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Vollzeitmutter oder volle Stelle? Frauen am Scheideweg...

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Piratin, 27 Oktober 2009.

  1. Piratin
    Piratin (38)
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    Verheiratet
    Eine enge Freundin hat grade ihre Ausbildung als Erzieherin, von der sie sehr lange geträumt und dann endlich bekommen hat, nach ein paar Wochen hingeschmissen. Sie hat zwei Kinder und meint, sie mag doch lieber weiter Vollzeitmutter sein, die Kinder würden ihre Mutter zu Hause den halben Tag etc. brauchen, außerdem könne sie dann zu den ganzen Schulveranstaltungen usw. gehen und könnte eine "richtige" Mutter sein und sie hätte auch noch Zeit für sich, die sie jetzt gar nicht habe. Gut, das Geld wäre schon knapp mit nur einem Verdiener aber machbar.

    Ich bin dfann so ins Nachdenken geraten. Ich bin mit einer voll berufstätigen Mutter aufgewachsen und kam selber nie auf die Idee, zu Hause zu bleiben (und noch dazu in diesen schwierigen Zeiten?). Ich frag mich grad was ich für ne Mutter abgeben werde.:confused:

    Was ist eure Meinung zu dem Thema? Kann man nur dann eine gute Mutter sein wenn man ganztags zu Hause ist oder allenfalls einen kleinen Nebenjob von 9-13 Uhr hat, oder geht das auch mit Beruf? Oder ist es einfach angenehmer, zu Hause zu bleiben, weil man allgemein mehr Zeit hat, für sich, den Haushalt, soziale Beziehungen?

    *malsoindierundefrag*
     
    #1
    Piratin, 27 Oktober 2009
  2. VelvetBird
    Gast
    0
    Eine voll berufstätige Mutter kann in meinen Augen ihren Kindern nicht völlig gerecht werden (das heißt aber nicht unbedingt, dass sie auch eine schlechte Mutter sein muss). Das ist aber nur meine Meinung, hier werden sich sicher viele melden, die sagen, dass deren Mutter auch voll berufstätig war und dennoch eine tolle Mutter war. ABER (!) ich würde niemals zu einer voll berufstätigen Mutter sagen, sie sei eine schlechte Mutter. Denn meistens kann man sich das eh nicht aussuchen. Will man sich ein kleines Häuschen leisten, ein paar Kinder und meinetwegen noch einen Hund, reicht ein Gehalt meistens nicht aus.
    Ist eine Frau voll berufstätig, wird ihr leider oft vorgeworfen, sie sei eine schlechte Mutter. Ist sie ausschließlich Hausfrau und Mutter, darf sie sich anhören, sie sei zu faul, um arbeiten zu gehen. Wofür man sich also entschließt, es ist immer in den Augen irgendwelcher Leute das Falsche.
     
    #2
    VelvetBird, 27 Oktober 2009
  3. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Es wird ja fast so getan, als wäre "Mutter hört auf zu Arbeiten und kümmert sich um die Kinners" so ne Art Naturzustand.
     
    #3
    Schweinebacke, 27 Oktober 2009
  4. GreenEyedSoul
    0
    Für mich wäre es nichts, den ganzen Tag Zuhause zu sein und zu meinen alleinigen Aufgaben die Versorgung der Kinder und des Haushalts zu zählen.
    Ich studiere nicht umsonst und möchte mein eigenes Geld verdienen und mich nicht von meinem Mann durchfüttern lassen.

    Das entspricht nicht meinem modernen Familienbild, vielleicht bin ich dafür auch zu emanzipiert, who knows.
    Jedenfalls bin ich es von Zuhause aus gewohnt, dass sowohl Papa als auch Mama arbeiten gehen. Meine Mutti ist die ersten 3 Jahre Zuhause geblieben und als ich in den Kindergarten kam, hat sie in Nachtschichten gearbeitet oder eben so, dass Vati auf mich aufpassen konnte (sie arbeitet aber auch nicht voll, sondern "nur" zu 75%, was allerdings nur steuerlich bedingt ist und nicht, weil sie es nicht konnte/könnte). Als ich dann in die Schule kam, hat sie sich immer mit der Mutter einer Schulfreundin wegen hinbringen und abholen abgesprochen.
    Das war alles kein Ding, es ist nur eine Frage der Organisation.
    Und ich kann nicht behaupten, dass mir jemals etwas gefehlt hat. Überhaupt nicht.

