Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • User 135918
    temporär gesperrt
    3.217
    138
    923
    Verliebt
    5 Oktober 2017
    #1

    Vater Mitspracherecht bei Abtreibung!? Diskussionsrunde

    Hallo miteinander. Ich möchte hier mal die Diskussion losttreten in wie weit Männer beim Thema Abtreibung mitbestimmen dürfen/sollen.

    Ich bin aus eigener Erfahrung der Meinung, dass ein werdender Vater zumindest die Information bekommen sollte ob er Vater wird, egal ob abgetrieben wird oder nicht. Schließlich geht das beide etwas an. Intuitiv würde ich als Mann zwar gern ein Vetorecht zum Thema Abtreibung haben. Doch es bestehen da auch Zweifel. Zumindest in einer Beziehung sollten beide darüber reden und es sich durch den Kopf gehen lassen. Hätte ich tatsächlich ein Vetorecht zur Abtreibung wäre ich heute Vater einer 5 Jährigen Tochter. Das dazu.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Interessant Interessant x 1
  • User 164174
    Sorgt für Gesprächsstoff
    Gewinner des Fotowettbewerbs
    114
    43
    27
    Verheiratet
    5 Oktober 2017
    #2
    Väter sollen keinerlei Mitspracherecht haben. Es ist ein gewaltiger Unterschied, einen Zellklumpen zu zeugen oder ein Kind aufziehen zu müssen.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 4
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    7.922
    598
    8.518
    nicht angegeben
    5 Oktober 2017
    #3
    Ich sehe ein, dass die Situation für Männer unbefriedigend ist, bin allerdings gegen ein Mitspracherecht. Das einzige, worüber man reden könnte, wären die Konsequenzen einer ungewollten Vaterschaft, wie z.B. das Thema Unterhaltszahlungen, in Ausnahmefällen, z.b. wenn das Sperma nachgewiesenermaßen von der Frau "erschlichen" wurde. Allerdings ist dann die Frage, wer dann dafür aufkommt (immerhin steht es dem Kind zu).
     
    • Zustimmung Zustimmung x 5
  • User 135918
    temporär gesperrt Themenstarter
    3.217
    138
    923
    Verliebt
    5 Oktober 2017
    #4
    Ich würde bei dem Vetorecht halt auch sagen, dass die Väter dann für die Versorgung aufkommen müssen. Sprich sich um das Kind kümmern. Aber wie schon geschrieben, bin ich da auch nicht eins mit. Weil es ja der Körper der Frau ist.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 96776
    Beiträge füllen Bücher
    3.974
    248
    1.300
    Single
    5 Oktober 2017
    #5
    Nunja, der Idealfall wäre, dass man sich in der Hinsicht schon zu Beginn einer Beziehung/ Affäre/ whatever einig darüber ist.
    Nur wird das halt leider rein praktisch nicht immer so sein.

    Ich finde es gut und richtig, dass letzten Endes die Frau die Entscheidungsgewalt darüber hat, denn schließlich ist es ihr Körper, in dem der Embryo heranwächst.
    Andererseits kann ich auch Männer verstehen, die gerne ein Mitspracherecht hätten. Ich bin ja bekanntlich gegen Abtreibungen, und wenn ich mich da mal in einen Mann hineinversetze, und tatenlos zusehen müsste, wie mein Kind abgetrieben wird, nun ja, löst das auch ein Unbehagen in mir aus :hmm:

    Ich sehe jedoch riesige Probleme in der Umsetzung, denn: Man(n) kann ja keine Frau dazu zwingen, abzutreiben, oder ein Kind auszutragen, welches sie nie wollte.
    Dass man hingegen mit dem Partner ggf. darüber spricht und ihn zumindest darüber in Kenntnis setzt, ist für mich sowieso selbstverständlich...
     
    • Zustimmung Zustimmung x 7
  • User 154004
    Meistens hier zu finden
    3.082
    138
    856
    Single
    5 Oktober 2017
    #6
    Hä? Dann stehts 50:50 und dann?

    Und wenn sie es dann iwann nicht mehr können? Oder machen?
     
    • Witzig Witzig x 1
  • User 165615
    Klickt sich gerne rein
    78
    18
    56
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #7
    Halte ich für Schwachsinn. Jedem halbwegs intelligentem Mann über dem IQ einer Scheibe Brot dürfte deren Folgen von "Lümmel reinstecken" bewusst sein. Sich im Vorfeld nicht um Verhütung zu kümmern und im Nachgang zu jammern ist maximal inkonsequent. Muss man so welche schützen? Nö!

    Wenn die Frau den Mann verarscht, dann ist das natürlich scheiße, wird aber kaum mit einem Gesetz abzudecken sein. Ich sehe auch nicht die Pflicht eines Gesetzes das Zwischenmenschliche innerhalb einer Partnerschaft glatt zu bügeln. Was will man also damit schützen?
     
