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  • manila123
    manila123 (22)
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    nicht angegeben
    10 Dezember 2017
    #1

    Wie werde ich glücklich?

    Ich bin knapp 22 Jahre alt, studiere noch und kann absolut nichts mit mir und meinem Leben anfangen. Ich plage mich Tag für Tag mit Selbstzweifeln rum. An manchen Tagen mag ich mich oder finde mich sogar schön. An anderen Tagen betrachte ich mein Spiegelbild und hasse was ich sehe. Ich plane dann vor meinem inneren Auge alle möglichen Schönheits-Ops durch und Möglichkeiten um mein Äußeres irgendwie aufzubessern. Hat bei Kylie Jenner immerhin auch geklappt!?

    Ich weiß nicht wie sich andere Frauen in meinem Alter fühlen. Wie selbstkritisch sie über ihr Äußeres nachdenken. Ich weiß nicht, ob es normal ist was ich fühle und denke. Kann ich überhaupt erwarten, dass es so etwas wie vollkommene Zufriedenheit gibt? Gibt es Frauen, die vollkommen im Reinen mit sich sind und selbst ihre Fettpölsterchen lieben? Ich glaube oft, dass die Body Positive Bewegung vielen Frauen zugutekommt, die eben nicht mit sich zufrieden sind! Aber diese Bewegung redet ihnen ein, dass jeder schön ist – egal welche Konfektionsgröße. Und es ist leichter sich einzureden, dass man das auch so sieht, anstatt an sich zu arbeiten.

    Es gibt einfach gewisse Schönheitsideale. Dieses Idealbild verfolgen demnach die meisten (nicht alle!) Menschen. Wie schafft man es also mit sich zufrieden zu sein, wenn man 24/7 mit Fotos von diversen Bloggern und Models konfrontiert wird, die diesem Schönheitsideal exakt entsprechen.

    Wenn ich mich anschaue, sehe ich die etwas zu große Nase mitten in meinem Gesicht. Die braunen und nicht blauen Augen unter den leichten Schlupfliedern. Ich sehe sehr feine und nicht besonders schwungvolle Augenbrauen. Die zu schmalen Lippen über meiner etwas unreinen Haut am Kinn.

    Ich sehe ein Mädchen, dass weder besonders hässlich noch besonders schön ist. Aber wer würde sich für mich umdrehen um noch ein zweites Mal hinzuschauen? Es gibt Frauen, die reißen die Blicke förmlich auf sich ohne viel dafür tun zu müssen. Dazu gehöre ich aber nicht.

    Wie soll ich also jemals mit mir selber zufrieden sein?

    Darüber hinaus bin ich auf der ständigen Suche nach Mr. Right. Ich habe tinder und das schon eine Weile. Ich date einen nach dem anderen. Manchmal fällt mir während dem Treffen auf, dass ich nicht mal mehr seinen Namen im Kopf habe. Ich versuche es mit so gut wie jedem der halbwegs in mein Beuteschema passt. Wenn ich dann beim Treffen feststelle, dass er zwar ein netter Kerl ist, wir aber eigentlich nicht zusammenpassen, date ich ihn trotzdem weiter. Wenn ich ein paar Dates überstehe, fange ich häufig zu klammern an. Ich bedränge ihn. Und wenn die Sache dann gelaufen ist, schreibe ich ihm meistens trotzdem noch wochenlang. Ich lasse ihn nicht in Ruhe, obwohl ich mich damit erniedrige und total blamiere.

    So lief das zumindest bei den Männern ab, die ich ein bisschen besser kennen gelernt hatte.

    Die längste Zeit waren mal knapp drei Monate, aber länger hat es keiner mit mir „ausgehalten“. Ich hatte also noch nie eine Beziehung und das will ich krampfhaft ändern. (Verliebt war ich übrigens noch nie) Oft mag ich nicht den Mann, den ich gerade kennen gelernt habe, sondern nur das Gefühl das er mir gibt. Das Gefühl begehrt zu werden und nicht alleine zu sein. Und ich weiß, dass das eigentlich falsch ist.

    Aber ich halte es einfach nicht mehr alleine aus. Ich hätte so wahnsinnig gerne jemanden mit dem ich mein Leben teilen kann. Jemand, der immer für mich da ist. Warum finde ausgerechnet ich einfach niemanden?! Es gibt viele Frauen, die einfach nur jemanden haben wollen und deswegen eine Beziehung führen. Aber nicht mal das kriege ich hin.

    Darüber hinaus habe ich nicht die Freundschaften, die ich mir wünschen würde. Ich habe durchaus sehr gute Freunde, die im Notfall zur Stelle wären. Allerdings geht jeder inzwischen seinen eigenen Weg. Wir wohnen nicht mehr 15 Minuten voneinander entfernt. Selbst Telefonate sind gar nicht mal so leicht zu organisieren. Ich bin seit meiner Schulzeit zwei mal umgezogen. Das erste Mal zum Studieren und das zweite Mal für ein Praktikum bzw. um zu arbeiten. An beiden Orten habe ich problemlos Anschluss gefunden. Es haben sich auch Freundschaften entwickelt, die eine gewisse Entfernung und Zeit überstehen.