    Ich kann's mir für mich selbst auch einfach null vorstellen. Ich hasse alles was mit Haushalt zutun hat und wenn ich mir vorstelle, dass das zu meinen Hauptaufgaben gehören soll, vielleicht sogar mein Leben lang, dann könnte ich kotzen. Nein, Danke.
    Meine Schwiegermutter ist für mich das beste Beispiel dafür, dass mich ein Leben als Vollzeitmutti nicht ausfüllen würde.
     
    #4
    GreenEyedSoul, 27 Oktober 2009
  5. kaninchen
    Gast
    0
    Ich hab selber noch keine Kinder, hab mir die Frage aber auch öfter mal gestellt... Meine Mutter ist, nachdem sie mit mir schwanger war nie mehr arbeiten gegangen. Klar war sie immer zu Hause, aber wirklich was gemacht haben wir trotzdem nicht so wirklich... Da wäre es rückblickend denke ich sinnvoller gewesen, wenigstens Halbtags arbeiten zu gehen und dafür finanziell was besser dazustehen und sich nachmittags dann richtig auf seine Kinder zu freuen...

    Also ich hab ne Arbeitskollegin, die Vollzeit tätig ist und wenn ich so von ihren Erzählungen höre bin ich mir nicht sicher ob ne 40-Stunden-Woche so das Nonplusultra ist... Wenn sie morgens raus geht schlafen die Kleinen noch, bis sie zu Hause und dann da mit Einkaufen, Sauber machen und sonstigem Alltagskram fertig ist sind ihre Kinder fast schon wieder im Bett. Um sich wirklich mit den Kindern zu beschäftigen bleibt ihr kaum Zeit. Dafür unternehmen sie am Wochenende mehr.... Es ist für sie oft schwierig, Arztbesuche, Unternehmungen der Kids, Besuche bei Freunden usw. mit ihren Arbeitszeiten unter einen Hut zu bringen.... Stelle ich mir echt schwer vor... Das macht sie aber noch lange nicht zu einer schlechten Mutter! Sie muss arbeiten gehen, und dafür, dass es nicht anders geht hat sie sich mittlerweile echt gut arrangiert und von ihrem Organisationstalent können sich andere was abschneiden...

    Ich weiß ja nicht was die Zukunft so bringt, aber sollte ich mal Kinder und die Möglichkeit haben, Halbtags zu arbeiten wäre das denke ich das "ausfüllenste"... Nur zu Hause hätte ich jetzt erst mal die Befürchtung so ne Mischung aus Über- und Unterforderung zu haben (auf der einen Seite viel Haushalt, auf der anderen aber nix anspruchsvolles zu tun) und die sozialen Kontakte durch die Arbeit vermissen...
     
    #5
    kaninchen, 27 Oktober 2009
  6. User 75021
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    Verheiratet
    Kann man nur dann eine gute Mutter sein wenn man ganztags zu Hause ist oder allenfalls einen kleinen Nebenjob von 9-13 Uhr hat, oder geht das auch mit Beruf? Es geht auch mit Vollzeitjob!
    Oder ist es einfach angenehmer, zu Hause zu bleiben, weil man allgemein mehr Zeit hat, für sich, den Haushalt, soziale Beziehungen? Quatsch.

    So und nun mal etwas ausführlicher *gg*
    Jede Frau bzw jedes Paar sollte so leben wie es mag. Die einen fühlen sich als Hausfrau und Mutter wohl, die anderen gehen daran kaputt und "verblöden"-so wie ich!
    Wahrscheinlich beeinflusst unsere Einstellung auch, wie wir aufgewachsen sind.
    Meine Mutter war immer berufstätig, die ersten 3 Jahre Teilzeit und danach wieder Vollzeit.
    Wir wohnten damals direkt neben meiner Oma, zu der wir nach der Schule gegangen sind. Die hat mit uns Hausaugaben gemacht, uns bekocht und stundenlang tolle Märchen vorgelesen :herz:
    Ich habe diese Zeit sehr genossen und meine Eltern haben mir nie gefehlt.
    Abends waren unsere Eltern dann da, es wurde gemeinsam gegessen etc-das übliche Abendritual.
    An den WE und Feiertagen/Ferien haben meine Eltern sich dann besonders intensiv Zeit für uns genommen und wir sind Rad gefahren, waren Essen, haben Burgen und Museen besichtigt oder einfach gebastelt.
    Später (ich war 9) war meine Mutter dann alleinerziehend bis sie ihren neuen Macker kennenlernte.
    Sie arbeitete weiter Vollzeit und wir gingen nach der Schule in die Bäckerei und machten dort die Hausaufgaben oder holten uns den Schlüssel.
    Mein Bruder und ich sind schon früh zur Selbsändigkeit erzogen worden und uns hat es nie an etwas gefehlt-im Gegenteil. Meine Mutter war in der Hinsicht immer mein Vorbild!

