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Wie schaffen es Menschen sich zu trennen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Vickymicky, 11 Oktober 2017.

  1. Vickymicky
    Vickymicky (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    ...
     
    #1
    Zuletzt bearbeitet: 3 November 2017
    Vickymicky, 11 Oktober 2017
  2. wild_rose
    Öfters im Forum
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    189
    in einer Beziehung
    Was ich gelernt habe:
    • Kontakt macht es nicht leichter. Ja, es ist manchmal schwer, nicht zu schreiben. Ja, man muss sich manchmal echt zusammen reißen und funktionieren tut es trotzdem nicht unbedingt immer. Aber das Ziel sollte ja sein, voneinander los zu kommen, ohne einander glücklich sein zu können, nicht mehr ständig an den anderen zu denken, und wenn man seinen Ex dann trotzdem noch ständig sieht funktioniert das nicht.
    • Ablenkung tut gut. Sei es nur ein guter Film oder ein Spa Tag für dich, sei es feiern gehen mit Freunden oder einfach nur ein intensives Gespräch über Gott und die Welt. Es gibt kein heilenderes Gefühl als zu merken, dass man nicht für immer unglücklich sein muss.
    • Manchmal braucht man einfach auch einen Moment für sich. Du darfst dich ausheilen, du musst nicht immer gut gelaunt sein. Solche schlechten Momente werden seltener, du musst nicht mehr so oft an ihn denken, und du solltest auch nicht in deiner Trauer versinken. Es ist aber einfach nicht schön, einen Menschen gehen zu lassen, und solche negativen Gefühle müssen auch mal raus.
    • Die Hoffnung dass man irgendwann nochmal zusammen kommt ist ein normales Symptom. Man muss nur verstehen, dass man sich dafür wirklich weiter entwickeln muss, dass neue Liebe nicht aus alter entstehen kann, und man muss diese Veränderung zulassen.
    • Trennungen "gut" überstehen ist so eine Sache. Den meisten tut eine Trennung wohl unglaublich weh. Meine letzte Trennung kam einfach so spät und als meine Beziehung schon so kaputt war, dass es mir nach der Trennung einfach besser ging als während der Beziehung. Das hat die Trennung an sich für mich leichter gemacht, bedeutet aber auch ein paar Wochen in der Beziehung die echt die Hölle waren und Monate voll Verzweiflung. Habe das Feld quasi rückwärts aufgerollt, ist aber nicht zu empfehlen.
     
    #2
    wild_rose, 11 Oktober 2017
    • Hilfreich Hilfreich x 7
  3. Forsaken
    Forsaken (25)
    Sehr bekannt hier
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    827
    in einer Beziehung
    Drei Dinge, die, ob man es glaubt oder nicht, am besten helfen:

    1. Abstand
    WhatsApp Verlauf löschen/archivieren, alle direkten Erinnerungen (Bilder) verbannen, Posts des/der Ex im Facebook ausblenden. Das ist schwer, am Anfang sucht man auch immer noch bewusst nach Dingen, die einen an den Expartner erinnern aber das geht mit der Zeit vorbei, wo wir dann bei:

    2. Zeit
    Wären. Je länger und besser man einen Menschen ausblendet, desto weniger denkt man mit der Zeit an ihn.
    Wie viel Zeit und Abstand man braucht ist bei jedem anders. Wenn noch so viele Gefühle da sind wird es wahrscheinlich etwas länger dauern.

    3. Ablenkung
    Freunde, Familie, Hobbys. Alles, was irgendwie ansatzweise Spaß macht.


    Meine Exfreundin und ich haben uns Anfang August nach über fünf Jahren Beziehung getrennt. Es war einvernehmlich und die Gefühle waren von beiden Seiten noch da, wenn auch nicht mehr so stark in meinem Fall. Ich habe die Trennung mehr oder weniger eingeleitet, indem ich die Probleme, die schon lange Zeit im Raum standen und über die wir nie (dauerhaft) gemeinsam Herr geworden sind, ausgesprochen und ihr mitgeteilt habe, dass ich so nicht glücklich sein kann. Das hat unglaublich weh getan, es sind wie oft von beiden Seiten die Worte "Aber ich kann nicht ohne dich" gefallen und viele Tränen geflossen.

    Mir hat es geholfen, mir danach immer wieder die Gründe für die Trennung vor Augen zu führen oder mir von meinen Freunden, mit denen ich darüber gesprochen habe, vor Augen führen zu lassen, auch, um mich daran zu hindern, an die schönen Dinge zurück zu denken und mir alles schön zu reden. Die Kombination aus all dem hat dafür gesorgt, eben diesen "Vielleicht wird's ja doch irgendwann noch mal was, wenn wir uns weiter entwickelt haben"-Gedanken los zu werden... und irgendwann tritt wieder jemand in dein Leben, der mehr für dich sein wird. Wann das sein wird kann niemand sagen aber es wird passieren und aller spätestens dann wirst du deine alte Beziehung nicht mehr vermissen.