    • Zustimmung Zustimmung x 9
  • User 135918
    temporär gesperrt Themenstarter
    3.217
    138
    923
    Verliebt
    5 Oktober 2017
    #8
    Es geht mir nur um ein Veto wenn abgetrieben werden soll. Der Mann sollte kein Veto haben wenn eine Frau das Kind austragen will.
     
  • User 165615
    Klickt sich gerne rein
    78
    18
    56
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #9
    Und das soll die "Mutter" verpflichten alle Strapazen auf sich zu nehmen? Soll das dann finanziell aufgewogen werden? Sorry, wenn ich als Mann eine Partnerin habe, die mit mir kein Kind will obwohl ich es will - da habe ich ganz andere Probleme. Was spricht gegen Adoption? Weil ich unbedingt meine Gene mit der "Mutter" mischen will? Sorry aber absolut unverständlich.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 11
  • User 102673
    Sehr bekannt hier
    1.263
    198
    737
    nicht angegeben
    5 Oktober 2017
    #10
    Das ist aber wahrscheinlich in vielen Fällen kaum praktikabel. Angenommen, es handelt sich um einen ONS (zweier unverantwortlicher Menschen), der Mann ist halt weg, es werden keine Kontaktdaten ausgetauscht...dann soll die Frau in der Pflicht sein, irgendwie herauszufinden, wo der Kerl abgeblieben ist, weil sie ihn informieren muss?

    So sehr ich verstehen kann, wenn ein Mann sich über das Vaterwerden gefreut hätte und alles in Bewegung gesetzt hätte, das Kind großzuziehen - es ist eben eine Entscheidung, die auch die körperliche Befindlichkeit der Frau betrifft. Der Mann entscheidet also über die Frau, deren Körper. Das geht nicht.
    Es würde sich vielleicht auch auf irgendeiner Ebene auf das Ungeborene auswirken, dass die Frau es ablehnen würde. Vielleicht würde sie sich absichtlich ungesund ernähren? Alkohol trinken oder Drogen konsumieren, um es auf anderem Wege zu töten.
    Andere zwielichtige Wege in irgendwelchen dunklen Kellern würden eingeschlagen werden.

    Wie viel leichter wäre es, wenn die Frau ein Ei legen würde - der Mann könnte es dann einfach selbst ausbrüten und fertig.

    PS: Nur aus persönlichem Interesse...@schuichi Deine Freundin müsste doch vor der 12. Schwangerschaftswoche abgetrieben haben. Da kann man das Geschlecht noch gar nicht erkennen. Woher willst Du wissen, dass es eine Tochter geworden wäre?
     
    • Zustimmung Zustimmung x 2
    • Hilfreich Hilfreich x 1
    • Interessant Interessant x 1
  • User 34612
    User 34612 (39)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    6.056
    398
    4.098
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #11
    Ich finde es gut so, wie es ist. Die Frau entscheidet, was mit ihrem Körper passiert und im Abtreibungsfall muss vorher neutral beraten werden. Kann meinetwegen gerne so bleiben.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 6
  • Flöchen99
    Flöchen99 (18)
    Verbringt hier viel Zeit
    196
    113
    29
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #12
    Ich sehe das relativ ähnlich wie schuichi. Am Ende muss natürlich die Frau entscheiden, ob sie das Kind austragen will, aber zumindest wenn man sich in einer intakten Beziehung befindet, sollte es selbstverständlich sein, den Mann über den "Sachbestand" und ggf. die Entscheidung zu informieren. Zudem fände ich es in jener auch durchaus angebracht, das Thema gemeinsam zu erörtern. Die abschließende Entscheidung liegt aber natürlich trotzdem bei der Frau - was Mann in dem Fall dann auch akzeptieren sollte.
    Was mich persönlich angeht, ich finde das ist schwer eindeutig zu sagen, wenn man die Situation nicht kennt - aber ich denke, ich wäre ziemlich sicher gegen eine Abtreibung. Unter der Voraussetzung, dass die Schwangere meine feste Freundin ist und eben kein ONS o.ä., was für mich aber sowieso nie infrage käme.
     
  • User 135918
    temporär gesperrt Themenstarter
    3.217
    138
    923
    Verliebt
    5 Oktober 2017
    #13
    Off-Topic:
    Ich habe das nur so erzählt bekommen von ihrer Mutter. Wahrscheinlich hatte sie das Geschlecht dazugedichtet.

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 5 Oktober 2017 ---
    Darum bin ich ja selbst auch im Zwiespalt. Einerseits würde ich mir das Vetorecht wünschen. Andererseits wirft es enorme Probleme auf.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 96776
    Beiträge füllen Bücher
    3.974
    248
    1.300
    Single
    5 Oktober 2017
    #14
    Grundsätzlich hast du damit völlig recht, es gibt aber nach wie vor noch unvorhersehbare Zwischenfälle, wo eben trotz aller Vorsicht eine SS entstehen kann.
    Es ist halt nur nicht gangbar, dass man aufgrund des Restrisikos wie ein Mönch lebt :zwinker:
    Klar könnte man auch sagen, dass man damit IMMER rechnen muss, wenn man GV hat, aber wer tut das schon? Die Lösung allein ist mir persönlich zu simpel.