    Und das ist toll, aber irgendwie erwarte ich mehr. Ich hätte gerne Freunde, die ich jederzeit anrufen kann, mit denen ich die innersten Gedanken austauschen kann, die jede Partynacht mit mir durchmachen. Freunde die mich vor Lachen zum Weinen bringen. Mit denen sich Stille manchmal schön anfühlt. Freunde mit denen ich definitiv keinen Mann mehr bräuchte, da ich auch als Single nicht alleine bin.

    So toll, treu, warmherzig und liebevoll meine Freunde auch sind – sie haben mir nie das Gefühl gegeben nicht alleine zu sein. Ich kann nachts um drei niemanden einfach so anrufen. Aber das kann ich niemandem vorwerfen, da wir inzwischen andere Leben führen

    Ich erwarte zu viel von einer Freundschaft. Weiß ich meine Freunde zu wenig wertzuschätzen?

    Ich habe das Gefühl ein wahnsinnig einsames Leben zu führen. Das Gefühl werde ich nicht los, egal wie viele Menschen ich um mich habe. Ich glaube schon sehr lange, dass eine Beziehung mich und mein Leben in gewisser Weise retten könnte. Dass ich dann endlich glücklich wäre. Belüge ich mich tatsächlich damit? Denn immer, wenn ich jemanden hatte – wenn auch nur für ein paar Wochen – fühlte ich mich besser. Ich war glücklicher und ausgeglichener.

    Ich kann einfach nicht mehr alleine sein. Von Jahr zu Jahr wird mein Gemütszustand nur noch schlimmer. Ich weiß nicht wie ich alleine im Leben glücklich werden soll.

    Der Text ist wirklich ein bisschen durcheinander. Aber im zusammengefasst, frage ich mich einfach, wie ich glücklich werden kann?

    Und ich kann mir schon denken, dass die erste Antwort etwas mit Selbstliebe zu tun haben wird. Denn erst wenn ich mich selber liebe, kann mich auch jemand anderes lieben ... so ungefähr. Und erst wenn ich nicht mehr auf der Suche bin, werde ich jemanden finden..
    Sowas habe ich schon oft gehört..

    Aber ich freue mich über jede Antwort!
     
  • goldstück
    goldstück (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    10 Dezember 2017
    #2
    Eine Anleitung zum glücklich sein gibt es nicht und ich glaube, Menschen, die jeden einzelnen Moment glücklich sind, gibt es auch nicht :zwinker: Ich selbst halte mich mittlerweile für einen überdurchschnittlich zufriedenen Menschen, aber ich habe auch vereinzelt Tage, an denen ich mich nicht leiden kann.

    Wie man sich fühlt, kann man aber auch ein wenig steuern. Zum Beispiel, indem man ganz bewusst versucht schöne Dinge wahrzunehmen. So verschiebt sich mit der Zeit der Fokus von Negativen zum Positiven.
     
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  • Mr. Poldi
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    10 Dezember 2017
    #3
    Hallo manila123,

    das sind sehr viele Fragen, daher möchte ich erst einmal nur auf eine Aussage eingehen die meiner Meinung nach der Kern deines Problems ist:
    Mir ging es mit Anfang 20 sehr ähnlich wie dir (meine erste und bisher einzige Beziehung hatte ich mit 26) und ich weiß daher aus eigener, langer & schmerzhafter Erfahrung wie unglaublich schwer es ist das zu akzeptieren, aber:
    Krampfhaft zu suchen kann und wird nicht funktionieren und es hat ehrlich gesagt auch gar keinen Sinn wenn Du nicht verliebt bist.
    Du möchtest die Leere in deinem Leben (die auch mit unzähligen guten & engen Freunden vorhanden sein kann) füllen, was absolut verständlich ist.
    Aber das wirst du nicht erreichen wenn Du dir eine Beziehung nur der Beziehung wegen suchst.

    Ich würde nicht sagen dass man sich zwangsläufig selbst lieben muss um lieben zu können.
    Ebenso darf man durchaus "suchen", aber krampfhaft zu suchen - das wirkt unattraktiv und schreckt ab.
    Ich kann dir leider kein Rezept nennen wie man es schafft aus dem "Krampfhaft"-Modus herauszukommen, ich kann dir lediglich sagen dass ich irgendwann im Grunde "aufgegeben" habe - ich habe die Situation so akzeptiert wie es ist und hatte mit dem Thema Beziehung insofern abgeschlossen dass ich davon ausgegangen bin dass ich halt Single bleibe ... wenige Monate später war ich es nicht mehr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 Dezember 2017
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  • LaserRaptor
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    10 Dezember 2017
    #4
    Was deinen Körper angeht: Es gibt keinen perfekten Körper, jeder bevorzugt da was anderes und Schönheit ist doch eh komplett subjektiv. Es gibt Menschen die finden einen anderen Menschen nicht schön, während andere diesen Menschen extrem schön finden. D.h. auch wenn du dich selber nicht schön findest, gibt es trotzdem Menschen, die dich schön finden werden. Und glaub ja nicht, dass jeder Menschen seinen eigenen Körper super findet. Irgendwo hat doch jeder was, mit dem er an sich unzufrieden ist, man muss nur lange genug suchen :grin:.