    Auch ich bin nach beiden SS direkt wieder arbeiten gewesen, wenn auch erst mal nur halbtags weil es anders nicht möglich war.
    Aber ich habe mich zu Hause furchtbar gelangweilt und unterfordert gefühlt.
    So viel kann man doch gar nicht putzen und kochen, das es einen Tag füllt.
    Die Krabbelgruppen und Spielplatztreffen mit anderen Müttern haben mich immer total gelangweilt. Ständig nur Gespräche über die Kinder, Krankheiten und Männer "Was koch ich heute? Wo gibts Pampers im Angebot? Pupst dein Kind auch so viel?" *kotz*
    Diese "Hausmütterchen" hatten nichts anderes im Kopf, keine eigenen Interessen mehr-grausam.

    Ich finde man kriegt alles prima unter einen Hut und findet auch noch Zeit für sich selber, wenn man nur will und richtig organisiert.
    Mein Haushalt sieht bei weitem nicht perfekt aus, die Fenster müssten mal wieder geputzt werden...aber stirbt ja keiner wenn es nicht gemacht wird!
    Staubsaugen, Wäsche waschen etc kann mann auch flott nach der Arbeit! So machen das alle-warum sollte das mit Kind nicht auch gehen?!
    Ausserdem ist ja meist ein Partner da, der sich im Haushalt genauso beteiligen kann wie die Frau!
    Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm wenn man kleine Kinder fremdbetreuen lässt-ob es nun die Oma, die Krippe oder eine Tagsemutter ist. Für das Kind ist sowas immer gut, vorausgesetzt man nutzt die Freizeit auch vernünftig mit seinem Kind.
    Kinder deren Mütter arbeiten sind oft viel offener, selbstbewusster und weniger ängstlich als Kinder die nur von Mama betreut werden. Ausserdem hat man so im Notfall (Mutter muss ins KH zb) die Gewissheit, das das Kind gut betreut wird und nicht leidet. Es muss sich nicht großartig umstellen.

    Noch ein Beispiel:
    Meine Cousine, jahrelange Beziehung alles perfekt. Geheiratet (typische Traumhochzeit in der Kirche), dann lange am Wunschkind gebastelt.
    Sie ist Arzthelferin mir Leib und Seele, liebt ihren Job.
    Sie wurde schwanger uns ist seit dem 10. Lebensmonat des kleinen wieder Teilzeit in ihrer Arztpraxis beschäftigt-die ersten 10 Monate hat sie die Praxis regelm. besucht um auf dem laufenden zu bleiben und kleine Arbeiten zu Hause erledigt (Qualitätsmanagment zb).
    Der Kleene ist mittlerweile 2 und wird von Oma betreut (freut sich auch immer wie ein Keks wenn Mama arbeiten muss *gg* Oma verwöhnt den Jungen).
    Gottseidank hat sie diesen Weg gewählt denn die Ehe steht vor dem Scheiterhaufen. Sie hat die Scheidung eingereicht und wird nun alleinerziehend sein.
    Glücklicherweise kommt der Kleine nächsten Sommer in den Kiga und sie kann dann auch wieder Vollzeit arbeiten.
    Wäre sie nicht so früh in den Beruf zurückgekehrt oder hätte sich dazu entschlossen Fulltimemami zu werden, dann prost Mahlzeit! Hartz4 lässt grüssen.

    Ich finde man sollte sich gerade als Frau in der Hinsicht beruflich absichern. Man weiss nie was kommt und am Ende steht man mit Kind und ohne Einkommen da, weil man Hausfrau spielen wollte.
    Das wäre mir zu heikel!