    Da gefällt mir die Lösung mit dem Ei legen von cocos besser :ROFLMAO:

    Nein, aber im Ernst. Da irgendeinen gesetzlichen Zwang auf die Frau auszuüben, fände ich wirklich nicht gut. Es werden bestimmt auch so schon genügend Frauen stark unter Druck gesetzt, dass sie zB ein Baby abtreiben, oder das Ungeborene wird umgekehrt als Druckmittel gegen den Mann verwendet, das ist schlimm genug.

    Aber mal von all dem abgesehen... Wenn du dem Vater ein "Veto"recht einräumen würdest, dann würde das ja bedeuten, dass dieser im Zweifel eindeutig mehr Entscheidungsgewalt hat, als die Mutter selbst, und das wäre völlig indiskutabel aus meiner Sicht.
    Klar wäre es schön, wenn man sich insofern einigen kann, falls der Vater das Baby unbedingt haben und großziehen möchte, dass sich die werdende Mama noch umstimmen lässt, aber das soll nie unter Zwang geschehen.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 2
  • User 152150
    Verbringt hier viel Zeit
    1.045
    108
    459
    offene Beziehung
    5 Oktober 2017
    #15
    Wenn die Männer die Kinder selbst bekommen (können), dürfen sie auch gerne darüber entscheiden.
    Ich habe mich früh dazu entschieden nie Kinder zu bekommen.
    Meinen Partnern habe ich davon sehr früh in unserer Beziehungsfindungsphase erzählt und das müssen sie so auch akzeptieren können.
    Ebenso halte ich es da auch mit Abtreibungen.
    Ich erwarte aber auch nicht, daß Männer für Kinder, die sie nie wollten (und Vorkehrungen getroffen haben, daß sie keine zeugen) Unterhalt zahlen sollen.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 2
  • User 96776
    Beiträge füllen Bücher
    3.974
    248
    1.300
    Single
    5 Oktober 2017
    #16
    Off-Topic:
    Müssten sie aber im Fall der Fälle trotzdem... :zwinker:
    Noch ein "Nachteil" für die armen Männer wenn man mal genau darüber nachdenkt :grin:
    Aber es ist natürlich schon richtig, wenn sie in die Pflicht genommen werden, selbst wenn es in solchen Fällen vielleicht unfreiwillig geschieht.


    Zusammenfassend kann man es wohl nie jedem Recht machen im Streitfall :ratlos:
     
  • User 165615
    Klickt sich gerne rein
    78
    18
    56
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #17
    Was aber eben keine Grundlage für ein "Veto" wäre. Gern kann man väterliche Rechte, so das Kind auf der Welt ist, stärken. Eventualitätsabsicherung per Gesetz hat glaube ich noch nie funktioniert.
     
  • User 163532
    Öfters im Forum
    191
    68
    221
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #18
    Über meinen Körper bestimme ich selbst und somit auch, ob ich ein Kind austrage oder nicht.*
    Es ist und bleibt ungerecht für den Mann, aber alles Andere wäre für mich in keiner Form vertretbar und die weitaus größere Ungerechtigkeit.
    Manchmal gibt es keine gute und gerechte Lösung, sondern nur eine, die weniger schlecht und ungerecht ist als eine andere.


    Off-Topic:
    *Edit: Innerhalb gewisser Grenzen. Dass man nur bis zu einer bestimmten Woche abtreiben "darf" (es ist in D die ersten 12 Wochen straffrei, wenn auch nicht erlaubt, in bestimmten Fällen auch später), halte ich für gut, welche Woche das sein soll und ob die aktuelle Regelung gut ist, kann man sicherlich diskutieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Oktober 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 5
  • User 152150
    Verbringt hier viel Zeit
    1.045
    108
    459
    offene Beziehung
    5 Oktober 2017
    #19
    Off-Topic:
    Was ich, an sich, schon schlimm genug finde. Diese proforma-"Strafe" ist eigentlich mit meinem Rechtsverständis nicht vereinbar. Ebensowenig wie bei Sorgerechtsstreitigkeiten die Mutter immer erst zu berücksichtigen.
    Aber gut, ich bin da eh aussen vor....mir reicht es, die Terrorkröten anderer immer wieder abgeben zu dürfen:sneaky:.

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 5 Oktober 2017 ---
    Auch diese verpflichtende "Beratung" beim Wunsch nach Abtreibung finde ich schon....schwierig.
    Ich war mit einer Freundin bei so einer...und tatsächlich neutral war die in keinem Fall....
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 165615
    Klickt sich gerne rein
    78
    18
    56
    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2017
    #20
    Das könnte man aber derart gestalten, dass das Geld eben nicht zur Verfügung an die Mutter geht. Sondern über den Umweg der Unterhaltskasse. Das würde aber bedeuten, dass der Betrag nicht zur freien "Verfügung" stehen kann. Was dann einem Hartz 4 für Kinder gleich käme. Also auch scheiße.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    die Fummelkiste