    Was den Part mit Partnern angeht:
    Ich glaube Freunde und vor allem Partner fallend bei den wenigsten vom Himmel. Ich gehöre auch zu denen, die sich da extrem schwer tun. Man nur die Hoffnung nicht aufgeben, denn andere die eher viele Freundschaften haben, haben eventuell nicht so gute, wie die, die eher weniger haben. (Meine bisherige Beobachtung). Bei manchen gehts halt schnell und bei manchen dauerts. Erzwingen würde ich da nichts, sondern einfach ich selbst sein und Geduld haben und ansonsten versuchen, soweit möglich, offen auf die Menschen in der Umgebung zu zugehen.
    Zudem gibt es immer Menschen, die noch größere Probleme haben, deswegen sollte man eigentlich schon zufrieden sein mit dem was man hat, ich weiß, schwierig in einer Kapitalistischen Gesellschaft, die einen quasi zum Neid erzieht, aber wenn man lernt, auch die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen, kann sein Leben viel positiver angehen.

    Was die Liebe angeht:
    Es nicht jeder kann sich sofort verlieben, es gibt auch Menschen, die erst eine lange Zeit mit jemandem verbringen müssen, bevor wirkliche Gefühle aufkommen, vielleicht bist du ja so jemand. Oder du hast dich so sehr mit dir selbst beschäftigt, dass du für Gefühle quasi keine Zeit/Gedanken hattest...
     
  • mozillafox
    Verbringt hier viel Zeit
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    10 Dezember 2017
    #5
    Hey Manila,

    ich finde, du gibst dir viele Antworten schon selbst. Außerdem kenne ich viele von deinen Gedanken von mir selbst und das sage ich als Mann :zwinker:

    Bis vor kurzem wusste ich nichtmal, dass man einen Schönheitsmakel an den Augenlidern haben kann (Schlupflider). Habe dann entdeckt, dass ich das auch habe und mir vor dem Spiegel immer Gedanken darüber gemacht. Ist mir vorher an mir nie aufgefallen, aber irgendwas hat mich dann auf den Trichter gebracht, dass das ganz schlimm aussieht und ich musste ständig im Spiegel hinsehen!

    Was ich damit sagen will: Wer lange nach Makeln an sich selbst sucht, wird die auch finden (ich bin selbst auch gut darin). Darum muss ich jetzt direkt mit der obligatorischen Selbstliebe ankommen, wie du ja schon erwartet hast :grin: Ich denke, es ist wichtig, sich selbst etwas wohlwollender zu betrachten und sich nicht immer selbst fertig zu machen und mit anderen Menschen zu vergleichen, die ja sooo viel schöner sind als man selbst. Oft liegt dieser Eindruck einfach daran, dass man andere Menschen weniger kritisch sieht, als sich selbst.

    Wenn du „einen nach dem anderen“ über Tinder datest, ist deine Optik bestimmt völlig in Ordnung. Ich denke, es ist wichtig, nicht so viel „erzwingen“ zu wollen, und den Typen hinterherzulaufen. Wenn du feststellst, dass du und dein Tinder-Date nicht zusammenpassen, macht es sicher auch keinen Sinn, ihn weiter zu treffen, oder dann sogar zu klammern. Das ist auch als Frau nicht sexy. Du bist gerade mal 22 und hast jede Menge Zeit!
     
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    in einer Beziehung
    10 Dezember 2017
    #6
    Ich habe den Schluessel zum Glueck nach langen, harten Jahren entdeckt.
    Und nein, man muss keine langen, harten Jahre durchmachen, um ihn zu entdecken. Im Gegenteil. Man kann sofort gluecklich sein.

    Es kam so: Nach vierzig Jahren Durchexerzierens tausendundeiner Methode, endlich ein gluecklicher Mensch zu werden, langte es mir eines Tages in meinem Buero in Shanghai einfach, und ich sagte mir: "Tahini," sagte ich, "ab jetzt bist Du einfach gluecklich, egal, wie irrational das auch sein mag."

    Und es tat einen Schlag, und ich bin seither gluecklich.
    Wie es sein kann? Ganz einfach: Glueck ist lediglich eine Emotion, und bedarf keiner Bedingungen, es sei denn, man schaltet sie selbst vor. Und darin liegt der Fehler, und die Chance.
     
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    Verwitwet
    10 Dezember 2017
    #7
    So bescheuert das auch klingen mag, ich denke da liegt viel Wahrheit drin.
    Denn im Grunde war es bei mir genauso; ich habe damals im Prinzip nichts geändert außer dass ich beschlossen habe alles einfach so zu akzeptieren wie es ist.
    Doch erst einmal soweit zu kommen diesen Schritt wirklich gehen zu können, das ist schwer.
     
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  • manila123
    manila123 (22)
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    10 Dezember 2017
    #8
    Ich habe gar nicht mit so vielen Antworten gerechnet!
    Danke dafür!

    Ich lasse mir eure Antworten nochmal durch den Kopf gehen und antworte morgen Abend in Ruhe, ein bisschen ausführlicher :smile:
     
  • wonderkatosh
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    11 Dezember 2017
    #9
    Zum Thema Körper:

    Ich kenne das. Meine Haare haben eine schreckliche Struktur & momentan passe ich in keine Hose, weil meine Oberschenkel durch Tabletteneinnahme extrem viel Wasser ziehen. Es ist zum Kotzen.

    Wie gehe ich nun damit um? Ich konzentriere mich vor allem auf die positiven Punkte und hebe sie auch zusätzlich hervor. Ich trage zum Beispiel extrem gerne Ohrringe um meine Augen zu betonen.