    Übrigens:
    Selbst ich schaffe es totz Scheiß-Schichtdienst noch zu den Elternabenden, Elternstammtischen und sonstigen Events der Kinder.
    Und es ist bei mir so, wie kaninchen es schon sagt:
    Ich freue mich immer total wenn ich Feierabend habe meine Kinder zu sehen und umgekehrt. Wir genießen die gemeinsame Zeit mehr und intensiver als zu Zeiten wo ich arbeitslos war (nach der Scheidung ein Jahr)-es ist ganz anders.
     
    #6
    User 75021, 27 Oktober 2009
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  7. User 37900
    User 37900 (32)
    Teammitglied im Ruhestand
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    vergeben und glücklich
    Meine Meinung dazu ist, dass das jede Frau selbst wissen und für sich entscheiden muss. "Kritiker" gibt es immer, egal für was man sich entscheidet.

    Ich selbst würde versuchen, dass meine Kinder mit einem Jahr in die Krippe kommen, damit ich selbst wenigstens wieder Teilzeit arbeiten könnte. Mein Partner möchte keine Vollzeitbetreuung durch Krippe und Kita, ist aber mit einer Teilzeitbetreuung absolut einverstanden und will das auch so. Sofern das finanziell alles ausgeht, habe ich kein Problem damit lediglich Teilzeit zu arbeiten. Gar nicht mehr arbeiten kommt für mich nach dem ersten Jahr nicht in Frage.

    Meine Schwiegermutter ist zum Beispiel auch so ein Vertreter der Fraktion "Ich bekomme doch keine Kinder, um sie dann von anderen erziehen zu lassen." Tja, der Meinung kann sie gerne sein, wenn es jedoch finanziell nicht passt, dann müssen eben beide Elternteile arbeiten gehen.

    Ich sehe auch keine Nachteile für Kinder, wenn sie bereits ab einem Jahr in die Krippe gehen. Im Gegenteil, ich sehe da nur Vorteile. Durch den Kontakt zu anderen Kindern können sie extreme Fortschritte machen. Das beste Beispiel ist für mich meine Nichte. Erst war sie ein kleiner Spätzünder, aber kaum kam sie in die Krippe hat sie riesige Entwicklungssprünge gemacht und ist nun Kindern ihres Alters einige Monate voraus. Natürlich wird das nicht bei allen Kindern so sein, aber ich will meinem Kind nicht die Möglichkeit nehmen, ebenfalls diese Fortschritte machen zu können.
     
    #7
    User 37900, 27 Oktober 2009
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  8. Minnesänger
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    nicht angegeben
    Mutter zu sein ist ein Beruf. Die Frage ist, ob man neben dem natürlichen Beruf der Mutterschaft unbedingt einen Erwerbsberuf ausüben muß und ob man dann den natürlichen Bedürfnissen des Kindes und der eigenen Mutterschaft noch gerecht werden kann.

    Ein Kind benötigt die vollumfängliche Liebe, Aufmerksamkeit und Zuwendung seiner Mutter, ganz besonders Babys und Kleinkinder. Ich wüßte nicht, wie eine Mutter diesen Bedürfnissen ihres Kindes gerecht werden sollte, wenn sie 8 bis 10 Stunden am Tag mit Erwerbsarbeit beschäftigt ist.

    Meiner Meinung nach sollte eine Mutter sich in den ersten Lebensjahren des Kindes auschließlich ihrem Nachwuchs widmen. Ich denke auch es gibt für eine frischgebackende Mutter nichts Schöneres, als so viel Zeit wie möglich mit ihrem kleinen Kind zu verbringen und es in seiner rasanten Entwicklung liebevoll und fürsorglich zu begleitet.

    Wenn das Kind zur Schule geht, könnte die Mutter, wenn sie das Bedürfnis hat, evtl. in Teilzeit einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Darunter sollte allerdings die bisherige Mutter-Kind-Beziehung nicht leiden. Ich finde es sehr wichtig, daß jemand daheim ist, wenn das Kind aus der Schule kommt, daß es ein frisches Mittagessen gibt, daß man gemeinsam am Tisch sitzt und sich über den Schultag unterhalten kann, daß die Mutter dem Kind weiterhin als engste Vertraute und Ansprechpartnerin für Sorgen, Nöte, Ängste und Fragen zur ständigen Verfügung steht und sich um die schulischen Belange, Hausaufgabenbetreuung, allgemeine Charakter- und Persönlichkeitsbildung und Freizeitgestaltung des Kindes kümmert.