    Um meinen Dad zu zitieren, der mir auch viel geholfen hat in der Zeit... so blöd das Sprichwort auch sein mag: "Ja, es tut weh, ja, es dauert seine Zeit aber wart's mal ab... andere Mütter haben auch schöne Töchter."
    ... oder eben in deinem Fall: schöne Söhne.

    Alles Gute! :knuddel:
     
    #3
    Forsaken, 11 Oktober 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 3
    • Hilfreich Hilfreich x 1
  4. krava
    krava (36)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    898
    9.193
    Single
    Ich hab gelernt, dass man soooo viel kann, wenn man muss.
    Wenn du jetzt darüber nachdenkst, denkst du "das schaff ich nicht", aber glaub mir, wenn du musst, dann schaffst du´s auch.
    Und ja wenn du ihn verlierst, dann ist es so. Es werden neue Menschen in dein Leben kommen und dann schaust du in einem halben Jahr zurück und fragst dich warum du nicht schon früher gegangen bist, warum du so lange festgehalten hast und stellst fest wie viel besser es dir jetzt geht.
    Trennungen gehören zum Leben leider dazu. Angenehm sind sie natürlich nie, aber jedes Ende kann auch immer ein neuer Anfang sein :smile:
     
    #4
    krava, 11 Oktober 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 2
  5. User 54465
    User 54465 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    82
    Verliebt
    Wenn ich das Bedürfnis habe, erlaube mir nach der Trennung ein letztes klärendes Gespräch. Über diese Phase seid ihr offensichtlich schon hinaus.
    Dann breche ich den Kontakt ab. Ich kündige das nicht an (maximal "brauche etwas Zeit für mich") und dann melde ich mich nicht mehr und würge seine Kontaktversuche ab. Nur wenn ich alleine und ohne ihn bin, kann ich fühlen und verstehen, dass er nicht mehr da ist (m.E. auch das Hauptproblem, wenn man sich von einer Beziehung in die nächste stürzt und zwischendurch nicht die Einsamkeit gefühlt hat).
    Als nächstes kommt die Trauerphase, wo ich ganz viel weine und deprimiert bin. In dieser Phase lese ich auch alte Nachrichten und schaue alte Fotos an etc. Weinen gehört für mich einfach zum Abschließen. Ich halte mir dabei aber vor Augen, dass es nicht ewig so weitergehen wird. Denn nach einer Woche versuche ich nicht mehr an ihn zu denken, was natürlich nicht sofort geht. Sobald ich an ihn denke, sage ich "stop" und versuche an etwas anderes zu denken und irgendwann geht es dann besser.
    4 Wochen ohne Kontakt brauche ich schon immer mindestens.
    Ich habe mal gelesen, dass es nicht das Ziel sein sollte seine Gefühle aufrecht zu erhalten um einen Neuanfang zu starten, sondern dass das Ziel sein sollte sich neu zu verlieben. Dazu gehört aber auch, dass man sich entliebt und es kann tatsächlich passieren, dass man sich neu verliebt, aber es kann genau so gut sein, dass man sich einfach nicht mehr vorstellen kann mit betreffender Person zusammen zu sein.

    Besonders während der Trauerphase unternehme ich fast nur Dinge alleine. Ich gehe viel spazieren, fotografiere (mache ich sonst nie), beobachte andere Leute, gehe ins Café usw. Es ist schön bei anderen Leuten zu sein, aber ich finde es hilfreich mal nur mit mir und meinen Gefühlen zu sein.
    Alles Gute für dich :smile:
     
    #5
    User 54465, 11 Oktober 2017
    • Hilfreich Hilfreich x 1
  6. User 96776
    Beiträge füllen Bücher
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    248
    1.297
    Single
    Ich sag nur so viel: Die Zeit heilt alle Wunden.

    Ich bin wohl ziemlich ähnlich wie du, denn ich bin was Abschiede bzw. Trennungen angeht, auch ein riesengroßes Sensibelchen :sorry: Damit komm ich überhaupt nicht klar. Darum vermeide ich es auch weitgehend, mir darüber zu sehr den Kopf zu zerbrechen.

    Wenn es die Umstände nicht anders zugelassen haben, dann gab es in meiner Vergangenheit in den allermeisten Fällen einen endgültigen Schlussstrich, ohne länger in Kontakt zu bleiben.

    Ich hab mich dann anderen Dingen zugewendet, mich abgelenkt, und das Ganze gar nicht an mich herangelassen. Hat auch gut funktioniert.
    Klar gibt's sogar nach Jahren noch einzelne Momente, wo ich an schöne Zeiten zurückdenke, und darüber sinniere, wie es wohl wäre, wenn wir heute noch zusammen wären, was der Ex wohl so treibt, etc. Aber diese Momente halten sich sehr in Grenzen.