    Problemzonenmäßig nehme ich mal die Beine als Beispiel. Wenn ich mit etwas an mir nicht zufrieden bin, dann frage ich mich zunächst: was kann ich ändern bzw. kann ich was daran ändern? Beim Bein-Problem wäre das logischste: abnehmen. Da das in der momentanen Situation nicht geht, muss ich erstmal damit leben, es akzeptieren. Heißt für mich momentan: mit Kleidern & Röcken eindecken & Oberschenkel verstecken.

    Dann geht man mit der Zeit auch entspannter mit Problemzonen um und man entwickelt glaube ich diese "Selbstliebe" von der alle erzählen.


    Thema Beziehungen (auf allen Ebenen):

    Zunächst lösch Tinder. Da treiben sich größtenteils Menschen rum, die die schnelle Nummer im Sinn haben, anstatt der großen Liebe.


    Ich hab mich leider immer an Männer gehängt, denen ich unwichtig war & hab ziemlich viel Kraft verschwendet.


    Knüpfe einfach Kontakte. Du hast geschrieben, dass dir das leicht fällt, also los :smile: einfach ohne Hintergedanken nette Gespräche führen, ein Bierchen trinken gehen & vielleicht entwickelt sich etwas: sei es Freundschaft, eine nette Bekanntschaft oder vielleicht sogar Liebe.


    "Krampfhaft" und nur um sich nicht einsam zu fühlen, sind leider die falschen Vorgehensweisen, da Menschen so etwas meiner Meinung nach auch unbewussten merken und sich emotional entfernen. Das gilt für potentielle Partner & Freunde.


    Ich hab durch den ganzen Blödsinn der mir passiert ist, das Gefühl, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Und ich finde den Gedanken sehr schön & vor allem tröstend: "mit diesem Kerl hat es nicht geklappt, weil ich nächsten Monat den Partner fürs Leben treffe...etc."


    Etwas das ich dir auch gern mitgeben möchte, weil ich mich gut in dich einfühlen kann, eben weils mir ähnlich oder auch gleich ging. Suche nicht die schlechten Sachen in deinem Leben, sondern freunde dich mit dem vorhandenen an, mach das beste daraus & freu dich. Schätze deine Leben!

    Ich hatte meinen Traumberuf, ein Leben in einer schönen Stadt & viel Zeit für mich. Was ich aber dachte war:" ich hab keine Freunde. Ich möchte endlich einen Freund. Mimimi." Jetzt habe ich ihn gefunden (zufällig, weil ich mich mit ihm auf ein Bierchen getroffen habe, um über meinen Ex zu lästern (ursprünglich also kein heiratsmaterial)), habe zwar immer noch keine Freunde, aber dafür meinen Traumberuf verloren.

    Das Leben ist hart. Aber wie war das? "Gibt das Leben dir Zitronen, fragt nach Salz & Tequila!"


    Thema Instagram & Co.: Nicht beeindrucken lassen. Es gibt massig Bildbearbeitungsprogramme, Filter & Co. Keiner ist perfekt & keiner wacht wirklich perfekt gestylt ohne ein zermatschtes Gesicht morgens auf. :grin: und auch wenn das Ideale sind, es gibt auch Männer die dich nehmen & lieben wie du bist.
     
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    Beiträge füllen Bücher
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    11 Dezember 2017
    #10
    Liebe Manila,

    hui, da stecken einen Haufen Themen drin, und ja, "die Suche nach Glück" überschreibt das Ganze sehr gut.

    Was mir auffällt, ist dass du eine sehr klare Vorstellung von Glück hast - von einem Glück, das du dir selbst aber nicht gezielt schaffen kannst. Ich denke, dass das auch der Kern der "Selbstliebe"-Botschaften ist, die man oft hört: Dass man das Glück nicht (nur) in sich selbst sucht, sondern dass man sich selbst Glück schafft.

    Was kann das sein? Alles Mögliche, das deine Zufriedenheit mit dem Leben steigert. Willst du gerne für dich Sport machen? Dann such dir einen Kurs, ein Studio, irgendwas. Wolltest du schon lange mal wieder malen? Dann kauf dir Leinwand und Farbe und leg los!

    Diese weist für mich darauf hin, dass du eine sehr klare Vorstellung davon hast, wie man selbst und das Leben an sich zu sein hat. Und dass du vieles davon eben auch am Aussehen fest machst. Aber das Aussehen ist nicht das, was für immer bleibt und es ist nicht das, was deinen Wert als Mensch bestimmt.
    Vor allem aber ist Aussehen - von einigen konkreten Aspekten abgesehen - nicht das, was einen "glücklich" macht.
    Warum ich die "konkreten Aspekte" ausklammere? Weil jemand, der an sich mit sich glücklich ist, aber eine schiefe Nase, eine tubuläre Brust oder Segelohren hat und das wirklich, wirklich schlimm findet, mit einer OP durchaus sein Lebensglück erhöhen kann.
    Aber wer durch Abnehmen und OPs sein Lebensglück nicht erhöht, das ist jemand, der nicht aussieht wie der Glöckner von Notre Dame, sich aber offenbar so empfindet und dem eigentlich alles an ihm selbst nicht so richtig passt. Der wird nach jedem Kilo und nach jeder OP noch irgendwas an sich finden, das nicht perfekt und nicht richtig ist. Weil dann nämlich vielleicht immer noch nicht der Partner der Träume aufgetaucht ist.
    Und das würde ich bei dir garantiert nicht am Aussehen festmachen, obwohl ich nicht weiß, wie du aussiehst - aber dafür finde ich die anderen Aspekte zu bezeichnend.