    Mit dem Eintritt in die Jugend und zunehmender Selbstständigkeit des Kindes wäre es sicher vertretbar, wenn die Mutter eine Erwerbstätigkeit aufnimmt, sofern sie es möchte und dies nicht mit der allgemeinen Arbeitsteilung zwischen den Eheleuten kollidiert.

    Ich denke, daß die Mutterschaft der natürliche Beruf der Frau ist und daß es für eine Mutter nichts vergleichbar Schönes gibt, als sich mit Liebe und Fürsorge ganz ihren Kindern widmen zu können. :smile:
     
    #8
    Minnesänger, 27 Oktober 2009
  9. Subway
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    Das ist für mich eine finanzielle Frage. Wenn die Mutter es möchte und wirklich genug Geld da ist, dann ist es insgesamt sicherlich vorteilhaft, wenn die Mutter immer für die Kinder da sein kann.
     
    #9
    Subway, 27 Oktober 2009
  10. many--
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    Es gibt ja auch immer einen Vater, der sich um die Kinder kümmern kann, nicht wahr? Es ist durchaus möglich, dass vollberufstätige Eltern sich die Kinderarbeit teilen.
     
    #10
    many--, 27 Oktober 2009
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  11. User 86199
    User 86199 (36)
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    Wie kommst du als Mann denn darauf, dass es für eine Frau (ergo für alle Frauen) nichts vergleichbar Schönes gibt? Ist das nicht ein etwas pauschales Postulat!?
     
    #11
    User 86199, 27 Oktober 2009
  12. User 77547
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    Natürlich kann man auch als vollzeitarbeitende Mutter eine "gute" Mutter sein. Nach meiner Auffassung gibts da kein richtig oder falsch.
    Wir mit unseren drei Kindern (2, 4, 6 Jahre) machen es zwar ganz klassisch: ich arbeite, meine Frau ist zu Hause. Das birgt aber auch gewisse Probleme. Eigentlich fände ich es am optimalsten, wenn wir beide Teilzeit arbeiten könnten. Das geht in meinem Job aber leider überhaupt nicht (es gibt keine Teilzeitstellen).
    Ein weiteres Problem: Vollzeitjobs für Vater und Mutter ist hier bei uns eigentlich nur dann organisierbar, wenn man noch andere FLEXIBLE Betreuungspersonen (z.B. Oma, Opa etc.) in der Hinterhand hat. Das haben wir z.B. nicht.

    Du, Piratin, bist doch Lehrerin? Ich glaube der Lehrerberuf eignet sich ganz gut. Ich kenne zumindest ein Lehrerehepaar, die haben ziemlich bald nach der Geburt gleich wieder voll gearbeitet. Die bekommen das ziemlich gut organisiert, da ja beide zumindest in den Nachmittagsstunden relativ flexibel sind und zu Hause arbeiten können. Halbtagsbetreuungsplätze auch für ganz Kleine sind auch nicht so schwer zu finden wie Ganztagesbetreuungsplätze. Außerdem finde ich eine Ganztagesbetreuung für die Kinder unter 3 nicht so optimal. Das kann die leicht überfordern (hängt aber auch vom Kind ab).

    Wichtig ist m.E. aber in jedem Fall: Man muss schon ein halbwegs strukturiertes und verlässliches Familienleben auf die Reihe bekommen (regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten, Zeitphasen, in denen man völlig für das Kind da ist, gemeinsame Aktivitäten, strukturierte Tagesabläufe usw.) ansonsten geht das ganze auf Kosten des Kindes und das wäre m.E. nicht vertretbar. Falls man das aber sicher stellen kann, steht m.E. einer Vollzeittätigkeit beider Partner nix im Wege.
     
    #12
    User 77547, 27 Oktober 2009
  13. User 75021
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    Ich liebe meine Kinder sehr, kann jedoch dem Beitrag von Minnesänger in keinster Weise zustimmen.
    Jede Frau ist anders.
    Für mich ist es nicht das schönste zu Hause zu sein und meine Kinder zu bekochen, betüddeln-ich habe auch noch andere Interessen und meinen Beruf, den ich auch verdammt gerne ausübe!
    Ich sehe die Mutterschauft nicht als Beruf-ist Vater sein dann auch ein Beruf? Cool, dann kann der Papa ja den ganzen Tag zu Hause bleiben und ich geh Vollzeit arbeiten (was ich ja eh tu).

