menschen berechenbar sind. Selbst wenn ich jemanden seit Jahrzehnten kenne, gehe ich nicht davon aus, dass ich ihre Reaktionen oder Neigungen im Voraus erraten kann. Und wenn jemand ganz neu in mein Leben tritt, dann ist natuerlich absolut alles moeglich.

    Eine Grunderwartung jedoch habe ich stets - und die ist, dass im Grunde alle irgendwo nett sind. So bewaeltige ich auch die hie und da auftretenden Begegnungen mit un-netten Menschen; ich gehe dann davon aus, dass das ein Ausrutscher war.

    Naja. Ich bin vermutlich ein Teletubby.
     
    #9
    Tahini, 5 September 2016
  10. User 91095
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    nicht angegeben
    Hm. Es ist nicht so, dass das bei mir bewusst auftritt. Es ist nicht so, dass ich jemanden treffe, er mich aktiv an wen erinnert und ich dann die Erfahrungen mit der anderen Person auf die neue übertrage. Mir fällt das erst rückblickend auf. Es ist mehr so, dass ich wen treffe und dann z.B. spontan sympathisch finde, weiß gar nicht wieso. Und wenn ich länger drüber nachdenke bzw. Jahre später drüber reflektiere, dann fällt mir auf, dass er mich wegen irgendeiner Sache an jemand anderen erinnert, der mir sympathisch ist, und dann projiziere ich das wohl auf die neue Person, fühle mich ihr vertrauter als man es annehmen sollte. Ansonsten bin ich eigentlich auch "non-judgemental", und ob Menschen berechenbar sind, ist eine Fragestellung, die für mich sonst überhaupt keine Relevanz hat.

    Naja, zugegeben, etwas seltsam ist mein Verhalten vielleicht schon :zwinker: Zum Glück treffe ich jetzt auch nicht allzu häufig Leute, die mich an andere erinnern (zumindest fallen mir nur eine Handvoll Personen ein, wo das so gewesen ist).
     
    #10
    User 91095, 5 September 2016
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  11. Tahini
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    So ganz ungewoehnlich finde ich das nicht. Man ist ja von Natur aus programmiert, aus Erfahrungen zu lernen. Das ist der innere Urmensch in uns: "Langgezogenes Tier ohne Beine macht 'Kchchchch' und beisst, also besser in Zukunft grossraeumig umfahren, nicht essen, und nicht streicheln."

    Mir passiert das Phaenomen, das Du beschreibst, eher mit Autos. Z.B. habe ich einen enormen Widerwillen gegen Subaru Impreza-Fahrer, weil mir mit solchen in Neuseeland mal ein paar haessliche Dinge passiert sind, auf der Strasse.
     
    #11
    Tahini, 5 September 2016
  12. User 91095
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    nicht angegeben
    Nun ja, solange das tatsächlich Gruppen von Leuten anbelangt, ist das für mich ein anderes Phänomen (nämlich eher sowas wie ein Vorurteil). Aber gut, das ist vielleicht Korinthenschisserei :zwinker:
     
    #12
    User 91095, 5 September 2016
  13. Tahini
    Tahini (45)
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    Wirklich? Aber die Resultate sind dieselben. Ich sehe einen Subaru im Rueckspiegel oder in einer Seitenstrasse wartend und denke sofort "boah! Gleich macht der was Irrsinniges!"
     
    #13
    Tahini, 5 September 2016
  14. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
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    nicht angegeben
    Für mich macht es einen Unterschied, ob ich Vorurteile gegenüber einer spezifischen Gruppe habe (z.B. gegenüber Männern mit gestylten Augenbrauen :grin:) oder ob ich meine Gefühlswelt von einer spezifischen Person auf eine andere spezifische Person übertrage. Letzteres ist viel konkreter und viel detaillierter, weil es auch komplexere Gefühle beinhaltet. Du kannst es dir so vorstellen, dass ich z.B. ein Mädel speziell behandle, weil sie mich an meine kleine Schwester erinnert und ich in dem Verhältnis dann mein "Großschwestertum" auslebe. Das ist dann so gesehen ja kein Vorurteil, das ich der Person gegenüber habe, als mehr meine eigene Einstellung ihr gegenüber.
     
    #14
    User 91095, 5 September 2016
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  15. User 71015
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    vergeben und glücklich
    Doch, es ist ein Vorurteil, wenn auch kein negatives. Du schreibst der Person Attribute zu, die, deiner Erfahrung mit deiner Schwester nach, zu ihr passen müssten. Genau so funktionieren Vorurteile. Das ist nicht immer was Schlechtes und hat nicht ohne Grund die Evolution überlebt. Im Falle positiver Attribute ist das ja meistens sogar eher hilfreich und kann Nähe schaffen. Es ist aber immer sinnvoll, sich dieses Effekts bewusst zu sein und die Einschätzung bisweilen zu hinterfragen, vor allem natürlich, wenn man jemanden negativ vorverurteilt.
     
    #15
    User 71015, 7 September 2016
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