    HUI!
    Da steckt aber auch ein gewaltiges Problem drin, ja. Auch ein Problem mit deinem Selbstwert. Ich habe das Gefühl, wie oben schon geschrieben, und diese Schilderung verstärkt es, dass du deinen Selbstwert nur aus dem Feedback ziehst, was du von anderen bekommst. Dass du deswegen auch einen Korb nicht einfach abhaken kannst, weil du es brauchst, dass du dich geliebt/angenommen/begehrt/... fühlst.
    Versteh mich nicht falsch.
    Die Sehnsucht nach Liebe, Begehrtsein, Angenommensein... die ist völlig normal und menschlich. Ungesund ist es dann aber, sich selbst zu erniedrigen, zu verkrampfen, weil man unbedingt diesen anderen Menschen in seinem Leben will.
    Auch hier glaube ich, dass du zunächst bei dir selbst anfangen musst. Dich fragen kannst: Was willst du in einer Beziehung? Was erwartest du dir davon? Was erwartest du von deinem Partner in Bezug auf eure Freizeit, eure Lebensgestaltung?

    Ich finde es aber bei all dem, das muss ich echt sagen, extrem bewundernswert wie reflektiert du bist und wie sehr dir dein Verhalten und seine Hintergründe bewusst sind, und ich glaube, dass das auch etwas ist, das dir im weiteren Verlauf des Lebens sehr helfen wird.

    Ich verstehe, dass man sich das wünscht, weil man das ja in der Pubertät meinem Gefühl nach oft hatte. Aber dann kommt irgendwann der Sprung ins Erwachsenenleben, die anderen Menschen arbeiten oder studieren, haben Partner...
    Und auch hier: Sie sind nicht für dein Glück verantwortlich.
    Für mich ist hier eine zentrale Frage: Was genau macht dir am Alleinsein so große Angst?
     
  • User 91095
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    11 Dezember 2017
    #11
    Ich finde die Bewegung auch seltsam. Ich kann diese Schönheitsobsession nicht verstehen. Weder kann ich das Bild verstehen, dass es EIN Ideal gibt, dem jeder entgegenstreben soll, noch kann ich verstehen, dass unbedingt jeder Mensch schön sein soll. Nein, so empfinde ich das nicht, denn es würde ja dann den Begriff "Schönheit" entwerten. Nicht jeder Mensch ist schön und nicht jeder muss es sein. Die allerallermeisten Leute schauen durchschnittlich aus und das ist auch vollkommen in Ordnung so. Man muss seine Fettpölsterchen nicht lieben. Es reicht auch, wenn man sie einfach nicht hasst. Ich würde von mir behaupten, dass ich mit meinem Körper im Reinen bin, insofern als dass ich mir über seine Gestalt keine Gedanken mache und zufrieden bin mit dem, was ich habe. Was mir wichtiger als das Aussehen ist, ist, dass der Körper funktioniert und dass er mich in meinem Leben unterstützt. Ich will also, dass ich gesund bin. Alles andere ist Luxus. Und dann genieße ich lieber den Luxus der Dinge an meinen Körper, die mir gefallen, als dass ich mich über die Dinge aufrege, die mir weniger gefallen.

    Wenn du die Tendenz hast, dich da reinzusteigern, dann würde ich dir empfehlen, dich davon fern zu halten. Ich selbst habe ein sehr gutes Körpergefühl/Körperbewusstsein bekommen als ich angefangen habe mit Sport. Und zwar kein Sport, der dafür genutzt wird, um den Körper ideal zu formen, sondern Sport, den man treibt, weil man den Sport toll findet. Weil man da seinen Körper benutzt, mit ihm arbeitet und sieht, welches Potenzial er hat. Da rückt die Schönheitsfrage dann total in den Hintergrund, solange dein Körper dir gute Dienste erweist.

    1. Warum willst du da dazu gehören?

    2. Du hast verschiedene Möglichkeiten, Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Das Aussehen ist nur eine davon. Schränk dich doch nicht so ein. Du bist mehr als deine Nase und deine Lippen. Wenn du Aufmerksamkeit möchtest, dann hol sie dir mit einer Bombenausstrahlung, mit einer schönen Persönlichkeit, mit einer übersprudelnden Eloquenz und Schlagfertigkeit, etc. Der Körper ist dein Werkzeug, und nicht dein Aushängeschild.

    3. Schönheit alleine ist übrigens selten ein Aufreger. Die Frauen, nach denen man sich umdreht, kriegen die Aufmerksamkeit meistens nicht wegen ihrer Schönheit, sondern wegen ihrem Sexappeal. Und der ist einigermaßen unabhängig von objektiver Schönheit.

    Naja, du bist sehr anstrengend, sagst du ja selbst. Deswegen findest du keinen. Und du meinst es auch nicht ernst mit den Leuten, weil du nur irgendwen suchst, der dir ein gutes Gefühl gibt. Das ist den meisten wohl auch zu wenig. Und was bringst du eigentlich in eine Beziehung mit, weswegen jemand mit dir zusammen sein wollen sollte? Was ist an dir toll und liebenswert? Wieso sollte jemand mit dir sein Leben teilen wollen?

    Hast du mal nachgedacht, mit einem Psychologen drüber zu reden. Es scheint dich schon sehr zu belasten Vielleicht hast du an der Uni eine psychosoziale Anlaufstelle, wo du mal einen Termin machen kannst.