    Niemand MUSS heutzutage mittags zu Hause sein und das Essen fertig haben-die meisten Kindergärten/Schulen bieten eine Ganztagsbetreuung an, mit Mittagessen und nachmittags Aktivitäten (Sport, Spielen).
    So siehts aus in den modernen 2000ern. Gottseidank.
     
    #13
    User 75021, 27 Oktober 2009
  14. User 44981
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    Wenn beide Elternteile Vollzeitjobs haben, müssen sie die Kinder ja den ganzen Tag in irgendeiner Form von Fremdbetreung unterbringen, was ich nicht für erstrebenswert halte, da das Kind dann zu wenig von den Eltern und die Eltenr zu wenig vom Kind haben.
    Nach der Arbeit setht ja auch noch der Haushalt an, um den man sich kümmern mus, was die Zeit fürs Kind noch weiter einschränkt.

    Ich finde es aber auch nicht optimal, wenn ein Elternteil (also fast immer die Mutter) nach der Geburt nie wieder arbeiten geht. - Irgendwann müssen und wollen die Kinder nicht mehr so intensiv betreut werden und irgendwann sind sie aus dem Haus - und dann ist es ohne Job doch extrem langweilig.

    Ich habe definitiv von meiner Vollzeit-Mutter profitiert und kann mir einfach nicht vorstellen, wie es ist, nicht nach der Schule nach Hause zu kommen und der Mutter beim gemeinsamen Mittagessen vom Schultag zu erzählen, eine Mutter zu haben, die einen dazu drängt, endlich Hausaufgaben zu machen, einem bei Problemen bei den Hausaufgaben hilft, usw.
    Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass Hausfrau und Mutter ein Vollzeijob ist, wenn das Kind, bzw. die Kinder noch relativ jung sind.

    Optimal finde ich es, wenn ein Elternteil erst mal komplett zu Hause bleibt, um sich voll um das Kind und den Haushalt zu kümmern und frühestens wenn das Kind im Kindergarten ist, wieder anfängt, halbtags zu arbeiten, um frühestens wenn das Kind auf eine weiterführende Schule geht, wieder Vollzeit zu arbeiten.

    Noch besser wäre es natürlich, wenn beide Elternteile in Teilzeit arbeiten und sich Haushalt, Kinderbetreuung, usw. teilen. - Aber das wird wohl aus finanziellen und beruflichen Gründen kaum möglich sein.

    Ich persönlich möchte einfach keine Kinder haben, die dann fast ausschließlich von anderen Leuten nach deren Gutdünken (und Vorgaben der Betreuungseinrichtungen, etc.) erzogen werden. - Ich möchte, dass meine Kinder nach meinen Maßstäben und den Maßstäben meiner Partnerin erzogen werden.

    Ich spreche hier aber bewusst von "einem Elternteil" und nicht von der Mutter, da ich keinen Grund sehe, warum der Vater den Part der Kindererziehung nicht genau so übernehmen könnte (mal abgesehen von der Zeit, in der das Kind gestillt wird).

    Aber das ist alles meine persönliche Meinung, wie ich es für mich, bzw. für meine Familie gerne hätte.
    Das heißt nicht, dass alle Eltern, die es anders machen, Rabeneltern sind.
    Jede Variante kann funktionieren und sie kann auch genau so gut schief gehen.
    Ich bin der Meinung, dass Haushalt und Kinderbetreuung sicherlich ein Vollzeit-Job ist. Welcher Elternteil diese Aufgabe übernimmt, ist dabei völlig egal.

    Manche werden jetzt entgegnen, dass es ja auch funktioniert, wenn beide Elternteile arbeiten.
    Aber dafür muss man einen großen Teil der Betreuungs- und Erziehungsarbeit eben an externe Stellen abgeben und trotzdem ist es für beide Elternteile eine große Zusatzbelastung, nach dem Job noch den kompletten Haushalt zu schmeißen und sich um die Kinder zu kümmern. - Das wird dann wohl für jeden Elternteil locker auf 60-80 "Arbeitsstunden" pro Woche rauslaufen, was sicherlich nicht Jeder verkraftet. Von daher sehe ich einfach die Gefahr, dass dann irgendetwas vernachlässigt wird - eben entweder Job, Haushalt oder die Kinder - und dass so gut wie keine Zeit neben Job, Haushalt und Kindern für eigene Interessen, wie z.B. Sport bleibt.
    Natürlich ist das heutzutage eine sehr praktische Möglichkeit.
    Aber ich fände es schade, wenn meine Kinder nur in den Abendstunden und am Wochenende Zeit mit den Eltern verbringen könnten und die Eltern in dieser Zeit auch noch alles mögliche andere tun haben (Haushalt, evtl. eigene Hobbies, sofern dafür noch Zeit ist, usw,).
     