    Bei mir hat es auch geklappt, dass ich mit einem meiner Exen locker den Kontakt gehalten habe, aber erst nachdem einige Zeit völlige Funkstille herrschte und schlussendlich hat sich das Ganze halt dann auch über kurz oder lang im Sande verlaufen. Ein Abschied auf Raten sozusagen.
    Das ist halt eine Typfrage, und hängt ganz von den involvierten Personen ab, welche Variante die bessere zur Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung ist. Tendenziell wohl eher ein Schlussstrich.

    Der wichtigste, entscheidende Aspekt ist aber der, dass in meinem Fall bereits bei der Trennung so viel kaputt war, und die Enttäuschung so tief, dass ich mich bereits im Vorfeld abgrenzen konnte und wusste, dass das Gegenüber es nicht wert war, ihm viele Tränen nachzuweinen, weil derjenige sonst nie gegangen wäre.
    Da bin ich ziemlich pragmatisch eingestellt und konnte so auch in Rekordtempo auf Distanz gehen. Richtig schweren Liebeskummer kenne ich Gott sei Dank nicht :zwinker:
    Nur so kann man überhaupt in Erwägung ziehen, dass ein (lockerer) Kontakt weiter bestehen kann.

    Denn die denkbar schlechteste Kombi wäre, dass einer der beiden sich noch Hoffnungen macht, und Gefühle hegt, und der andere bereits damit abgeschlossen hat. Dann bin ich ganz klar dafür, auf Distanz zu gehen.

    In deinem Fall würde ich nach Bauchgefühl handeln würde und einfach mal abwarten, was die Zeit bringt... Ihm nicht hinterherlaufen... Glaub mir, wenn es sein soll, und sich die Dinge ändern, dann werdet ihr wieder einen Weg zueinander finden, so oder so.

    Falls ihr Kontakt haltet, besteht aus meiner Sicht die Gefahr, dass man eben aus Gewohnheit nicht aus der Situation ausbricht. Die erlittene Enttäuschung ist ständig präsent, man hofft insgeheim, es würde doch wieder alles werden wie früher, usw.
    Da ist dann vielleicht nicht der eine ganz schwerer Moment dabei, wie bei einem finalen Cut, dafür immer wieder viele "kleinere" Enttäuschungen. Macht die Sache aber langfristig nicht besser, leider!

    Als gutes Zeichen würde ich es hingegen werten, wenn er nach längerer Zeit der Funkstille wieder auf dich zukommt zum Bsp.

    "Was du liebst, das lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir, für immer..." :zwinker:

    An sich finde ich es wichtig, irgendwann mit einem Kapitel abzuschließen, und auch wieder offen für Neues zu sein. Denn es bringt ja niemanden was, einem Verflossenen ewig hinterherzutrauern. Das ist oftmals bestimmt noch viel nervenaufreibender, als ein endgültiges Ende, kann ich mir vorstellen. Meist geschieht das aber eh automatisch, wie schon oben erwähnt :zwinker:

    Aktuell, wo du dich noch in der akuten Trauerphase befindest, musst du selbst abwägen, was für dich das "geringere" Übel ist, da kann ich dir keine Pauschalantwort geben.
     
    #6
    Zuletzt bearbeitet: 11 Oktober 2017
    User 96776, 11 Oktober 2017
  7. Tahini
    Tahini (45)
    Meistens hier zu finden
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    in einer Beziehung
    Meiner Beobachtung nach handelt es sich da um einen gedanklichen Prozess, den die einleiten.
    Ich selbst habe das auch noch nie hingekriegt. Ich war immer der, der verdattert uebrigblieb. Aber die, die das mit mir machten, die zogen da sichtbar souveraen unter Anwendung von offenbar irgendwie vorgefertigten Schemas davon, als haetten sie sich von einem Psychiater oder Coach da leiten lassen.
    Haette da jedes Mal echt Knochen kotzen koennen.
     
    #7
    Tahini, 11 Oktober 2017
  8. User 165615
    Klickt sich gerne rein
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    vergeben und glücklich
    In dem man sich darauf besinnst hat, dass das Leben als solches auch ohne Partnerschaft, Ehe oder welche Form von Bindung weiter besteht. Da gibt es keine Option, keine Wahl - es geht einfach weiter. Abfinden, Tränchen wegstreichen und weiter geht es. Man darf dabei nur nicht verkennen auch traurig sein zu dürfen. Nur letztlich darf die nicht den Alltag bestimmen. Das wäre keine Trauerbewältigung, das wäre Suhlen im eigenen Saft - das ist unccol.



    Grundsätzlich war und bin ich immer pro Kontakt halten, außer es würde das Vertrauensverhältnis so zerrüttet das nichts anderes übrig bleibt als Hass. Meine Ex wollte kein Kontakt mehr, das muss man respektieren - jeder geht da anders mit um.
     
    #8
    User 165615, 11 Oktober 2017

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