    Im Grunde, ja. Und, erst wenn du dich selbst liebst, brauchst du auch niemand anderen, der dir diese Arbeit abnimmt. Dann ist jeder, der dich sonst noch liebt, zwar willkommen, aber wenn grad keiner da ist, gehst du daran auch nicht kaputt, weil du immer noch dich selbst hast, die auf dich aufpasst, dich wertschätzt und froh ist, dass es dich gibt.
     
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    11 Dezember 2017
    #12
    Man muss einfach nur begreifen, dass Emotion etwas ist, das man selbst waehlt - eigentlich war mir das klar, als ich als kleiner Junge beim Fernsehen oftmals bemerkte, dass ich die Bösen toller fand, und traurig war, wenn sie mal wieder gegen die Wand geklatscht wurden. Ich hatte die als mein Home Team gewählt - das geht ganz von selbst, wenn man von Zusammenhängen keine Ahnung hat.

    Heute wende ich das bewusst an.

    EDIT: Um's etwas klarer zu sagen - Glueck ist keine "Reaktion" auf etwas, sondern eine Betrachtungsweise der Welt. Und die kann man immer haben - so, wie man sich auch eine gelb getönte Sonnenbrille aufsetzen kann. Wenn man grundlos ungluecklich sein kann, kann man auch grundlos gluecklich sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Dezember 2017
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    manila123 (22)
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    nicht angegeben
    11 Dezember 2017
    #13
    Ich glaube, ich schaffe es gar nicht auf alles einzugehen, aber trotzdem bin ich für jeden Kommentar dankbar!
    Ich greife einfach mal ein paar Zeilen auf ..

    Eben das sehe ich nicht so. Emotionen, Gedanken und Gefühle überkommen mich eher. Ich habe auch oft das Gefühl, dass sie mich kontrollieren und ich es nicht schaffe aus dem Teufelskreis herauszukommen. Es gibt Momente in denen würde ich am liebsten auf irgendeinen Knopf drücken und die Gedanken und Gefühle einfach nur ausstellen, weil es mich oft wahnsinnig fertig macht. Ich neige auch zu Selbstmitleid und manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass es mir auf eine merkwürdige Art und Weise Spaß bereitet im Selbstmitleid zu baden. Es ist widersprüchlich ..
    Vieles was ihr alle schreibt ist mir irgendwie klar. Aber es ist wie mit einem Rat von den eigenen Eltern. Ich weiß eigentlich das es stimmt, aber ich kann es einfach nicht akzeptieren.

    Warum ich zu den Schönen Menschen dazugehören möchte?

    Das kann ich selber nur sehr schwer beantworten. Für mich steht Glück in Abhängigkeit zur Schönheit. Es ist beides eng miteinander verknüpft. Wenn ich jemanden sehe, der sehr gut aussieht, denke ich oft automatisch dass dieser Mensch sehr glücklich sein muss. Schönheit ist definitiv ein Vorteil und bringt einem heutzutage auch Ansehen. Gutes Aussehen hat für mich eine wahnsinnig hohe Priorität.
    Es gab eine Zeit in der habe ich wochenlang nicht mehr als einen Salat pro Tag gegessen und sonst nur Flüssigkeiten zu mir genommen. Ich bin nicht schlafen gegangen, bevor ich nicht mindestens 10km joggen war oder eine Ewigkeit auf dem Crosstrainer verbracht habe. Der Alltag kehrte irgendwann wieder ein und meine Freunde haben mich glaube ich auch zurück auf den Boden der Tatsachen geholt und alles hatte sich wieder normalisiert. Es war nur eine Phase, aber mein Verhältnis zu Essen und meinem Körper war halt noch nie besonders gut. Und ehrlich gesagt trauere ich der Figur, die ich zu dem Zeitpunkt hatte noch immer nach. Ich war wirklich glücklich wenn ich auf die Waage und in den Spiegel schaute. Andererseits kann ich mich auch noch daran erinnern, dass ich trotzdessen noch weiter abnehmen wollte. Und das obwohl ich mein Abnehmziel um einiges übertroffen hatte. Ich bewundere mich immer noch für diese Willensstärke und ich weiß, dass das irgendwie falsch ist.

    Ich bin einfach von Natur aus eher etwas kurviger. Aber irgendwie finde ich trotzdem nichts schöner als 90-60-90 Modelmaße. Ich dachte eigentlich dass diese verzehrte Wahrnehmung irgendwann mit dem Alter verschwindet. Ich habe aber eher das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.

    Darüber hinaus glaube ich einfach, dass ich genau dem Schönheitsideal entsprechen muss um den -in meinen Augen - perfekten Partner zu finden bzw. so jemanden "haben zu können". Und ich glaube, ich habe nicht gerade niedrige Ansprüche an einen potenziellen Partner. Auch gerade was das Aussehen betrifft. Obwohl ich weiß, dass es an sich egal ist, Ich kaufe mir ja keine neue Tasche, sondern ich möchte den Partner fürs Leben. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen mit jemandem zusammen zu sein, der nicht schön ist. Das klingt arrogant, aber ich glaube es geht vielen so. Jeder möchte möglichst einen attraktiven Partner. Das soll allerdings nicht heißen, dass mir der Rest komplett egal ist. Natürlich soll er charakterlich zu mir passen und mir sympathisch sein.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht mal wieso? Wieso ist Schönheit so wichtig? Ich kann ja nicht mal genau sagen weswegen es mir so wahnsinnig wichtig ist.