    #14
    User 44981, 27 Oktober 2009
  15. User 75021
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    Verheiratet
    @ banane:

    Sicher ist es nicht jedermanns Sache sein Kind fremdbetreuen zu lassen, aber ab Kindergartenalter ist das doch eh der Fall und ob man nun das Kind um 12, 14 oder 16:30 Uhr (hier die üblichen Zeiten) abholt, das ist dann doch wurscht. Wenn das Kind schon gegessen und die HA in der Schule gemacht hat, dann kann man sich ab dem Nachmittag immer noch um schöne Dinge mit dem Kind kümmern.
    Man hat den HA-Stress nicht an der Backe und den Haushalt kann man auch am WE machen.
    Ich sauge unter der Woche nur schnell durch und räum die Spülmaschine aus. Waschen und trocknen erledeigen die Maschinen alleine zwischendurch und bei der Tierpflege werden die Kids mit einbezogen. Das machen wir gemeinsam, ist ja auch eine sinnvolle Beschäftigung mit Kindern *gg*
    Alles andere bleibt bei mir bis zum WE liegen und trotzdem sieht es hier normal/sauber aus.
    Von daher verstehe ich nicht was ihr alle so viel im Haushalt zu tun habt???
     
    #15
    User 75021, 27 Oktober 2009
  16. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Ich arbeite in einer Kita und ich als Heilpädagogin und bin der Meinung, dass man dort ein Kind gut beschäftigen kann. Wünsche ich mir aber in den wichtigen Entwicklungsjahren für mein Kind eine wirklich gute Förderung, dann muss ich das als Elternteil tun, denn das kann die Kita nicht leisten.
    Das erste oder auch zweite Lebensjahr würde ich gerne bei meinem Kind verbringen in der Zeit vielleicht auf 400 Euro Basis arbeiten, wenn es eine gescheite Bezugsperson gibt, der ich mein Kind anvertrauen kann, aber ich würde mein Kind nicht zu einer Tagesmutter oder in eine Krippe geben.
    Momentan wäre meine Wunschvorstellung, dass ich und meine Schwester in einem ähnlichen Zeitraum Kinder bekommen und es dann nach einem oder zwei Jahren so regeln, dass von jedem Paar ein Partner voll arbeitet und der andere eine halbe Stelle hat. Der Partner mit der halben Stelle kümmert sich dann einen Teil der Abreitswoche um die Kinder und nach der Hälfte der Woche kommen beide Kinder dann zum halbtägig arbeitenden Teil des anderen Paares. Tja so wäre es wenn die Welt pefekt wäre, aber ob das so hinhaut.
    Nur nachdem ich etliche Kindergärten von innen gesehen habe( inzwischen sind es 7) denke ich, dass mein Kind in keinem davon so gut aufgehoben und gefördert wäre, dass ich es da den ganzen Tag haben möchte
     
    #16
    Tinkerbellw, 27 Oktober 2009
  17. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Wenn es möglich sein sollte, würde ich nach der Geburt ca. 1 Jahr zu Hause bleiben und danach Teilzeit arbeiten, mindestens bis das Kind in die Schule kommt. Eventuell aber auch die ganze Grundschulzeit hindurch (denn in einen Hort würde ich meine Kinder nur ungern schicken, da gehen bei uns leider nur die sozial benachteiligten Kinder hin und es herrscht ein eher rauhes Klima - leider!), denn wenn die Oma nicht in der Nähe wohnt, ist es nicht so leicht.

    Mein Bruder und ich sind nach der Schule immer bis 4 oder 5 Uhr zu unserer Oma gegangen, wir haben Hausaufgaben gemacht, gegessen, ferngeschaut, sind in den Garten gegangen, haben gebastelt - es hat uns an nix gefehlt. Danach hat uns unsere Mutter abgeholt.

    Aber spätestens, wenn das Kind in die 5. Klasse kommt, würde ich auch wieder Vollzeit arbeiten wollen.
     