    Ich weiß es nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich einfach gerne jemanden hätte um meine Probleme abladen zu können. Nicht nur deswegen, aber es ist definitiv auch ein Grund.
    Ich neige dazu sehr schnell über Probleme zu reden, sobald ich jemanden kennen lerne. Ich möchte unbedingt verstanden werden und möchte dann immer Zuspruch und aufmunternde Worte. Sowas kam in meiner Familie immer ein bisschen zu kurz. Ich stehe meinen Eltern nicht sehr nahe und das fehlt mir auch oft. Vielleicht möchte ich deswegen umso mehr einen Partner, der diese Lücke schließt. Meine Eltern lieben mich, aber sie waren noch nie gut darin, es auch zu zeigen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie es je gesagt haben. Aber ich weiß, dass sie es tun und dass sie es einfach nicht besser wissen. Trotzdem ist es etwas was mich manchmal verletzt und was mir auch fehlt.
    Ich weiß aber nicht, ob es damit etwas zu tun hat.

    Andererseits wird es einem permanent vor Augen geführt, dass eine Beziehung das Leben erst vollkommen macht. Lieder, Filme, Bücher .. alles dreht sich um dieses Thema und immer wieder ist es nur ein Happy End, wenn die beiden sich verliebt haben und zusammen alt werden.

    Ich bin längst nicht auf alles eingegangen, was ihr erwähnt habt. Aber ich will hier auch nicht zu weit ausufern.

    und ergänzend:
    Ja, das habe ich tatsächlich. Ich wollte mich mal bei einer Carita melden, da Psychologen so lange Wartezeiten haben ..
     
  • User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    348
    2.210
    Single
    12 Dezember 2017
    #14
    Kann es sein, dass du extrem hohe Erwartungen an dich und dein Leben hast?

    Atemberaubend schöne Menschen zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie sehr selten sind. Wäre Jeder so schön, wäre das nicht mehr so besonders und atemberaubend.Im Umkehrschluss ist es für die allermeisten Menschen also völlig normal, nicht voll und ganz dem Schönheitsideal (wie auch immer das nun aussehen möge) zu entsprechen.
    Und trotzdem kommen die meisten Menschen damit zurecht und finden einen Partner (der meistens auch nicht 100%ig dem Schönheitsideal entspricht und den sie trotzdem schön und begehrenswert finden).
    Off-Topic:
    Abgesehen davon frage ich mich auch, in was dieses absolute Schönheitsideal sein sollte.
    Ist es z.B. nicht einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man blaue oder braune Augen schöner findet?


    Und auch dein Sozialleben läuft doch ziemlich gut: Du hast einige Freunde und findest in einer neuen Umgebunt Anschluss. Das ist weitaus mehr, als viele andere Leute haben. - Auch wenn es natürlich immer noch ein bisschen besser gehen kann.

    Der einzige Bereich in deinem Leben, in dem es tatsächlich noch nicht so gut zu laufen scheint, ist dein Liebesleben. Aber da wirkst du auf mich auch ziemlich verkrampft, obwohl du doch noch lange nicht in einem Alter bist, in dem dir die Zeit davon läuft.
    Mit deiner Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden, bist du doch auf Tinder und Ähnliches überhaupt nicht angewiesen.

    Aber jetzt noch mal zum Großen und Ganzen: Du glaubst, um glücklich zu sein, müsste in deinem Leben alles perfekt laufen. Aber wenn das wirklich eine notwendige Voraussetzung fürs Glücklichsein wäre, gäbe es wohl so gut wie keine glücklichen Menschen auf dieser Welt. Ich glaube, da solltest du deine Ansprüche massiv reduzieren.

    Was heißt "jemand, der nicht schön ist"? Ist Jeder, der nicht 100%ig "dem Schönheitsideal" (oder sagen wir lieber "deinem Schönheitsideal") entspricht, nicht schön? Gibt es da für dich keine Abstufungen? Hast du keine Kriterien, die dir wichtiger oder weniger wichtig sind?
    Und setzt du Schönheit mit Attraktivität gleich?

    Natürlich möchte ich persönlich eine attraktive Partnerin haben. Aber optische Schönheit ist nur einer von vielen Faktoren, die eine Frau für mich attraktiv machen und nicht bei allen Faktoren muss eine Frau absolut perfekt sein, um insgesamt für mich attraktiv zu sein.
    Und dazu kommt bei mir auch noch der Effekt, dass ich Frauen, die mich mit ihrem Charakter begeistern, auch optisch schöner finde (wobei das natürlich Grenzen hat).
     
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  • Alex20
    Alex20 (21)
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    12 Dezember 2017
    #15
    Ich glaube, dass du schöne Menschen total falsch siehst. Ich bin schön, würde ich behaupten, vor allem bekomme ich sehr viele Komplimente und mein Körper entspricht auch dem Idealbild, weil ich seit meiner Kindheit intensiv Sport betreibe. Trotzdem würde ich behauten, dass mich das nicht glücklicher macht, weil man es als Selbstverständlichkeit hinnimmt. Erst wenn man es nicht mehr hätte, würde man es vielleicht vermissen. Das ist wie mit der Gesundheit: wachst du jeden Tag auf und freust dich unglaublich, dass du gesund bist? Vermutlich nein, aber wenn man dann mal eine Verletzung hat und einen Gips, dann weiß man das erst zu schätzen. Das ist Dasselbe wie mit der Statistik, dass ein normaler Deutscher reicher ist als 80% der Menschheit… siehst du in der Stadt alle singend auf der Straße „Oh ich bin so reich, Juhu“…nein, weil es für einen Deutschen normal ist, eine Selbstverständlichkeit.