    #17
    User 12900, 27 Oktober 2009
  18. Minnesänger
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Vorweg: Ich möchte sicherlich nicht in Frage stellen, daß Du deine Kinder liebst, allerdings kann ich deine Äußerungen überhaupt nicht nachvollziehen.

    Wenn es für dich nicht das Schönste ist mit deinen Kindern zusammen zu sein, wieso hast Du dann überhaupt Kinder bekommen? Ich finde die Aussage irgendwie ziemlich traurig, daß deine Erwerbsarbeit durch offenbar mehr Freude bereitet als deine eigenen Kinder. Mich würde das wirklich mal interessieren, ohne dir Vorwürfe machen zu wollen, welchen Sinn es dann für dich überhaupt gemacht hat Kinder zu bekommen.

    Das klingt so, als sei es eine Art Strafe den ganzen Tag mit seinen Kindern zu verbringen.

    Hausfrau und Mutter ist selbstverständlich ein äußerst wertvoller Beruf, der viel Zeit, Mühe, Fürsorge, Aufmerksamkeit und Liebe in Anspruch nimmt. Ich kenne genug Hausfrauen und Mütter, deren Arbeitstag ist weit länger als 8 Stunden.

    Selbstverständlich ist auch auch die Vaterschaft ein Beruf, obwohl ich die primäre Verpflichtung des Mannes eher in der finanziellen Absicherung von Frau und Kind sehe. Deswegen hätte ich wohl auch ein schlechtes Gewissen meine Frau zur Maloche zu schicken, während ich die Vorzüge genieße mich ganz den Kindern widmen zu dürfen.

    Die ganztätig fremdbetreuten Kinder sehen ihre eigene Mutter wenn es hoch kommt vielleicht 2-3 Stunden am Tag. 80% ihrer Kindheit verbringen sie in öffentlichen Einrichtungen, geprägt und erzogen werden sie von irgendwelchen Berufserziehern, die 20 andere Krippenkinder gleichzeitig "betreuen" müssen, während Mutter und Vater eigentlich nur Erzeuger und Ernährer waren.

    Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern, insbesondere auf ihre Mutter, die sie bereits 9 Monate unter ihrem Herzen getragen hat. Irgendeine öffentliche Betreuungsanstalt kann doch nicht das natürliche Bedürfnis eines Kindes nach elterlicher Fürsorge ersetzen.

    Bin ich der einzige, der das total traurig und herzlos findet?
     
    #18
    Minnesänger, 27 Oktober 2009
  19. User 77547
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    1. Bei uns hier in Tirol gibt ziemlich wenige Betreuungseinrichtungen für unter 3jährige, bei denen die Kinder bis 16.30 Uhr betreut werden....und überhaupt keine einzige, die MEINEN pädagogischen Vorstellungen entspricht (o.k., wenn sein muss, kann bzw. muss man da natürlich Komprommisse eingehen).

    2. Für viele Vollzeitjobs reicht 16:30 Uhr nicht annähernd aus, weil inkompatibel zu den Arbeitszeiten (z.B. zu meinen und auch zu denen meiner Frau, wenn sie in ihrem Job arbeiten würde).

    3. Meine Kollegin hatte ihren Sohnemann schon mit 2 in einer Ganztagesbetreuungseinrichtung. Richtig glücklich war sie nicht mit damit (ging halt nich anders). Der war immer komplett "fertig" (zu deutsch: Todmüde mit den entsprechenden Begleiterscheinungen), wenn sie ihn abgeholt hat. Das hängt natürlich einerseits vom Kind ab und andererseits von der Einrichtung (bekommen die es z.B. auf die Reihe, dass die Kinder einen ordentlichen Mittagsschlaf bekommen, wenn sie ihn denn brauchen).

    Also hier bei uns ist das eigentlich nur realisierbar, wenn man 1. keine besonderen Ansprüchen in Bezug auf die Kinderbetreuung hat und 2. noch jemanden in der Hinterhand (z.B. Oma, Opa etc. pp.), die ggbfs. flexibel einspringen können etc.
     
    #19
    User 77547, 27 Oktober 2009
  20. User 50283
    Sehr bekannt hier
    3.089
    168
    441
    nicht angegeben
    Ich seh das ganz genauso wie die Banane.
    Off-Topic:
    Willst du mich heiraten?:zwinker:
     
    #20
    User 50283, 27 Oktober 2009

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