    Wenn dir das Thema so wichtig ist, dann kannst du gerne auch was dafür tun, damit du deinem Ideal näherkommst, schöne Kleidung kaufen, die zu deinem Typ passt, schön Schminken…das macht jede Menge aus, Kleider machen Leute und der unterschied zwischen Geschminkt und Ungeschminkt ist bei manchen Frauen wie Tag und Nacht. Sport macht natürlich auch schön man bekommt einen schönen Körper, eine gesunde Farbe im Gesicht, strahlt Gesundheit aus etc. Aber das kann man mit einer normalen Ernährung im Einklang machen, weil Hungerhacken entsprechen keinem Schönheitsideal, das finden 90% alles andere als schön.

    Und natürlich entspricht das Schönheitsideal 90-60-90…aber wer hat das schon, die Mädels kannst du an einer Hand abzählen, weil gemachte Brüste fühlen sich nicht toll an, dann lieber kleinere und echte. Um schön zu sein, muss man nicht perfekt aussehen. Es gibt unglaublich viele Frauen, die richtig gut aussehen und nicht perfekt sind. Auf der Sportuni sieht sicher jede zweite Bombe aus, aber vielleicht weil ich auf den Typ Frau stehe. Die strahlen auch einfach ein ganz anderes Lebensgefühl aus als so ein couchpotato.

    Aber mir scheint, dein Problem ist gar nicht, dass du nicht gut aussiehst,… du hast doch eine Menge Dates, dein Problem ist eher, dass du bis jetzt noch nie mit einem Mann auf derselben Wellenlinie warst… dass du noch nie Verliebt warst. Weil zum verliebt sein gehört eben mehr als nur Aussehen…deutlich mehr. Das macht eben den Unterschied aus, ob man nur ein bisschen fic**** will oder mit der Person sein komplettes Leben teilen will.

    Und ich muss mich auch meinem Vorredner anschließen, es gibt Frauen, die sehen gar nicht so schön aus…wenn man sie nur sieht…aber wenn man sie Kennenlernt, dann strahlen die so was heißes aus, dass man sie auf einmal unglaublich anziehend findet.
     
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  • Papalapap
    Papalapap (36)
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    12 Dezember 2017
    #16
    Off-Topic:

    Furchtbares Wort für die , die wenig bis gar kein Sport machen. :argh:
    Fühlt man sich als Sportler damit besser, wenn man Nichtsportler mit Worten demütigt?
     
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    12 Dezember 2017
    #17
    Zum Thema Gefühl noch die Anregung: es gibt in der Psychologie die Pyramide aus Gefühlen, Gedanken und Verhalten. Jeweils zwei der Faktoren können zusammen den Dritten nachhaltig beeinflussen.

    Aus diesen Gründen funktioniert eine Verhaltenstherapie - und hat mich aus der Depression geholt. Was nicht heißen soll, dass Du eine Therapie machen sollst. Es soll Dir nur sagen: Du bist Herrin Deiner Selbst. Immer.
     
  • Chaosmädchen
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    12 Dezember 2017
    #18
    Liebe manila,

    ich kann dich gut verstehen und denke jeder hat manchmal Selbstzweifel und hadert mit sich und seinem Leben. Das ist menschlich und kann ein Sprungbrett für Veränderungen sein.
    Mit Veränderungen meine ich in erster Linie Veränderungen die dein Umgang mit dir und deinem Leben betreffen.

    Für mich spielt Persönlichkeitsentwicklung eine zentrale Rolle. Es gibt tolle Bücher, Podcast und Youtube-Videos dazu.
    Ich kann dir z.B. den Podcast „Happy, Holy & confident“ sehr empfehlen und das Buch „ Dein inneres Kind muss Heimat finden“ (oder so ähnlich).

    Kein Mann wird dir deine negativen Glaubenssätze, deine Ängste usw. nehmen können. Das kannst nur du selbst. Außerdem möchtest du doch einen Partner auf Augenhöhe und keinen Therapeuten an deiner Seite. Kümmere dich um dich selbst (sonst macht es keiner), stelle dir vor wie du werden willst. Wie du dich bewegst, wie du dich kleidest, wie du sprichst, deine Abende verbringst, was für ein Typ Mann du datest, wie du wohnst etc. Wenn du dieses Bild erschaffen hast, diese beste Version von dir selbst tu die Dinge die diese Version tun würde und arbeite daran.

    Sei dabei liebevoll zu dir selbst. Deine Gedanken sind okay wichtig ist wie du mit ihnen umgehst.
     
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  • Alex20
    Alex20 (21)
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    12 Dezember 2017
    #19
    warnicht böse gemeint und auch nicht abwertend... sit eben eine andere Lebenseinstellung :zwinker:
     
  • Papalapap
    Papalapap (36)
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    12 Dezember 2017
    #20
    Lebenseinstellungen ändern sich mit der Zeit. Wenn du etwas älter und erfahrener bist, wirst du das verstehen.
     
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